Archiv für März 2008

4. Ausgabe April/Mai erschienen!

Die 4. utopia wurde letzte Woche gedruckt und verschickt. Ihr könnt die Ausgabe auch online lesen oder euch als pdf herunterladen.

Wenn die Bombe nicht mehr richtig tickt

Eine Atombombe ist keine Bombe wie jede andere. Atomwaffen bedrohen die gesamte Menschheit. Auch in Deutschland sind Atomwaffen stationiert.

Atomwaffen? Atomares Wettrüsten? Atomkrieg? Alles Geschichten aus Zeiten des Kalten Krieges? Einerseits schon, denn die Geschichte der Atomwaffen lässt sich nur vor dem Hintergrund des Kalten Krieges zwischen Ost und West verstehen. Andererseits stellen Atomwaffen auch heute eine große Gefahr für die gesamte Menschheit dar. Und was die wenigsten wissen: Auch in Deutschland lagern noch Atomwaffen und die Regierenden wollen sich nicht von ihrem „Spielzeug“ trennen…
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Zwangdienst? – Ich bin doch nicht blöd!

„Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden. Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden.“ – so steht es im Grundgesetz Artikel 12a. Doch warum solltest du wertvolle Zeit deines Lebens für einen Zwangsdienst verschwenden? Dein Leben gehört schließlich dir!
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„Ziviler Ungehorsam“? - Was ist das eigentlich?

"Muss der Bürger auch nur einen Augenblick, auch nur ein wenig, sein Gewissen dem Gesetzgeber überlassen? Wozu hat denn jeder Mensch ein Gewissen? Ich finde wir sollten erst Menschen sein, und danach Untertanen. Man sollte nicht den Respekt vor dem Gesetz pflegen, sondern vor der Gerechtigkeit.“ (David Thoreau, 1849)
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Urananreicherung: Globale Atomgeschäfte made in Germany

Deutschland versorgt Atomkraftwerke in aller Welt

„Akrobatisch gegen Atomkraft“ , „Uranzug 7 Stunden gestoppt“ : Die Kletter-Aktion der Atomkraftgegnerin Cécile sorgte im Januar für Schlagzeilen. In der utopia erklärt Cécile, warum internationaler Widerstand gegen globale Atomgeschäfte wie die Urananreicherung nötig ist. (Anm. der Redaktion)
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Anna, wasch ab, Arthur, bring den Müll runter!

Die Regierung hat es geschafft: Einführung und Förderung der „Elternzeit“ für das männliche Elter sowie der „Girl’s Day“ haben sämtliche Geschlechtsunterschiede nivelliert. „Frauen füllen Führungspositionen genauso gut wie Männer“, jubelt Ursula von der Leyen, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gewieft fragt sie LeserInnen ihres Rundbriefs zur Wanderausstellung „Rollenbilder im Wandel“, ob ihnen nicht der Verdacht erwachsen könne, „eine Frau sei unter Umständen nicht in der Lage die gleiche Leistung wie eine männliche Kraft zu bringen”; die Frage beantwortet sie selbst:
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Rätsel: Männer und Fußball

Eine kleine Geschichte

Ein Vater fuhr einmal mit seinem Sohn zum Fußballländerspiel; mitten auf einem Bahnübergang blieb der Wagen stehen. In der Ferne hörte man schon den Zug pfeifen. Voller Verzweiflung versuchte der Vater, den Motor wieder anzulassen, aber vor Aufregung schaffte er es nicht, sodass das Auto von dem heranrasenden Zug erfasst wurde. Ein Krankenwagen jagte zum Ort des Geschehens und holte die beiden ab. Auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Vater. Der Sohn lebte noch, aber sein Zustand war sehr ernst; er musste sofort operiert werden. Kaum im Krankenhaus angekommen, wurde er in den Operationsraum gefahren, wo schon das Dienst habende Chirurgenteam wartete. Als sie sich jedoch über den Jungen beugten, sagte Dr. Mayer mit erschrockener Stimme: „Ich kann nicht operieren - das ist mein Sohn!“

Verwirrt? Dann lies dir den Text noch einmal in Ruhe durch…

Gedicht: no-man in a man’s so

Sie sagten, ich sei ein Junge,
und Jungen weinen nicht.
Sie sagten, ich sei ein Junge,
und Jungen wissen immer weiter.
Sie sagten ich sei ein Junge,
und Jungen sind kalt und berechnend
Sie sagten, ich sei ein Junge,
und Jungen stehen auf Mädchen.
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Kommentar: Immer nur Schwarzer

Es ist kaum zu glauben: Das war kein gemeiner Bruch des Presse- und Werberechts und auch kein Titanic-Scherz. Alice Schwarzer ist nicht in ihrem Büro Amok gelaufen und hat auch keine AnwältInnen auf die BILD gehetzt. Nein, sie hat ernsthaft und freiwillig – nicht etwa „zwangsprostituiert“ - für die BILD geworben. Dafür, dass diese Zeitung die Wahrheit ausspricht. Wahrheiten, wie die, dass das Seite 1-Girl Sonja (19) gerne Kirschen isst und sich in Höschen ablichten lässt.
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Alle vier Sekunden ein Mord

Millionen Menschen sterben an Hunger – obwohl es eigentlich genug Nahrung gibt

Jedes Jahr sterben laut Bericht der FAO, der Food and Agricultural Organization (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen), etwa 8 Millionen Menschen an Hunger - das sind über 20.000 Menschen am Tag, 15 Menschen pro Minute: Alle 4 Sekunden stirbt ein Mensch den qualvollen Hungertod. Oftmals sind diese Menschen noch im Kindesalter. Der Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen trifft Kleinkinder und stillende Mütter in einem besonderen Maße: Jährlich überleben sechs Millionen Jungen und Mädchen ihre Kindheit nicht. Weil schon die Mutter an Unterernährung leidet, kommen die Kinder bereits mit schwerwiegenden Störungen ihres Stoffwechsels zur Welt. Sie sind deshalb sehr anfällig für Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung, Malaria oder Masern. Würden sie nach ihrer Geburt eine bessere Ernährung erhalten, könnten sie von solchen Krankheiten problemlos geheilt werden. Artikel ‘Alle vier Sekunden ein Mord’ weiterlesen