Anarchismus im Comic-Style

Unser Lieblingszeichner erklärt die Geschichte des Anarchismus

Endlich ist es da: Das langersehnte Buch „Kleine Geschichte des Anarchismus – Ein schwarz-roter Leitfaden“. In ihm gibt Findus, der Illustrator der utopia, eine Einführung in die Materie des Anarchismus.
cover_findus_anarchismus
Nach der Definition des Anarchismus geht der Autor zunächst auch auf dessen schlechten Ruf in der Gesellschaft ein und wendet sich dann dem libertären Leben zu: Erziehung, Wohnen und Musik. Außerdem greift er utopische Literatur auf.

Im zweiten Teil des Buches werden die verschiedenen Strömungen des Anarchismus vom Individualanarchismus über den Anarchafeminismus bis hin zum gewaltfreien Anarchismus erklärt. Danach wird eingegangen auf die Trennung von Anarchismus und Marxismus und später von Individualanarchismus und Kollektivismus.

Der letzte Teil beschäftigt sich mit der Geschichte des Anarchismus, die im Buch 1871 mit der Pariser Kommune beginnt. Außerdem wird ein Schwerpunkt auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die 1968er Jahre und den Zapatismus in Mexiko gelegt.

Das Buch ist durchgehend mit Illustrationen gestaltet, die das Lesen erleichtern. Viele wichtige Personen sind abgebildet und ihre Bezüge zum Anarchismus werden dargelegt. Außerdem gibt der Autor zu jedem der drei Teile des Buches explizite Literaturempfehlungen für Interessierte.

Geeignet ist der Comic vor allem für Menschen, die sich mehr mit der Materie des Anarchismus beschäftigen möchten oder für solche, die ihr Wissen auf eine lockere Art auffrischen möchten.
Auf Grund der vielen Zeichnungen ist das Buch auch für Schulkinder geeignet.

Maren W.

Findus: „Kleine Geschichte des Anarchismus – Ein schwarz-roter Leitfaden“.
Verlag graswurzelrevolution, 60 Seiten, ca. 5,00 €

Comments are closed.