Alternativen zu den Mainstream-Medien
Wir meckern viel über die heutigen Medien – doch trotz allem sind Medien wichtig. Denn grundsätzlich sind Medien nichts Schlechtes, sondern in erster Linie Träger von Informationen, das kann eine Zeitung, ein Radio, ein Film und noch viel mehr sein.
Aus der Kritik an den Mainstream-Medien entstanden schon früh alternative Medien, welche es sich zum Ziel machen, entgegen den verbreiteten Meinungen der Mainstream-Medien eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Berichtet wird meist über die Dinge, die in den kapitalistischen Medien keine oder kaum Beachtung finden oder die Dinge werden von einem anderen Standpunkt aus betrachtet.
Für soziale Bewegungen waren alternative Medien, abseits der vorherrschenden Medien, deshalb schon immer wichtig um eigene Positionen und Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen.
Alternative Medien können ganz verschiedene Formen haben, welche sich auch von Zeit zu Zeit immer wieder ändern. Von zusammenkopierten Zines, über professionell gedruckten Zeitungen, wie beispielsweise die utopia, bis hin zu freien Radios, die es in einigen Regionen und Städten gibt (freie-radios.net) gibt es eine große Bandbreite an alternativen Medien. Heute gibt es zudem eine Vielzahl verschiedener Medienportalen im Internet - oft mit einem thematischen oder regionalem Bezug.
Mit der Entstehung des Internets entstanden auch neue Chancen für alternative Medien. Denn das Internet macht das Veröffentlichen und Verbreiten eigener Inhalte einfacher, billiger und effektiver - und das auf einer globalen Ebene.
Sehr erfolgreich macht sich dies das Indymedia-Netzwerk (indymedia.org) zunutze. Entstanden aus der Enttäuschung über die Berichterstattung der kapitalistischen Medien über die ersten globalisierungskritischen Proteste, ist Indymedia heute ein weltweites Netzwerk mit lokalen Ablegern in vielen Ländern und Städten (z.B. Indymedia Deutschland: de.indymedia.org), hinzu kommen globale themen- und medienspezifische Plattformen. Veröffentlichen darf bei Indymedia jedeR, ein lokales Kollektiv kümmert sich lediglich um die Bereitstellung der Internetseite und eine grobe Moderation der Artikel.
Durch das Internet verwischt die Linie zwischen reinen MedienmacherInnen und -konsumentInnen stärker als jemals zuvor, denn jedeR kann seine bzw. ihre Inhalte über Netzwerke wie Indymedia, Blogs und andere Internetplattformen verbreiten.
BRiB

