„JA!“ zu Drogen !?!
Die Drogen sind nicht das Problem, sondern das Verbot
„Stell dir vor, es gäb ‚ne Steuer, die die Leute gerne zahlen. Und so oft sie sie bezahlen, danach völlig seelig strahlen.“ Dies ist der Beginn aus einem Song des Liedermachers Götz Widmann. Das Lied dreht sich um die Legalisierung von Haschisch. Dadurch könnte die Regierung, aus Sicht des Musikers, eine Menge Geld verdienen.
Natürlich gibt es nicht nur den einen Grund, Drogen – und vor allem Cannabisprodukte – zu legalisieren.
Neben den, schon genannten, höheren Steuereinnahmen spricht natürlich auch der Aspekt für eine Legalisierung von Drogen, dass sich die Schwarzarbeit im Drogenmilieu vermindern und so neue Arbeitsplätze entstehen würden.
Da die Drogen, trotz hoher Steuer jedoch viel preiswerter zu erwerben wären, würde auch die Beschaffungskriminalität vermindert werden. Es würde keine zusätzlichen Drogentoten mehr geben, da nur „reine“ Drogen verkauft werden würden. Drogen werden nämlich oft mit gesundheitsschädlichen Mitteln „gestreckt“. Das heißt, sie werden mit anderen Mitteln vermischt, um eine größere Menge vorzutäuschen. Wenn aber der Konsument oder die Konsumentin nicht weiß, wie hoch der Anteil der Droge tatsächlich ist, kann es zur Überdosierung kommen.
Auch die mangelnde Hygiene und die daraus folgende Übertragung von Krankheiten wie Hepatitis C oder AIDS könnte durch eine Legalisierung der Drogen verbessert werden.
Eine Legalisierung würde auch vor allem dem Jugendschutz zu Gute kommen, da eine staatlich kontrollierte Abgabe von Drogen den Verkäufern und Verkäuferinnen mehr Handlungsgewalt zusprechen würde. Wenn der Verkauf nicht kontrolliert wird, haben Jugendliche leichter Zugang zu den Drogen.
Generell sollte aber jeder Mensch selbst bestimmen, ob und welche Drogen er oder sie konsumiert. Jeder mündige Mensch sollte ein Selbstbestimmungsrecht über sich und seinen oder ihren Körper haben. Außerdem vergrößert das Verbot von Drogen für viele den Reiz, diese zu konsumieren.
Als Paradebeispiel für die Legalisierung von Drogen gilt zumeist Cannabis, da es zu dem „weichen Drogen“ zählt und wesentlich weniger schädlich ist als zum Beispiel Alkoholkonsum. Es ruft, anders als Nikotin und Alkohol, keine körperliche Abhängigkeit hervor.
Am Beispiel der Niederlande, wo der Cannabisverkauf geduldet ist, sieht man den Erfolg einer Legalisierung sehr gut. Dort gibt es nämlich weniger Konsumenten und Konsumentinnen als in Deutschland.
Von vielen Seiten wird außerdem ein duldender Umgang mit den sogenannten „harten Drogen“ wie Heroin und Kokain gefordert. Dieser ist vor allem auf Grund des Mangels an Hygiene im Umgang mit den Drogen nicht nur erstrebenswert, sondern auch notwendig.
Chantal B.
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