A wie Aktionsklettern

„Kurios“ murmelt ein im Auftrag einer Gentechfirma eingesetzter Sicherheitsmensch. Damit meint er den 12 Meter hohen Turm, den BesetzerInnen auf dem Feld errichtet und erklommen haben.
Zwei Tage später: „Kommen Sie darunter“, schreit ein verzweifelter Polizist. Die Kletterin denkt nicht daran, sie protestiert gegen Atomtransporte über die Bahnlinie. Stunden später rücken Spezialkräfte per Hubschrauber an.
Eine Woche danach: „Nein zum Kahlschlag!“ steht auf einem riesigen Transparent am Flughafen. Währenddessen werden Bäume im Wald besetzt. Kletteraktivismus ist vielfältig.
Aktionsklettern vermittelt politische Botschaften mit kräftigen Bildern, und bereitet dem Gegner viele Problemen. Es ist gar subversiv (umstürzlerisch), wenn man sich an der Aufregung um solchen Aktionen bei der Polizei orientiert. Bequem ist, dass AktivistInnen selten der Polizeigewalt ausgeliefert sind. Diese muss sich nämlich zunächst überlegen, wie sie an die AktivistInnen herankommt. Aktionsklettern verlangt aber eine solide Ausbildung und Selbstbeherrschung im Umgang mit stressigen Situationen.

Eichhörnchen

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