C wie Clowns Army

Bei dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 sorgte die etwas andere Armee zum ersten Mal in Deutschland für größeres Aufsehen. Anstatt mit Waffen zu kämpfen, demonstrieren sie mit provokantem Verhalten und ihrem kreativen Aussehen. Mit bunten Clownsanzügen, roten Nasen und geschminkten Gesichtern setzt die Clowns Army auf gewaltfreie Proteste. Im Gegensatz zu anderen Aktionsformen zieht sie das Kritisierte ins Lächerliche. Die Spaßvögel bepusten zum Beispiel Polizeiketten mit Seifenblasen oder machen die Polizisten und ihre Autos mit Klobürsten und Staubwedel sauber. Mit diesen phantasievollen Aktionen und Protesten gelangt so manche Polizeieinheit in einen Konflikt, da sich die Clowns haarscharf an der Grenze des Gesetzes bewegen. Ob Clownskostüme und das geschminkte Gesicht mit Perücken gegen das Vermummungsverbot verstoßen, ist oft diskutiert worden. In vielen Protestforen wird sogar dazu aufgerufen, es zu einer Festnahme der Clowns kommen zu lassen, sollte viel Presse anwesend sein. Denn Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen ist das Ziel der Clowns, damit möglichst viele Menschen von ihrer gewaltfreien Protestform erfahren. Wenn dabei die Polizei in spöttischem Gelächter versinkt, ist ihnen das nur recht.

Ana Mari M.

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