<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft</title>
	<atom:link href="http://www.jugendzeitung.net/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jugendzeitung.net</link>
	<description>herrschaftslos, gewaltfrei</description>
	<lastBuildDate>Sat, 27 Feb 2010 10:24:06 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>utopia NR. 15</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/news/utopia-nr-15/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/news/utopia-nr-15/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 10:22:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1626</guid>
		<description><![CDATA[Die 15. Ausgabe der utopia ist nun gedruckt und wurde verschickt. An dieser Stelle könnt ihr euch auch die Ausgabe als PDF herunterladen. Aufgrund eines Softwarefehlers können wir die Artikel leider erst Ende der nächsten Woche als Texte online stellen. 
Download

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 15. Ausgabe der utopia ist nun gedruckt und wurde verschickt. An dieser Stelle könnt ihr euch auch die Ausgabe als PDF herunterladen. Aufgrund eines Softwarefehlers können wir die Artikel leider erst Ende der nächsten Woche als Texte online stellen. </p>
<h3><a href="http://www.jugendzeitung.net/daten/ausgaben/utopia15.pdf">Download</a></h3>
<p><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/02/utopia15.jpg"><img src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/02/utopia15.jpg" alt="" title="utopia15" width="200" height="298" class="alignnone size-full wp-image-1629" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/news/utopia-nr-15/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Scheiß Happy End</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/scheis-happy-end/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/scheis-happy-end/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 16:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1620</guid>
		<description><![CDATA[Steven Spielbergs lehrte uns in „Jurassic Park“ nicht mit Genmanipulation rumzuexperimentieren. Der von Peter Jackson produzierte Streifen „District 9“ spielt mit Außerirdischen auf die Apartheid in Südafrika an. Nun zeigt James Cameron wie indigene Völker für Profitinteressen ermordet und vertrieben werden. Avatar – ein neues Highlight des politischen Films mit einem Haken.

Avatar – Aufbruch nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steven Spielbergs lehrte uns in „Jurassic Park“ nicht mit Genmanipulation rumzuexperimentieren. Der von Peter Jackson produzierte Streifen „District 9“ spielt mit Außerirdischen auf die Apartheid in Südafrika an. Nun zeigt James Cameron wie indigene Völker für Profitinteressen ermordet und vertrieben werden. Avatar – ein neues Highlight des politischen Films mit einem Haken.</strong></p>
<p><span id="more-1620"></span></p>
<p><strong>Avatar – Aufbruch nach Pandora</strong><br />
Der Film spielt auf dem fernen Planeten Pandora, der der Lebensraum der intelligenten, menschenähnlichen Lebensform Na’vi ist. Da die Rohstoffvorkommen der Erde erschöpft sind, betreiben die Menschen auf Pandora eine riesige Erzmine. Problem: große Erzvorkommen befinden sich unter dem Dorf – einem riesigen (Wohn-)Baum – der Na’vi. Die Menschen im Film spalten sich grundlegend in diejenigen, die versuchen die Na’vi friedlich zur Umsiedlung zu bewegen und Militärs, die mit Gewalt gegen das indigene Volk vorgehen wollen und bereits die schon bestehende Erzmine militärisch schützen. Die Militärs setzen sich nach einigem Hin und Her durch und greifen die Na’vi an: zerstören den Wohnbaum und töten dabei unzählige Indigene.</p>
<div id="attachment_1621" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1621" title="Avatar-Navi" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/02/Avatar-Navi.jpg" alt="Im Vordergrund Hauptdarsteller Sam Worthington, dahinter ein &quot;eingelegter&quot; Na'vi. | Foto: www.avatar-derfilm.de" width="500" height="400" /><p class="wp-caption-text">Im Vordergrund Hauptdarsteller Sam Worthington, dahinter ein &quot;eingelegter&quot; Na&#39;vi. | Foto: www.avatar-derfilm.de</p></div>
<p>Die eng mit der Natur und dem Ökosystem des Planeten verbundenen Na’vi formieren sich danach zu einem groß angelegten Gegenschlag um die Eroberung ihrer heiligen Stätte durch das Militär zu verhindern. Anfangs noch erfolgreich entwickelt sich die Schlacht für die Na’vi zum Desaster – unterlegt von eindrucksvollen, abschreckenden Kriegsszenen wie brennenden pferdeartigen Wesen die sonst von den Na’vi geritten werden.<br />
Doch wo die Realität endet, tut es der Film an dieser Stelle (leider) nicht. Der im Film beschriebene Konflikt kann auf die reale Welt übertragen werden: der Konflikt zwischen schwachen Indigenen und einer monströsen, zerstörenden Industrie. Nachdem die Na’vi den Kampf fast verloren haben, eilt ihnen die Natur zu Hilfe. Tiger-, Hyänen- und Nashorn-artige Wesen kämpfen nun seit an seit gegen die Militärsöldner und besiegen sie letztlich. Die Menschen müssen den Planeten daraufhin – bis auf wenige Na’vi loyale – verlassen.</p>
<p><strong>Kritik – Stereotypen und Happy End</strong><br />
Den bösen Part nimmt im Film vor allem ein fanatischer Militär ein – der Minenbesitzer bzw. Chef der schon bestehenden Erzmine auf Pandora ist weniger blutrünstig, stellt sich im Endeffekt aber dennoch hinter seinen Militärchef. Schade, dass das Militär im Film nicht grundlegend als etwas Unmoralisches gezeigt wird, sondern nur einzelne Leute – im Film eben der fanatische Militärführer – grausam dargestellt werden.<br />
Zudem wird der Kampf natürlich von beiden Seiten militärisch ausgefochten. Zwar wurde versucht den Konflikt durch Gespräche niederzulegen, doch gewaltfreien, zivilen Ungehorsams wurden nicht versucht. Dies ginge für die Tiefe des Films allerdings auch wohl zu weit.</p>
<div id="attachment_1622" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1622" title="Avatar-Militaer" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/02/Avatar-Militaer.jpg" alt="Links: Klischee-Militär | Rechts: Ballern für den Frieden | Foto: www.avatar-derfilm.de" width="500" height="200" /><p class="wp-caption-text">Links: Klischee-Militär | Rechts: Ballern für den Frieden | Foto: www.avatar-derfilm.de</p></div>
<p>Größtes Manko am technisch beeindruckenden 3D-Film ist jedoch das Ende: Es ist schön, dass der auch real bestehende Konflikt um Rohstoffe und Natur in dem Film inszeniert wird. So finden auch ansonsten (politisch) uninteressierte Menschen einen Zugang in diese reale Thematik – so die ZuschauerInnen denn den Bogen zur heutigen Zeit spannen können: Beispielsweise kämpfen in Ecuador aktuell UmweltschützerInnen und der Stamm der Huaorani-IndianerInnen um ihre Heimat im Regenwald. Der Yasuni-Nationalpark und das angrenzende Ispingo-Tambococha-Tibutini-Gebiet am Oberlauf des Amazonas soll zur Förderung von Erdöl freigegeben werden. 135 Milliarden Liter Schweröl sollen unter dem Regenwald-Gebiet lagern – auch die deutsche Bundesregierung engagiert sich für eine Förderung des Umweltschädlichen Rohstoffs und die damit verbundene Vernichtung wertvoller Natur. Wo Indigene und Natur in der Realität jedoch fast immer das Nachsehen haben und den Kampf gegen die Industrie verlieren, gehen sie in James Camerons Film als Sieger vom Platz. Warum, so könnten sich die aufmerksamen ZuschauerInnen fragen, sich also gegen die Abholzung des Regenwalds und die Vertreibung von indigenen Völkern engagieren, wenn am Ende doch alles gut geht? Schade, dass Cameron nicht auch in diesem letzten entscheidenden Punkt den Bogen zur Realität spannt.<br />
Wäre George Orwells „1984“ so ein eindrucksvolles Meisterstück gegen Überwachung, hätte es ein Happy End? Wohl nicht. So ist „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ ein beeindruckender Film mit politischem Thema. Die Welt verändern wird er aber nicht.</p>
<p><em>Michael Schulze von Glaßer</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/scheis-happy-end/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ab in die Zukunft – utopia braucht neue Redaktionsmitglieder!</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/news/ab-in-die-zukunft-%e2%80%93-utopia-braucht-neue-redaktionsmitglieder/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/news/ab-in-die-zukunft-%e2%80%93-utopia-braucht-neue-redaktionsmitglieder/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 11:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1614</guid>
		<description><![CDATA[Im neuen Jahr wird sich rund um die Jugendzeitung utopia einiges ändern: der Erscheinungsrhythmus, die Seitenzahl der gedruckten Zeitung, das Online-Magazin und die Redaktion. Was genau euch erwartet, erfahrt ihr im folgenden Brief aus der Redaktion.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir brauchen eure Hilfe! Das Online-Magazin können wir momentan leider nicht mehr so betreiben, wie wir es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im neuen Jahr wird sich rund um die Jugendzeitung utopia einiges ändern: der Erscheinungsrhythmus, die Seitenzahl der gedruckten Zeitung, das Online-Magazin und die Redaktion. Was genau euch erwartet, erfahrt ihr im folgenden Brief aus der Redaktion.</strong></p>
<p><strong><span id="more-1614"></span></strong></p>
<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p>
<p>wir brauchen eure Hilfe! Das Online-Magazin können wir momentan leider nicht mehr so betreiben, wie wir es gerne würden. Artikel erscheinen mittlerweile nur noch sehr unregelmäßig, teilweise verharren die Texte gar einige Wochen auf der Startseite. Dies wollen wir ändern: wir suchen dringend neue motivierte Redakteurinnen und Redakteure, die Lust haben ein selbstverwaltetes, basisdemokratisches Jugendmagazin mitzugestalten. Nach wie vor soll die utopia „von Jugendlichen für Jugendliche“ gemacht werden. Wenn ihr SchülerInnen, StudentInnen oder Auszubildende seid, schreckt nicht davor zurück, euch bei uns zu melden! Eine Bezahlung gibt es nicht, da alle Arbeit rund um die utopia ehrenamtlich geleistet wird. Dafür müsst ihr natürlich auch nur das machen, woran ihr Spaß habt. Was ihr bei uns gewinnen könnt sind wertvolle journalistische Erfahrung und eine Plattform, auf der ihr eure Artikel, Bilder und Ideen veröffentlichen könnt. Zudem winkt die Mitarbeit in einem kleinen aber feinen Redaktionskollektiv, das versucht ohne Hierarchien zu arbeiten. Nützlich wäre es, wenn ihr schon einige journalistische Erfahrungen gemacht habt. Außerdem solltet ihr natürlich unser Ziel einer herrschaftslosen, gewaltfreien Gesellschaft teilen. Wo ihr euch einbringen wollt – ob in die Herstellung der gedruckten Ausgabe oder ins Online-Magazin der utopia – ist euch überlassen. Hauptsache, ihr seid motiviert!</p>
<p>Solange es dem Redaktionskollektiv an „Personal“ mangelt, wird das Online-Magazin vorerst weitestgehend eingestellt. Rechnet also in nächster Zeit nicht mit vielen neuen Artikeln. Dafür könnt ihr demnächst mit einer richtig fetten gedruckten utopia rechnen – im wahrsten Sinne des Wortes: die nächste utopia, die euch Anfang März erreichen soll, wird acht statt der bisherigen vier Seiten umfassen. Einziger Haken an der Sache: die utopia wird auch seltener erscheinen: Alle drei Monate. Rein rechnerisch gibt es aber ein sattes Plus bei der Seitenzahl: statt jährlich 24 wird es nun 32 utopia-Zeitungsseiten im Jahr geben. Zu diesem Schritt haben wir uns entschlossen, um Portokosten zu sparen. Die Verschickung der Zeitung ist nämlich nicht gerade billig: nun müssen wir nur noch vier Ausgaben im Jahr versenden und nicht mehr sechs.</p>
<p>Damit kommen wir auch schon zum nächsten Thema: Geld. Das können wir immer noch sehr gut gebrauchen! Die Nachfrage nach der utopia ist ungebrochen und Druck sowie Vertrieb der Zeitung kosten viel Geld. Über <a href="../spenden">Spenden</a> freuen wir uns daher immer!</p>
<p>Wenn ihr Lust habt, bei der utopia mitzuarbeiten. schreibt uns einfach eine Mail. Außerdem wäre eine kurze Personenbeschreibung – was ihr so macht – nett. Das ganze könnt ihr entweder über unser <a href="../kontakt/">Kontaktformular</a> laufen lassen oder ihr schickt uns eine Mail an folgende Adresse: <a href="mailto:jugend@graswurzel.net">jugend@graswurzel.net</a></p>
<p>Li(e)bertäre Grüße,</p>
<p><em>euer utopia-Redaktionskollektiv</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/news/ab-in-die-zukunft-%e2%80%93-utopia-braucht-neue-redaktionsmitglieder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>dresden-nazifrei.de zensiert</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/antifaschismus/dresden-nazifrei-de-zensiert/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/antifaschismus/dresden-nazifrei-de-zensiert/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 14:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1578</guid>
		<description><![CDATA[
Das kriminalisierte Plakat.

Die Webseite des Bündnisses Dresden Nazifrei wurde durch richterlichen Beschluss gesperrt. Vorrausgegangen war das Verbot eines Plakats, auf dem zu Blockaden des alljährlichen Nazi-Aufmarsches in Dresden am 13. Februar aufgerufen wurde. Im Zuge der Repression erfolgten bereits Razzien und Hausdurchsuchungen.
Trotzig erstreckte sich nur noch der große rosafarbene Schriftzug „zensiert“ über die Seite dresden-nazifrei.de. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float: right;" id="attachment_1591" class="wp-caption alignleft" style="height: 185px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/01/plakat_220x3135.gif"><img class="size-full wp-image-1591" title="plakat_220x313" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/01/plakat_220x3135.gif" alt="Das kriminalisierte Plakat." style="float: left; width: 180px;"/></a>
<p class="wp-caption-text">Das kriminalisierte Plakat.</p>
</div>
<p><strong>Die Webseite des Bündnisses Dresden Nazifrei wurde durch richterlichen Beschluss gesperrt. Vorrausgegangen war das Verbot eines Plakats, auf dem zu Blockaden des alljährlichen Nazi-Aufmarsches in Dresden am 13. Februar aufgerufen wurde. Im Zuge der Repression erfolgten bereits Razzien und Hausdurchsuchungen.<span id="more-1578"></span></strong></p>
<p>Trotzig erstreckte sich nur noch der große rosafarbene Schriftzug „zensiert“ über die Seite dresden-nazifrei.de. Inzwischen ist die Seite leer. Sie musste aus dem Netz genommen werden, weil eine Verfügung der Staatsanwaltschaft den Provider dazu nötigte. Auf der Seite war ein Plakat abgebildet, welches zur Blockade des Nazi-Aufmarsches am 13. Februar in Dresden aufruft.</p>
<p>An diesem Tag werden NationalsozialistInnen aus ganz Europa die Opfer der Shoa, der Verfolgung und Vernichtung von Juden und Jüdinnen, verhöhnen wollen. Sie trauern dabei um die OpferInnen des Bombenangriffs auf Dresden am 13. Februar 1945. Dieser Angriff war Teil der Offensive der Alliierten gegen Deutschland. Die NationalsozialistInnen sprechen von einem Bombenholocaust um Ursache und Wirkung zu verwischen. Der Bombenangriff wurde im Krieg gegen den Staat geflogen, welcher den Holocaust ausführte.<br />
AntifaschistInnen aus allen Spektren rufen nun dazu auf, diese Veranstaltung zu verhindern. Das geschieht durch den Aufruf zur Massenblockade. Eine solche Blockade ist rechtlich eine Ordnungswidrigkeit – beliebtes Beispiel für eine Ordnungswidrigkeit ist auch Falschparken. Moralisch ist die Blockade allerdings die Pflicht für alle Menschen, die sich gegen Menschenfeindlichkeit und Diktatur aussprechen.<br />
Die Situation hatte sich schon zugespitzt, als die Staatsanwaltschaft eben jene Blockade und selbst den Aufruf dazu im Vorfeld kriminalisierte. Das Autonome Zentrum Connyin Dresden, der Infoladen „Red Stuff“ und ein Parteibüro in Dresden erfuhren Razzien; Die deutsche Polizei brach unter Oberbefehl der deutschen Staatsanwaltschaft in die Räumlichkeiten ein. Genauso erging es einigen Privatpersonen in Dresen, Berlin und im Raum Brandenburg.<br />
Es könnte gar die Vermutung auf kommen, dass der moralische Akt, der die schlimmen Zustände in Dresden zu verändern versucht, von staatlicher Seite unterbunden werden soll. Doch einige wenige zeigen Flagge gegen den Kurs der Staatsanwaltschaft. Dorotheé Menzner, Mitglied des Bundestages, ließ sich beim Aufhängen des verbotenen Plakats festnehmen.<br />
Und überhaupt ist es glücklicherweise wieder chic gegen Staat und Repression zu sein. Widerstand gegen Nazis darf nicht Sache einiger weniger sein, sondern muss breit getragen werden. Genau dafür steht das Dresden-Nazifrei-Bündnis. Der deutsche Staat, und offenbar gerade die Staatsanwaltschaft Dresden, nicht.<br />
Für den 28. Januar wird zur Plakatierung des verbotenen Plakats aufgerufen. Also auf, Plakate schnappen und um 16 Uhr Plakatieren gehen!</p>
<p><a href="http://www.dresden-nazifrei.com" target="_blank">www.dresden-nazifrei.com</a><br />
<a href="http://www.dresden-nazifrei.de" target="_blank">www.dresden-nazifrei.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/antifaschismus/dresden-nazifrei-de-zensiert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ANARCHIE?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/anarchie/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/anarchie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 19:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1575</guid>
		<description><![CDATA[Anarchie ist meiner Meinung nach ein viel zu wenig behandeltes Thema, vor allem auch unter jüngeren Menschen. Deshalb beschloss ich, meine Quartalsarbeit (die jede_r Achtklässler_in in der Waldorfschule machen muss) über dieses Thema zu schreiben.

Aber vor allem bin ich darauf gestoßen, weil ich immer dieses „A“ überall gesehen habe und nie wirklich wusste, was das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anarchie ist meiner Meinung nach ein viel zu wenig behandeltes Thema, vor allem auch unter jüngeren Menschen. Deshalb beschloss ich, meine Quartalsarbeit (die jede_r Achtklässler_in in der Waldorfschule machen muss) über dieses Thema zu schreiben.</p>
<p><span id="more-1575"></span></p>
<p>Aber vor allem bin ich darauf gestoßen, weil ich immer dieses „A“ überall gesehen habe und nie wirklich wusste, was das ist. Ich dachte immer: „Ja, toll, jeder darf so schnell fahren, wie er will, und kann von seinem Chef so viel Geld verlangen, wie er will.“ Ich wollte mehr wissen!</p>
<p>Gleich merkte ich, wie wenig behandelt dieses Thema doch ist, denn in der Bibliothek fand ich nur drei Bücher und in meiner Klasse fragten mich mindestens zehn Leute, was das denn sei. Irgendwie reizte mich das dann aber noch mehr. Ich wollte den Menschen diese ganze Sache möglichst plausibel erklären, so dass man das alles gut verstehen kann, denn die meisten Bücher oder Artikel sind schon sehr wissenschaftlich und philosophisch. Deshalb nannte ich meine Arbeit auch ganz einfach:</p>
<p><strong>„ANARCHIE?“ </strong></p>
<p>Ich bearbeitete als erstes die Entstehung und Geschichte der Anarchie, dann verglich ich Proudhon, Bakunin und Landauer, drei verschiedensprachige, sehr wichtige Vertreter des Anarchismus. Ich stellte sie mit einer Kurzbiographie vor und erläuterte ihre Ziele sowie ihr Handeln und Denken. Zum Schluss beschäftigte ich mich mit dem heutigen Anarchismus (vor allem „im Internet“, über die „Repeal Coalition“, das „Living Theatre“ und das Buch „ANARCHISMUS 2.0“).</p>
<p>In meinem praktischen Teil zeigte ich Ausschnitte aus Filmen des Living Theatres und befragte die Menschen zu ihrer Meinung zur Anarchie und stieß auf sehr verschiedene Ansichten. Bei meiner ersten Frage, „Woran denken sie spontan, wenn sie das Wort „Anarchie“ hören?“, hörte ich von einer Frau wie aus der Pistole geschossen: „Disneyland“ . Allerdings fragte mich auch ein Mann, ob ich nicht zu jung für dieses Thema sei. Das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen erschreckt, da ich nicht finde, dass man zu jung für ein Thema sein kann, wenn man sich eben nun mal dafür interessiert. Also lasst Euch nicht abbringen und informiert Euch! Das schafft völlig neue Perspektiven. Denn wusste ich vorher kaum etwas über Anarchismus, so kann ich jetzt doch einige Auskünfte darüber geben.</p>
<p><em>Jon Kjetil</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/anarchie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Biste schwul, oder was?!“</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/sexismus-und-geschlechterverhaltnisse/%e2%80%9ebiste-schwul-oder-was%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/sexismus-und-geschlechterverhaltnisse/%e2%80%9ebiste-schwul-oder-was%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus und Geschlechterverhältnisse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1570</guid>
		<description><![CDATA[‘Schwule Sau’ oder ‘Scheiß Lesbe’ sind Bezeichnungen, an die sich leider schon viele ‘Betroffene’ gewöhnt haben. Auch die regelmäßige Schändung des Mahnmals zur Erinnerung an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen sowie gewaltsame Übergriffe gegen Les.bi.schwul.trans sind leider traurige Realität.

Trotz rechtlicher Fortschritte (bspw. Homoehe), offen homosexueller Menschen in Politik und Medien und Christopher Street Days (CSD) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>‘Schwule Sau’ oder ‘Scheiß Lesbe’ sind Bezeichnungen, an die sich leider schon viele ‘Betroffene’ gewöhnt haben. Auch die regelmäßige Schändung des Mahnmals zur Erinnerung an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen sowie gewaltsame Übergriffe gegen Les.bi.schwul.trans sind leider traurige Realität.</strong><br />
<span id="more-1570"></span><br />
Trotz rechtlicher Fortschritte (bspw. Homoehe), offen homosexueller Menschen in Politik und Medien und Christopher Street Days (CSD) in fast jeder größeren Stadt ist der gesellschaftliche Umgang mit nicht heterosexuellen Menschen immer noch von Diskriminierung und Ablehnung geprägt.</p>
<p>Es scheinen zwei parallele gesellschaftliche Entwicklungen von sich zu gehen. Zum einen eine Liberalisierung und selbstverständliche Anerkennung von nicht heterosexuell lebenden Menschen, zum anderen eine zunehmende Ablehnung bis hin zu gewaltsamen Bekämpfung von allen Lebensformen, die nicht in das Bild einer heterosexuellen Durchschnittsfamilie passen. Im Folgenden werden die Formen und das Ausmaß der Diskriminierungen dargestellt. Zudem wird daran anschließend der Begriff der Homophobie einmal kritisch hinterfragt, um für aktuelle und zukünftige soziale Kämpfe gerüstet zu sein.</p>
<p><strong>Alle anders, alle gleich?!?</strong><br />
Als am 1. August 2001 das Lebenspartnerschaftsgesetz – kurz: “Homoehe” – in kraft trat, prophezeiten liberale gesellschaftliche Gruppen die abgeschlossene Emanzipation der Homosexuellen. Zwar wurde damit im bürgerlichen Recht die Partnerschaft von gleichgeschlechtlichen Menschen anerkannt und sie bekamen wichtige Rechte, jedoch ist die Homo- gegenüber der Hetero-Ehe in viele Bereichen nicht gleichgestellt. Der Staat fördert immer noch die ‘klassische Kleinfamilie’.<br />
In vielen Bereichen werden Homosexuelle immer noch benachteiligt. So dürfen sie bspw. kein Blut spenden, da sie wie DrogengebraucherInnen und SexarbeiterInnen der Hochrisikogruppe zugeordnet werden. Natürlich kann man beim Fragebogen seine sexuelle Orientierung einfach verleugnen, aber gerade diese Verleugnung ist immer noch prägend für den Alltag von gleichgeschlechtlich orientierten Menschen. Es ist leider ein trauriges Faktum, dass Les.bi.schwul.trans-Personen im Laufe ihrer Sozialisation darauf geprägt wurden, ständig ihr Verhalten zu kontrollieren und nur an ‘ungefährlichen’ Orten oder in ‘ungefährlichen’ Situationen ihre grundlegenden Bedürfnisse nach Nähe und Zärtlichkeit offen zu zeigen. Diese ständige Kontrolle des eigenen Verhaltens zeigt nur zu deutlich, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von homosexuellen Lebensweisen immer noch nicht verwirklicht ist!<br />
Auch in der medialen Öffentlichkeit gibt es oft unterschwellige Homophobie; eine offen homophobe Stimmungsmache ist aber glücklicherweise nicht mehr möglich. Die verdeckte Homophobie ist am Beispiel des offen schwulen Bürgermeisters von Berlin festzumachen. Er wird häufig nicht für seine politischen Projekte oder Ansichten kritisiert, sondern dafür, dass er der “Partybürgermeister” sei. Hier schlägt die homophobe Assoziationskette – schwul = ewige Party mit CSDs, sexueller Ekstase etc. – voll durch. Im heterosexuellen Mainstream ist die Assoziationskette Homosexualität = egoistischer Individualismus und Heterosexualität = auf das Gemeinwohl ausgerichtet immer noch dominant.</p>
<p><strong>Wer hasst ‘uns’ eigentlich so?</strong><br />
Einige Hinweise auf die Frage, wer homosexuelle Lebensweisen ablehnt bzw. sie nicht akzeptiert, gibt der Forschungsbericht der Antidiskriminierungsstelle der Bundes. So lehnen die traditionellen und die Mainstream-Milieus eine vollständige Gleichberechtigung ab und sehen oftmals auch keine Notwendigkeit eines besonderen Diskriminierungsschutzes. Zusammen machen diese Milieus ca. 53% der Gesamtbevölkerung der BRD aus.<br />
Tiefenpsychologisch gesehen dient Homophobie der Abwehr von ‘Ängsten’. Je geringer das Selbstwertgefühl, die soziale Integration und die soziale Lage eines Menschen sind, desto stärker ist sein homophobes Verhalten. Auch spielt die Angst vor den eigenen homosexuellen Anteilen eine Rolle. Eine Studie aus den USA zeigte 1996, dass 54,3% der homophoben Männer eindeutig erregt waren beim Anschauen von sexuellen Handlungen zwischen Männern. Auch die Angst, emotional berührt zu werden und die Infragestellung des traditionellen Männlichkeitsideals bzw. der heterosexistischen Normenvorstellungen erzeugen Ablehnung. Nicht zu unterschätzen ist die Angst vor sozialer Unsicherheit und das Streben nach Macht. Homosexuelle sind dann eine Gruppe die vermeintlich noch schwächer ist.</p>
<p><strong>Homophobie oder Heterosexismus?</strong><br />
Der Begriff Homophobie leitet sich aus dem Griechischen (homo = gleich und phobos = Angst/Phobie) ab. Der Begriff kam mit der 2. Lesben- und Schwulenbewegung in den 1970er Jahren nach Deutschland und fand Verwendung als politischer Kampfbegriff. In den Sozialwissenschaften hat sich der Begriff des Heterosexismus jedoch durchgesetzt. Dies hat folgende Gründe:<br />
Grundsätzlich impliziert der Begriff der Homophobie, dass die Ablehnung von Homosexuellen eine Krankheit sei, er pathologiesiert die sozialen Handlungen also. Damit wird die Verantwortung für das Handeln abgelehnt bzw. auf die angebliche Krankheit verwiesen.<br />
Zudem erkennen PhobikerInnen ihre Ängste als übertrieben an, HomophobikerInnen betrachten die Ablehnung jedoch als gerechtfertigt.<br />
Auch ist das Ergebnis einer Phobie die Vermeidung, das Ergebnis von Homophobie ist jedoch Aggression. Darüber hinaus besitzen Menschen mit Phobien einen inneren Leidensdruck und wünschen diesen zu verändern, homophobe Menschen hingegen erzeugen Leidensdruck bei anderen Menschen.<br />
Der Begriff des Heterosexismus wurde in der BDR seit den 1980er Jahren verwendet. Die Verwendung sollte eine Parallele zu den Begriffen Sexismus und Rassismus schaffen und die schwierige Verknüpfung mit Phobie (als psychologischer Störung) überwinden.<br />
Heterosexismus beschreibt die oft subtile gesellschaftliche Neigung und das ideologische System, jede Form von Identität, Verhalten, Beziehung oder Gemeinschaft, welche nicht eindeutig der auf Heterosexualität basierenden sozialen Norm entspricht, zu verleugnen, verunglimpfen und zu stigmatisieren. Heterosexismus verweist somit auf Chauvinismus als Ursache des ablehnenden Verhaltens und schließt bisexuelle, transgender, aber auch androgyne Menschen mit ein.<br />
Vor allem das System der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit mit den dazugehörigen Implikationen, was weiblich und was männlich sei, ist damit Ursache der Ablehnung. Genau hier muss angesetzt werden: Nur wenn das System der Heteronormativität aufgebrochen wird, kann es eine vollständige Akzeptanz von Les.bi.schwul.trans-Menschen geben. Es bleibt also viel zu tun!</p>
<p><strong>Torsten Schulte</strong></p>
<div id="kasten">
<h3>Christopher Street Day</h3>
<p>Wenn wir uns mit der Geschichte der Schwulen- und Lesbenbewegung auseinandersetzen, führt kein Weg am „Stonewall Riot“ in New York vorbei. Es gab zwar schon früher Auseinandersetzungen und Kampagnen doch dies war das erste Mal das so etwas in aller Öffentlichkeit passierte. Für die amerikanischen Lesben und Schwulen spielten Bars und Kneipen als kulturelle und soziale Zentren schon immer eine wichtige Rolle. Dementsprechend wurden die Bars der Szene immer wieder Opfer von sehr gewalttätigen und manchmal sogar tödlichen Durchsuchungen der Polizei. Im Staat New York gab es sogar ein Gesetz, das jede Frau und jeden Mann dazu zwang, mindestens drei Kleidungsstücke zu tragen, die zu dem Geschlecht, mit dem sie geboren wurden, „passe“.<br />
Am 28. Juni 1969 wurde die Schwulen-Bar „Stonewall Inn“ auf der Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village von der Polizei gestürmt und durchsucht. In Folge der Razzia brachen Ausschreitungen aus, die den Stadtteil für fünf Tage lahmlegten. Die Queers (siehe Artikel „Was ist eigentlich Queer?“) waren nicht mehr länger Opfer sondern begannen sich zu wehren und gaben gleichzeitig den Startschuss für das, was wir heute oftmals in Deutschland die „Schwulen- und Lesbenbewegung“ nennen. So entstanden, nach dem Stonewall Riot, Gruppen wie die „Gay Liberation Front“. Nach der Christopher Street wurde auch der traditional jedes Jahr stattfindende internationale Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag, der Christopher Street Day, benannt.</p>
<p><strong>BRiB</strong>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/sexismus-und-geschlechterverhaltnisse/%e2%80%9ebiste-schwul-oder-was%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warmlaufen für den Tag X</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/klimawandelatomkraft-und-energie/warmlaufen-fur-den-tag-x/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/klimawandelatomkraft-und-energie/warmlaufen-fur-den-tag-x/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1568</guid>
		<description><![CDATA[Noch in diesem Jahr könnten die ersten Atommülltransporte ins atomare Zwischenlager Ahaus fahren. Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland bereiten Protestaktionen vor.

Trotz trüben Wetters zogen am vergangenen Sonntag 150 AtomkraftgegnerInnen protestierend durch Ahaus. Schon am 7. November gab es im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags gleich mehrere Anti-Atom-Aktionen im Münsterland: am Nachmittag demonstrierten AktivistInnen vor der Bezirksregierung am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch in diesem Jahr könnten die ersten Atommülltransporte ins atomare Zwischenlager Ahaus fahren. Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland bereiten Protestaktionen vor.</strong><br />
<span id="more-1568"></span><br />
Trotz trüben Wetters zogen am vergangenen Sonntag 150 AtomkraftgegnerInnen protestierend durch Ahaus. Schon am 7. November gab es im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags gleich mehrere Anti-Atom-Aktionen im Münsterland: am Nachmittag demonstrierten AktivistInnen vor der Bezirksregierung am Münsteraner Domplatz und übergaben symbolisch mehrere gelbe Atommüllfässer; am Abend gab es dann direkt vor dem atomaren Zwischenlager in Ahaus, 45 Kilometer westlich der Domstadt, eine spontane Demonstration von 50 UmweltschützerInnen. Die AtomkraftgegnerInnen aus dem Münsterland laufen sich für die anstehenden Castor-Transporte warm.<br />
Über 300 Atommüllbehälter sollen demnächst zur Zwischenlagerung nach Ahaus gebracht werden. Das bereits 1982 in Betrieb genommene Atommülllager ist momentan nur zu zehn Prozent ausgelastet, die ersten Transporte zur Füllung des Lagers könnten schon Ende Dezember rollen. Die Genehmigung zur Einlagerung von Betriebs- und Stilllegungsabfällen aus deutschen Atomkraftwerken erteilte die Bezirksregierung am 11. November 2009. Über die genaue Herkunft und die Zahl der Transporte schweigt sich die Stelle aus. An die Öffentlichkeit gelang jedoch, dass mindestens 150 Atommüllbehälter aus dem Kernforschungszentrum Jülich bei Aachen nach Ahaus gebracht werden sollen. Der Versuchreaktor Jülich wurde bereits 1988 aufgrund zahlreicher Störfälle abgeschaltet und befindet sich im Rückbau – die verstrahlten Baustoffe sollen in Ahaus eingelagert werden. Ob die Transporte per Zug oder per Lastwagen-Konvoi abgewickelt werden, ist noch unbekannt.<br />
Darüber hinaus erwarten UmweltschützerInnen weitere 150 Castoren mit dem Zug aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague. „Es wird allein aus Frankreich mindestens ein halbes Dutzend Transporte geben“, fürchtet Matthias Eickhoff, Sprecher des Bündnisses “Münsterland gegen Atomanlagen”. Um die Fahrt durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet zu vermeiden, wird der Zug – wie bei den Gorleben-Transporten – quer durch Hessen und dann Richtung Westen ins Münsterland fahren. Matthias Eickhoff warnt indes vor den neuen Transportbehältern, die bei den kommenden Ahaus-Castoren aus Frankreich erstmals zum Einsatz kommen sollen. Diese seien nur unzureichend getestet. Kritisiert wird auch die Geheimhaltungstaktik der Behörden, die die Bevölkerung nie über anstehende Transporte informieren und die Gefahren herunterspielen: „Falls etwas passiert, werden die meisten Menschen nicht wissen, was sie tun sollen“, so der Sprecher.<br />
Die staatlichen Sicherheitskräfte bereiten sich auf große Protestaktionen vor: Bereits am vergangenen Sonntag war die Polizei gleich mit einer ganzen Hundertschaft bei der Demonstration in Ahaus. Am Tag der Transporte werden mehrere tausend Polizisten im Einsatz sein. Auch der Verfassungsschutz rechnet mit Auseinandersetzungen und beschwört gewalttätige Aktionen seitens der AtomkraftgegnerInnen herauf. Von der Repression lassen sich die Anti-Atom-Initiativen aber nicht abschrecken und planen gleich mehrere Aktionen gegen die anstehenden Transporte: Bis Freitag wird es jeden Abend eine Mahnwache am atomaren Zwischenlager geben. Für den 20. Dezember rufen Anti-Atom-Initiativen bundesweit zur Großdemonstration nach Ahaus auf. Auch am Samstag nach dem „Tag X“, dem ersten Transport ins Zwischenlager Ahaus, soll demonstriert werden. „Wenn die Termine der Transporte bekannt sind, wird es weitere Aktionen geben“, kündigte der Sprecher des Bündnisses “Münsterland gegen Atomanlagen” zudem an.</p>
<p><strong>Michael Schulze von Glaßer</strong></p>
<p><em>Weitere Informationen:</em><br />
<a href="http://www.kein-castor-nach-ahaus.de">kein-castor-nach-ahaus.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/klimawandelatomkraft-und-energie/warmlaufen-fur-den-tag-x/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was ist eigentlich Queer?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/sexismus-und-geschlechterverhaltnisse/was-ist-eigentlich-queer/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/sexismus-und-geschlechterverhaltnisse/was-ist-eigentlich-queer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus und Geschlechterverhältnisse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1566</guid>
		<description><![CDATA[Queer ist komisch. Nicht nur ein komischer Begriff, sondern meint auch einfach etwas Komisches: Menschen, die sagen, sie können und wollen nicht einfach ein Geschlecht, eine Sexualität annehmen. Diese Menschen behaupten sogar, sie kämen ohne alle bürgerlichen Kategorien von Liebe und Sexualität aus.

In den 70er-Jahren war sexuelle Befreiung vor allen anderen Dingen die Loslösung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Queer ist komisch. Nicht nur ein komischer Begriff, sondern meint auch einfach etwas Komisches: Menschen, die sagen, sie können und wollen nicht einfach ein Geschlecht, eine Sexualität annehmen. Diese Menschen behaupten sogar, sie kämen ohne alle bürgerlichen Kategorien von Liebe und Sexualität aus.</strong><br />
<span id="more-1566"></span><br />
In den 70er-Jahren war sexuelle Befreiung vor allen anderen Dingen die Loslösung von christlich-fundamentalistischen Werten wie Lustfeindlichkeit, Monoarmorie (Einehe) und Homophobie (Ablehung gleichgeschlechtlicher Liebe und Sexualität). Diese Ideale waren auch aus bürgerlicher Sicht längst überfällig, da es ja die Notwendigkeit, viele Kinder zu produzieren, gesellschaftlich nicht mehr gab. Auch stimmen die neuen Errungenschaften der Sexualität durchaus mit den Werten der europäischen Aufklärung, einer für das Bürgertum wichtigen Epoche des 18. Jhd., in der die Vernunft in den Mittelpunkt gerückt wurde, überein.<br />
Damit ist für den aufgeklärten Menschen auch wieder alles in Ordnung. Menschen haben von Natur aus ein Geschlecht und eine Sexualität. Diese sind reine Privatsache, müssen also auch nicht öffentlich verhandelt werden. Fortan gibt es eben nicht nur Frauenstrickabende, sondern eben auch Schwulenbars und Fitnessstudios für Lesben.</p>
<p>Und immer noch fühlten sich Menschen in dieser Welt nicht wohl. Sie passten immer noch nicht in diese jetzt “aufgeklärte” Welt. Denn einiges war ja immer noch verpönt. Sicherlich haben viele von euch das Ergebnis schon einmal gesehen: Menschen, die gebeugt gehen, weil sie als Mann doch lieber keinen Rock tragen sollen, oder vielleicht einfach eine Frau, die sich beschämt die Brüste verhüllt, wenn am Strand jemand hinschaut.<br />
Diese Menschen, die sich nun wirklich nicht zuordnen lassen wollten, behaupteten einfach, Natur hätte mit der Art und Weise, wie sie seien, reichlich wenig zu tun. Viel mehr seien es eben jene anderen, die davon überzeugt waren, Sexualität sei Privatsache, die gelichzeitig die Rollen, die andere im Leben zu spielen haben, mitbestimmten.</p>
<p>Michel Foucault hat prophezeit, immer wenn ein Merkmal von Menschen in der Gesellschaft anerkannt würde, würde die Nicht-Anerkennung aller noch nicht anerkannten Merkmale heftiger. So konnten sich alle, die jetzt eine gesellschaftlich anerkannte sexuelle Rolle hatten, über die empören, die diese nicht hatten. Männer und Frauen, Heteros – das sind Menschen, die immer nur Menschen vom jeweils anderen Geschlecht sexuell ansprechend finden – und Schwule konnten sich nun über diese anderen “Unentschiedenen”, die mit keiner der angebotenen Rollen klar kamen, mokieren. Sie nannten diese anderen dann einfach „komisch“, english „queer“. Und irgendwann nahmen die so Beleidigten das Wort auf. Sie nahmen es nicht mehr als Beleidigung an, sondern waren vielmehr stolz darauf, queer zu sein.</p>
<p>Heute ist queer sein natürlich schwerlich ein Problem. Jeder ist queer, bei einigen bedeutet das einfach keine so große Abweichung von den Rollen der Aufklärung. Einige wenige wollen aber immer noch nicht queer sein. Sie halten “die Natur” hoch, wie vorher die christlichen FundamentalistInnen ihren Gott. Sie reihen sich damit in diese Denktradition ein, und werden gleichsam bürgerliche FundamentalistInnen. Wie das aber funktioniert, ist eine andere Geschichte, und wird an anderer Stelle erzählt: In dem Artikel „Was ist eigentlich Dogmatismus?“.</p>
<p><strong>Felix B.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/sexismus-und-geschlechterverhaltnisse/was-ist-eigentlich-queer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anarchosyndikalismus in Spanien</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/anarchie-und-alternativen/anarchosyndikalismus-in-spanien/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/anarchie-und-alternativen/anarchosyndikalismus-in-spanien/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1564</guid>
		<description><![CDATA[Der spanische Bürgerkrieg gilt als eines der wenigen Beispiele, in denen anarchistische Ideen im größeren Rahmen in die Praxis umgesetzt wurden. Wir sprachen mit Carlos Javier Cuenca und Matías Tres von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT aus Spanien.

In den 1930er Jahren versuchten Militärs um General Franco in Spanien die Macht zu übernehmen. Daraufhin kam es zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der spanische Bürgerkrieg gilt als eines der wenigen Beispiele, in denen anarchistische Ideen im größeren Rahmen in die Praxis umgesetzt wurden. Wir sprachen mit Carlos Javier Cuenca und Matías Tres von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT aus Spanien.</strong><br />
<span id="more-1564"></span><br />
<strong>In den 1930er Jahren versuchten Militärs um General Franco in Spanien die Macht zu übernehmen. Daraufhin kam es zum Bürgerkrieg. Welche Rolle spielte die CNT?</strong></p>
<p>Die Rolle der CNT war einer der wichtigsten im Bürgerkrieg, da sie die grösste Gewerkschaft war, mit beinahe zwei Millionen Mitgliedern. Diese Gewerkschaft hatte eigene Produktionsmittel, bewaffnete Milizen und bewundernswerte Infrastrukturen. Es war das erste Mal in der Geschichte Spaniens, dass dank einer anarcho-syndikalistischen Organisation die Machtübernahme durch das Militär in Barcelona verhindert wurde.<br />
Zu Beginn des Bürgerkriegs hatten die anarchistischen Milizen der CNT mehr oder weniger die Unterstützung der Behörden, da sie die ersten waren die gegen den Franco-Aufstand kämpften. Damals hatten die Kommunisten etwa drei Prozent der Stimmen bei den Wahlen.<br />
Am 19 Juli 1936, wurde der Putsch in den wichtigsten Städten Spaniens zurückgedrängt, zum Beispiel in Barcelona, Valencia, Madrid… Und die Arbeiter nutzten diese Gelegenheit um eine soziale Revolution in manchen Regionen zu starten. Es wurden viele Produktionsmittel vergesellschaftet, die meisten Chefs von den Firmen verschwanden, und die Arbeiter organisierten ohne jegliche kapitalistische Struktur die Produktion für die Bevölkerung und den Bürgerkrieg. Alles war selbstverwaltet, und in vielen dieser Dörfer wurde sogar das Geld abgeschafft. Noch heute erinnern sich viele der älteren Personen an diese Zeit. Die anarchistische CNT wollte nicht nur den Krieg gewinnen, sondern eine soziale Revolution durchführen, die den freiheitlichen Kommunismus als Ziel hatte.</p>
<p>Zu Beginn der Republik waren die Kommunisten eine eher kleine politische Fraktion, doch Stalin schaffte es mit Waffenlieferungen und Propaganda, dass das neue kommunistische Regime die Milizen unter ihre Kontrolle brachte. Die CNT ging niemals auf dieses Spiel ein, das von Anfang an von der Sowjetunion kontrolliert war. Der Konflikt zwischen der autoritären kommunistischen Fraktion und den Anarchisten eskalierte im Mai 1937. Ab diesem Zeitpunkt verlor die revolutionäre Bewegung in Spanien ihre Kraft, und schliesslich führte dies zum Untergang der Republik und zum Sieg Francos.</p>
<p>Nach der Machtübernahme durch General Franco wurde die CNT verboten. Haben die Leute dann einfach aufgegeben?<br />
Viele Genossen wurden dazu gezwungen, ins Exil zu reisen, in Länder wie Frankreich, Mexico, Argentinien… Aber viele der Leute, die in Spanien blieben, versteckten sich in den Bergen und kämpften weiter gegen das Franco-Regime. Propagandistische Aktionen innerhalb Spaniens waren sehr kompliziert und gefährlich, man versuchte immer wieder heimlich Informationsblätter in das Land zu schmuggeln. Es waren sehr schwere Zeiten, da das uneingeschränkt herrschende Franco-Regime die Arbeiterbewegung stark unterdrückte und viele Todesstrafen bis 1975 vollstreckte. Der lezte der Ermordeten war der bekannte Anarchist Salvador Puig Antich, der Banken beklaute um heimlich die Arbeiterbewegung zu finanzieren, und gegen das Regime kämpfte.</p>
<p><strong>Du hast viel über die Vergangenheit gesagt. Heute gibt es die CNT wieder. Wie ist es dazu gekommen und was macht ihr heute?</strong></p>
<p>Wir reden viel über die Vergangenheit, da wir erstens, nicht die Fehler dieser Vergangenheit wiederholen wollen, und zweitens, weil wir denken, dass ein Volk, das seine eigene Geschichte nicht kennt, sehr wahrscheinlich diese wiederholen wird. Als Franco starb war die CNT eine über die ganze Welt zerstreute Organisation, die kaum eine Basisinfrastruktur hatte. In der Zeit zwischen 1975 und 1978, als die CNT wieder legalisiert wurde, organisierten sich die Leute langsam um wieder von null anzufangen.</p>
<p>Die CNT, damals wie heute, unterscheidet sich von den anderen Gewerkschaften darin, dass sie keine Staatsgelder annimmt, nicht bei den Betriebsratswahlen teilnimmt und keine Angestellten hat. Heute benutzen wir immer noch die Selbstverwaltung als Kampfstrategie.</p>
<p>In den letzten Jahren hatten wir sehr harte Arbeitskämpfe auf lokaler Ebene hier in Zaragoza, zum Beispiel der Konflikt mit der Möbelfirma Dibus oder mit Ryanair, in dem es zu illegalen Festnahmen und Einschränkungen der Pressefreiheit kam. Dadurch, dass wir die stärkste Wirtschaftskrise seit 1929 erleben, wächst unsere Organisation. Wir haben zur Zeit eine sehr junge Militanz, die durch die Erfahrung der älteren Militanten, die gegen das Franco-Regime gekämpft haben, ergänzt wird. Eins unserer internationalen Kampfmittel ist die IAA (Internationale Arbeiter Assoziation), deren aktuelles Sekretariat hinter Gittern sitzt.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p>Vielen Dank auch, dass ihr mit uns dieses Interview gemacht habt. Wir freuen uns sehr, dass es in Deutschland ein Interesse an unserer Bewegung gibt. Uns freut es sehr zu wissen, dass es auch in anderen Ländern Genossen gibt die Tag für Tag für diese schöne Utopie kämpfen. Salud y Anarquía!</p>
<p><strong>Interview: BRiB</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/anarchie-und-alternativen/anarchosyndikalismus-in-spanien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ASJ: (Selbst)Organisierte Freiheit</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/anarchie-und-alternativen/asj-selbstorganisierte-freiheit/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/anarchie-und-alternativen/asj-selbstorganisierte-freiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1562</guid>
		<description><![CDATA[Chronisch unorganisierter Anarchismus? Die Anarchistisch-Syndikalistische Jugend (ASJ) will das Gegenteil beweisen.
Dem Anarchismus haftet das Klischee der Unorganisiertheit seit jeher, und nicht immer völlig unbegründet, an wie Kaugummi. Seit mehreren Monaten befindet sich nun die Anarchistisch Syndikalistische Jugend (ASJ) im Aufbau. Diese Jugendorganisation, die der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) nahe steht, hat zwar noch keine allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Chronisch unorganisierter Anarchismus? Die Anarchistisch-Syndikalistische Jugend (ASJ) will das Gegenteil beweisen.</h3>
<p>Dem Anarchismus haftet das Klischee der Unorganisiertheit seit jeher, und nicht immer völlig unbegründet, an wie Kaugummi. Seit mehreren Monaten befindet sich nun die Anarchistisch Syndikalistische Jugend (ASJ) im Aufbau. Diese Jugendorganisation, die der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) nahe steht, hat zwar noch keine allgemeinen Statuten und kein einheitlich verschriftlichtes Selbstverständnis. Die ASJ-Ortsgruppe Bonn umreißt ihren Gesellschaftsentwurf aber beispielsweise in ihrem eigenen Selbstverständnis: „Wir lehnen jegliche Form von Zwang oder Hierarchie ab und streben eine gewaltfreie, basisdemokratische und in allen Lebensbereichen selbstverwaltete Gesellschaft an.“<br />
<span id="more-1562"></span><br />
Neben Bonn gibt es auch in Herne/Recklinghausen, Duisburg, Münster, Düsseldorf und Berlin Ortsgruppen der ASJ. Außerdem befindet sich in Göttingen momentan eine ASJ-Gruppe in Gründung. Die nordrhein-westfälischen Gruppen bilden zusammen die Regionalföderation NRW. Sie treffen sich regelmäßig gemeinsam, planen den Aufbau der „Bewegung“ und neue Aktionen.</p>
<p>Zum ersten Mal im Licht der linksradikalen und anarchistischen Öffentlichkeit stand die ASJ Anfang September 2009, als die Gruppen aus NRW zusammen mit anderen linksradikalen Gruppen eine antinationale und libertäre Vorabenddemonstration zu den Aktionen gegen den „Nationalen Antikriegstag“ deutscher Neonazis am vierten und fünften September in Dortmund organisiert hatte.<br />
Aber auch sonst sind Mitglieder und auch ganze Gruppen an verschiedenen Demonstrationen und sozialen Kämpfen beteiligt. So zum Beispiel an Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks. Am Bildungsstreik gibt es innerhalb der ASJ jedoch auch Kritik. „Wir müssen hier sozialrevolutionäre Kritik am Bildungssystem als Teil der kapitalistischen Gesellschaft einbringen und Alternativen in Freiheit und Selbstverwaltung zum Gegenstand der Diskussionen machen“, erklärt ein ASJ-Mitglied und Bildungsstreikaktivist. Die Berliner ASJ-Ortsgruppe beteiligte sich außerdem an der „Antiwahlkampagne“ zur Bundestagswahl und unterstützt den Arbeitskampf der FAU Berlin und der Angestellten des Berliner Kinos „Babylon“. Dort setzen sich seit mehreren Monaten Beschäftigte gegen Ausbeutung und widrige Arbeitsbedingungen zur Wehr, wobei sie nicht nur auf Gegenwind durch die Geschäftsleitung stoßen, sondern sich auch mit der sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaft ver.di herumschlagen müssen.</p>
<p>Außerhalb von Nordrhein-Westfalen bestehen zwar bislang noch keine flächendeckenden Strukturen der ASJ; Interessierte sind aber immer eingeladen, sich an Aktionen zu beteiligen und neue Ortsgruppen aufzubauen. „InteressentInnen aus Westdeutschland sollten sich am besten an die ASJ-NRW wenden, für den Bereich Ostdeutschland übernimmt die ASJ-Berlin den Kontakt“, erklärt eine Aktivistin der ASJ. Kontakt kann am besten über die Kontaktadressen auf den Websites aufgenommen werden.</p>
<p><strong>Felix H.</strong></p>
<p><em>Weiterführende Informationen und Kontakt:</em><br />
<a href="http://asjnrw.blogsport.de/">http://asjnrw.blogsport.de/</a><br />
<a href="http://asjberlin.blogsport.de/">http://asjberlin.blogsport.de/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jugendzeitung.net/anarchie-und-alternativen/asj-selbstorganisierte-freiheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
