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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; Anarchie und Alternativen</title>
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		<title>Danke! Danke! Danke!</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 17:02:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Winter 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[In über vier Jahren utopia haben wir viele Artikel veröffentlicht, Bilder in der Zeitung abgedruckt und Interviews geführt. Und auch hinter den Kulissen waren viele Leute aktiv. Wir möchten uns daher bei allen für die Zusammenarbeit bedanken – mit euch sind wir unserem „utopia“ ein Stück weit näher gekommen:
Vielen Dank für Artikel, LeserInnenbriefe und Bilder: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In über vier Jahren utopia haben wir viele Artikel veröffentlicht, Bilder in der Zeitung abgedruckt und Interviews geführt. Und auch hinter den Kulissen waren viele Leute aktiv. Wir möchten uns daher bei allen für die Zusammenarbeit bedanken – mit euch sind wir unserem „utopia“ ein Stück weit näher gekommen:<span id="more-2181"></span></strong></p>
<p>Vielen Dank für Artikel, LeserInnenbriefe und Bilder: Henninger Graner, Lotta Goldenberg, Banksy, Maria Obenaus, Falk Beyer, Humayra, Hannes-Caspar Petzold, Felix W., BRiB, Klaus Stuttmann, Erasmus Müller, Anna S., Stefading, Cora R., Merle, Paul M. Erzkamp, Lena Zirkel, Paul Brettel, Eichhörnchen Cécile, espi, Christoph Müller, Andreas, David Werdermann, Ani K., Maren W., Willibald Spiegel, Eric Drooker, Lisa B., Itar, Felix Huesmann, Jean Sorgenacker, Susanne Ott, Sophie Rotino, Christoph Marischka, Ana Mari M., Emmanuel Goldstein, Martin Wilke, Felix B., Lucas Christoffer, Chantal B., Helen S., Tim, Ana M., Felix Blind, Jérôme Drees, Lucas, Torsten Schulte, Agnes, Chris Grodotzki, Kristina Beckmann, Michael Schulze von Glaßer, Lyd, Malina Bura, Florian Wendker, Jürgen Wagner, Denise, David W., Arno Nym, Stephan Malzkorn, Markus W., Jan, Lukas, Irene, Fabian S., mielod, Karl, Hauke, Pissnälke, Veronika Fesl, Julien, Alex, AR-WAK, Jonas Gabler, Dominik, Eva W., Rooney, ert, Lena, MarkS, Julian Weber, Animal Justice, Kerstin Kömmerling-Aschmoneit, Hannes, Paula, Johannes Hartl, Irene Müller, Philipp K., Tuli, Kai, pmm, Bert, Kevin, David N., Simon E. Trimpin, Dario</p>
<p>Vielen Dank für interessante Interview-Gespräche: Knud Vöcking (urgewald), Tobias Pflüger (Ex-MdEP), Klara Schönfeld (de*fence), Mortimer Berger (Linke SchülerInnen Aktion), Kerstin Schnatz („Strahlendes Klima“), Heffa Schücking (urgewald), Laura Méritt (Sex-Arbeiterin), Arthur (Hausbesetzer), Julian Finn, Carlos Javier Cuenca (CNT), Matías Tres (CNT), Sarah Nagel (Die Linke.SDS), Erasmus (Nandu), Anonymer FAU-Aktivist, Werner Ruf (em. Prof. Internationale Beziehung), Nico (K.I.Z.), Pulpul (Ska-P Sänger), Joxemi (Ska-P Gitarrist), Anonymer Düsseldorfer Ultra, Johnny Mauser (HipHopper)</p>
<p>Spezieller Dank geht an: Bernd Drücke (der uns als Koordinationsredakteur der Graswurzelrevolution jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand), Findus (der die utopia mit seinen tollen Zeichnungen unendlich bereichert hat), Knobi (der für uns die Rechnungen geschrieben hat), Uwe (der immer zuverlässig für die Buchführung gesorgt hat), das Team von CARO-Druck (wir waren nicht immer einfach, aber ihr habt uns ausgehalten), die Anzeigen-KundInnen (die mit ihren Anzeigenschaltungen die utopia finanziert und das Projekt so erst möglich gemacht haben), die vielen SpenderInnen (ohne deren finanzielle Unterstützung wir nie so weit gekommen wären), Telgte – Links ab! (für das „Lesen für eine bessere Welt“-Aufkleber-Motiv), und an all die vielen Leute, die wir in dieser Auflistung vergessen haben!</p>
<p><em>die utopia Redaktion<a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/action5.jpg"><br />
</a><br />
</em></p>
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		<title>Tausche Obstkorb gegen Sicherheit</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 16:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Winter 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Solidarische Ökonomie auf Landwirtschaftsgemeinschaftshöfen
Eine Gruppe von Konsument_innen schließt sich mit einem Bauernhof in ihrer Nähe zusammen, um zukünftig gemeinsam über die Produktion zu entscheiden und den Produzent_innen die Abnahme ihrer Produkte für die nächste Saison zu garantieren: Das ist das Grundprinzip der „Teikei“ (Japan), „Community Supported Agriculture“ (USA/Kanada), „AMAP“ (Frankreich) oder auch „Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe“.
Was in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Solidarische Ökonomie auf Landwirtschaftsgemeinschaftshöfen</strong></p>
<p><strong>Eine Gruppe von Konsument_innen schließt sich mit einem Bauernhof in ihrer Nähe zusammen, um zukünftig gemeinsam über die Produktion zu entscheiden und den Produzent_innen die Abnahme ihrer Produkte für die nächste Saison zu garantieren: Das ist das Grundprinzip der „Teikei“ (Japan), „Community Supported Agriculture“ (USA/Kanada), „AMAP“ (Frankreich) oder auch „Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe“.</strong></p>
<p><span id="more-2176"></span>Was in den 1960er Jahren in Japan begann und mittlerweile auch in Frankreich weit verbreitet ist, scheint langsam auch in Deutschland Fuß zu fassen. Gemeinschaftshöfe wollen eine alternative Organisationsform der Nahrungsmittelproduktion unterstützen, bei der eine bäuerliche Landwirtschaft, die sich überdies meist an Anbaukriterien des biologischen Landbaus orientiert, im Mittelpunkt steht.</p>
<p><strong>Kalkulierter Warenkorb</strong><br />
Konkret bedeutet dies, dass sich eine Gruppe von Haushalten mit einem Betrieb zusammenfindet und für mindestens eine Saison (Frühling/Sommer oder Herbst/Winter) eine Partnerschaft eingeht. Gemeinsam entscheiden Bäuer_in und Abnehmer_innen, was im kommenden halben Jahr auf dem Hof produziert werden soll – das kann von Obst und Gemüse über Eier, Milch und Fleisch bis zu Getreide und Speiseöl jegliches landwirtschaftliche Produkt sein. Die Erzeugnisse liefern die Bäuer_innen dann regelmäßig, meist wöchentlich, an einen zentralen Ort, wo die Konsument_innen ihre Verteilung organisieren. Der Preis für diese „Warenkörbe“ wird ebenso im Vorhinein auf der Grundlage einer genauen Kostenkalkulation bestimmt und von den Konsument_innen entweder komplett vor Beginn der Saison oder in Raten an die Bäuer_innen gezahlt. Wenn es zu witterungsbedingten Ernteausfällen oder sonstigen Unvorhersehbarkeiten kommt, wird dies von der Gemeinschaft getragen. Zusätzlich zur Belieferung mit frischen, regional erzeugten Produkten versuchen einige der Hofgemeinschaften auch, einen engeren Kontakt zwischen den Verbraucher_innen untereinander und den Landwirt_innen herzustellen, indem sie beispielsweise Workshops auf den Höfen anbieten oder Kochrezepte für die erhaltenen Produkte austauschen.</p>
<p><strong>Existenzsicherheit und Umweltschutz</strong><br />
Diese Form des Wirtschaftens bringt für die Landwirt_innen für einen Zeitraum eine gesicherte Existenz und die Möglichkeit, durch die Vorauszahlung der Verbraucher_innen nötige Investitionen, z.B. für Maschinen, tätigen zu können. Kleine Betriebe können so unabhängig von Großabnehmer_innen fortbestehen, die ihnen oft keine existenzsichernden Abnahmepreise zahlen. Die Verbraucher_innen profitieren von Transparenz und Mitspracherechten bei der Lebensmittelproduktion. Da die Betriebe oft ökologisch arbeiten  und lange Transportwege, aufwändige Kühlung und Verpackung größtenteils entfallen, tragen Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe zum Umweltschutz bei.</p>
<div id="attachment_2178" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/solidarische1.jpeg"><img class="size-medium wp-image-2178" title="solidarische" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/solidarische1-294x300.jpg" alt="" width="294" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: FIndus (aus &quot;Kleine Geschichte des Zapatismus&quot;, unrast 2011)</p></div>
<p>Da die Produkte im Vergleich zu billiger Supermarktware aus herkömmlicher Erzeugung aber immer noch recht teuer sind, ist die Mitgliedschaft in einer solchen Hof-Partnerschaft nicht für alle Menschen erschwinglich. Außerdem ist das Konzept darauf angewiesen, dass die Verbraucher_innen das Geld für die Warenkörbe in der „normalen“ Ökonomie verdienen und ändert nicht unbedingt etwas an der Entfremdung der Abnehmer_innen vom Entstehungsprozess der Lebensmittel, vor allem wenn es sich um große Gemeinschaften mit über 100 beteiligten Haushalten handelt.</p>
<p>Dennoch setzen die Gemeinschaftshöfe der hochindustrialisierten und teilweise monopolartigen Landwirtschaft eine regionale, umweltfreundliche, demokratische Alternative entgegen, die ein Beispiel für eine solidarische Form der Wirtschaft darstellt</p>
<p><em>Ani K.</em><br />
Weitere Infos: <a href="http://www.solidarische-landwirtschaft.org" target="_blank">www.solidarische-landwirtschaft.org</a></p>
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		<title>Zapatismus Einführung</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/zapatismus-einfuhrung/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 16:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung und Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Winter 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[
„Kleine Geschichte des Zapatismus“ heißt das neue politische  Cartoon-Buch des utopia-Hauszeichners Findus. Mit dicken Strichen  zeichnet der Illustrator die Geschichte der indigenen Bewegung in  Mexiko. Der Sachtext in  dem 72-seitigen Büchlein stammt von dem  Soziologen und Zapatismus-Forscher Luz Kerkeling.
Worum es genau geht? Am 1. Januar 1994 trat das Freihandelsabkommen NAFTA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="wiki_html">
<p><strong>„Kleine Geschichte des Zapatismus“ heißt das neue politische  Cartoon-Buch des utopia-Hauszeichners Findus. Mit dicken Strichen  zeichnet der Illustrator die Geschichte der indigenen Bewegung in  Mexiko. Der Sachtext in  dem 72-seitigen Büchlein stammt von dem  Soziologen und Zapatismus-Forscher Luz Kerkeling.<span id="more-2146"></span></strong><br />
Worum es genau geht? Am 1. Januar 1994 trat das Freihandelsabkommen NAFTA zwischen Kanada, den USA  und Mexiko in Kraft. Am selben Tag besetzten Indigene der  „Zapatistischen Armee zur nationalen Befreiung“ (Spanisch: Ejército  Zapatista de Liberación Nacional – EZLN)  sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Nach einer  Auseinandersetzung mit der mexikanischen Armee ist mittlerweile Ruhe in  die Region eingekehrt: die ZapatistInnen haben sich etabliert und  alternative, basisdemokratische Strukturen aufgebaut. Frauenrechte sowie  ein Gesundheitssystem wurden eingeführt und so bilden die ZapatistInnen  einen Gegenpol zum neoliberalen Staatsdogma Mexikos.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/zapatismus1.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2147" title="zapatismus1" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/zapatismus1.jpeg" alt="" width="307" height="454" /></a><br />
Die gut lesbaren Texte in dem Büchlein werden mit tollen Zeichnungen  illustriert. Das einzige echte Manko des Buchs nennen die zwei Autoren  auf der letzten Seite selbst: „Es ist uns bewusst, dass es im Rahmen  einer solchen Publikation immer wieder zu einer stark vereinfachten  Darstellung der unterschiedlichen Themenbereiche kommt“, schreiben  Findus und Kerkeling. Zwar wird in dem Buch viel vorgestellt und  erklärt, Platz für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Zapatismus  war aber wohl nicht mehr vorhanden. Wenigstens einige kritische  Anmerkungen zum Zapatismus und zur bewaffneten EZLN wären schön gewesen.<br />
Trotzdem ist die „Kleine Geschichte des Zapatismus“ ein sehr  empfehlenswertes Büchlein. Gerade um jungen Leuten einen leichten  Einstieg in das Thema zu ermöglichen, ist das Buch bestens geeignet und  ein prima Geschenk!</p>
<p style="text-align: left;"><em>Findus/Luz Kerkeling: „Kleine Geschichte des Zapatismus – Ein schwarz-roter Leitfaden“, 72 Seiten, UNRAST-Verlag, 8,90 Euro, ISBN: 978-3-89771-041-2</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>Lena Zirkel</em></p>
</div>
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		<title>Occupy!! – und dann?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/occupy/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 16:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung und Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Winter 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Was steckt hinter der Bewegung?
Nachdem die Occupy-Proteste im September dieses Jahres in New York begonnen hatten, verbreiteten sie sich schnell rund um den Globus – schon kurze Zeit später fanden auch in Deutschland erste Aktionen statt. Welche Ziele verfolgt diese Bewegung und welche Leute stecken dahinter?﻿
Alles begann am 17. September 2011: unter dem Motto „Occupy [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong>Was steckt hinter der Bewegung?</strong></p>
<p><strong>Nachdem die Occupy-Proteste im September dieses Jahres in New York begonnen hatten, verbreiteten sie sich schnell rund um den Globus – schon kurze Zeit später fanden auch in Deutschland erste Aktionen statt. Welche Ziele verfolgt diese Bewegung und welche Leute stecken dahinter?</strong>﻿<strong><span id="more-2142"></span></strong></p>
<p>Alles begann am 17. September 2011: unter dem Motto „Occupy Wall Street“ (Besetzt die Wall Street) versammelten sich rund 1000 Personen im New Yorker Bankenviertel, um gegen die Macht des Finanzsektors zu demonstrieren – damals noch weitestgehend unbeachtet. Erst als es am 24 September zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam, fand die Bewegung ihren Weg in die großen Medien der Welt.</p>
<p>Von da an wurde weltweit über die Occupy-Bewegung berichtet, so auch in Deutschland. Als die Proteste schließlich weitläufig bekannt wurden, verbreite sich die Bewegung rasend schnell; erst in anderen amerikanischen Städten und schon bald darauf auch in Europa und Deutschland. So fanden unter anderem in Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf Occupy-Proteste unter dem bereits aus den USA bekannten Motto „Wir sind die 99%“ statt. An einem „internationalen Aktionstag“ am 15. Oktober demonstrierten im ganzen Bundesgebiet sogar rund 40.000 Personen gegen die Macht und den Einfluss der Banken. 150 Demonstranten taten es dann auch dem New Yorker Vorbild gleich und campierten vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. In der amerikanischen Metropole hatten die Protestierenden zuvor den „Zuccotti Platz“ belagert.</p>
<p><strong>Welche Ziele hat„Occupy“?</strong></p>
<p>Eine Frage, die sich allerdings nahezu aufdrängt und die viele bis heute nicht klar beantworten konnten, ist, welche Ziele diese Bewegung überhaupt genau verfolgt. Die Aktivisten in New York demonstrieren unter anderem gegen die „soziale Ungleichheit in den Vereinigten Staaten“ und die „zu banken- und wirtschaftsfreundliche Politik“. Die Bewegung in Deutschland verfolgt dabei ganz ähnliche Ziele. Auch sie sind gegen die „soziale Ungleichheit“ und haben den „Spekulationsgeschäften von Banken“ und dem „Einfluss der Wirtschaft auf die Politik“ den Kampf angesagt.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_2143" class="wp-caption aligncenter" style="width: 321px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/occupy.jpg"><img class="size-full wp-image-2143 " title="occupy" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/occupy.jpg" alt="" width="311" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">Occupy-Demo in Stuttgart. Foto: visual-rebellion.com</p></div>
<p>Genauere Vorstellungen scheint es bei den Demonstranten jedoch nicht zu geben. Von Lösungsansätzen ganz zu schweigen. Bisher haben sie lediglich ihre Vorstellungen unter die Leute gebracht, ohne dabei Löschungsvorschläge zu nennen.</p>
<p><strong>Wer stecket dahinter?</strong></p>
<p>Genau zu analysieren, wer hinter dem Protest steckt, ist schwierig. Auffallend ist aber, dass sich sehr viele „gewöhnliche BürgerInnen“ und vor allem viele junge Menschen an dem Protest beteiligen. Dies liegt wohl insbesondere an der durch die Eurokrise und die in vielen Augen schier unendliche Macht der Banken aufgeheizten Stimmung. Anführer in dem Sinne gibt es anscheinend nicht, lediglich bestimmte Personen seien für den Umgang mit der Presse ausgewählt worden.</p>
<p>Neben öffentlichen Demonstrationen versuchen die Occupy-Aktivisten mittels sozialen Netzwerken in Kontakt mit ihren Unterstützern zu treten. Besonders bei Facebook und Twitter sind die Anhänger der Bewegung aktiv und bewerben dort ihre Aktionen, empfehlen Artikel weiter oder beschweren sich über in ihren Augen ungerechtfertige Berichterstattung.</p>
<p><strong>Allseits beliebt?</strong></p>
<p>Die Partei „Die Linke“ hatte schon bald dazu aufgerufen, die Bewegung zu unterstützen; ebenso das globalisierungskritische Netzwerk „Attac“. Auch einige Mitglieder anderer Parteien wie die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles und die Grünen-Politiker Sven Giegold und Renate Künast hatten ihre Solidarität mit dem Protest zum Ausdruck gebracht. Und sogar der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte Verständnis für die Bewegung und gab an, sie mit „großer Aufmerksamkeit“ zu verfolgen und sie „sehr ernst“ zu nehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte zudem auch „großes Verständnis“ für die Occupy-Aktionen.</p>
<p>Trotz der breiten öffentlichen Zustimmung für die Proteste gab es bisher auch immer wieder kritische Stimmen, die das Fehlen von exakten Vorstellungen oder die zum Teil mangelhafte Organisation bemängeln.</p>
<p><em>Johannes Hartl</em></p>
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		<title>Vive la commune!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 18:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das Paris der Arbeiter, mit seiner Kommune, wird ewig gefeiert werden als der ruhmvolle Vorbote einer neuen Gesellschaft“, schriet Karl Marx über den revolutionären Pariser Stadtrat, der als „Pariser Kommune 1871“ in die Geschichte einging. Mit ihrem revolutionären Demokratiemodell und dem beispiellosen Zusammenhalt ihrer Mitglieder gilt die Pariser Kommune bis heute als produktives Beispiel menschlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Das Paris der Arbeiter, mit seiner Kommune, wird ewig gefeiert werden als der ruhmvolle Vorbote einer neuen Gesellschaft“, schriet Karl Marx über den revolutionären Pariser Stadtrat, der als „Pariser Kommune 1871“ in die Geschichte einging. Mit ihrem revolutionären Demokratiemodell und dem beispiellosen Zusammenhalt ihrer Mitglieder gilt die Pariser Kommune bis heute als produktives Beispiel menschlichen Zusammenlebens jenseits kapitalistischer Gesellschaftsstrukturen.</strong><span id="more-2124"></span></p>
<p>Massive Investitionen in die Infrastruktur führten Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich zu einem explosionsartigen Aufschwung der Wirtschaft, der mit einer Verelendung der Arbeiterklasse einherging. Der Versuch Frankreichs, seine Vormachtstellung in Europa auszubauen, scheiterte durch die deutliche Niederlage im deutsch-französischen Krieg zwischen 1870 und 1871. Kurz nach dem Ende des Krieges wurde von einer liberalen Elite die Republik ausgerufen. Die neue Regierung änderte an der miserablen Situation der ArbeiterInnen jedoch nichts. Die regulären französischen Truppen verloren durch ihre Entwaffnung seitens der Deutschen ihre Autorität. Die Nationalgarde, ein Überbleibsel der Französischen Revolution, behielt hingegen ihre Waffen und gewann enorm an Einfluss. „Das Volk erkannte die Ohnmacht und Unfähigkeit jeglicher Regierung“, schrieb der russische Anarchist Kropotkin über diese Zeit. Die Nationalgarde begann schließlich, verschiedene Gremien wählen zu lassen und Demonstrationen zu organisieren.</p>
<p>Als am Morgen des 18. März 1871 französische Truppen im Pariser Stadtteil Montmartre anrückten, um die Nationalgarde zu entwaffnen, zogen spontan massenhaft Pariser BürgerInnen in den Stadtteil, um dies zu verhindern. Die Aktion der französischen Zentralregierung schlug fehl. Schließlich versammelten sich die BürgerInnen vor dem Rathaus und forderten die Errichtung einer selbstverwalteten Stadtregierung nach dem Vorbild der Französischen Revolution 1789. Die Mitglieder der Regierung und unzählige Bourgeois (KapitalistInnen) flohen angesichts dieser Ereignisse aus Paris. Das Zentralkomitee der Nationalgarde übernahm die Regierungsgeschäfte und ließ vom Volk binnen weniger Wochen einen Kommunerat wählen. Die ‚Pariser Kommune‘ war geboren.</p>
<div id="attachment_2125" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/09/commune.jpg"><img class="size-full wp-image-2125" title="commune" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/09/commune.jpg" alt="" width="400" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: de.indymedia.org</p></div>
<p>Der Kommunerat beschloss unter anderem die Trennung von Staat und Kirche, die Abschaffung der Wehrpflicht und die Vergesellschaftung verlassener Betriebe. Typisch kapitalistische Maximen wie das Privateigentum an Produktionsmitteln wurden durch verschiedene Beschlüsse teilweise ausgehebelt. Der Kommunerat ließ die französische Zentralregierung neben sich bestehen, was ihm schließlich zum Verhängnis werden sollte. Frankreich und Deutschland schlossen schließlich Frieden und verbündeten sich, um die knapp zwei Monate junge Kommune gemeinsam im Rahmen der so genannten „Blutwoche“ niederzuschlagen.</p>
<p>Die politische Organisation der Pariser Kommune war als Modell für weitere Kommunen vorgesehen. Nach diesem Modell sollte die französische Bevölkerung lokale autonome Einheiten bilden und ihre gemeinsamen Angelegenheiten durch eine lokale Versammlung von Abgeordneten regeln, wobei die einzelnen Kommunen auch Abgeordnete zur Nationaldelegation nach Paris schicken sollten. Die Abgeordneten sollten jederzeit absetzbar und an die Anweisungen ihrer WählerInnen gebunden sein. Eine Aufteilung der Staatsgewalt in Legislative (Gesetzgebung bzw. Parlament), Exekutive (Regierung und Verwaltung) und Judikative (Gerichte) war nicht vorgesehen. Dieses Modell wurde später als „Rätedemokratie“ bekannt.</p>
<p>Obwohl es auch zu Konflikten innerhalb der Kommune kam, entwickelte sich intensive Solidarität als inniges Gefühl aller Mitglieder. Diese Grundstimmung bildet auch das zentrale Elementdes Mythos’ , der sich bis heute um die Kommune rankt.</p>
<p><em>Philipp K.</em></p>
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		<item>
		<title>ANARCHIE?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/anarchie/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 19:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Anarchie ist meiner Meinung nach ein viel zu wenig behandeltes Thema, vor allem auch unter jüngeren Menschen. Deshalb beschloss ich, meine Quartalsarbeit (die jede_r Achtklässler_in in der Waldorfschule machen muss) über dieses Thema zu schreiben.

Aber vor allem bin ich darauf gestoßen, weil ich immer dieses „A“ überall gesehen habe und nie wirklich wusste, was das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anarchie ist meiner Meinung nach ein viel zu wenig behandeltes Thema, vor allem auch unter jüngeren Menschen. Deshalb beschloss ich, meine Quartalsarbeit (die jede_r Achtklässler_in in der Waldorfschule machen muss) über dieses Thema zu schreiben.</p>
<p><span id="more-1575"></span></p>
<p>Aber vor allem bin ich darauf gestoßen, weil ich immer dieses „A“ überall gesehen habe und nie wirklich wusste, was das ist. Ich dachte immer: „Ja, toll, jeder darf so schnell fahren, wie er will, und kann von seinem Chef so viel Geld verlangen, wie er will.“ Ich wollte mehr wissen!</p>
<p>Gleich merkte ich, wie wenig behandelt dieses Thema doch ist, denn in der Bibliothek fand ich nur drei Bücher und in meiner Klasse fragten mich mindestens zehn Leute, was das denn sei. Irgendwie reizte mich das dann aber noch mehr. Ich wollte den Menschen diese ganze Sache möglichst plausibel erklären, so dass man das alles gut verstehen kann, denn die meisten Bücher oder Artikel sind schon sehr wissenschaftlich und philosophisch. Deshalb nannte ich meine Arbeit auch ganz einfach:</p>
<p><strong>„ANARCHIE?“ </strong></p>
<p>Ich bearbeitete als erstes die Entstehung und Geschichte der Anarchie, dann verglich ich Proudhon, Bakunin und Landauer, drei verschiedensprachige, sehr wichtige Vertreter des Anarchismus. Ich stellte sie mit einer Kurzbiographie vor und erläuterte ihre Ziele sowie ihr Handeln und Denken. Zum Schluss beschäftigte ich mich mit dem heutigen Anarchismus (vor allem „im Internet“, über die „Repeal Coalition“, das „Living Theatre“ und das Buch „ANARCHISMUS 2.0“).</p>
<p>In meinem praktischen Teil zeigte ich Ausschnitte aus Filmen des Living Theatres und befragte die Menschen zu ihrer Meinung zur Anarchie und stieß auf sehr verschiedene Ansichten. Bei meiner ersten Frage, „Woran denken sie spontan, wenn sie das Wort „Anarchie“ hören?“, hörte ich von einer Frau wie aus der Pistole geschossen: „Disneyland“ . Allerdings fragte mich auch ein Mann, ob ich nicht zu jung für dieses Thema sei. Das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen erschreckt, da ich nicht finde, dass man zu jung für ein Thema sein kann, wenn man sich eben nun mal dafür interessiert. Also lasst Euch nicht abbringen und informiert Euch! Das schafft völlig neue Perspektiven. Denn wusste ich vorher kaum etwas über Anarchismus, so kann ich jetzt doch einige Auskünfte darüber geben.</p>
<p><em>Jon Kjetil</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Anarchosyndikalismus in Spanien</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/anarchie-und-alternativen/anarchosyndikalismus-in-spanien/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Der spanische Bürgerkrieg gilt als eines der wenigen Beispiele, in denen anarchistische Ideen im größeren Rahmen in die Praxis umgesetzt wurden. Wir sprachen mit Carlos Javier Cuenca und Matías Tres von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT aus Spanien.

In den 1930er Jahren versuchten Militärs um General Franco in Spanien die Macht zu übernehmen. Daraufhin kam es zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der spanische Bürgerkrieg gilt als eines der wenigen Beispiele, in denen anarchistische Ideen im größeren Rahmen in die Praxis umgesetzt wurden. Wir sprachen mit Carlos Javier Cuenca und Matías Tres von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT aus Spanien.</strong><br />
<span id="more-1564"></span><br />
<strong>In den 1930er Jahren versuchten Militärs um General Franco in Spanien die Macht zu übernehmen. Daraufhin kam es zum Bürgerkrieg. Welche Rolle spielte die CNT?</strong></p>
<p>Die Rolle der CNT war einer der wichtigsten im Bürgerkrieg, da sie die grösste Gewerkschaft war, mit beinahe zwei Millionen Mitgliedern. Diese Gewerkschaft hatte eigene Produktionsmittel, bewaffnete Milizen und bewundernswerte Infrastrukturen. Es war das erste Mal in der Geschichte Spaniens, dass dank einer anarcho-syndikalistischen Organisation die Machtübernahme durch das Militär in Barcelona verhindert wurde.<br />
Zu Beginn des Bürgerkriegs hatten die anarchistischen Milizen der CNT mehr oder weniger die Unterstützung der Behörden, da sie die ersten waren die gegen den Franco-Aufstand kämpften. Damals hatten die Kommunisten etwa drei Prozent der Stimmen bei den Wahlen.<br />
Am 19 Juli 1936, wurde der Putsch in den wichtigsten Städten Spaniens zurückgedrängt, zum Beispiel in Barcelona, Valencia, Madrid… Und die Arbeiter nutzten diese Gelegenheit um eine soziale Revolution in manchen Regionen zu starten. Es wurden viele Produktionsmittel vergesellschaftet, die meisten Chefs von den Firmen verschwanden, und die Arbeiter organisierten ohne jegliche kapitalistische Struktur die Produktion für die Bevölkerung und den Bürgerkrieg. Alles war selbstverwaltet, und in vielen dieser Dörfer wurde sogar das Geld abgeschafft. Noch heute erinnern sich viele der älteren Personen an diese Zeit. Die anarchistische CNT wollte nicht nur den Krieg gewinnen, sondern eine soziale Revolution durchführen, die den freiheitlichen Kommunismus als Ziel hatte.</p>
<p>Zu Beginn der Republik waren die Kommunisten eine eher kleine politische Fraktion, doch Stalin schaffte es mit Waffenlieferungen und Propaganda, dass das neue kommunistische Regime die Milizen unter ihre Kontrolle brachte. Die CNT ging niemals auf dieses Spiel ein, das von Anfang an von der Sowjetunion kontrolliert war. Der Konflikt zwischen der autoritären kommunistischen Fraktion und den Anarchisten eskalierte im Mai 1937. Ab diesem Zeitpunkt verlor die revolutionäre Bewegung in Spanien ihre Kraft, und schliesslich führte dies zum Untergang der Republik und zum Sieg Francos.</p>
<p>Nach der Machtübernahme durch General Franco wurde die CNT verboten. Haben die Leute dann einfach aufgegeben?<br />
Viele Genossen wurden dazu gezwungen, ins Exil zu reisen, in Länder wie Frankreich, Mexico, Argentinien… Aber viele der Leute, die in Spanien blieben, versteckten sich in den Bergen und kämpften weiter gegen das Franco-Regime. Propagandistische Aktionen innerhalb Spaniens waren sehr kompliziert und gefährlich, man versuchte immer wieder heimlich Informationsblätter in das Land zu schmuggeln. Es waren sehr schwere Zeiten, da das uneingeschränkt herrschende Franco-Regime die Arbeiterbewegung stark unterdrückte und viele Todesstrafen bis 1975 vollstreckte. Der lezte der Ermordeten war der bekannte Anarchist Salvador Puig Antich, der Banken beklaute um heimlich die Arbeiterbewegung zu finanzieren, und gegen das Regime kämpfte.</p>
<p><strong>Du hast viel über die Vergangenheit gesagt. Heute gibt es die CNT wieder. Wie ist es dazu gekommen und was macht ihr heute?</strong></p>
<p>Wir reden viel über die Vergangenheit, da wir erstens, nicht die Fehler dieser Vergangenheit wiederholen wollen, und zweitens, weil wir denken, dass ein Volk, das seine eigene Geschichte nicht kennt, sehr wahrscheinlich diese wiederholen wird. Als Franco starb war die CNT eine über die ganze Welt zerstreute Organisation, die kaum eine Basisinfrastruktur hatte. In der Zeit zwischen 1975 und 1978, als die CNT wieder legalisiert wurde, organisierten sich die Leute langsam um wieder von null anzufangen.</p>
<p>Die CNT, damals wie heute, unterscheidet sich von den anderen Gewerkschaften darin, dass sie keine Staatsgelder annimmt, nicht bei den Betriebsratswahlen teilnimmt und keine Angestellten hat. Heute benutzen wir immer noch die Selbstverwaltung als Kampfstrategie.</p>
<p>In den letzten Jahren hatten wir sehr harte Arbeitskämpfe auf lokaler Ebene hier in Zaragoza, zum Beispiel der Konflikt mit der Möbelfirma Dibus oder mit Ryanair, in dem es zu illegalen Festnahmen und Einschränkungen der Pressefreiheit kam. Dadurch, dass wir die stärkste Wirtschaftskrise seit 1929 erleben, wächst unsere Organisation. Wir haben zur Zeit eine sehr junge Militanz, die durch die Erfahrung der älteren Militanten, die gegen das Franco-Regime gekämpft haben, ergänzt wird. Eins unserer internationalen Kampfmittel ist die IAA (Internationale Arbeiter Assoziation), deren aktuelles Sekretariat hinter Gittern sitzt.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p>Vielen Dank auch, dass ihr mit uns dieses Interview gemacht habt. Wir freuen uns sehr, dass es in Deutschland ein Interesse an unserer Bewegung gibt. Uns freut es sehr zu wissen, dass es auch in anderen Ländern Genossen gibt die Tag für Tag für diese schöne Utopie kämpfen. Salud y Anarquía!</p>
<p><strong>Interview: BRiB</strong></p>
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		<title>ASJ: (Selbst)Organisierte Freiheit</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Chronisch unorganisierter Anarchismus? Die Anarchistisch-Syndikalistische Jugend (ASJ) will das Gegenteil beweisen.
Dem Anarchismus haftet das Klischee der Unorganisiertheit seit jeher, und nicht immer völlig unbegründet, an wie Kaugummi. Seit mehreren Monaten befindet sich nun die Anarchistisch Syndikalistische Jugend (ASJ) im Aufbau. Diese Jugendorganisation, die der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) nahe steht, hat zwar noch keine allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Chronisch unorganisierter Anarchismus? Die Anarchistisch-Syndikalistische Jugend (ASJ) will das Gegenteil beweisen.</h3>
<p>Dem Anarchismus haftet das Klischee der Unorganisiertheit seit jeher, und nicht immer völlig unbegründet, an wie Kaugummi. Seit mehreren Monaten befindet sich nun die Anarchistisch Syndikalistische Jugend (ASJ) im Aufbau. Diese Jugendorganisation, die der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) nahe steht, hat zwar noch keine allgemeinen Statuten und kein einheitlich verschriftlichtes Selbstverständnis. Die ASJ-Ortsgruppe Bonn umreißt ihren Gesellschaftsentwurf aber beispielsweise in ihrem eigenen Selbstverständnis: „Wir lehnen jegliche Form von Zwang oder Hierarchie ab und streben eine gewaltfreie, basisdemokratische und in allen Lebensbereichen selbstverwaltete Gesellschaft an.“<br />
<span id="more-1562"></span><br />
Neben Bonn gibt es auch in Herne/Recklinghausen, Duisburg, Münster, Düsseldorf und Berlin Ortsgruppen der ASJ. Außerdem befindet sich in Göttingen momentan eine ASJ-Gruppe in Gründung. Die nordrhein-westfälischen Gruppen bilden zusammen die Regionalföderation NRW. Sie treffen sich regelmäßig gemeinsam, planen den Aufbau der „Bewegung“ und neue Aktionen.</p>
<p>Zum ersten Mal im Licht der linksradikalen und anarchistischen Öffentlichkeit stand die ASJ Anfang September 2009, als die Gruppen aus NRW zusammen mit anderen linksradikalen Gruppen eine antinationale und libertäre Vorabenddemonstration zu den Aktionen gegen den „Nationalen Antikriegstag“ deutscher Neonazis am vierten und fünften September in Dortmund organisiert hatte.<br />
Aber auch sonst sind Mitglieder und auch ganze Gruppen an verschiedenen Demonstrationen und sozialen Kämpfen beteiligt. So zum Beispiel an Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks. Am Bildungsstreik gibt es innerhalb der ASJ jedoch auch Kritik. „Wir müssen hier sozialrevolutionäre Kritik am Bildungssystem als Teil der kapitalistischen Gesellschaft einbringen und Alternativen in Freiheit und Selbstverwaltung zum Gegenstand der Diskussionen machen“, erklärt ein ASJ-Mitglied und Bildungsstreikaktivist. Die Berliner ASJ-Ortsgruppe beteiligte sich außerdem an der „Antiwahlkampagne“ zur Bundestagswahl und unterstützt den Arbeitskampf der FAU Berlin und der Angestellten des Berliner Kinos „Babylon“. Dort setzen sich seit mehreren Monaten Beschäftigte gegen Ausbeutung und widrige Arbeitsbedingungen zur Wehr, wobei sie nicht nur auf Gegenwind durch die Geschäftsleitung stoßen, sondern sich auch mit der sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaft ver.di herumschlagen müssen.</p>
<p>Außerhalb von Nordrhein-Westfalen bestehen zwar bislang noch keine flächendeckenden Strukturen der ASJ; Interessierte sind aber immer eingeladen, sich an Aktionen zu beteiligen und neue Ortsgruppen aufzubauen. „InteressentInnen aus Westdeutschland sollten sich am besten an die ASJ-NRW wenden, für den Bereich Ostdeutschland übernimmt die ASJ-Berlin den Kontakt“, erklärt eine Aktivistin der ASJ. Kontakt kann am besten über die Kontaktadressen auf den Websites aufgenommen werden.</p>
<p><strong>Felix H.</strong></p>
<p><em>Weiterführende Informationen und Kontakt:</em><br />
<a href="http://asjnrw.blogsport.de/">http://asjnrw.blogsport.de/</a><br />
<a href="http://asjberlin.blogsport.de/">http://asjberlin.blogsport.de/</a></p>
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		<title>„Straight Edge bekannter machen“</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/%e2%80%9estraight-edge-bekannter-machen%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 19:56:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Leben ohne Drogen? Der Film „EDGE – perspectives on drug free culture“ von Michael Kirchner und Marc Pierschel zeigt, wie es geht. Wir sprachen mit einem der Regisseure über den Film und die Straight Edge-Bewegung. 
utopia: Womit habt ihr bei der Premiere eures Films am 3. Oktober 2009 in New York angestoßen?
Michael Kirchner: Sekt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Leben ohne Drogen? Der Film „EDGE – perspectives on drug free culture“ von Michael Kirchner und Marc Pierschel zeigt, wie es geht. Wir sprachen mit einem der Regisseure über den Film und die Straight Edge-Bewegung.</strong> <span id="more-1544"></span></p>
<p><strong>utopia: Womit habt ihr bei der Premiere eures Films am 3. Oktober 2009 in New York angestoßen?</strong></p>
<p><strong>Michael Kirchner:</strong> Sekt war es nicht. Lass mich überlegen. Wir hatten die Option, ein Catering zu buchen, das war uns aber zu teuer. Es gab dann nichts ‚offizielles’ zu trinken. Neulich in Düsseldorf gab es aber beispielsweise Kindersekt ohne Alkohol.</p>
<p><strong>Was ist Straight Edge?</strong></p>
<p>Straight Edge ist eine Mitte der 1980er-Jahre zunächst in den USA aus dem Punk entstandene Subkultur. Es ging darum, sich vom exzessiven Drogenkonsum der Punk-Szene loszusagen. In den Augen vieler war die Punk-Bewegung damals zu unpolitisch, es ging um Mode, Trinken, Party nach dem Motto ‚Live fast, die young’. Als Reaktion darauf ist dann Straight Edge entstanden. Es geht dabei darum, keinerlei Drogen zu konsumieren und keinen Sex mit häufig wechselnden Partnern zu haben – obwohl sich das meiner Meinung nach im Laufe der Zeit etwas gewandelt hat: Es geht darum, Frauen und Männer nicht als Objekte zu sehen.</p>
<p><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/01/3832045106_7018843ca3_o.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1944" title="Edge - The Movie" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/01/3832045106_7018843ca3_o-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></p>
<p><strong>Was fällt denn unter den Drogen-Begriff?</strong></p>
<p>Das ist eine sehr persönliche Sache. Manche definieren beispielsweise Koffein und Medikamente als Drogen. Es gibt auch Leute, die keine Schokolade essen. Konträr dazu haben sich manche Leute zumindest in den Anfängen Straight Edge genannt, weil sie kein Heroin konsumiert haben. Es gibt also wirklich viele Facetten von Straight Edge. Vegetarismus und Veganismus fallen für viele Menschen auch oft darunter. Aber den Konsum von Alkohol und Tabak schließen mittlerweile eigentlich alle kategorisch aus, die sich ‚Straight Edge’ nennen.</p>
<p><strong>Wie ist das Verhältnis von Straight-Edgern zu Drogen – alle Drogen verbieten?</strong></p>
<p>Das ist eine sehr komplexe Fragestellung. Zum Thema Drogen gab es <a href="http://www.jugendzeitung.net/ausgaben/septemberoktober-2009/ja-zu-drogen/" target="_blank">in der utopia</a> ja auch mal einen sehr liberalen Artikel, der mehr oder weniger die Legalisierung aller Drogen forderte. Es wurde argumentiert, dass es in den Niederlanden viel weniger Marihuana-Konsumenten als in Deutschland gibt. Und dies sei ein Argument für die Legalisierung aller Drogen. Allerdings wurde dort leider von absoluten Zahlen ausgegangen und da in Deutschland rund fünf Mal so viele Menschen leben wie in den Niederlanden verwundert diese Zahl kaum.</p>
<p>In den USA gibt es eine kleine Straight Edge-Gruppe, die ein Verbot aller Drogen fordert: „Bring back prohibition“ ist deren Slogan, was aber wohl nicht todernst, sondern als Provokation gemeint ist. Das Verhältnis zu und der Umgang mit Drogen in der Gesellschaft ist in der Straight Edge-Bewegung sehr ambivalent.</p>
<p>Meiner Meinung nach ist es nicht richtig, alle Drogen zu legalisieren – zumindest nicht in der heutigen Gesellschaft. Ich würde vermuten, dass die kapitalistische Industrie sofort auf eine komplette Drogenlegalisierung aufspringen würde. Der Zigarettenhersteller Philip Morris hat sich bereits alle möglichen Kombinationen aus den Wörtern Marlboro und Marihuana markenrechtlich schützen lassen, für den Fall, dass Cannabis irgendwann mal legalisiert werden sollte. Solche Unternehmen würden den Drogenkonsum propagieren und es würde so enden, wie heute Alkohol und Tabak – es wird kapitalistisch ausgenutzt. Und der Staat würde durch Steuern kräftig mitverdienen. Aber natürlich sehe ich jede staatliche Bevormundung kritisch. Trotzdem würde ich vermuten, dass eine Legalisierung nicht automatisch das Ende der sog. Beschaffungskriminalität, Bandenkriege oder Verelendung mancher Menscher bedeuten würde. Es gibt viele Leute, die mit Drogen nicht so gut umgehen können oder mit ihren Problemen überfordert sind, keinen Ausweg mehr sehen und deshalb Drogen nehmen. Die Drogenindustrie und dazugehörige Lobby möchte von diesen Menschen profitieren und wird dies auch gnadenlos ausnutzen, egal ob illegal oder kommerziell legalisiert.</p>
<p><strong>Kommen wir zum <a href="http://www.theedgeprojectmovie.com/" target="_blank">Film</a>: wie ist der gemacht?</strong></p>
<p>Da die Bewegung aus der Musik-Szene entstanden ist, dreht sich der Film viel um Musik und noch mehr um die Menschen, die dahinter stehen. Wir haben neun Leute aus der Straight Edge-Bewegung interviewt: Musiker, Aktivisten, Künstler und einen Uni-Professor beispielsweise. Darunter war auch ein 14-jähriger Junge aus Santa Barbara. Zusätzlich haben wir noch drei Experten zum Thema befragt: Ian MacKaye, Ray Cappo und Karl Buechner. Der Film lässt sich in drei Kapitel aufteilen: Geschichte, Philosophie und Kritik. Uns war es wichtig, die Menschen auf einer sehr persönlichen Ebene darzustellen und ihren Weg zum drogenfreien Leben zu erzählen. Wir haben sie dann jeweils einen Tag lang begleitet und dann interviewt. Es ist ein ruhiger Film, der auch einen soziologischen Hintergrund hat, da Marc und ich auch aus diesem Fachbereich kommen. Wir haben aber auch ein Live-Konzert mit unseren Kameras gefilmt.</p>
<p><strong>Was wollt ihr mit dem Film erreichen?</strong></p>
<p>Komischerweise haben wir bei der Recherche zum Film – das war 2007 – mitbekommen, dass das Bild von Straight Edge in den US-Medien sehr negativ gezeichnet wurde. In Europa und Deutschland wird das Thema fast gar nicht in den Medien behandelt – wenn, dann geht es aber meist um ein drogenfreies Leben, und die Berichterstattung ist dann meist positiv. In den USA hängt Straight Edge das Klischee von einer gewalttätigen Gang an. Das kommt daher, dass es Mitte der 1990er-Jahre in Salt Lake City eine sehr heftige Bewegung gegen Leute gab, die nicht Straight Edge waren. Straight Edge ist in den USA ziemlich populär: Es gibt viele AnghängerInnen und fast jeder in der Bevölkerung weiß, was es bedeutet. In den USA gibt es beispielsweie sogar Straight Edge-Wohnhäuser auf dem Uni-Campus.</p>
<p>Wir wollen mit dem Film zeigen, dass Straigt Edge nicht nur Gewalt ist und es sehr viele unterschiedliche Facetten gibt. Wir haben einen unpolitischen Jugendlichen im Film, der Straight Edge lebt, aber auch einen Umweltaktivsten, den wir auf einer Demonstration begleitet haben. Der Film ist auf Englisch, mittlerweile hat er aber auch deutsche Untertitel. Uns geht es auch darum, den Straight Edge-Gedanken in Deutschland bekannter zu machen und die Menschen, die schon drogenfrei leben, zu motivieren, sich auch politisch zu engagieren und auch außerhalb ihrer Szene aktiv zu werden.</p>
<p><em>Interview: Michael Schulze von Glaßer</em></p>
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		<title>Anarchismus im Comic-Style</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 14:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[September/Oktober 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Lieblingszeichner erklärt die Geschichte des Anarchismus
Endlich ist es da: Das langersehnte Buch „Kleine Geschichte des Anarchismus – Ein schwarz-roter Leitfaden“. In ihm gibt Findus, der Illustrator der utopia, eine Einführung in die Materie des Anarchismus.

Nach der Definition des Anarchismus geht der Autor zunächst auch auf dessen schlechten Ruf in der Gesellschaft ein und wendet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Unser Lieblingszeichner erklärt die Geschichte des Anarchismus</h3>
<p><strong>Endlich ist es da: Das langersehnte Buch „Kleine Geschichte des Anarchismus – Ein schwarz-roter Leitfaden“. In ihm gibt Findus, der Illustrator der utopia, eine Einführung in die Materie des Anarchismus.</strong><br />
<span id="more-1133"></span><img class="alignright size-full wp-image-1134" title="cover_findus_anarchismus" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/cover_findus_anarchismus.jpg" alt="cover_findus_anarchismus" width="200" height="296" /><br />
Nach der Definition des Anarchismus geht der Autor zunächst auch auf dessen schlechten Ruf in der Gesellschaft ein und wendet sich dann dem libertären Leben zu:  Erziehung, Wohnen und Musik. Außerdem greift er utopische Literatur auf.</p>
<p>Im zweiten Teil des Buches werden die verschiedenen Strömungen des Anarchismus vom Individualanarchismus über den Anarchafeminismus bis hin zum gewaltfreien Anarchismus erklärt. Danach wird eingegangen auf die Trennung von Anarchismus und Marxismus und später von Individualanarchismus und Kollektivismus.</p>
<p>Der letzte Teil beschäftigt sich mit der Geschichte des Anarchismus, die im Buch 1871 mit der Pariser Kommune beginnt. Außerdem wird ein Schwerpunkt auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die 1968er Jahre und den Zapatismus in Mexiko gelegt.</p>
<p>Das Buch ist durchgehend mit Illustrationen gestaltet, die das Lesen erleichtern. Viele wichtige Personen sind abgebildet und ihre Bezüge zum Anarchismus werden dargelegt. Außerdem gibt der Autor zu jedem der drei Teile des Buches explizite Literaturempfehlungen für Interessierte.</p>
<p>Geeignet ist der Comic vor allem für Menschen, die sich mehr mit der Materie des Anarchismus beschäftigen möchten oder für solche, die ihr Wissen auf eine lockere Art auffrischen möchten.<br />
Auf Grund der vielen Zeichnungen ist das Buch auch für Schulkinder geeignet.</p>
<p><strong>Maren W.</strong></p>
<p><em>Findus: „Kleine Geschichte des Anarchismus – Ein schwarz-roter Leitfaden“.<br />
Verlag graswurzelrevolution, 60 Seiten, ca. 5,00 €</em></p>
]]></content:encoded>
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