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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; Herbst 2007</title>
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		<title>Begabt versagt &#8211; Das Bio-Siegel der Schule</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 17:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung und Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie rechtfertigen Hundertschaften von Lehrkräften eine Notenverteilung, bei der nicht nur die erbrachte Leistung ausschlaggebend ist? Wie kann ein Mensch sich gleichzeitig auf die unbeschränkte Lernfähigkeit von Kindern berufen und dabei schon lange vorher eine Schublade öffnen?
Es befindet sich leider immer noch im Denken vieler der Gedanke einer Unterscheidung der Menschen nach „biologischen“ Konstanten. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie rechtfertigen Hundertschaften von Lehrkräften eine Notenverteilung, bei der nicht nur die erbrachte Leistung ausschlaggebend ist? Wie kann ein Mensch sich gleichzeitig auf die unbeschränkte Lernfähigkeit von Kindern berufen und dabei schon lange vorher eine Schublade öffnen?</strong><span id="more-2112"></span></p>
<p>Es befindet sich leider immer noch im Denken vieler der Gedanke einer Unterscheidung der Menschen nach „biologischen“ Konstanten. Es werden Maßnahmen und Aussagen mithilfe biologischer Merkmale gerechtfertigt. So finden wir auch innerhalb der Schule, dem Ort der Erziehung, Bildung, des Lernens und vor allem des Wachsens, solch fragwürdige Merkmale: Begabung, Talent, Anlage, Intelligenz und andere Bezeichnungen beeinflussen die schulische Selektionsfunktion und drücken dabei stets einen inneren, kognitiven Vorteil (oder auch Nachteil, beim Fehlen dieser Eigenschaften) einiger gegenüber den anderen, den „Normalen“ aus.</p>
<p>Doch wir müssen die Betrachtung weg vom statischen Moment der Veranlagung hin zum dynamischen Wesen des Kindes selbst lenken. Es sind viel eher Momente der Motivation, Sozialisation und der Integration in die Schulklasse, die letztlich entscheiden, in welchem Maße ein Kind sich mit einem Thema auseinandersetzt. Sollte sich daher die Notenvergabe an der erbrachten Lernbereitschaft und –motivation orientieren, statt an der erbrachten Leistung? Sollte zusätzlich zu der erbrachten Leistung ein „Verbesserungsfaktor“ integriert werden, in dem sich die Motivation widerspiegelt?</p>
<p>Das Dilemma liegt im Wesen der Noten selbst. Es gibt keine guten und schlechten Noten, nur bessere und schlechtere. Und genau so können Noten motivieren oder demotivieren. Die Vergabe von Noten innerhalb einer Klassengemeinschaft führt in erster Linie nicht zur Motivation, sondern zum Vergleich bzw. zur Aufteilung in gute und schlechte Schüler_innen. Noten motivieren für Noten und unterstützen daher nicht die Kinder in ihrer Entwicklung zu selbstbestimmten und mündigen Menschen.</p>
<p><em>Kevin</em></p>
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		<title>¡Tierra y Libertad!: Land und Freiheit!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 16:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung und Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut dreizehn Jahre ist es her, dass in Chiapas, einem der ärmsten Bundesstaaten Mexikos, eine Gruppe von bewaffneten Indigenen gegen die Regierung aufstand und „¡Ya Basta!“ (Es Reicht!) schrie. Die Aufständigen, die sich Zapatistas  nennen, besetzten Städte und Ländereien und versuchen seitdem autonome Strukturen aufzubauen.

Zwar bezeichnen sich die Zapatistas selber nicht als anarchistisch, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut dreizehn Jahre ist es her, dass in Chiapas, einem der ärmsten Bundesstaaten Mexikos, eine Gruppe von bewaffneten Indigenen gegen die Regierung aufstand und „¡Ya Basta!“ (Es Reicht!) schrie. Die Aufständigen, die sich Zapatistas  nennen, besetzten Städte und Ländereien und versuchen seitdem autonome Strukturen aufzubauen.</p>
<p><span id="more-13"></span></p>
<p>Zwar bezeichnen sich die Zapatistas selber nicht als anarchistisch, der klare Bezug auf den mexikanischen Anarchisten Ricardo Flores Magon, von dem die Parole „¡Tierra y Libertad!“ stammt, sowie die Tatsache, dass die EZLN, die Guerilla der Bewegung, nach ihrem Selbstverständnis nicht die Staatsmacht erlangen will, zeigen jedoch eine anarchistische Beeinflussung.</p>
<p>Aber was ist Anarchismus überhaupt? Übersetzt bedeutet Anarchie die Abwesenheit von Herrschaft. Herrschaft wird oft als Durchsetzen des Willens gegen den Widerstand anderer bezeichnet. AnarchistInnen streben also eine Welt an, in der niemand etwas gegen den Widerstand anderer durchsetzt. In dieser Welt gibt es demnach keine Regierungen und Staaten mehr und Entscheidungen werden im Konsens mittels der „freien Vereinbarung“ getroffen.</p>
<p>In den Schriften der Zapatistas findet man keine Aussagen, die jeden Staat klar ablehnen. Zudem gibt es in den fünf autonomen Regionen jeweils einen „Rat der Guten Regierung“ (in Abgrenzung zur „schlechten Regierung“ des mexikanischen Staates). Diese „Räte der guten Regierung“ scheinen zunächst einen Widerspruch zu anarchistischen Ideen darzustellen, da Regierungen stets mit Herrschaft verbunden sind.Das „Regieren“ der Zapatistas wird jedoch von einigen auch als „eine Umsetzung der Wünsche der Bevölkerung, also ein ‚gehorchendes‘  Organisieren“ bezeichnet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Tatsächlich haben die Räte der guten Regierung meist organisatorische Aufgaben. Es ist aber auch von der „Überwachung der Einhaltung von Gesetzen, die nach gemeinsamer Absprache mit den Gemeinden in den rebellischen Landkreisen gelten“, die Rede.Diese Aufgabe ist typisch für Staaten, allerdings ist bei den Zapatistas mit „Überwachung“ nicht unbedingt die gewaltsame Durchsetzung der Gesetze gemeint. Dazu fehlt den Räten der guten Regierung die Exekutive. Es gibt keine Polizei oder Armee, die für die Einhaltung der Gesetze sorgt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">In einzelnen Gemeinden haben die kommunalen Räte jedoch ein Gewaltmonopol und verhängen Strafen wie zum Beispiel Haft oder Ausschluss aus der Gemeinde.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Der parlamentarischen „Demokratie“ der meisten Staaten stellen die Zapatistas ein Rätesystem sowie basisdemokratische Mittel wie das imperative Mandat gegenüber, für das das zapatistische Motto „gehorchend regieren“ bezeichnend ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Entscheidungen werden oft im Konsens getroffen. Dies ist zunächst positiv, jedoch wird es problematisch, wenn alle Veränderungen zwingend im Konsens beschlossen werden. Kollektive Entscheidungen sind zwar notwendig, Menschen werden aber nie in der Lage sein, alle Entscheidungen zwecksrational zu treffen, weshalb es immer Meinungsverschiedenheiten geben wird. Es gibt keinen Konsens, und somit auch keine Entscheidung. Keine Entscheidung? „Keine Entscheidung“ ist jedoch auch eine Entscheidung! Wenn kein Konsens gefunden wird, wird entschieden, dass alles so bleibt, wie es ist. Teilweise sogar gegen den Willen der Mehrheit.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Kommt also kein Konsens zustande, sind Mehrheitsentscheidungen gegen den Willen von Minderheiten zwingend notwenig. Diese sind zwar nicht herrschaftsfrei, ermöglichen jedoch die größtmögliche Freiheit.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Das Argument, das sonst so häufig gegen Konsensverfahren, Anarchismus sowie andere Utopien angeführt wird („Der Mensch ist doch von Natur aus egoistisch“), ist natürlich Schwachsinn, was die Zapatistas auf einzigartige Art und Weise beweisen:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In den Gemeinden wird gemeinschaftlich und solidarisch gearbeitet, gelebt und gekämpft – für Land und Freiheit!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">David</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dieser Artikel basiert auf einer Facharbeit im Fach Philosophie, zu finden <a href="http://jugendzeitung.net/daten/tierraylibertad_facharbeit.pdf">hier</a> .</p>
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		<title>Was ist Anarchie?</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 15:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Fragte mich ein Junge im Bus, mit Blick auf mein Buch: „Anarchie!“
„Anarchie ist“ fing ich zögernd an, „wenn die Schüler und Schülerinnen merken, dass sie in der Schule nur Blödsinn lernen, den sie gar nicht wissen wollen. Wenn sie sich überlegen, was sie stattdessen lernen wollen, die Lehrer und Lehrerinnen nach Hause schicken und den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fragte mich ein Junge im Bus, mit Blick auf mein Buch: „Anarchie!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Anarchie ist“ fing ich zögernd an, „wenn die Schüler und Schülerinnen merken, dass sie in der Schule nur Blödsinn lernen, den sie gar nicht wissen wollen. Wenn sie sich überlegen, was sie stattdessen lernen wollen, die Lehrer und Lehrerinnen nach Hause schicken und den Laden selbst in die Hand nehmen.“ Der Junge guckte mich mit großen Augen an: „Ey, Anarchie ist voll der Burner!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-12"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Zugegeben, ganz so einfach ist das mit der Anarchie auch nicht. Grundlegend ist der Gedanke, dass man sich nicht von anderen vorschreiben lassen will, wie man zu leben hat und mit Gewaltmaßnahmen bedroht wird, wenn man sich nicht an die von oben vorgegebenen Regeln hält. Stattdessen wollen Anarchisten und Anarchistinnen selber gemeinsam beraten, welche Regeln es in einer Gemeinschaft geben soll, wie man mit Leuten umgeht, die sich nicht daran halten und wie man zusammen, also kollektiv, die Sachen herstellt, die man zum Leben braucht. Um niemanden zu unterdrücken, misshandeln oder zu diskriminieren werden Beschlüsse möglichst im Konsens gefasst. Das heißt, dass ein Vorschlag nicht umgesetzt wird, wenn auch nur ein einziger oder eine einzige gegen diesen Vorschlag ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man nennt das auch Basisdemokratie, weil man nicht, wie in einer parlamentarischen Demokratie jemanden für vier Jahre wählt, sondern einem Vertreter oder einer Vertreterin nur solange die Stimme leiht, bis man mit seiner oder ihrer Arbeit nicht mehr zufrieden ist. Das kann jeden Tag der Fall sein. Dadurch wird die Basis, also die Wähler und Wählerinnen einer Gemeinschaft, gestärkt und es kann nicht dazu kommen, dass Politiker und Politikerinnen Gesetze machen, mit denen die Bevölkerung nicht einverstanden ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Grundsätze des Anarchismus sind auch niemals vereinbar mit Gewalt, Sexismus, Rassismus, Faschismus und anderen Ideologien, die bestimmte Menschen als minderwertig betrachten. Auch der Kapitalismus ist eine Ordnung, die Anarchisten und Anarchistinnen ablehnen, weil sie darauf beruht, dass sich einige Wenige auf Kosten der armen Mehrheit bereichern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Anarchismus ist für eine Wirtschaftsordnung, in der gemeinschaftlich-solidarisch gearbeitet wird. Das heißt, es gibt keinen Chef, der sich an einem Unternehmen bereichert, während die anderen malochen. Sondern der Gewinn wird unter allen Arbeitern und Arbeiterinnen aufgeteilt. Solche Projekte gibt es bereits jetzt: Das kollektive Unternehmen Café Libertad kauft von den Zapatistas ((<span style="font-size: x-small;">Die Bewegung der Zapatistas kämpft in Mexiko für die 	Rechte der unterdrückten indigenen Bevölkerung. 	Entscheidungen werden möglichst basisdemokratisch gefällt.))</span> aus Mexiko Kaffee (fair und ökologisch!) um ihn hier in Deutschland wieder zu verkaufen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Und was machen Anarchisten und Anarchistinnen den lieben langen Tag? Sie diskutieren über die verschiedensten Themen, sie demonstrieren gegen die Ungleichheit und die Herrschaft auf dieser Welt, sie planen lustige und kreative Aktionen und die Musik darf dabei natürlich nicht fehlen. Denn wie die Anarchistin Emma Goldmann sagte: „Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine Revolution!“<br />
<span style="font-size: x-small;"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc" class="sdfootnotesym"><br />
</a> </span></p>
<div id="sdfootnote1"></div>
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		<title>Auf Durchreise</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 15:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleine Geschichte einer anderen Welt
Ich lief den holprigen Feldweg entlang und gelangte zum Ortseingang. Hunger hatte ich, und so fragte ich ein paar tollende Kinder, wo ich denn wohl ein Restaurant finden könnte. Die Knirpse guckten mich mit großen Augen an &#34;Ein Waaaaas?&#34; und ich erklärte ihnen, dass ich etwas essen will. &#34;Ach so, sag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kleine Geschichte einer anderen Welt</strong></p>
<p>Ich lief den holprigen Feldweg entlang und gelangte zum Ortseingang. Hunger hatte ich, und so fragte ich ein paar tollende Kinder, wo ich denn wohl ein Restaurant finden könnte. Die Knirpse guckten mich mit großen Augen an &quot;Ein Waaaaas?&quot; und ich erklärte ihnen, dass ich etwas essen will. &quot;Ach so, sag das doch gleich! Also heute wird in der VoKü unten am Fluss gekocht, dort gibt&#8217;s meist Suppe.&quot; Was auch immer so eine VoKü ist, ich schlenderte zum Fluss.</p>
<p><span id="more-11"></span></p>
<p>Dort stand ein riesiger dampfender Suppenkessel auf dem Tisch, Menschen saßen plaudernd und diskutierend in kleinen Grüppchen an den Tischen und auf der Wiese, oder löffelten hungrig aus ihren Schüsseln. Ich schaute mich nach der Bedienung um, konnte aber keine entdecken. So gesellte ich mich zu drei sympathisch wirkenden Menschen mit Suppentellern in der Hand und fragte sie um Rat. Daraufhin erfuhr ich, dass sich hier jede/r einfach an dem Suppentopf bedient, soviel Hunger er oder sie hat. Als ich fragte, was denn der Teller Suppe koste, guckten mich die drei verduzt an. Nein, nein, ich solle einfach essen, aber es wäre gut, nachher beim Abwasch zu helfen. Und für morgen werden noch Menschen gesucht, die beim Kartoffelschälen helfen.</p>
<p>Mir wurde erzählt, dass die meisten Menschen hier im Ort in diesen VoKüs, also VolksKüchen essen. Und so ein, zwei mal in der Woche kümmern sie sich ums Kochen. Manche, die gerne kochen, auch öfter &#8211; andere hingegen sieht man eher selten in der Küche, dafür kümmern sie sich eifrig um die große Fahrradwerkstatt oder die Bibliothek. Wo denn die Nahrungsmittel herkämen, wenn dafür gar kein Geld eingenommen wird, fragte ich verwirrt und ließ mich belehren, dass die zum großen Teil von BewohnerInnen hier direkt angebaut würden, und so anderes wie Kaffee beispielsweise, brächten Reisende oft mit.</p>
<p>Langsam wurde ich müde. Die drei erklärten mir noch, wie ich die Häuser erkenne, in denen es &quot;freie Schlafecken&quot; gibt &#8211; wo also jede/r einen freien Platz zum Schlafen finden kann. So suchte ich mir eine kuschelige Ecke in einem grün angestrichenen kleinen Strohhaus und schlief erschöpft ein.</p>
<p><em>Alles nur Träumerei und Wunschvorstellung? </em> <strong>Wir laden euch ein, mit uns Gedanken auszutauschen und konkrete Knackpunkte und Fragestellungen bei der Umsetzung von Utopien (Wunschvorstellungen) zu beleuchten.</strong></p>
<p>Maria Obenaus und Falk Beyer</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Klimawandel &#8211; Schon heute eine Frage der Existenz</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 15:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>

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		<description><![CDATA[Globale Erwärmung und Klimawandel &#8211; diese Schlagwörter hören wir in letzter Zeit häufig, doch was sie bedeuten, welche Ursachen diese Ereignisse haben, was man dagegen tun kann und viele andere wichtige Aspekte werden von den Medien meist wenig beleuchtet. Gerade die Folgen für ärmere Länder sind verheerend. Dennoch werden sie meist ignoriert.   

Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong class="western"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Globale Erwärmung und Klimawandel &#8211; diese Schlagwörter hören wir in letzter Zeit häufig, doch was sie bedeuten, welche Ursachen diese Ereignisse haben, was man dagegen tun kann und viele andere wichtige Aspekte werden von den Medien meist wenig beleuchtet. Gerade die Folgen für ärmere Länder sind verheerend. Dennoch werden sie meist ignoriert.</strong> </span> </span> </strong></p>
<p><span id="more-10"></span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><strong class="western"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) prognostiziert bis 2100 einen Temperaturanstieg von 1,1 bis 6,4 °C. Dieser wird durch den ansteigenden Ausstoß von Treibhausgasen verursacht. Die Wurzeln für diesen Anstieg liegen in der raschen Ausweitung der Produktion zu Beginn der Industrialisierung. Seitdem hat sich die  CO</span> </span> </strong> <strong class="western"><span style="color: #000000;"><sub><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">2</span> </sub> </span> </strong> <strong class="western"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">-Konzentration in der Atmosphäre um 30% vermehrt. </span> </span> </strong></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Durch das Verbrennen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie">fossiler Brennstoffe</a> und die daraus resultierende Ausstoß von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid">Kohlendioxid</a> (CO</span> </span> <span style="color: #000000;"><sub><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">2</span> </sub> </span> <span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">), sowie durch die Freisetzung weiterer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas">Treibhausgase</a> (vor allem aus der Industrie) wird der sogenannte Treibhauseffekt verstärkt. Zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas">Treibhausgase</a> n gehören neben CO</span> </span> <span style="color: #000000;"><sub><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">2</span> </sub> </span> <span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserdampf">Wasserdampf</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Methan">Methan</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Distickstoffoxid">Distickstoffoxid</a> (auch bekannt als Lachgas) und fluorierte Verbindungen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FCKW">FCKW</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FKW">FKW</a> ). Die von der Erde reflektierten Sonnenstrahlen können die Atmosphäre nicht mehr verlassen und führen dadurch zu einem Temperaturanstieg. Dieser Effekt ist aus Treibhäusern bekannt.</span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><strong class="western"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Heutzutage gibt es zahlreiche Belege für die globale Erwärmung und die damit verbundenen folgen: D</span> </span> </strong> <span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">er Meeresspiegel ist im vergangenen Jahrhundert um 10 bis 20 cm angestiegen, die Schneedecke der Nordhalbkugel ist seit 1960 um 10% zurückgegangen, es kam zu einem starken Rückgang der Gletscher in den Alpen, während parallel verstärkt schwere Dürreperioden in Asien und Afrika auftreten. Doch die globale Erwärmung beeinflusst nicht nur direkt das menschliche Leben, sondern auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosystem">Ökosysteme</a> . So sterben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten aus, da sie sich nicht schnell genug an die veränderten Klimabedingungen anpassen können.</span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">In der Zukunft werden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hitzewelle">Hitzewellen</a> öfter auftreten, dadurch kommt es auch zu mehr Hitzetoten. Des Weiteren kann es in bislang kälteren Regionen zu einer Ausbreitung von Schädlingen und Krankheitserregern kommen, die Wärme bevorzugen. So kann evtl. auch in Europa Malaria wieder zu einem Problem werden.</span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Da die Verdunstungsrate steigt, sorgt sie für extreme Dürren, so dass besonders der Kontinent Afrika auf Grund des Klimawandels austrocknen und extrem leiden wird. Es ist zu erwarten, dass in den afrikanischen Ländern deutlich verstärkt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hungersnot">Hunger</a> &#8211; und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkrise">Wasserkrisen</a> auftreten werden. Denn durch die Dürre wird die Ernte ausfallen und schätzungsweise werden zusätzlich 80-200 Mio. Menschen an Hunger leiden.</span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Die Regenfälle haben sich seit dem 20. Jahrhundert in Afrika stark verringert. Die Dürre hat dort bereits in den 70er Jahren viele Menschenleben gekostet. Forscher haben herausgefunden, dass besonders die Sahelzone (diese umfasst Länder, von denen viele zu den ärmsten der Welt gezählt werden) von der Austrocknung betroffen sein wird. Dort werden 30% weniger Niederschläge erwartet als zuvor. Die Trockenheit in Afrika wird sich immer mehr gegen Süden verlagern, jetzt wird dort bereits eine 20%ige Abnahme der Regenfälle erwartet. </span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Von der globalen Erwärmung sind auch Länder in Südamerika, Südasien und dem Nahen Osten betroffen, die ebenfalls dürren. Beispielsweise schätzt man, dass in Südamerika bis zu 77 Mio. Menschen keinen Zugang zu Wasser haben werden, weil das Amazonasgebiet zur Savanne austrocknet. Auch die Himalaya-Gletscher verschwinden, so dass es verstärkt zu Überschwemmungen in diesem Gebiet kommen wird. </span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Besonders widersprüchlich ist, dass die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, am stärksten unter den Folgen leiden müssen. Die Industrieländer hingegen stoßen weiterhin Unmengen von Treibhausgasen in die Luft.</span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;" align="justify"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Als Lösung des Klimaproblems kommt den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energie">erneuerbaren Energien</a> eine große Rolle zu, die eindeutig umweltfreundlicher sind als fossile Energien oder Atomkraft. Verstärkte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Energieeinsparung">Energieeinsparung</a> en sind aber ebenfalls notwendig. Diese können beispielsweise durch sparsameres Verhalten, der Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel, oder den Kauf von Produkten aus der eigenen Region erreicht werden. </span> </span></p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Es liegt also an uns, wie wir mit diesen Problemen umgehen und ob wir der Erde eine sicherere Zukunft bieten.</span> Von sich aus werden die Eliten in Politik und Wirtschaft nicht umdenken. Dafür braucht es Druck von unten.</p>
<p style="margin-top: 0.18cm; margin-bottom: 0.18cm;">Humayra</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sie kommen um dich zu holen!</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/ausgaben/herbst-2007/sie-kommen-um-dich-zu-holen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 15:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Militär und Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsche Armee im Reklameeinsatz
Partys, DJ’s, Live-Musik. Tagsüber konnten sich die Jugendlichen beim Beachsoccer und Beachvolleyball austoben. 80 Mannschaften aus ganz Deutschland sind Anfang Juni zum „Teamsport-Event“ ins westfälische Warendorf gekommen. Über 500 junge Menschen kickten und pritschten sich durch die Ausscheidungswettkämpfe bis ins Finale.

Was sich anhört wie eine spannende Ferienfreizeit ist in Wirklichkeit Bestandteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die deutsche Armee im Reklameeinsatz</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Partys, DJ’s, Live-Musik. Tagsüber konnten sich die Jugendlichen beim Beachsoccer und Beachvolleyball austoben. 80 Mannschaften aus ganz Deutschland sind Anfang Juni zum „Teamsport-Event“ ins westfälische Warendorf gekommen. Über 500 junge Menschen kickten und pritschten sich durch die Ausscheidungswettkämpfe bis ins Finale.</p>
<p><span id="more-9"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Was sich anhört wie eine spannende Ferienfreizeit ist in Wirklichkeit Bestandteil einer neuen Strategie der Bundeswehr um RekrutInnen für die Armee anzuwerben. Deswegen durften auch nur Deutsche mitmachen. Das Finale des Beachsoccer und Beachvolleyball Turniers fand nicht auf einer zivilen Sportanlage statt, sondern auf dem Gelände der Bundeswehr-Sportschule Warendorf. Auch die Ausscheidungswettkämpfe fanden in Bundeswehr-Kasernen in München und Wilhelmshaven statt. Die jungen SportlerInnen konnten sich in den Wettkampfpausen die neusten Militärfahrzeuge angucken oder sich gleich bei der Armee verpflichten. Selbst die Modeschau war nicht normal – es wurden die neusten olivgrünen Tarnanzüge präsentiert. Das „BW-Beachen’07“ stand wie jedes Jahr unter der Schirmherrschaft des deutschen Kriegsministers und war nur zu Rekrutierungszwecken initiiert worden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Der Bundeswehr laufen die Leute davon: nur noch 15 Prozent der jungen Männer im wehrfähigen Alter gehen zur Armee, immer mehr verweigern den Zwangsdienst an der Waffe. Zu viele Jugendliche sind nur „bedingt tauglich“. Damit es der Armee nicht an Elite-SoldatInnen mangelt, versucht sie immer mehr Schulen, Arbeitsagenturen und Marktplätze zu erobern oder stellt, wie im Falle des „BW-Beachen“, gleich ein ganzen Sportturnier auf die Beine. Nebenbei verankert sich die Armee so immer weiter in der Zivilgesellschaft und hofft auf Akzeptanz. Für Jugendliche eine gefährliche Falle.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Kritik wird bei den Anwerbungsversuchen ausgeblendet. Kein Wort über die Gefahren bei Einsätzen auf der „Jugend-Site“ der Bundeswehr im Internet. Stattdessen wird für die Technik begeistert – Panzer, Kampfflugzeuge und andere Waffen können auf der Homepage mit Angaben wie Geschwindigkeit, Feuerkraft und Bewaffnung wie bei einem Kartenspiel gesammelt werden. Das Multimedia-Angebot der Bundeswehr reicht auf der kunterbunten Seite vom Download von Handy-Logos über Gewinnspiele bis hin zu kleinen Onlinespielen. Wer in der „Community“ der Bundeswehr-Homepage Mitglied werden möchte, muss bei der Registrierung auch hier seine Staatsangehörigkeit angeben. Nach der derzeitigen Tätigkeit und dem Schulabschluss wird ebenfalls gefragt. Die Online-Jagd auf neue RekrutInnen hat begonnen!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Nicht nur im Internet sondern auch auf dem Land fährt die Bundeswehr schwere Geschütze auf. Mit einem großen „Karrieretruck“ reist die Armee durch Deutschland um nach eigenen Angaben über die „Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr zu informieren“. Dazu werden auch immer andere Militäreinheiten hinzugezogen. Neben Panzern gibt es bei diesen Reklameeinsätzen auch einen „Kinotruck“, eine Kletterwand und eine mobile Bühne – auch hier werden junge Leute über ihre Technikbegeisterung von der Armee geködert. Die olivgrünen Häscher haben sich für dieses Jahr rund 600 solcher Rekrutierungsmissionen vorgenommen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Auch Schulen bleiben nicht verschont. Immer öfters kommen so genannte Wehrdienstberater in die Klassenzimmer um für die Armee zu werben – jährlich veranstaltet die Bundeswehr über 14.000 solcher Schulbesuche und Vorträge für junge Menschen. Das mensch bei der Bundeswehr zum Morden ausgebildet wird und auf Befehl töten muss, wird verschwiegen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">In Zeiten hoher Jugendarbeitslosigkeit werden 60 Prozent der jährlichen RekrutInnen über solche Reklameeinsätze gewonnen. Vor allem in Arbeitsagenturen soll die Erfolgsquote sehr hoch sein. Dabei wissen die Menschen oft nicht, was auf sie zukommt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Als erstes lernen die neuen RekrutInnen sich unterzuordnen – wenn ein ranghöherer Soldat etwas sagt, haben die Untertanen diesen Befehlen zu gehorchen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Gewaltsame Übergriffe von Vorgesetzen und MitsoldatInnen, Demütigungen, sexuelle Belästigungen, Beleidigungen und Quälereien sind keine Einzelfälle in der Armee. Im Frühjahr 2007 wurde bekannt, dass 18 Bundeswehrausbilder die RekrutInnen unter anderem mit Elektroschocks gequält haben und so eine „Geiselbefreiung“ spielen wollten. Wie viele Fälle nicht an die Öffentlichkeit kommen, ist unbekannt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Frauen und Homosexuelle sind beim Militär Diskriminierungen ausgesetzt und werden von den anderen Soldaten oft als Menschen zweiter Klasse drangsaliert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Auch wegen Skandalen mit rechtsextremistischem Hintergrund kommt die Bundeswehr immer wieder in die Negativ-Schlagzeilen. Der unterschwellige Rechtsextremismus in der Armee ist bekannt, so sieht sich die Bundeswehr auch offiziell immer noch in der Tradition der Wehrmacht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Dass die Bundeswehr eben keine Ferienfreizeit ist geht auch aus internen Umfragen hervor. Im April 2007 wurden 45.000 SoldatInnen der Bundeswehr die Frage gestellt ob Sie den Dienst an der Waffe weiterempfehlen würden – 73,8 Prozent antworteten mit NEIN!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><em>von Michael Schulze von Glaßer</em></p>
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		<title>Gipfel hinter Gittern</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 15:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung und Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auch nötig!
Die Zeiten der Bilder von Politikern in der Menge sind vorbei. Seit Genua finden die G8-Gipfel-Treffen nicht mehr in den Metropolen der Welt statt, sondern an kleinen, abseits gelegenen Orten. Bundeskanzlerin Merkel hat sich dafür Heiligendamm an der Ostsee ausgesucht.

Die Auftaktdemonstration der Proteste gegen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auch nötig!</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Zeiten der Bilder von Politikern in der Menge sind vorbei. Seit Genua finden die G8-Gipfel-Treffen nicht mehr in den Metropolen der Welt statt, sondern an kleinen, abseits gelegenen Orten. Bundeskanzlerin Merkel hat sich dafür Heiligendamm an der Ostsee ausgesucht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-8"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Auftaktdemonstration der Proteste gegen den G8-Gipfel verlief überwiegend friedlich. 80.000 Demonstrant/innen zeigten, dass sie mit der G8 und ihrer Politik nicht einverstanden sind. Die Teilnehmenden waren genauso bunt wie das Bündnis, das zu der Demo aufgerufen hatte. Von Kirchen, Gewerkschaften, dem globalisierungskritischen Netzwerk attac, über Natur- und Umweltschutzverbände bis hin zu antikapitalistischen Gruppen. Mit unzähligen Transparenten und mehreren Lautsprecherwagen zogen die Protestierenden zum Rostocker Stadthafen. Dort kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und einigen wenigen Gewalttätigen. Steine flogen gegen die Polizei, Autos brannten und Polizeieinheiten rannten mehrmals prügelnd in die Menge der Demonstrierenden und sprühten Tränengas. Die Gewalt wurde von den Organisator/innen sowie von der überwältigenden Mehrheit der Anwesenden abgelehnt. Doch die Gewaltszenen beherrschten die Wahrnehmung in den Medien. Somit wurde der Protest für eine friedlichere, demokratischere, sozialere und ökologischere Welt von einigen wenigen Militanten und den Medien weniger glaubwürdig gemacht .Zudem wurde den Repressionen und Sicherheitsmaßnahmen  im Vorfeld ein Rechtfertigungsgrund gegeben. Dass dabei die eigentlichen Gewalttätigen hinter Gittern saßen, wurde dabei zu oft übersehen. Sehr prägnant bringt der folgende Demospruch zum Ausdruck, worum es eigentlich gehen müsste: „Wer schmeißt hier die Bomben? Die G8! Wer führt hier die Kriege? Die G8! Wer sind die Terroristen? Die G8!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bei den Aktionstagen (Sonntag bis Dienstag) wurde für das Recht auf Nahrung, für globale Bewegungsfreiheit und gegen den Militarismus der G8-Staaten demonstriert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch heute noch hungern viele Menschen, weil Großgrundbesitzer das notwendige Land besitzen oder weil die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von großen Saatgutkonzernen abhängig sind.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auf der Demonstration für globale Bewegungsfreiheit wurde gefordert, dass jeder Mensch dort leben darf, wo er oder sie es möchte. Heute schotten sich die reichen Länder (insbesondere die G8-Staaten) gegen Menschen ab, die vor Hunger, Elend, Krieg oder Verfolgung fliehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Am Dienstag fanden Proteste gegen Militarismus und Krieg statt. Die G8-Staaten sind führend bei den Rüstungsausgaben, die die Entwicklungshilfezahlen bei weitem übersteigen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Am Mittwoch begannen die Blockaden der Zufahrtsstraßen. Bei schönstem Sonnenschein haben sich Tausende durch Felder ihren Weg bis zu den Blockaden gebahnt. Die Polizei sah sich weitgehend überfordert und reagierte mit Tränengas und Schlagstock gegen friedliche Demonstrant/innen. Die Blockaden konnte die Polizei aber nicht verhindern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Freude gab es auch über die gewaltfreie Greenpeace-Aktion am Donnerstag: Greenpeace-Schlauchbooten ist es gelungen, in das Sperrgebiet einzudringen und somit auf ihre Forderungen nach einem effektiven Klimaschutz aufmerksam zu machen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Umso enttäuschter waren viele von den Ergebnissen des G8-Gipfels: Ziele bei der Verminderung des Treibhausausstoßes sollen „ernsthaft in Betracht gezogen“ werden, auch beim Thema Afrika ist nicht mehr herausgekommen als leere Versprechungen, die schon vor zwei Jahren gemacht wurden. Durch den Schutz geistiger Eigentumsrechte werden viele Medikamente weiterhin unbezahlbar teuer bleiben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Vielen Menschen vor Ort hat der G8-Gipfel gezeigt, dass die G8 ein System aufrecht hält, das die weltweiten Ungleichheiten verursacht. Dabei ist eine andere Welt möglich, das hat sich auch in den Camps, auf der Straße und bei den Blockaden gezeigt. Getränke, Essen, Decken gegen die Kälte, Fahrräder, vieles wurde unter Demonstrierenden geteilt. Für solch eine Welt des Miteinanders lohnt es sich zu kämpfen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Felix W.</p>
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		<title>Zwangsanstalt Schule</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 14:58:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung und Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Demokratische Schule als Alternative  
Für Kinder und Jugendliche müssen die Grundrechte im gleichen Maße gelten, wie für alle anderen Menschen. Ihnen Grundrechte allein aufgrund ihres Alters vorzuenthalten ist ungerecht, undemokratisch und unbegründet. Recht wurde insbesondere dafür geschaffen, um die Schwächeren in der Gesellschaft zu schützen, zu denen Kinder zu zählen sind. 

Es ist unstrittig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><strong>Demokratische Schule als Alternative</strong> </span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Für Kinder und Jugendliche müssen die Grundrechte im gleichen Maße gelten, wie für alle anderen Menschen. Ihnen Grundrechte allein aufgrund ihres Alters vorzuenthalten ist ungerecht, undemokratisch und unbegründet. Recht wurde insbesondere dafür geschaffen, um die Schwächeren in der Gesellschaft zu schützen, zu denen Kinder zu zählen sind.</span> </span></p>
<p><span id="more-7"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Es ist unstrittig, dass durch die Schulpflicht und den damit einhergehenden Zwangsunterricht wesentliche Grundrechte eingeschränkt werden. Verwaltung und Rechtssprechung leugnen das auch gar nicht: In der überwiegenden Mehrzahl der Länderschulgesetze werden Grundrechtseinschränkungen explizit aufgezählt. </span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Gerechtfertigt werden diese Grundrechtseinschränkungen mit dem Argument, dass Kinder und Jugendliche etwas lernen müssten. Dahinter verbirgt sich die Annahme, Kinder und Jugendliche würden nicht freiwillig lernen, sondern nur unter Zwang.</span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Diese Annahme ist jedoch schlicht falsch. Zwang führt zu einer ganzen Reihe von Abwehrmechanismen, die das Lernen erheblich behindern. Dagegen findet Lernen unter den Bedingungen der Freiheit und Selbstbestimmung viel effektiver statt.</span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Demokratische Schulen hingegen bauen auf den Grundprinzipien von Freiheit, Menschenrechten und Demokratie auf. Es gilt das demokratische Prinzip: Selbstbestimmung in Bereichen, die nur den Einzelnen etwas angehen und Mitbestimmung bei Entscheidungen, von denen alle betroffen sind. </span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Wesentlichste Grundlage aller Demokratischen Schulen ist die Achtung und der Schutz der Rechte aller Beteiligten. Die Orientierung an Grundrechten, die für eine Schule in einem demokratischen Rechtsstaat eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, hat sehr weitreichende Auswirkungen auf den Schulalltag. Nimmt man die Achtung der Grundrechte ernst, bedeutet dies, dass kein/e Schüler/in zum Unterricht, zum Lernen oder zur Teilnahme an sonstigen Aktivitäten gezwungen werden darf. Ein Lehrbetrieb im üblichen Sinne ist nur dann zulässig, wenn die Kinder und Jugendlichen sich ohne äußeren Druck freiwillig dafür entscheiden.</span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">In den meisten Demokratischen Schulen gibt es ein von den Lehrkräften bereitgehaltenes Angebot an Unterrichtskursen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst, welche Kurse sie belegen möchten, wobei ihnen freigestellt ist, gar keine Kurse zu belegen und ihre Zeit an der Schule anderweitig zu verbringen.</span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Darüber hinaus verwirklichen Demokratische Schulen die Ideen einer demokratischen Bildung, indem sie allen an der Schule Beteiligten das Recht und die Möglichkeit einräumen, an Entscheidungen mitzuwirken, die die Schule als Ganzes betreffen. Üblicherweise geschieht das in Form direktdemokratischer Entscheidungsverfahren in einer wöchentlich tagenden Schulversammlung. Schüler/innen und Lehrer/innen sind gleichberechtigt, d.h. sie verfügen in der Schulversammlung über gleiche Mitsprache- und Abstimmungsrechte. Es gilt der Grundsatz: pro Kopf eine Stimme. Damit liegt die Entscheidungsmacht mehrheitlich in den Händen der Schülerinnen und Schüler.</span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Weltweit gibt es etwa 100 Schulen, die nach diesen Prinzipien arbeiten und eine wachsende Anzahl an Gründungsinitiativen. Die Kinderrechtsgruppe K.R.Ä.T.Z.Ä. hat einen Film zu demokratischen Schulen gedreht, den ihr als DVD bestellen könnt unter <a href="http://www.demokratische-schule.de/"><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;">www.demokratische-schulen.de</span> </span> </a> </span> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Henning Graner</span> </span></p>
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		<title>Falsche Klimaretterin</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 14:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum die Atomkraft kein neuer „Messias“ ist
Seit die Debatte um die Bekämpfung des Klimawandels populär geworden ist, versucht auch die Atomlobby wieder verstärkt, sich und ihre risikoreiche Energiegewinnungsform als Problemlöser anzupreisen.
Dabei wird viel von einer so genannten CO2-Neutralität gesprochen: Durch geschicktes Ausklammern anfallender Mengen an CO2 und anderer Treibhausgase malen Atomlobbyisten ein Bild von &#34;umweltfreundlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Warum die Atomkraft kein neuer „Messias“ ist</h5>
<p><em>Seit die Debatte um die Bekämpfung des Klimawandels populär geworden ist, versucht auch die Atomlobby wieder verstärkt, sich und ihre risikoreiche Energiegewinnungsform als Problemlöser anzupreisen.<br />
Dabei wird viel von einer so genannten CO2-Neutralität gesprochen: Durch geschicktes Ausklammern anfallender Mengen an CO2 und anderer Treibhausgase malen Atomlobbyisten ein Bild von &quot;umweltfreundlicher Atomenergie&quot;. Eine Bestandsaufnahme atomarer Realitäten.</em> <span id="more-6"></span></p>
<p>Ein weiß retuschierter Atommeiler, daneben grast friedlich eine Herde Schafe: &quot;Klimaschützer der Woche!&quot; So wirbt der Dachverband der deutschen Atomlobby für die Nutzung von Atomkraft indem versucht wird, sie als klimaschonend zu verkaufen. Dass die Realität anders aussieht, zeigt eine vor kurzem erschienene Studie des Instituts für angewandte Ökologie Darmstadt. (1)<br />
Dort wurden die Gesamtemissionen verschiedener Energiegewinnungsformen erhoben und miteinander verglichen. Das Ergebnis: Während umweltschonende, regenerative Energien wie Wind-, bzw. Wasserkraft lediglich 23,bzw. 29 Gramm CO2 pro gewonnener Kilowattstunde in die Atmosphäre abgeben, sind es bei Atomkraft zwischen 31 und 61 Gramm. Andere Erhebungen gehen von Werten zwischen 28 und 159 Gramm CO2 pro gewonnener Kilowattstunde aus. (2)</p>
<p><strong>Herkunftsbedingte Schwankungen</strong></p>
<p>Die Differenzen zwischen den Werten entstehen durch die Berücksichtung der realen Wege des Urans:<br />
Importiert ein AKW-Betreiber beispielsweise nur russisches Uran, so ist die CO2-Belastung laut der Darmstädter Studie mit 61 Gramm pro Kilowattstunde am höchsten. Wird dagegen auf einen Import-Mix aus verschiedenen Erzeugerländern zurückgegriffen, sind auch Emissionen von &quot;nur&quot; 31 Gramm pro Kilowattstunde möglich.</p>
<p><strong>Indirekte Treibhausgasfreisetzung</strong></p>
<p>Bei der Kernspaltung an sich entsteht zwar kein CO2; aber wenn man sich die so genannte Atomspirale ansieht, wird schnell klar, warum Atomstrom nicht CO2-frei ist: Beim Uran-Abbau, der Entsorgung des Abraums (3) und der Anreicherung des Urans werden immense Mengen CO2 ausgestoßen. Zusätzlich zu den Emissionen der jeweiligen Produktions-Prozesse kommen die Transporte um den halben Globus, die Instandhaltung der Atomkraftwerke sowie die jahrtausendlange Endlagerung der Abfallstoffe.</p>
<p><strong>Eigener atomarer Treibhauseffekt</strong></p>
<p>Ein weiteres Abfallprodukt der atomaren Stromerzeugung ist das bei der „Wiederaufbereitung“ anfallende &quot;Krypton 85&quot;. Krypton 85 ist ein hoch radioaktives Edelgas, das die Luft in seiner Umgebung sehr stark ionisiert. (4) Daraus resultieren eine höhere Blitzhäufigkeit sowie eine direkte Auswirkung auf Blitze kommen häufiger vor und die Wolkenwassertröpfchen lockern stärker auf und driften schneller. Dadurch bleibt der Wasserdampf länger in der Atmosphäre und verstärkt unmittelbar den Treibhauseffekt.</p>
<p><strong>Dimensionen eines AusbausAnteil von Atomkraft verschwindend gering</strong></p>
<p>Hinzu kommt, dass der weltweite Anteil der Stromgewinnung durch atomare Energie weniger als 3% beträgt, also praktisch vernachlässigbar ist. Sollte ein statistisch bedeutsamer Anteil an der globalen Energiegewinnung erreicht werden, wären mehr als 3000 neue Kernkraftwerke nötig. Dazu der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer: „So eine Welt wünsche ich mir für meine Enkelkinder nicht.“</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Atomkraft ist – auch wenn die Atomlobby das gerne anders darstellt &#8211; kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung des Treibhauseffekts. Ganz im Gegenteil: Angesichts der jüngsten Zwischenfälle in<br />
mehreren deutschen Atomkraftwerken stellt eine weitere Nutzung der Kernenergie ein nicht tragbares Risiko dar. Zudem ist die Endlagerfrage nach wie vor ungelöst. Daher ist ein sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft unbedingt nötig!</p>
<p>Hannes P.</p>
<p>Anmerkungen:<br />
(1) Internetadresse: http://www.oeko.de<br />
(2) Beispielsweise die im Rahmen des World Energy Council in Auftrag gegebene FUSER-Studie aus dem Jahr 2001<br />
(3) Abraum ist das Material, das gefördert werden muss, um an das Uran heranzukommen, das sonst aber keinen Nutzen hat,<br />
(4) Ionisieren: Entfernen von Elektronen aus einem Atom oder Molekül. Das Atom oder Molekül bleibt als positiv geladenes Ion zurück.</p>
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