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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; Sommer 2009</title>
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		<title>Feminismus in Zeiten des „Gender Mainstreaming“</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexismus und Geschlechterverhältnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum Feministen den Frauen lieber nicht die Tür aufhalten sollten
Dass die Quote von Frauen in Parlamenten und höheren Etagen von Unternehmen &#8211; also dort, wo autoritäre Politik gemacht wird &#8211; nicht besonders hoch ist, wissen viele. Aber auch in kleinen emanzipatorischen Politgruppen &#8211; also da, wo Politik von unten gemacht wird &#8211; sind meist unverhältnismäßig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum Feministen den Frauen lieber nicht die Tür aufhalten sollten</strong></p>
<p>Dass die Quote von Frauen in Parlamenten und höheren Etagen von Unternehmen &#8211; also dort, wo autoritäre Politik gemacht wird &#8211; nicht besonders hoch ist, wissen viele. Aber auch in kleinen emanzipatorischen Politgruppen &#8211; also da, wo Politik von unten gemacht wird &#8211; sind meist unverhältnismäßig viele Männer aktiv. Meist könnten Frauenquoten, falls vorhanden, schon allein deshalb nicht eingehalten werden, weil einfach nicht genügend Frauen zur Verfügung stehen. Dieses Problem nach dem Motto „Sie wollen ja nicht“ allein den Frauen anzukreiden, wäre jedoch falsch.<span id="more-846"></span><br />
Vielmehr gibt es verschiedene Mechanismen, die Frauen aus politischen Zusammenhängen ausschließen.</p>
<p>In bürgerlichen Kreisen ist der Begriff „Gender Mainstreaming“ in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen. „Gender“ ist der englische Begriff für das soziale Geschlecht, das im Gegensatz zum biologischen Geschlecht erst durch den Einfluss der Gesellschaft entsteht. Dieses soziale Geschlecht soll als „Hauptströmung“ (Mainstream) in das Zentrum des Handelns gestellt werden.  Gender Mainstreaming ist allerdings ein politischer Begriff, der unterschiedlich ausgelegt wird. Im Allgemeinen bezeichnet er eine Reihe an Dingen, die dazu führen sollen, dass in bestimmten Bereichen das Geschlecht keine Rolle mehr spielt. Typisch für „Gender Mainstreaming“ ist beispielsweise der „Girls‘Day“, der einmal jährlich stattfindet. An diesem Tag  wird versucht, Mädchen über ihre „typisch weiblichen“ Interessen &#8211; Klamotten, pinke Farbtöne, usw. &#8211; anzusprechen, um sie an bislang männlich dominierte Berufe heranzuführen. Das führt dann meistens dazu, dass Geschlecht nicht mehr hinterfragt, sondern hingenommen wird.</p>
<p>Eine weitere Form, Geschlechter nicht zu hinterfragen, geht von einer neuen Garde von AutorInnen aus, die eine Art neue Weiblichkeit verkünden. Bücher wie „Die neue F-Klasse“ oder „Wir Alpha-Mädchen“ berichten davon, wie erfolgreich Frauen sein könnten, dass Frau-Sein geil sei, und eigentlich nichts der erfolgshungrigen jungen Frau von heute im Weg stehe. Selbstbewusst und erfolgreich soll sie sein. Viel Geld verdienen, ein Kindermädchen (!) anstellen, und zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu McDonalds und in den Puff gehen.</p>
<p>Dabei sind die Geschlechterrollen noch lange nicht aufgelöst, die Diskriminierung tritt jeden Tag offen zu Tage.<br />
Dinge, die wir vielleicht als gut und nicht-„frauenfeindlich“ erlernt haben, können aber durchaus kontraproduktiv sein. Einer Frau die Tür aufzuhalten oder beim Tragen helfen zu wollen, weil sie eine Frau ist, ist eben auch nur positiver Sexismus und festigt Geschlechterunterschiede. Wenn ich Frauen schon beim Tragen helfen muss, kann ich sie eigentlich für die Verteidigung eines Hausprojektes kaum gebrauchen.</p>
<p>Andererseits kann auch nicht von Gleichberechtigung gesprochen werden, wenn Frauen männlichen Handlungs- und Agressionsmuster übernehmen müssen, um anerkannt zu werden.</p>
<p>Auch in linken Gruppen sollte daher darauf geachtet werden, dass alle Menschen ernst genommen werden – unabhängig davon, welche anerzogene Verhaltensweise sie an den Tag legen.</p>
<p>Manchmal kann auch Verhalten, welches gegenüber Männern vollkommen in Ordnung ist, gegenüber Frauen als anstößig wahr genommen werden, weil es Erinnerungen an sexistische Muster hervorruft.</p>
<p><strong>Felix B</strong>.</p>
<p><em>Felix Blind, die sich überlegte ein weibliches Synonym zu verwenden, um den Artikel in ein anderes Licht zu stellen.</em></p>
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		<title>XX? XY? XXY? XYXY? XXX? …???</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexismus und Geschlechterverhältnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt mehr als zwei Geschlechter
„Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Zwitter!“ Dieser Satz müsste eigentlich bei einer von 1000 Geburten zu hören sein. In der überwiegenden Zahl dieser Fälle wird allerdings schnell behauptet, mit dem Neugeborenen „stimme etwas nicht“ und es müsse etwas „korrigiert werden“.

Durchschnittlich jeder tausendste Mensch kommt ohne eindeutig einzuordnende Geschlechtsteile oder ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt mehr als zwei Geschlechter</strong></p>
<p>„Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Zwitter!“ Dieser Satz müsste eigentlich bei einer von 1000 Geburten zu hören sein. In der überwiegenden Zahl dieser Fälle wird allerdings schnell behauptet, mit dem Neugeborenen „stimme etwas nicht“ und es müsse etwas „korrigiert werden“.<br />
<span id="more-844"></span><br />
Durchschnittlich jeder tausendste Mensch kommt ohne eindeutig einzuordnende Geschlechtsteile oder ohne eindeutig bestimmbaren Chromosomensatz auf die Welt. Dieses Phänomen wird in der Medizin „Intersexualität“ genannt. Es zeigt sich auf verschiedenste Art und Weise; zum Beispiel darin, dass das Baby zwar die äußeren Merkmale des einen, jedoch die inneren Körperteile des anderen Geschlechts aufweist. Dass ein als Junge definierter Mensch in der Pubertät aufgrund seiner Hormonverteilung plötzlich Brüste entwickelt. Oder aber auch einfach darin, dass die Klitoris beziehungsweise der Penis des Babys als „zu groß“ bzw. als „zu klein“ empfunden wird. </p>
<p>Durch den Begriff „Intersexualität“ (=„Zwischengeschlechtlichkeit“) wird deutlich, dass viele Mediziner_innen davon ausgehen, dass diese Menschen zwischen den Geschlechtern stünden und vor allem, dass es nur zwei Geschlechter gebe. Für eines davon sollen sich die Eltern dann entscheiden. Der überwiegende Teil dieser Neugeborenen muss sich &#8211; vom Kleinkindalter an &#8211; geschlechtsangleichenden<br />
Operationen und Hormontherapien unterziehen, die oft sehr schmerzhaft sind und manchmal eine lebenslange medizinische Behandlung und körperliche Versehrtheit nach sich ziehen. Alles, um die Menschen auf ein Geschlecht festzulegen.</p>
<p><strong>Hauptsache einzuordnen? </strong><br />
Doch es gibt auch Eltern, die das Kind entscheiden lassen, ob es sich später einmal einem Geschlecht zuordnen möchte und eventuell auch operieren lassen möchte.<br />
Viele der Angehörigen des „dritten Geschlechts“ sehen aber auch gar keine Notwendigkeit, sich zu „entscheiden“. Sie kritisieren die unflexible Sichtweise in der westlichen Welt, die vom Christentum geprägt ist. Diese mache das Menschsein abhängig von der Zugehörigkeit entweder zum männlichen oder zum weiblichen Geschlecht. Daneben oder dazwischen wird nichts gelten gelassen.</p>
<p>Heute wird in vielen Kulturen verlangt, dass sich Menschen einer normgemäßen geschlechtlichen Identität und einer damit angeblich einhergehenden kulturellen und gesellschaftlichen Rolle fügen. Sie sollen sich „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ verhalten und sozialen Geschlechterrollen entsprechen, um „natürlich“ zu sein. </p>
<p>Vertreter_innen der „queer theory“ und Transgenderpersonen, die sich nicht einem (sozialen) Geschlecht zuordnen lassen wollen, wollen das ändern. Sie kritisieren, dass ein zweiteiliges Geschlechtssystem alle, die in irgendeiner Form davon abweichen, als „unnormal“ oder „widernatürlich“ abwertet und ihnen grundlegende Lebensbedürfnisse wie zum Beispiel die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit verwehrt.<br />
Dabei bedeutet „natürlich“ immer auch Vielfalt – und die kann nicht auf zwei Geschlechter begrenzt sein!</p>
<p><strong>Ani K. (21) aus Berlin</strong></p>
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		<title>Pornos- echt gewal(ttä)tig?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/sexismus-und-geschlechterverhaltnisse/pornos-echt-gewalttatig/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexismus und Geschlechterverhältnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter Feministen/innen wie Nicht-Feministen/innen war das Thema Pornographie schon immer ein Anlass zur Diskussion &#8211; was dazu führte, dass viele heute für die Debatte nur noch ein müdes Gähnen übrig haben. Dabei stellt sich immer noch die Frage: Welche Auswirkungen kann Pornographie auf den Menschen haben, insbesondere wenn es um gewaltverherrlichende Pornographie geht?

Ein grundlegendes Problem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter Feministen/innen wie Nicht-Feministen/innen war das Thema Pornographie schon immer ein Anlass zur Diskussion &#8211; was dazu führte, dass viele heute für die Debatte nur noch ein müdes Gähnen übrig haben. Dabei stellt sich immer noch die Frage: Welche Auswirkungen kann Pornographie auf den Menschen haben, insbesondere wenn es um gewaltverherrlichende Pornographie geht?<br />
<span id="more-842"></span><br />
Ein grundlegendes Problem bei der Auseinandersetzung mit gewaltveherrlichender Pornographie ist die Definition des Begriffes „gewaltverherrlichend“: Wo liegt die Grenze, nach deren Überschreitung eine Handlung so verharmlosend dargestellt wird, dass es angenehm für die „leidende“ Person aussieht? Generell sind (pornographische) Darstellungen, die Gewalt beschönigen, nach § 131 des Strafgesetzbuches verboten, also nicht auf dem legalen Markt zu erhalten. Die Verbreitung von Gewaltpornographie ist laut § 184a zwar ebenfalls nicht erlaubt, ihr Besitz allerdings straffrei. </p>
<p>Den Begriff „Gewalt“ festzulegen ist schwierig; meist wird mit Gewalt die bewusste physische und/oder psychische Beschädigung eines/r Anderen bezeichnet. Im Falle der Pornographie zählen dazu unter anderem Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuell motivierte Körperverletzungen und Grausamkeiten.</p>
<p>Aber was zählt nun zur Gewaltpornographie? Oftmals im Fokus steht in diesem Zusammenhang die so genannte BDSM-Pornographie, also die sadomasochistische Szene. Vielerorts als „pervers“ abgetan, ist Sadomasochismus im Grunde genommen der Lustgewinn durch (sexuelle) Dominanz beziehungsweise Unterwürfigkeit, häufig in Verbindung mit Schmerzufügung. Da diese Form der Sexualität nur eine Facette der sexuellen Befriedigung ist, ist es fraglich, inwiefern sie stärker als „gängige“ Pornos die Absicht suggeriert, jemanden zu erniedrigen – vorausgesetzt, dass diese Spielart der Seuxualität unter Zustimmung aller Beteiligten stattfindet.<br />
Eine andere Überlegung: Wenn sich BDSM-Pornos wegen ihrer offensichtlichen Hervorhebungen &#8211; wie zum Beispiel einer Vielzahl von speziellen „Werkzeugen“ &#8211; vom alltäglichen Leben abhebt, wird dann nicht der Eindruck erweckt, dass es sich um etwas Reales und daher Nachahmenswertes handelt, anders als in üblichen Pornos?<br />
Auch die Sub-Genres des „normalen“ Pornofilms werden immer mehr von Gewalt dominiert. Ein Beispiel dafür ist der Gonzo-Porno, der sich auf sexuelle Handlungen in Nahaufnahme beschränkt, die ziemlich brutal und entwürdigend anmuten.</p>
<p>Es stellt sich daher auch die Frage, ob Pornographie nicht generell mit Gewalt und Gewalt an Frauen gleichzusetzen ist. Die feministische Zeitung EMMA macht sich schon seit geraumer Zeit mit ihren Beiträgen und der großen PorNO!-Kampagne für diese Position stark. Viele Feministen/innen der sogenannten „dritten Welle“ sehen in Pornographie dagegen eine Chance für die sexuelle Entfaltung der Frau &#8211; sofern die Pornos denn „gut gemacht sind“.</p>
<p>Das eigentliche Problem bei der Pornographie ist die Wirkung, die sie auf Menschen hat. Viele befürchten eine Verrohung der Konsumenten im Umgang mit ihren Mitmenschen &#8211; eben weil Pornographie (sexuelle) Gewalt verherrliche und zu einem falschen Bild der Realität verleite. Insbesondere Frauen seien von dieser Tatsache betroffen, da sie in der Großzahl der Pornos nur ein williges Lustobjekt des Mannes seien, das auch Misshandlungen und Beleidigungen freudig entgegennähme. Die These ist bei Experten umstritten. Einige unterstützen die „Katharsis-Hypothese“, also die Annahme, dass Pornos sexuelle Spannungen abbauen, während andere sie für überholt und widerlegt halten. Die Quellen widersprechen sich &#8211; und die Streitfrage um Gewalt, Pornographie und Frauenhass ist immer noch nicht geklärt.</p>
<p><strong>Lisa B.</strong></p>
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		<title>„Atomkraft? Ja bitte!“</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Deutsche Atomforum ist sich für nichts zu schade, um der gefährlichen Energie ein bessere Image zu verpassen.
„Willst du wirklich mit mir Schluss machen?“ In weißer Handschrift ist die Frage auf rotem Hintergrund zu lesen. Die Postkarte ist wie geschaffen für junge Menschen, die gerade verlassen wurden, tief im Liebesschmerz versunken. So fühlt sich anscheinend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Deutsche Atomforum ist sich für nichts zu schade, um der gefährlichen Energie ein bessere Image zu verpassen.</strong></p>
<p>„Willst du wirklich mit mir Schluss machen?“ In weißer Handschrift ist die Frage auf rotem Hintergrund zu lesen. Die Postkarte ist wie geschaffen für junge Menschen, die gerade verlassen wurden, tief im Liebesschmerz versunken. So fühlt sich anscheinend auch die deutsche Atomindustrie, denn das Postkartenmotiv wurde erdacht vom Deutschen Atomforum, dem Lobbyverein der Atomfans.<br />
<span id="more-840"></span><br />
Die Postkarte findet man vor allem in Kneipen und Bars. Vertrieben werden sie von der „publicity werbung gmbh“, die sich damit rühmt, dass ihre „City Cards“ in 100 Städten an über 6.000 Stellen ausliegen. Die Atomindustrie hat wieder einmal viel Geld verwendet, um die junge Generation mit ihrer Propaganda zu beeinflussen. Auf der Rückseite der Postkarte wird damit geworben, dass die deutschen Atomkraftwerke seit fast 50 Jahren sicheren und klimafreundlichen Strom geliefert hätten. „Wir hatten doch so eine gute Zeit…“</p>
<p><strong>Angst vor dem Ende</strong><br />
Die Atomlobby befürchtet, dass diese Zeit nun ablaufen könnte. Denn im Herbst sind Bundestagswahlen und in den nächsten vier Jahren müssten eigentlich sieben Atomreaktoren abgeschaltet werden. Wenn aber eine atomfreundliche Regierung an die Macht kommt, könnte der so genannte Atomausstieg aus dem Jahre 2000 rückgängig gemacht werden.<br />
Für die großen Energiekonzerne würde das zusätzliche Milliardenprofite bedeuten: Ein Atomkraftwerk erwirtschaftet täglich einen Zusatzgewinn von etwa einer Millionen Euro. Das liegt daran, dass die Kosten für den Brennstoff Uran und für das Personal relativ gering sind. Den hohen Preis für den Bau eines Atomreaktors haben die Unternehmen durch ihre bisherigen Gewinne bereits abbezahlt. Unberücksichtigt sind jedoch die Kosten für die Gesellschaft: Sollte es zu einem Unfall kommen, zahlen die Betreiber der Atomkraftwerke nur einen Bruchteil der entstehen Schäden. Und für die Endlagerung des Atommülls kommen ohnehin die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auf.</p>
<p><strong>„Deutschlands ungeliebte Klimaschützer“</strong><br />
All das wird in den Werbekampagnen des Deutschen Atomforums gerne übergangen. Hier gelten die Atommeiler als Heilsbringer der Menschheit. Als „Klimaschützer der Woche“ wurden sie im Sommer 2007 angepriesen. In zahlreichen Zeitungen und Berliner U-Bahn-Stationen waren idyllische Landschaftsaufnahmen zu sehen. Mittendrin: Jeweils ein Atomkraftwerk. Dazu die Botschaft: „CO2-Ausstoß: Null“. Der Wirklichkeit entspricht das nicht. Auch bei der Atomstrom-Erzeugung wird Kohlendioxid in die Luft gepustet – beim Abbau oder Transports des Urans zum Beispiel.<br />
„Greenwashing“ nennt man das, was das Atomforum da veranstaltet: Grünfärberei. Dafür wurde der Werbefeldzug sogar ausgezeichnet. Der europäische „Greenwashing Award 2007“ ging an die deutschen Atomlobbyisten. Besonders peinlich: Angeblich soll das Plakat mit dem Atomkraftwerk Brunsbüttel nicht mehr verklebt worden sein, nachdem es wegen eines Zwischenfalls – ein Kurzschluss in einer Schaltanlage &#8211; abgeschaltet werden musste.</p>
<p><strong>Bürgerinnen fragen, Lobbyisten antworten</strong><br />
Aber dem Atomforum gehen die Ideen nicht aus: Die neue Kampagne heißt „Zeit für Energieverantwortung“. Deutschland solle über die Zukunft diskutieren. Doch die Fragen bestimmen die AtomlobbyistInnen: „Wohin führt der energiepolitische Sonderweg Deutschlands?“ Und die Antwort wird auch auf der entsprechenden Internetseite gleich mitgeliefert: Es gebe bislang „keine überzeugenden Konzepte für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung nach dem Ausstieg“ aus der Risikotechnologie Atomkraft.<br />
Von einem „energiepolitischen Sonderweg“ kann übrigens keinesfalls die Rede sein. Nur in Frankreich und Finnland wird jeweils ein neues Atomkraftwerk gebaut. Spanien und Belgien wollen wie Deutschland aussteigen, Griechenland, Österreich, Irland, Dänemark, Norwegen und Portugal besitzen erst gar keine Reaktoren – und wollen auch keine. Weltweit gewinnen gerade einmal 31 Länder ihren Strom teilweise aus der Risikotechnologie – insgesamt gibt es 193.<br />
Noch kämpft das Deutsche Atomforum darum, dass Deutschland weiterhin bei den 31 Ländern mit Kernenergie bleibt. Ein paar Jahre wird das sicherlich noch so bleiben. Doch wenn bald die gefährlichen Reaktoren einer nach dem anderen abgeschaltet werden – dann ist der Weg frei für die erneuerbaren Energien. AtomkraftgegnerInnen haben schon eine entsprechende Antwort auf die Postkarte des Atomforums. Auf der elektronischen Postkarte heißt es: „Wir wollen wirklich mit euch Schluss machen! …denn unser Neuer ist viel sauberer als ihr!“</p>
<p><strong>Felix W.</strong></p>
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		</item>
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		<title>Wenn das Auto alt aussieht</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/wenn-das-auto-alt-aussieht/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch immer ist das Auto der Deutschen bester Freund. Dabei schonen Alternativen nicht bloß das Klima, sondern oftmals auch den Geldbeutel

Es steht für Mobilität, Flexibilität und kann große Entfernung in kurzer Zeit zurücklegen: das Auto. Doch neben diesen positiven Eigenschaften ist es vor allem ein Prestigegewinn. Kaum eine Autowerbung wirbt noch mit den Vorteilen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch immer ist das Auto der Deutschen bester Freund. Dabei schonen Alternativen nicht bloß das Klima, sondern oftmals auch den Geldbeutel</strong><br />
<span id="more-838"></span><br />
Es steht für Mobilität, Flexibilität und kann große Entfernung in kurzer Zeit zurücklegen: das Auto. Doch neben diesen positiven Eigenschaften ist es vor allem ein Prestigegewinn. Kaum eine Autowerbung wirbt noch mit den Vorteilen und Sicherheiten der Technik. Stattdessen setzt sie meist auf ein prunkvolles Aussehen und die Schnelligkeit des Fahrzeugs. Das soll die Fahrer_innen als unwiderstehlich dastehen lassen.<br />
Allein in Deutschland gibt es rund 41 Millionen Personenkraftfahrzeuge. Das sind mehr Autos als volljährige Einwohner_innen. Doch selbst in Zeiten, in denen häufig von Klimakatastrophen und steigenden Benzinpreisen gesprochen wird, greifen nur wenige auf Alternativen zurück. Dabei sind diese zahlreich vorhanden.<br />
Beim Auto zahlt mensch nicht nur Benzin, sondern auch Steuern und Versicherung. Das kann ganz schön teuer werden, zumal ein Auto durchschnittlich nur eine Stunde am Tag fährt und die restlichen 23 Stunden sinnlos in der Garage oder auf dem Parkplatz steht. Einige Organisationen haben für dieses Problem ein Lösung gefunden: CarSharing. Die Idee: Menschen teilen sich ein Auto. Dadurch gibt es mehr Mobilität mit weniger Autos. Die CarSharing-Organisationen stellen Autos an den verschiedensten Punkten zur Verfügung. Per Telefon oder Internet können die Autos gebucht werden. Bei einer Fahrtstrecke unter 10.000 Kilometer im Jahr ist diese Alternative kostengünstiger als ein Privatwagen. CarSharing eignet sich jedoch nicht für die Fahrt zum Arbeitsplatz, da es dort lange ungenutzt stehen würde und jede Stunde Geld kostet.<br />
Für Pendler_innen eignet sich der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) &#8211; sicher die einfachste Methode, um ohne Auto von A nach B zu kommen, Mit Bus und Bahn ist mensch schnell unterwegs, doch die immer steigenden Fahrpreise können sich viele Menschen trotz Monats- oder Jahrestickets nicht dauerhaft leisten. Viele Verbände fordern deshalb niedrigere Preise beim ÖPNV.<br />
Eine weitere kostengünstige und umweltverträglichere Alternative ist die Mitfahrgelegenheit, die in Deutschland immer mehr in Anspruch genommen wird. Ob es  zur Arbeit, in die nächste Stadt oder in den Urlaub geht, es finden sich immer Menschen, die das gleiche Reiseziel haben. So bieten verschiedene Mitfahrzentralen im Internet die Vermittlung für zwischen dem/der Fahrer_in, und den Mitfahrenden an. Die Kosten werden im Voraus ausgehandelt und geteilt.<br />
Die umweltfreundlichste, gesundheitsbewusste und günstigste Alternative zum Autofahren ist jedoch immer noch das Fahrrad. Mit Anhängern kann man auch größere Lasten transportieren.<br />
Sollte mensch sich gar nicht von seinem Auto trennen können, sollte wenigstens darauf geachtet werden, ein spritsparendes Auto zu fahren. Denn Autoabgase sind ein erheblicher Grund für den Klimawandel. Laut Greenpeace gehen 20 Prozent des Kohlenstoffdioxidausschusses in Europa  auf den Verkehr zurück, für zwölf Prozent sind Autos verantwortlich. </p>
<p>So praktisch ein Auto auch sein mag,  es ist vor allem ein Statussymbol für Modernität und Reichtum. Und wenn wir mal ehrlich sind: Nicht jede Familie braucht zwei Autos, wo doch die Bushaltestelle direkt vor der Haustür ist und das Fahrrad auch schon seit geraumer Zeit in der Garage zu verrosten droht.</p>
<p><strong>Ana Mari M.</strong></p>
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		<title>A wie Aktionsklettern</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/ausgaben/sommer2009/a-wie-aktionsklettern/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:44:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC des Aktionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[„Kurios“ murmelt ein im Auftrag einer Gentechfirma eingesetzter Sicherheitsmensch. Damit meint er den 12 Meter hohen Turm, den BesetzerInnen auf dem Feld errichtet und erklommen haben.
Zwei Tage später: „Kommen Sie darunter“, schreit ein verzweifelter Polizist. Die Kletterin denkt nicht daran, sie protestiert gegen Atomtransporte über die Bahnlinie. Stunden später rücken Spezialkräfte per Hubschrauber an.
Eine Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Kurios“ murmelt ein im Auftrag einer Gentechfirma eingesetzter Sicherheitsmensch. Damit meint er den 12 Meter hohen Turm, den BesetzerInnen auf dem Feld errichtet und erklommen haben.<br />
Zwei Tage später: „Kommen Sie darunter“, schreit ein verzweifelter Polizist. Die Kletterin denkt nicht daran, sie protestiert gegen Atomtransporte über die Bahnlinie. Stunden später rücken Spezialkräfte per Hubschrauber an.<br />
Eine Woche danach: „Nein zum Kahlschlag!“ steht auf einem riesigen Transparent am Flughafen. Währenddessen werden Bäume im Wald besetzt. Kletteraktivismus ist vielfältig.<br />
Aktionsklettern vermittelt politische Botschaften mit kräftigen Bildern, und bereitet dem Gegner viele Problemen. Es ist gar subversiv (umstürzlerisch), wenn man sich an der Aufregung um solchen Aktionen bei der Polizei orientiert. Bequem ist, dass AktivistInnen selten der Polizeigewalt ausgeliefert sind. Diese muss sich nämlich zunächst überlegen, wie sie an die AktivistInnen herankommt. Aktionsklettern verlangt aber eine solide Ausbildung und Selbstbeherrschung im Umgang mit stressigen Situationen.</p>
<p><strong>Eichhörnchen</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>F wie Front Deutscher Äpfel</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/ausgaben/sommer2009/f-wie-front-deutscher-apfel/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC des Aktionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Satire ist die beste Waffe: Die Front Deutscher Äpfel ist eine Organisation, die sich 2004 gegründet hat und mit satirischen Aktionen rechtsextreme Verbände und Parteien, vor allem die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) nachahmt und sie somit ins Lächerliche zieht. Die Aktivistinnen und Aktivisten des Äpfel-Vereins übertragen die Propaganda der rechten Verbände auf Obst. Ihre Forderungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Satire ist die beste Waffe: Die Front Deutscher Äpfel ist eine Organisation, die sich 2004 gegründet hat und mit satirischen Aktionen rechtsextreme Verbände und Parteien, vor allem die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) nachahmt und sie somit ins Lächerliche zieht. Die Aktivistinnen und Aktivisten des Äpfel-Vereins übertragen die Propaganda der rechten Verbände auf Obst. Ihre Forderungen beinhalten die Reinhaltung des deutschen Obstbestandes, wofür die Grenzen für Fremdobst geschlossen werden müssten. Zudem rufen sie dafür auf, dass faules Fallobst einem nützlichem Zwecke für die Volkgemeinschaft zugeführt werden müsse und zu Mus verarbeitet werden solle. Auf ihrer Fahne in den Farben der Reichsflagge, tragen sie das Logo eines Apfels, der für die “Reinheit des deutschen Volkes“ stehen soll.<br />
Bei Neonaziaufmärschen demonstrieren die Mitglieder der FDÄ meist in Anzügen unter ihrer Fahne. Dabei tragen sie Armbinden mit dem Apfellogo, welche stark an die Armbinden mit dem Hakenkreuz aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnern.<br />
Manchmal werden ihre Parodien falsch verstanden und lösen Irritationen aus, doch das ist  gewünscht. Solche Aktionen sollen auf das Problem aufmerksam machen, dass rechtsradikale Gruppierungen immer häufiger auf linke Symbole oder Erkennungsmerkmale zurückgreifen. </p>
<p><strong>Ana Mari M.</strong></p>
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		<title>C wie Clowns Army</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC des Aktionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 sorgte die etwas andere Armee zum ersten Mal in Deutschland für größeres Aufsehen. Anstatt mit Waffen zu kämpfen, demonstrieren sie mit provokantem Verhalten und ihrem kreativen Aussehen. Mit bunten Clownsanzügen, roten Nasen und geschminkten Gesichtern setzt die Clowns Army auf gewaltfreie Proteste. Im Gegensatz zu anderen Aktionsformen zieht sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 sorgte die etwas andere Armee zum ersten Mal in Deutschland für größeres Aufsehen. Anstatt mit Waffen zu kämpfen, demonstrieren sie mit provokantem Verhalten und ihrem kreativen Aussehen. Mit bunten Clownsanzügen, roten Nasen und geschminkten Gesichtern setzt die Clowns Army auf gewaltfreie Proteste. Im Gegensatz zu anderen Aktionsformen zieht sie das Kritisierte ins Lächerliche. Die Spaßvögel bepusten zum Beispiel Polizeiketten mit Seifenblasen oder machen die Polizisten und ihre Autos mit Klobürsten und Staubwedel sauber. Mit diesen phantasievollen Aktionen und Protesten gelangt so manche Polizeieinheit in einen Konflikt, da sich die Clowns haarscharf an der Grenze des Gesetzes bewegen. Ob Clownskostüme und das geschminkte Gesicht mit Perücken gegen das Vermummungsverbot verstoßen, ist oft diskutiert worden. In vielen Protestforen wird sogar dazu aufgerufen, es zu einer Festnahme der Clowns kommen zu lassen, sollte viel Presse anwesend sein. Denn Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen ist das Ziel der Clowns, damit möglichst viele Menschen von ihrer gewaltfreien Protestform erfahren. Wenn dabei die Polizei in spöttischem Gelächter versinkt, ist ihnen das nur recht.</p>
<p><strong>Ana Mari M.</strong></p>
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		<title>O wie Online-Protest</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[ABC des Aktionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles wird digital – auch der Protest. Längst gibt es Online-Demos, E-Mail-Aktionen und elektronische Petitionen. Das Online-Netzwerk „campact“ hat sich auf Protestschreiben im Netz spezialisiert und möchte damit Bürgerinnen und Bürgern eine Stimme geben. Einmal angemeldet, reichen ein paar Klicks und die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker haben eine Protest-E-Mail im Posteingang.
Die Themen reichen von Bahnprivatisierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles wird digital – auch der Protest. Längst gibt es Online-Demos, E-Mail-Aktionen und elektronische Petitionen. Das Online-Netzwerk „campact“ hat sich auf Protestschreiben im Netz spezialisiert und möchte damit Bürgerinnen und Bürgern eine Stimme geben. Einmal angemeldet, reichen ein paar Klicks und die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker haben eine Protest-E-Mail im Posteingang.<br />
Die Themen reichen von Bahnprivatisierung bis Gentechnik, eine Kampagne wird immer dann gestartet, wenn eine wirkliche Veränderung realistisch scheint. Mitmachen sollen vor allem diejenigen, die kaum Zeit für politisches Engagement haben, aber trotzdem ihren Protest kundtun möchten. Für alle anderen gibt „campact“ aber auch Hinweise, wie man sich über das Internet hinaus engagieren kann.<br />
Die Idee kommt anscheinend gut an: Über 100.000 Menschen erhalten den Newsletter von „campact“, in dem über die neuesten Kampagnen informiert wird. Der Appell „Atomkraftwerke jetzt abschalten“ wurde bereits über 60.000 Mal unterzeichnet.</p>
<p>Infos: <a href="http://www.campact.de">http://www.campact.de</a></p>
<p><strong>Felix W.</strong></p>
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		<title>Rezension: Tipps und Tricks für Antifas &#8211; reloaded</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Migration und Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Gründe ich eine linke Gruppe? Wie organisiere ich Veranstaltungen? Layoute ich Flugblätter? Und was mache ich wenn die Polizei dann doch mal klopft um mein Haus zu durchsuchen? Nützliche Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen bietet die „reloaded“-Auflage der erstmals in den 1980er-Jahren erschienen Broschüre „Tipps und Tricks für Antifas“. Kapitel über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-828 alignright" title="tippstricksantifa" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/07/t000000000291-02.jpg" alt="tippstricksantifa" width="250" height="354" />Wie Gründe ich eine linke Gruppe? Wie organisiere ich Veranstaltungen? Layoute ich Flugblätter? Und was mache ich wenn die Polizei dann doch mal klopft um mein Haus zu durchsuchen? Nützliche Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen bietet die „reloaded“-Auflage der erstmals in den 1980er-Jahren erschienen Broschüre „Tipps und Tricks für Antifas“. Kapitel über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten von Pfefferspray (zum Einsatz bei Nazi-Übergriffen) und über die Ausspähung und Ortung von linken AktivistInnen via Mobiltelefon (durch Geheimdienste) wirken aber eher abschreckend und haben einen Hang zum Verfolgungswahn.<br />
Textabschnitte zur „Gruppenstruktur“ und zum „Verhalten“ auf Treffen sind in diesem einfach geschriebenen Werk aber sehr gut.<br />
Fazit: Eine nützliche kleine Broschüre, die besonders für anonym agierende Antifa-Gruppen wertvoll sein wird.</p>
<p><em>Redaktionskollektiv (HG.): Tipps und Tricks für Antifas – reloaded. Unrast-Verlag. 80-Seiten. 4 Euro. ISBN-13: 978-3-89771-477-9. www.tippsundtricks.blogsport.de</em></p>
<p><strong>Lena Zirkel</strong></p>
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