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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; Klimawandel, Atomkraft und Energie</title>
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		<title>Gescheiterte Klimaverhandlungen</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 12:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühling 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen konnten sich die Staaten nicht auf Klimaschutz einigen, weil Wirtschaftsinteressen immer noch wichtiger sind. Das stellt die Klimabewegung vor neue Herausforderungen.

Wer will Staatsbürgerin der Malediven werden? Klimaaktivist/innen verteilen symbolisch Pässe an die Teilnehmenden der Klimakonferenz im dänischen Kopenhagen. Nicht ohne Grund: Der Inselstaat ist im wahrsten Sinne vom Untergang bedroht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen konnten sich die Staaten nicht auf Klimaschutz einigen, weil Wirtschaftsinteressen immer noch wichtiger sind. Das stellt die Klimabewegung vor neue Herausforderungen.</strong><br />
<span id="more-1805"></span><br />
Wer will Staatsbürgerin der Malediven werden? Klimaaktivist/innen verteilen symbolisch Pässe an die Teilnehmenden der Klimakonferenz im dänischen Kopenhagen. Nicht ohne Grund: Der Inselstaat ist im wahrsten Sinne vom Untergang bedroht: Steigt der Meeresspiegel auf Grund der Erderwärmung weiter an, müssen sich die rund 400.000 Einwohner/innen eine neue Heimat suchen.   Präsident Mohamed Nasheed ist deshalb überzeugt: Der Temperaturanstieg muss auf 1,5 Grad begrenzt werden. Die Industriestaaten aber wollen das 2-Grad-Ziel festschreiben – und werden vermutlich nicht einmal das erreichen. Für Nasheed ist das inakzeptabel: Er werde keinen „Selbstmordpakt“ unterschreiben, erklärt er in Kopenhagen.<br />
Gebracht hat es nicht viel. Das Ergebnis der UN-Konferenz ist weniger als mager. Es gibt einen „Copenhagen Accord“, doch der wird von den Vereinten Nationen bloß als Vorschlag „zur Kenntnis genommen“. Zahlen, welches Land wieviel Treibhausgase einsparen soll, fehlen komplett. Bestrafungsmöglichkeiten bei Nichteinhalten ebenfalls. Auf gut Deutsch: Wir wollen den Klimawandel aufhalten, verraten aber nicht wie.<br />
<a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/05/IMG-6485_large.jpg"><img src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/05/IMG-6485_large.jpg" alt="" title="IMG 6485_large" width="333" height="500" class="alignright size-full wp-image-1810" /></a><br />
<strong>Höchste Zeit für richtigen Klimaschutz</strong><br />
Dabei wird es höchste Zeit: Im Jahr 2013 läuft das Kyoto-Protokoll aus, danach soll es ein neues Abkommen geben. Damit es rechtzeitig in Kraft treten kann, sollte eigentlich der Dezember 2009 die letzte Deadline für die Unterzeichnung sein. Danach muss es nämlich noch von allen Ländern ratifiziert werden, die Parlamente müssen es also bestätigen.<br />
Die Bilanz des Kyoto-Protokoll ist erschreckend: Die weltweiten Treibhausgasemissionen sind weiter angestiegen, weil Schwellenländer wie China immer mehr ausstoßen und viele Industriestaaten  sich nicht an das Kyoto-Protokoll halten. Daraus hätte man für ein neues Abkommen lernen können. Doch mal wieder sind die Verhandlungen gescheitert. Erklärt wird das meist mit den unterschiedlichen Positionen der Länder:<br />
Die USA wollen zunächst ihr eigenes Klimagesetz verabschieden, bevor sie sich international zu Treibhausgas-Reduktionen verpflichten. Außerdem möchten die Vereinten Staaten, dass auch China als weltweit größter Produzent des Klimagifts CO2 mitmacht. China hingegen beharrt darauf, dass vor allem die Industrieländer für den Klimawandel verantwortlich sind. Der Pro-Kopf-Ausstoß ist dort auch deutlich höher. Die Europäische Union beteuert zwar, sie wolle ein „ambitioniertes“ Abkommen, ist aber nicht bereit, von sich aus die Emissionen um 30 oder gar 40 Prozent zu senken.  Die kleinen Inselstaaten und afrikanische Länder, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, hoffen auf effektiven Klimaschutz, haben aber keine Druckmittel.</p>
<p><strong>Wirtschaftliche Interessen</strong><br />
Das eigentliche Problem ist aber, dass die Länder immer noch die Interessen ihrer Wirtschaft vertreten. Klimaschutz bedeutet eben Mehrkosten und das schmälert den Profit. Kein Land will das seiner Wirtschaft zumuten. Dass Klimaschutz längst nicht mehr das Öko-Thema ist, hat sich in Kopenhagen auch dadurch gezeigt, dass über 100 Staats- und Regierungschefs und -cheffinnen angereist sind. Es geht schließlich um knallharte wirtschaftliche Interessen. Und da dürfen natürlich auch die Lobbyist/innenen nicht fehlen.<br />
Die größte Nichtregierungsorganisation (NGO) in Kopenhagen war&#8230; die Internationale Emissionshandel-Vereinigung IETA, in der die großen Verschmutzungs-Industrien zusammengeschlossen sind. Knapp 500 Lobbyist/innen waren auf dem Klimagipfel. Auch auf den beiden Vorgängerinnen-Konferenzen stellte der Industrieverband mehr Vertreter/innen als jede andere NGO.</p>
<p><strong>Herausforderungen für die Klimabewegung</strong><br />
Wie kann es weitergehen nach Kopenhagen? Die Großdemo mit 100.000 Teilnehmenden war ein guter Startschuss für eine globale Klimabewegung. Doch bis zur nächsten Klimakonferenz in Mexiko können Klimaengagierte auch zu Hause jede Menge machen.<br />
In Deutschland sind immer noch 10 neue Kohlekraftwerke in Bau und weitere 15 in Planung. Sollten die tatsächlich in Betrieb genommen werden, wären sämtliche Klimaziele faktisch unerreichbar. Einige Neubaupläne konnten durch lokalen Protest schon gestoppt werden. Auch die von Union und FDP geplante Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken würde sich langfristig negativ auf das Klima auswirken. Denn sie verhindern den Ausbau der erneuerbaren Energien und nur die können auf Dauer für klimafreundlichen Strom sorgen. Es bleibt also noch viel Arbeit.</p>
<p><strong>Felix W.</strong><br />
<em>Felix W. war als Journalist für das Online-Magazin<br />
wir-klimaretter.de in Kopenhagen.</em></p>
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		<title>Warmlaufen für den Tag X</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Januar/Februar 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch in diesem Jahr könnten die ersten Atommülltransporte ins atomare Zwischenlager Ahaus fahren. Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland bereiten Protestaktionen vor.

Trotz trüben Wetters zogen am vergangenen Sonntag 150 AtomkraftgegnerInnen protestierend durch Ahaus. Schon am 7. November gab es im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags gleich mehrere Anti-Atom-Aktionen im Münsterland: am Nachmittag demonstrierten AktivistInnen vor der Bezirksregierung am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch in diesem Jahr könnten die ersten Atommülltransporte ins atomare Zwischenlager Ahaus fahren. Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland bereiten Protestaktionen vor.</strong><br />
<span id="more-1568"></span><br />
Trotz trüben Wetters zogen am vergangenen Sonntag 150 AtomkraftgegnerInnen protestierend durch Ahaus. Schon am 7. November gab es im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags gleich mehrere Anti-Atom-Aktionen im Münsterland: am Nachmittag demonstrierten AktivistInnen vor der Bezirksregierung am Münsteraner Domplatz und übergaben symbolisch mehrere gelbe Atommüllfässer; am Abend gab es dann direkt vor dem atomaren Zwischenlager in Ahaus, 45 Kilometer westlich der Domstadt, eine spontane Demonstration von 50 UmweltschützerInnen. Die AtomkraftgegnerInnen aus dem Münsterland laufen sich für die anstehenden Castor-Transporte warm.<br />
Über 300 Atommüllbehälter sollen demnächst zur Zwischenlagerung nach Ahaus gebracht werden. Das bereits 1982 in Betrieb genommene Atommülllager ist momentan nur zu zehn Prozent ausgelastet, die ersten Transporte zur Füllung des Lagers könnten schon Ende Dezember rollen. Die Genehmigung zur Einlagerung von Betriebs- und Stilllegungsabfällen aus deutschen Atomkraftwerken erteilte die Bezirksregierung am 11. November 2009. Über die genaue Herkunft und die Zahl der Transporte schweigt sich die Stelle aus. An die Öffentlichkeit gelang jedoch, dass mindestens 150 Atommüllbehälter aus dem Kernforschungszentrum Jülich bei Aachen nach Ahaus gebracht werden sollen. Der Versuchreaktor Jülich wurde bereits 1988 aufgrund zahlreicher Störfälle abgeschaltet und befindet sich im Rückbau – die verstrahlten Baustoffe sollen in Ahaus eingelagert werden. Ob die Transporte per Zug oder per Lastwagen-Konvoi abgewickelt werden, ist noch unbekannt.<br />
Darüber hinaus erwarten UmweltschützerInnen weitere 150 Castoren mit dem Zug aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague. „Es wird allein aus Frankreich mindestens ein halbes Dutzend Transporte geben“, fürchtet Matthias Eickhoff, Sprecher des Bündnisses “Münsterland gegen Atomanlagen”. Um die Fahrt durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet zu vermeiden, wird der Zug – wie bei den Gorleben-Transporten – quer durch Hessen und dann Richtung Westen ins Münsterland fahren. Matthias Eickhoff warnt indes vor den neuen Transportbehältern, die bei den kommenden Ahaus-Castoren aus Frankreich erstmals zum Einsatz kommen sollen. Diese seien nur unzureichend getestet. Kritisiert wird auch die Geheimhaltungstaktik der Behörden, die die Bevölkerung nie über anstehende Transporte informieren und die Gefahren herunterspielen: „Falls etwas passiert, werden die meisten Menschen nicht wissen, was sie tun sollen“, so der Sprecher.<br />
Die staatlichen Sicherheitskräfte bereiten sich auf große Protestaktionen vor: Bereits am vergangenen Sonntag war die Polizei gleich mit einer ganzen Hundertschaft bei der Demonstration in Ahaus. Am Tag der Transporte werden mehrere tausend Polizisten im Einsatz sein. Auch der Verfassungsschutz rechnet mit Auseinandersetzungen und beschwört gewalttätige Aktionen seitens der AtomkraftgegnerInnen herauf. Von der Repression lassen sich die Anti-Atom-Initiativen aber nicht abschrecken und planen gleich mehrere Aktionen gegen die anstehenden Transporte: Bis Freitag wird es jeden Abend eine Mahnwache am atomaren Zwischenlager geben. Für den 20. Dezember rufen Anti-Atom-Initiativen bundesweit zur Großdemonstration nach Ahaus auf. Auch am Samstag nach dem „Tag X“, dem ersten Transport ins Zwischenlager Ahaus, soll demonstriert werden. „Wenn die Termine der Transporte bekannt sind, wird es weitere Aktionen geben“, kündigte der Sprecher des Bündnisses “Münsterland gegen Atomanlagen” zudem an.</p>
<p><strong>Michael Schulze von Glaßer</strong></p>
<p><em>Weitere Informationen:</em><br />
<a href="http://www.kein-castor-nach-ahaus.de">kein-castor-nach-ahaus.de</a></p>
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		<title>Gipfelsturm in Kopenhagen!</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/gipfelsturm-in-kopenhagen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[
Um die 2000 Menschen auf der Hauptdemonstration, weitere kleinere Gruppen in ganz Kopenhagen unterwegs.
Ca. 250 Festgenommen.
Einige Menschen sind trotzdem tatsächlich ins Bella Center gelangt und haben dort die Verhandlungen blockiert. Einige Deligierte unterstützen die DemonstrantInnen und gehen gemeinsam mit diesen zur Demonstration, die Polizei hält sie allerdings mit Gewalt auf dem Gelände des BC fest.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Um die 2000 Menschen auf der Hauptdemonstration, weitere kleinere Gruppen in ganz Kopenhagen unterwegs.</li>
<li>Ca. 250 Festgenommen.</li>
<li>Einige Menschen sind trotzdem tatsächlich ins Bella Center gelangt und haben dort die Verhandlungen blockiert. Einige Deligierte unterstützen die DemonstrantInnen und gehen gemeinsam mit diesen zur Demonstration, die Polizei hält sie allerdings mit Gewalt auf dem Gelände des BC fest.</li>
</ul>

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		<title>No Border!-Demonstration in Kopenhagen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 20:36:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 14. Dezember 2009 gingen in der dänischen Hauptstadt wieder hunderte Menschen auf die Straße. Die Demonstration zum Parlamentsgebäude hatte zum Ziel, den Zusammenhang von Klimawandel und Klimaflüchtlingen zu thematisieren. Ein kurzer Fotobericht.




 
Gegen Abend stürmte die Polizei, während dort VoKü und Vorträge stattfanden, das besetzte Stadtviertel Christiania. Dabei nahmen sie wiederum über 200 Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 14. Dezember 2009 gingen in der dänischen Hauptstadt wieder hunderte Menschen auf die Straße. Die Demonstration zum Parlamentsgebäude hatte zum Ziel, den Zusammenhang von Klimawandel und Klimaflüchtlingen zu thematisieren. Ein kurzer Fotobericht.<br />
</strong></p>
<p><strong><span id="more-1443"></span></strong></p>
<p><strong>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6758/' title='IMG_6758'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6758-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6758" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6763-cr2/' title='IMG_6763.CR2'><img width="99" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6763.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6763.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6844-cr2/' title='IMG_6844.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6844.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6844.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6846-cr2/' title='IMG_6846.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6846.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Solidarity" title="IMG_6846.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6852-cr2/' title='IMG_6852.CR2'><img width="100" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6852.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6852.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6910-cr2/' title='IMG_6910.CR2'><img width="100" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6910.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6910.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6919-cr2/' title='IMG_6919.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6919.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6919.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6937-cr2/' title='IMG_6937.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6937.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6937.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6950-cr2/' title='IMG_6950.CR2'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6950.CR2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6950.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_6981-cr2/' title='IMG_6981.CR2'><img width="100" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6981.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_6981.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/no-border-demonstration-in-kopenhagen/attachment/img_7022-cr2/' title='IMG_7022.CR2'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_7022.CR2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="IMG_7022.CR2" /></a>
</p>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Gegen Abend stürmte die Polizei, während dort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volxk%C3%BCche">VoKü </a>und Vorträge stattfanden, das <a href="http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/christiania-%E2%80%93-ein-basisdemokratisches-experiment/">besetzte Stadtviertel Christiania</a>. Dabei nahmen sie wiederum über 200 Menschen fest.</p>
<p><strong>Alle Fotos von Christian Grodotzki &#8211; die utopia-Redaktion dankt herzlich!</strong></p>
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		<title>Es gibt keinen Planet B</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 11:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Über 100.000 Menschen waren am Samstag auf der Großdemonstration zum Klima-Gipfel in Kopenhagen. Die sechs Kilometer lange Protestroute führte zum Bella-Center (dem Tagungsort des Gipfels) führte. Dabei kam es zu massenhaften Übergriffen der Polizei.
Gleich zu Beginn kesselten die „Ordnungshüter“ einen Teil der Demonstration ein, stundenlang mussten hunderte DemonstrantInnen bei Temperaturen um die 5° Celsius, gefesselt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über 100.000 Menschen waren am Samstag auf der Großdemonstration zum Klima-Gipfel in Kopenhagen. Die sechs Kilometer lange Protestroute führte zum Bella-Center (dem Tagungsort des Gipfels) führte. Dabei kam es zu massenhaften Übergriffen der Polizei.</strong><span id="more-1432"></span></p>
<p>Gleich zu Beginn kesselten die „Ordnungshüter“ einen Teil der Demonstration ein, stundenlang mussten hunderte DemonstrantInnen bei Temperaturen um die 5° Celsius, gefesselt auf dem Boden sitzen; es gab 700 Festnahmen die in den meisten Fällen nur auf Verdacht und ohne konkreten Vorwurf durchgeführt wurden; die Polizei stürmte mit Tränengas und Schlagstöcken in das besetzte Stadtviertel <a href="http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/christiania-%E2%80%93-ein-basisdemokratisches-experiment/">Christiania </a>um 15 Leute festzunehmen. Eine Solidaritäts-Demonstration für die Festgenommenen wurde am Samstagabend ebenfalls Opfer staatlicher Repression und nach kurzer Zeit von der Polizei gestoppt und eingekesselt. Dennoch ließen sich die DemonstrantInnen nicht unterkriegen und übten mit der Großdemonstration friedlich Druck auf die PolitikerInnen aus: handelt endlich und reduziert den CO2-Ausstoss!</p>

<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/attachment/img_6400/' title='IMG_6400'><img width="100" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6400.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Koreanischer Brillenbär im Sommeroutfit." title="IMG_6400" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/attachment/img_6405/' title='IMG_6405'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6405-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="100.000 Menschen versammelten sich um in Kopenhagen für eine Wende im Klimaschutz zu demonstrieren." title="IMG_6405" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/attachment/img_6448/' title='IMG_6448'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6448.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Die Demonstration wurde von einer großen Gruppe Indigener aus der ganzen Welt angeführt." title="IMG_6448" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/attachment/img_6470-cr2/' title='IMG_6470.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6470.CR2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Rythms of resistance - ein bunter mix aus Sambagruppen, Lauti-Techno, Gesang und internationaler Musik untermalten den Demonstrationszug." title="IMG_6470.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/attachment/img_6480/' title='IMG_6480'><img width="100" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6480.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kein Nordpol - Kein Weihnachten!" title="IMG_6480" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/attachment/img_6485/' title='IMG_6485'><img width="100" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6485.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Hippie-Sprüche 2.0" title="IMG_6485" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/es-gibt-keinen-planet-b/attachment/img_6495/' title='IMG_6495'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6495.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Belgische Gewerkschafter &quot;on the run&quot;" title="IMG_6495" /></a>

<p><strong>Alle Fotos von Christian Grodotzki</strong></p>
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		<title>&#8220;Our Climate &#8211; Not your Business!&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 11:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Erster Actionday gegen den Klimagipfel in Kopenhagen. Motto: &#8220;Our Climate &#8211; Not your Business!&#8221;. Ziel: Klimaschädliche Betriebe in der Innenstadt vorübergehend besetzen und blockieren
Leider hat die utopa-Redaktion nicht die Möglichkeit selbst vom Klimagipfel in Kopenhagen zu berichten. Der Fotograf Christian Grodotzki ist aber dort und versorgt uns und euch in nächster Zeit mit tollen Fotos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erster Actionday gegen den Klimagipfel in Kopenhagen. Motto: &#8220;Our Climate &#8211; Not your Business!&#8221;. Ziel: Klimaschädliche Betriebe in der Innenstadt vorübergehend besetzen und blockieren</strong><span id="more-1402"></span></p>
<p>Leider hat die utopa-Redaktion nicht die Möglichkeit selbst vom Klimagipfel in Kopenhagen zu berichten. Der Fotograf Christian Grodotzki ist aber dort und versorgt uns und euch in nächster Zeit mit tollen Fotos vom Protest in der dänischen Hauptstadt. Hier sind die ersten Fotos von einer Aktion am 11. Dezember:</p>

<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/our-climate-not-your-business/attachment/img_6228-cr2-2/' title='IMG_6228.CR2'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6228.CR21-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Erste Kontrollen in der Innenstadt." title="IMG_6228.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/our-climate-not-your-business/attachment/img_6245-cr2-2/' title='IMG_6245.CR2'><img width="150" height="100" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6245.CR21.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Die Polizei setzt Hunde ein um eine Straße zu sperren, die Demonstrierenden versuchen diese Sperren zu umgehen." title="IMG_6245.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/our-climate-not-your-business/attachment/img_6283-cr2-2/' title='IMG_6283.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6283.CR21.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Die Polizei versuchte die DemonstrantInnen aufzuhalten." title="IMG_6283.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/our-climate-not-your-business/attachment/img_6304-cr2-2/' title='IMG_6304.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6304.CR21.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kinder winken den Protestierenden aus einer Schule zu." title="IMG_6304.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/our-climate-not-your-business/attachment/img_6315-cr2-2/' title='IMG_6315.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6315.CR21.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Die Polizei nimmt im Verlauf der Protestaktionen immer wieder Leute ohne ersichtlichen Grund fest." title="IMG_6315.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/our-climate-not-your-business/attachment/img_6349-cr2-2/' title='IMG_6349.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6349.CR21.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Gegen Ende kesselt die Polizei die verbliebenen DemonstrantInnen noch für ca. 2 Std. ein. Als einige versuchen aus der Umstellung auszubrechen greifen die Beamten zum Knüppel." title="IMG_6349.CR2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/our-climate-not-your-business/attachment/img_6353-cr2-2/' title='IMG_6353.CR2'><img width="150" height="99" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/12/IMG_6353.CR21.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Einige Zeit ist die Situation eingefroren. Ca. 200 DemonstrantInnen sind von der Polizei auf der Dronning Louises Brücke umzingelt, die restlichen Protestierenden belagern wiederum den Kessel." title="IMG_6353.CR2" /></a>

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		<title>„Atommülltransporte nach Ahaus können ab sofort wieder rollen“</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 12:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 7. November fanden bundesweit in mehr als zwanzig Städten Aktionen gegen die Atomindustrie statt. Im Münsterland gab es besonders heftigen Protest. Wir sprachen mit Matthias Eickhoff, Sprecher des Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen, über Anti-Atom-Proteste und kommende Atommülltransporte.
utopia: In Münster demonstrierten am 7. November rund 50 Menschen vor der Bezirksregierung in Münster gegen Atomkraft. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 7. November fanden bundesweit in mehr als zwanzig Städten Aktionen gegen die Atomindustrie statt. Im Münsterland gab es besonders heftigen Protest. Wir sprachen mit Matthias Eickhoff, Sprecher des Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen, über Anti-Atom-Proteste und kommende Atommülltransporte.</strong></p>
<p><strong><span id="more-1288"></span>utopia: In Münster demonstrierten am 7. November rund 50 Menschen vor der Bezirksregierung in Münster gegen Atomkraft. Im münsterländischen Ahaus kam es am Abend zu einer Spontandemonstration zum dortigen atomaren Zwischenlager. Worum ging es bei den Protesten?</strong></p>
<p><strong>Matthias Eickhoff:</strong> Das hat zwei Hintergründe. Im beschlossenen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP wurde angekündigt die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Der CDU Münster haben wir daher Atommüllfässer übergeben – längere Laufzeiten bedeuten nämlich auch mehr Atommüll. Zum anderen werden bei der Bezirksregierung Münster und beim Bundesamt für Strahlenschutz seit drei Jahren Anträge für neue Atommülltransporte nach Ahaus bearbeitet – der Ort liegt 45 Kilometer westlich von Münster. Das ganze geschieht unter Ausschluss der Öffentlichkeit – mit der Demonstration wollten wir auf die kommenden Transporte aufmerksam machen. Abends gab es dann noch eine spontane Demonstration direkt vor dem atomaren Zwischenlager in Ahaus. Das war zeitlich sehr passend, denn vier Tage später genehmigte die Bezirksregierung Münster den ersten Antrag für neue Atommülltransporte nach Ahaus.</p>
<div id="attachment_1290" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1290" title="2008-04-26-Tschernoyl-Tag-H" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/11/2008-04-26-Tschernoyl-Tag-H.jpg" alt="Matthias Eickhoff beim Tschernobyl-Tag 2008 in Hamm | Foto: Michael Schulze von Glaßer" width="400" height="367" /><p class="wp-caption-text">Matthias Eickhoff beim Tschernobyl-Tag 2008 in Hamm | Foto: Michael Schulze von Glaßer</p></div>
<p><strong>Was passiert nun in Ahaus?</strong></p>
<p>In einem ersten Schritt soll nun zum Teil hoch verstrahlter und sperriger Problem-Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken nach Ahaus kommen, um dort zehn Jahre lang abzuklingen – über die Herkunfts-AKWs, die genaue Strahlung und die genaue Menge schweigt die Bezirksregierung, aber wir gehen davon aus, dass dieser Atommüll unter anderem aus dem Kernforschungszentrum Jülich am Niederrhein bzw. dem stillgelegten AKW Würgassen an der Weser kommen wird. Der ersten Transport kann schon in den nächsten Wochen rollen – per Bahn oder LKW.</p>
<p>In einem zweiten Schritt sollen rund 150 Castoren aus Jülich nach Ahaus gebracht werden. Danach kommen weitere 150 Kokillen aus dem französischen La Hague, wo sich eine Plutoniumfabrik befindet. Das ganze ist extrem intransparent. Das atomare Zwischenlager Ahaus ist im Übrigen bereits 1992 in Betrieb gegangen und steht noch immer zu 90 Prozent leer. Die Betreiber des Lagers möchten die Halle natürlich gern füllen und der Öffentlichkeit beweisen, dass längere AKW-Laufzeiten kein Problem sind, weil es ja eine „sichere Entsorgung“ gebe.</p>
<p><strong>Wie werden die Transporte denn aussehen?</strong></p>
<p>Wie der Müll aus Jülich nach Ahaus gelangt, ist noch offen – entweder per Schiene oder über die Straße. Züge würden durch das Rheinland und Ruhrgebiet rollen, LKWs über Neuss-Duisburg-Oberhausen und dann die A31 nach Ahaus. Das können Einzeltransporte werden oder aber auch längere Konvois. Die Betreiber scheinen sich noch nicht sicher zu sein, was für sie vorteilhafter ist. Auf jeden Fall wird es viele Transporte über einen langen Zeitraum geben. Da wird ein riesiger Aufwand  betrieben, denn der Atommüll aus dem französischen La Hague wird per Zug nach Ahaus gelangen – genauso wie die bekannten Transporte von La Hague nach Gorleben. Es wird allein aus Frankreich mindestens ein halbes Dutzend Transporte geben.</p>
<p><strong>In Ahaus gibt es eine lange Protestkultur gegen Atommülltransporte ins Zwischenlager  – welche Protestaktionen sind für die kommenden Transporte zu erwarten?</strong></p>
<p>Nach der Erteilung der Genehmigung am 11. November kommt der Protest nun schnell in Gang. Noch für den November sind diverse Aktionen geplant. Am 20. Dezember wird es dann eine große Demonstration am Zwischenlager geben, zu der bundesweit aufgerufen wird. Auch Initiativen aus Norddeutschland und anderen Regionen unterstützen die geplanten Proteste. Auch der traditionelle Sonntagsspaziergang  am Zwischenlager wird in den kommenden Wochen intensiviert. Für den 24. April ist zudem eine große Tschernobyl-Demonstration in Ahaus geplant, als eine von drei bundesweit zentralen Demos zum Atomausstieg. Wenn die Termine der Transporte bekannt sind, wird es natürlich weitere Aktionen geben. Doch Atomindustrie und Politik versuchen die Transporttermine so lange wie möglich unter Verschluss zu halten um Protestaktionen zu verhindern.</p>
<div id="attachment_1291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1291" title="2008-05-01_TBL-Ahaus-2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/11/2008-05-01_TBL-Ahaus-2.jpg" alt="Das atomare Zwischenlager Ahaus im Münsterland | Foto: Michael Schulze von Glaßer" width="400" height="169" /><p class="wp-caption-text">Das atomare Zwischenlager Ahaus im Münsterland | Foto: Michael Schulze von Glaßer</p></div>
<p><strong>Wie sahen denn die Proteste bei den letzten Transporten aus?</strong></p>
<p>Die größten Demonstrationen gab es 1997/1998 mit mehr als zehntausend Leuten, als sechs Castoren aus Süddeutschland nach Ahaus gebracht wurden. In Münster gab es damals eine Demonstration mit 12.000 Leuten. In Ahaus gab es viele Blockade-Aktionen und die Polizei reagierte damals mit massiven Wasserwerfer-Einsätzen – in Ahaus herrschte Ausnahmezustand. Allein 15.000 bis 20.000 Polizistinnen und Polizisten waren damals im Einsatz. 2004/2005 waren die Proteste etwas kleiner aber nicht weniger kreativ. Mehrere Tausend Leute demonstrierten gegen die Castor-Transporte.</p>
<p><strong>Bei aller Kritik an den Transporten. Irgendwo muss der Atommüll doch hin…</strong></p>
<p>Genau diese Frage muss man sich stellen. Eben weil es keine sichere Endlagerung gibt, kann die einzige Lösung nur sein, die Atomanlagen sofort stillzulegen um erstmal keinen weiteren Atommüll zu produzieren. Es ist Aufgabe der Atomindustrie Lösungen zu präsentieren – die denken aber lieber an ihre Profite als an das ungelöste Problem.</p>
<p><em>Interview: Michael Schulze von Glaßer</em></p>
<p><strong>Termine:</strong></p>
<p><strong>30. November 2009, Münster: </strong>Informationsveranstaltung mit der Bürgerinitiative Morsleben über den Stand des Stillegungsverfahrens des Atommüllendlagers Morsleben</p>
<p><strong>7. Dezember 2009, Frauenstraße 24, Münster:</strong> Filmvorführung „Trainstopping“ über Proteste gegen den Castor-Transport 1998 nach Ahaus.</p>
<p><strong>20. Dezember, 14 Uhr: Überregionale Demonstration am Zwischenlager Ahaus</strong></p>
<p>Orte und genaue Termine sowie weitere Informationen zu den kommenden Castor-Transporten gibt es u. a. auf der Webseite <a href="http://www.kein-castor-nach-ahaus.de/">„Kein Castor nach Ahaus“</a>.</p>
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		<title>Atomkraftwerk Belene verhindert</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 10:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung und Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Umweltschützer feiern: Der große deutsche Energiekonzern RWE hat am Mittwoch seinen Ausstieg aus dem Atomkraftwerks-Projekt Belene in Bulgarien bekannt gegeben. Eigentlich wollte der deutsche Konzern den AKW-Neubau finanzieren, nun steht das ganze Projekt vor dem Aus.

„Das ist ein Riesenerfolg für die Umweltbewegung und die nukleare Sicherheit in Europa“, freut sich Heffa Schücking. Die Geschäftsführerin der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Umweltschützer feiern: Der große deutsche Energiekonzern RWE hat am Mittwoch seinen Ausstieg aus dem Atomkraftwerks-Projekt Belene in Bulgarien bekannt gegeben. Eigentlich wollte der deutsche Konzern den AKW-Neubau finanzieren, nun steht das ganze Projekt vor dem Aus.</strong></p>
<p><span id="more-1221"></span></p>
<p>„Das ist ein Riesenerfolg für die Umweltbewegung und die nukleare Sicherheit in Europa“, freut sich Heffa Schücking. Die Geschäftsführerin der kleinen Umweltorganisation „<a href="http://www.urgewald.de/">urgewald</a>“ mit Sitz im Münsterland hat viel zum Ausstieg RWEs beim Belene-Projekt beigetragen: Seit 2006 ist urgewald gegen das Atomprojket aktiv, die Proteste gegen RWE begannen vor fast zwei Jahren, als der deutsche Energiekonzern angekündigte, das Atomkraftwerk finanzieren zu wollen. Belene liegt in Bulgarien an der Donau direkt an der Grenze zu Rumänien in einem Erdbebengebiet: 120 Menschen starben in der Region beim letzten großen Erdbeben 1977.</p>
<p>Der Plan im Norden Bulgariens Atomreaktoren zu bauen, stammt aus den frühen 1980er Jahren. Bereits 1983 warnten jedoch sowjetische Wissenschaftler vor dem Bau eines Atomkraftwerks in dem Erdbebengebiet. Trotzdem hielt die bulgarische Regierung an ihren Plänen fest und nahm 1985 die Bauarbeiten für Belene auf. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks wurde der Bau im Anfangsstadium 1991 gestoppt. Obwohl Experten der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften in einer umfassenden Studie vor einer Fertigstellung gewarnt haben – unter anderem wegen der seismischen Risiken der Reaktoren –, wurden die Pläne 2003 wieder aus der Schublade geholt. 2006  beauftragte die bulgarische Regierung den russischen Konzern Atomstroyexport damit, zwei Reaktoren zu bauen. Dabei sollten vorher noch nie getestete Reaktoren zum Einsatz kommen. Die Finanzierung des neuen Atomkraftwerks gestaltete sich aber schwierig: deutsche Banken stiegen schon vor einigen Jahren auf Druck von Protesten der Umweltschützer aus dem Projekt aus. Einzig der RWE-Konzern ließ nicht locker und wollte das Projekt gegen alle Argumente und Widerstände finanzieren – bis jetzt.</p>

<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2009-09-24-belene-protest-2/' title='2009-09-24-Belene-Protest-2'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2009-09-24-Belene-Protest-2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2009-09-24-Belene-Protest-2" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2008-12-11-belene-protest-1/' title='2008-12-11-Belene-Protest-1'><img width="130" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2008-12-11-Belene-Protest-1.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2008-12-11-Belene-Protest-1" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2008-12-11-belene-protest-2/' title='2008-12-11-Belene-Protest-2'><img width="150" height="145" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2008-12-11-Belene-Protest-2.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2008-12-11-Belene-Protest-2" /></a>
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<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2008-12-11-belene-protest-4/' title='2008-12-11-Belene-Protest-4'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2008-12-11-Belene-Protest-4-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2008-12-11-Belene-Protest-4" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2009-04-22_rwe_hv-3/' title='2009-04-22_RWE_HV-3'><img width="150" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2009-04-22_RWE_HV-3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2009-04-22_RWE_HV-3" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2009-04-22_rwe_hv-4/' title='2009-04-22_RWE_HV-4'><img width="135" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2009-04-22_RWE_HV-4.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2009-04-22_RWE_HV-4" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2009-04-22_rwe_hv-5/' title='2009-04-22_RWE_HV-5'><img width="145" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2009-04-22_RWE_HV-5.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2009-04-22_RWE_HV-5" /></a>
<a href='http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/atomkraftwerk-belene-verhindert/attachment/2009-09-24-belene-protest-3/' title='2009-09-24-Belene-Protest-3'><img width="93" height="150" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/2009-09-24-Belene-Protest-3.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="2009-09-24-Belene-Protest-3" /></a>

<p>„Das Projekt ist damit so gut wie tot – RWE ist als größter Investor ausgestiegen weil der Konzern Belene mittlerweile als unwirtschaftlich ansieht“, so Heffa Schücking. Andere potentielle Investoren schrecke das natürlich auch ab. Rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich seit dem letzten Jahr mit Briefen, Petitionen und Protesten an RWE  gewandt, die „FingeRWEg“-Kampagne wurde von der kleinen westfälischen Umweltorganisation initiiert – David gegen Goliath. Ein besonderer Höhepunkt: Eine Parodie auf die RWE-Werbung für Atomstrom.</p>
<p>Doch RWE scheint den Anti-Atom-Aktivisten keine Verschnaufpause zu lassen: Das nächste Atomprojekt steht schon vor der Tür. RWE will den rumänischen Atommeiler Cernovoda finanzieren – das Kraftwerk liegt nur knapp 250 Kilometer von Belene entfernt &#8211; ebenfalls im Erdbebengebiet, Schücking: „Wir stehen in den Startlöchern, auch dazu eine Kampagne zu machen.“</p>
<p><em>Artikel &amp; Fotos: Michael Schulze von Glaßer</em></p>
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		<title>„Wir brauchen keine Monsterkraftwerke“</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 15:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag ging die die Nichtregierungsorganisation Campact – Demokratie in Aktion – zum letzten Mal mit ihrem großen Castor-Transport auf die Suche nach einem atomaren Endlager in einer deutschen Innenstadt. Durch 13 Städte tourte Campact mit der spektakulären Aktion kurz vor der Bundestagswahl am 27. September. Christoph Bautz, einer der Organisatoren der Tour, verriet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Samstag ging die die Nichtregierungsorganisation Campact – Demokratie in Aktion – zum letzten Mal mit ihrem großen Castor-Transport auf die Suche nach einem atomaren Endlager in einer deutschen Innenstadt. Durch 13 Städte tourte Campact mit der spektakulären Aktion kurz vor der Bundestagswahl am 27. September. Christoph Bautz, einer der Organisatoren der Tour, verriet utopia, ob ein sicheres Endlager gefunden wurde und welche Alternativen zur Atomkraft besser genutzt werden müssten. <span id="more-1168"></span></p>
<p><strong>utopia: Haben Sie ein Endlager gefunden?</strong></p>
<p><strong>Christoph Bautz:</strong> Wir waren in 13 Städten und sind jeweils mit hunderten von Menschen auf Endlagersuche gegangen. Wir haben geschaut, in wie weit sich in den Innenstädten Atommüll endlagern lässt. Das waren jedes Mal sehr kreative Aktionen. Die Leute haben an den verrücktesten Stellen versucht Atommüll endzulagern. Sie waren aber nirgendwo erfolgreich. Man kann klar sagen: Es gibt kein sicheres Endlager für Atommüll und deswegen müssen wir so schnell wie möglich raus aus der Risikotechnologie Atomkraft.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1171" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1171 " title="Christoph-Bautz" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/Christoph-Bautz.jpg" alt="Christoph Bautz von Campact.Foto: Michael Schulze von Glaßer" width="400" height="416" /><p class="wp-caption-text">Christoph Bautz von Campact. Foto: Michael Schulze von Glaßer</p></div>
<p><strong>Kürzlich wurde bekannt, dass das CDU-geführte Forschungsministerium eine Studie zurück gehalten hat, in der Wissenschaftler dafür plädieren, neue Atommeiler zu bauen…</strong></p>
<p>Das ist ein ziemlicher Skandal. Forschungsministerin Frau Schavan wollte ein Gutachten vier Monate lang unter der Decke halten und es erst im Oktober – nach der Bundestagswahl – veröffentlichen. In dem Dokument sprechen sich hundert Wissenschaftler für neue Atomkraftwerke aus – genau mit dieser Stoßrichtung wurde die Studie auch in Auftrag gegeben.</p>
<p>Zum zweiten haben Wissenschaftler schon vor über 20 Jahren gewarnt, dass Gorleben – das geplante deutsche Atommüll-Endlager – nicht sicher ist und man einen neuen Endlagerstandort braucht. Damals wurden diese Stimmen von der CDU mundtot gemacht, selbst heute distanziert sich die Union nicht von solchen Praktiken. Das zeigt ganz klar: Die CDU/CSU und FDP wollen nicht richtig raus damit, was sie nach der Bundestagswahl vorhaben. Sie legen sich bei den Laufzeiten alter Atomkraftwerke nicht fest, nicht beim Endlager und eben auch nicht bei eventuellen Neubauten. Im Wahlprogramm der Parteien steht zwar, dass sie keine AKW-Neubauten wollen. Wie jetzt herausgekommen ist, kann man sich da aber nicht wirklich sicher sein. Auch der CSU-Wirtschaftsminister zu Guttenberg schaut momentan inwieweit neue Reaktorgenerationen für Neubauten nutzbar sind. Wie bekannt wurde, wollte er drei Tage nach der Wahl eine Studie darüber in Auftrag geben – das spricht doch Bände.</p>
<div id="attachment_1172" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1172" title="Endlagersuche-Münster" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/Endlagersuche-Münster.jpg" alt="Auch der Domplatz im westfälischen Münster bot kein sicheres Atommüll-Endlager. Foto: Michael Schulze von Glaßer" width="400" height="237" /><p class="wp-caption-text">Auch der Domplatz im westfälischen Münster bot kein sicheres Atommüll-Endlager. Foto: Michael Schulze von Glaßer</p></div>
<p><strong>Bei aller Kritik an Atomkraftwerken und dem Müll, irgendwo muss der Strom doch herkommen?</strong></p>
<p>Genau! Deswegen brauchen wir einen modernen Energiemix, der muss sich aus erneuerbaren Energien zusammensetzen und für eine Übergangszeit brauchen wir Kraftwerke, die wir gegenschalten können, wenn die Sonne mal nicht so schön auf die Sonnenkollektoren scheint und der Wind die Windkrafträder nicht genügend antreibt. Wir brauchen flexible Kleinkraftwerke, zum Beispiel Blockheizkraftwerke, die die Stromproduktion übernehmen. Wir brauchen eine moderne Grundlast, wo Wind und Sonne erstmal die Grundlast übernehmen, und wenn davon nicht genug da ist, müssen die Kleinkraftwerke einspringen. Atomkraftwerke, die die ganze Zeit durchlaufen müssen, weil sie nicht einfach abzuschalten sind, und Kohlekraftwerke, die man nur ganz schwer hoch- und runterfahren kann, sind beide nicht geeignet für eine Grundlast. Kurz gesagt: Wir brauchen eine moderne Grundlast mit erneuerbaren Energien und dezentralen Kleinkraftwerken die Strom und Wärme produzieren.</p>
<p><strong>Aber auch Kleinkraftwerke produzieren Müll, vor allem das klimaschädliche CO2…</strong></p>
<p>Ja und daher dürfen auch Kleinkraftwerke nur ein Übergang sein. Wir können das Ziel schaffen: 100 Prozent erneuerbare Energie. Aber das dauert noch eine Weile. So lange  brauchen wir aber nicht neue Monsterkraftwerke, die dauerhaft am Netz bleiben – das gilt für Atommeiler aber auch für Kohlekraftwerke. Der Bau neuer Großkraftwerke, die 50 oder 60 Jahre laufen werden, muss verhindert werden, weil wir sonst bald einen Kohlekonsens, wie wir vor einigen Jahren einen Atomkonsens hatten, brauchen. Wir brauchen Kleinkraftwerke für eine Übergangszeit – die können zum Teil auch mit Biomasse betrieben werden – und einen modernen sauberen Energiemix bis wir 100 Prozent erneuerbare Energie haben.</p>
<p><strong> Weitere Informationen zur Endlagersuche gibt es im <a href="http://www.campact.de/atom2/tour09/blog">Tourblog von Campact</a>!</strong></p>
<p><em>Interview: Michael Schulze von Glaßer</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Veganismus jetzt!</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/veganismus-jetzt/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/veganismus-jetzt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[„In a world dominated by violence, exploitation and oppression, it takes courage to show compassion &#8211; join the resistance!” (Quelle: www.rootsofcompassion.de)
Ja, es braucht tatsächlich Mut. Als Veganer_in steht man oft alleine da und kriegt nur verständnislose Blicke von der Seite zugeworfen. Doch nur die wenigsten wissen wirklich, was vegan leben bedeutet.
Es leben in Deutschland gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„In a world dominated by violence, exploitation and oppression, it takes courage to show compassion &#8211; join the resistance!” (Quelle: www.rootsofcompassion.de)<br />
Ja, es braucht tatsächlich Mut. Als Veganer_in steht man oft alleine da und kriegt nur verständnislose Blicke von der Seite zugeworfen. Doch nur die wenigsten wissen wirklich, was vegan leben bedeutet.</strong><span id="more-1079"></span></p>
<p>Es leben in Deutschland gerade mal 0,1 % der Frauen und 0,05 % der Männer vegan, das heißt sie verzichten aus moralischen, ethischen aber auch aus gesundheitlichen Gründen auf Tierprodukte.<br />
Diese geringe Zahl ist sehr schade, da Veganismus weit mehr ist als nur der Verzicht auf Tierprodukte. Es ist auch aktiver Umwelt- und Klimaschutz! Warum? Ganz einfach.<br />
Die Nutztierindustrie verursacht mit 18% der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase mehr Emissionen als der globale Verkehr: Sie trägt einen Anteil von 37% der globalen Methan-Emissionen, 9% des Treibhausgases CO2 und ist Schuld an 65% des schädlichen Stickstoffoxid- Ausstoßes. Hinzu kommt, dass 70% des weltweiten Getreideanbaus in die Fütterung der Tiere und 70% aller Trinkwasserressourcen in die Nutztierhaltung fließen.</p>
<div id="attachment_1080" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1080" title="veganismus3" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/veganismus3.jpg" alt="Massentierhaltung trägt zum Klimawandel bei." width="300" height="158" /><p class="wp-caption-text">Massentierhaltung trägt zum Klimawandel bei.</p></div>
<p>Mal zum Vergleich: Eine vegetarische Ernährungsweise erfordert 4.500 Liter, eine omnivore (also ohne den Verzicht auf Tierprodukte) 15.000 Liter und eine vegane Ernährungsweise gerade mal 1.100 Liter täglich.<br />
Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir also ernähren.<br />
Dazu ebenfalls ein kleiner Vergleich:<br />
Man könnte mit Sojabohnen, die auf einem Hektar Land (also auf der Fläche von etwa 1 ½ Fußballfeldern) wachsen, 5.000 Menschen ernähren, wenn die Sojabohnen direkt als menschliches Nahrungsmittel genutzt würden.<br />
Verfüttert man allerdings die Ernte der Fläche erst an Tiere, kann man von diesen Tieren nur noch 191 Menschen ernähren.</p>
<div id="attachment_1081" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1081" title="veganismus2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/veganismus2.jpg" alt="Veganes Essen ist nicht nur tierfreundlich, ökologisch und sozial - es kann auch richtig lecker sein! Foto: wikimedia.org" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Veganes Essen ist nicht nur tierfreundlich, ökologisch und sozial - es kann auch richtig lecker sein! Foto: wikimedia.org</p></div>
<p>Vegan zu leben bedeutet also nicht nur, im System von Ausbeutung und Grausamkeit nicht mehr mitzumachen, sondern auch einen aktiven Beitrag dazu zu leisten, die Welt immer weiter ein bisschen lebenswerter zu machen, damit nicht nur wir, sondern auch noch die Generationen nach uns etwas von dieser eigentlich schönen Erde haben!</p>
<p><em>Jonas, 16<br />
seit Januar 2009 Veganer</em></p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.rootsofcompassion.de" target="_blank">www.rootsofcompassion.de</a><br />
<a href="http://www.peta.de" target="_blank">www.peta.de</a><br />
<a href="http://www.peta2.de" target="_blank">www.peta2.de</a><br />
Nationale Verzehrsstudie II 2008</p>
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