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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; LeserInnenbriefe</title>
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		<title>Leser_innenbriefe</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 17:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[LeserInnenbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Medien und Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Leser_innenbriefe zu Fair Trade und Graffiti.
Das finden wir gar nicht fair …
„Fair Trade“ oder die falsche Vorstellung vom gerechten Kapitalismus
Antwort auf die Beiträge „Was ist eigentlich&#8230; Fair Trade?“ und „Sozial, gerecht, Fair Trade?“ von Ani K. und Dominik
Um zu damit konfrontiert zu werden, dass „Fair Trade“ etwas gutes sein soll, muss man keine linksradikale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Leser_innenbriefe zu Fair Trade und Graffiti.</strong><span id="more-2120"></span></p>
<p><strong>Das finden wir gar nicht fair …<br />
„Fair Trade“ oder die falsche Vorstellung vom gerechten Kapitalismus</strong></p>
<p><em>Antwort auf die Beiträge „Was ist eigentlich&#8230; Fair Trade?“ und „Sozial, gerecht, Fair Trade?“ von Ani K. und Dominik</em></p>
<p>Um zu damit konfrontiert zu werden, dass „Fair Trade“ etwas gutes sein soll, muss man keine linksradikale Zeitung lesen. Jeder brave Bürger weiß das. Dabei ist schon der Begriff an sich ein gewaltiges Missverständnis: Was soll das denn bitte sein, ein „fairer Handel“? Ein Deal, mit dem beide Seiten zufrieden sein sollen? Beim Tausch stehen sich zwei völlig gegensätzliche Interessen gegenüber. Der Verkäufer will einen möglichst hohen Preis, der Verkäufer einen möglichst niedrigen. Hat einer von beiden ein „gutes Geschäft“ gemacht heißt das automatisch, dass der andere ein schlechtes Geschäft gemacht hat. Das ist Kapitalismus, und nicht fair. Was aber dann mit Fair Trade gemeint sein soll, ist nichts anderes, als die Auflagen unter denen produziert werden soll. Am Prinzip wird nichts kritisiert, nur an den Bedingungen unter denen das Prinzip läuft. Was daran toll sein soll, bleibt fraglich. Der Arbeiter, der „fair“ produziert stellt für sein Unternehmen genauso einen Kostenfaktor dar, wie der Arbeiter, der „nicht fair“ produziert.</p>
<p>Abgesehen davon, dass der Kapitalismus trotzdem bestehen bleibt, ist die Frage nach „fair Trade“ in 99 Prozent der Fälle keine Frage des Gewissens, sondern eine des Geldbeutels. Denn eines dürfte klar sein: sollten Unternehmen ihr „gutes Image“ mit solchen Produkten aufbessern wollen kostet das mehr Geld bei der Produktion. Und das schlägt sich auch auf den Preis des Endprodukts, dass ja gekauft werden will. Wenn jetzt Leute trotz höherem Preis faire Sachen einkaufen sollten. Macht sich das natürlich bemerkbar, bei den Firmen, die nicht so produzieren. Die gehen ein, ihre Belegschaften werden zwar jetzt nicht mehr schlecht bezahlt und behandelt, sind dafür aber arbeitslos und dürfen verhungern (wobei gleiches natürlich auch passiert, wenn man sich gegen Fair Trade entscheidet).</p>
<p>Dass dann der Kunde auch verantwortlich dafür gemacht wird, dass unter schlimmen Bedingungen produziert wird, weil er ja angeblich über die Produktion bestimmt, ist das eine ungeheure Verkehrung der Realität. Er hat sich ja gar nichts davon ausgesucht. Die Behauptung, dass der Kunde Verantwortung hätte, ist eine einzige Unverschämtheit. Kein Unternehmer hat ihn je gefragt, bevor er produziert hat!</p>
<p><em>pmm</em></p>
<p>Freunde!</p>
<p>Es geht um Dominiks Artikel „Wem gehören die Wände?“ in der eigentlich sehr informativen Utopia 19 und da speziell den letzten Absatz. Graffiti „als eine radikale Kunstform &#8230;, da es sich über etablierte Besitzverhältnisse wie gesetzlich geschütztes Eigentum, hinwegsetzt und diese somit auch in Frage stellt“? Ich finde das ist sehr idealisiert. Wenn die Stadt von primitiven Tags wimmelt wie „Soca“ oder „Ken“, dann ist das keine politische Aussage, sorry! Dann will irgendein „Soca“ oder „Ken“ schlicht King der lokalen Spayer-Szene sein und hier geht‘s fast immer um Jungs. Wenn diese Battles auf privaten Hauswänden stattfinden, dann setzt sich das nur insofern über gesetzlich geschützes Eigentum hinweg, indem es selbiges egoistisch ignoriert, um sich selber in der Szene zu profilieren. Radikale Politik hat auch immer was mit der Rücksichtnahme auf andere zu tun, sonst scheitert sie &#8211; und da ist solche belanglose Privat-Graffiti nur ein ärgerliches Teilchen im großen Mosaik.</p>
<p>Nix für ungut!</p>
<p><em>Bert</em></p>
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		<title>Leser_innenbrief: „iz3w antideutsch“</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 09:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[LeserInnenbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Medien und Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Die GWR macht Werbung für die iz3w und in der Utopia (die allerdings eine eigene unabhängige Redaktion hat) wird ausschließlich positiv über die iz3w berichtet.
 Unbestritten enthält die iz3w auch ganz hervorragende Beiträge! Solidarität mit dem Staat Israel ist allerdings kaum mit Herrschafts- und Gewaltfreiheit vereinbar. Diese Überzeugung dürfte ein großer Teil der GWR-Leser (jederlei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong>Die GWR macht Werbung für die iz3w und in der Utopia (die allerdings eine eigene unabhängige Redaktion hat) wird ausschließlich positiv über die iz3w berichtet.<span id="more-2056"></span></strong></p>
<p><strong> </strong>Unbestritten enthält die iz3w auch ganz hervorragende Beiträge! Solidarität mit dem Staat Israel ist allerdings kaum mit Herrschafts- und Gewaltfreiheit vereinbar. Diese Überzeugung dürfte ein großer Teil der GWR-Leser (jederlei Geschlechts) mit mir teilen.</p>
<p>Ich halte es deshalb für geboten, in diesem Leserbrief darauf hinzuweisen, dass die iz3w mittlerweile ein antideutsches Blatt ist. Das möchten viele möglicherweise nicht unterstützen. Am besten ist es sicher, wenn sich alle ein eigenes Bild von der iz3w machen – es muss ja nicht gleich ein Abo sein. Eine Vorwarnung erschien mir jedoch angemessen.</p>
<p><em><strong>MarkS</strong></em></p>
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		</item>
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		<title>Jugend &#8211; einfach nur abstoßend?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 19:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[LeserInnenbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[utopia ist eine Jugendzeitung. Und richtet sich damit an Jugendliche. Aber ist das nicht ausgrenzend? Diese Frage versuchen wir in unserer Antwort auf Andys Leserbrief zu klären.

 
Leserbrief
 
Hallo ihr,
wollte mal anfragen, warum ihr euch Jugendzeitung nennt&#8230; finde das ausgrenzend und fühle mich eher abgestoßen, wenn ich sowas lese&#8230;
Die ganze Gesellschaft ist genau so strukturiert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>utopia ist eine Jugendzeitung. Und richtet sich damit an Jugendliche. Aber ist das nicht ausgrenzend? Diese Frage versuchen wir in unserer Antwort auf Andys Leserbrief zu klären.</p>
<p><span id="more-119"></span></p>
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<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Leserbrief</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Hallo ihr,<br />
wollte mal anfragen, warum ihr euch Jugendzeitung nennt&#8230; finde das ausgrenzend und fühle mich eher abgestoßen, wenn ich sowas lese&#8230;<br />
Die ganze Gesellschaft ist genau so strukturiert, dass Jugend gefördert und gefordert wird und &#8220;Alter&#8221; &#8211; ab vielleicht 25 &#8211; diskriminiert wird. Das ist Herrschaft und das ist eine Form von Gewalt, die freie Lebensgestaltung unmöglich macht. Das Alter eines Menschen sollte endlich keine Rolle mehr spielen und da sollten politische Gruppierungen an vorderster Front etwas ändern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Andy</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> <w:UseAsianBreakRules /> <w:DontGrowAutofit /> </w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel> </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"> </w:LatentStyles> </xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]></p>
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<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Unsere Antwort</span></strong></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Hallo Andy!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Entschuldige bitte, dass wir so spät antworten. Das lag nicht daran, dass uns deine Kritik nicht interessiert, sondern daran, dass wir es alle irgendwie verpeilt haben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Zur Kritik: Wir sehen in dem Begriff „Jugend“ auch eine gewisse Problematik, weil er eine Gruppe konstruiert und „den Jugendlichen“ oder „den Erwachsenen“ dadurch gewisse Eigenschaften zuschreibt. Das wird dann oft als Rechtfertigung von Diskriminierung herangezogen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">„Die Jugendlichen müssen noch lernen“, „Die Jugendlichen müssen unterstützt werden usw.“, So werden auch Förderungen legitimiert, die Ältere ausgrenzen. Hinzu kommt ein „Jugendideal“, das Druck auf Menschen ausübt „jugendlichen Eigenschaften“ zu entsprechen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Aber auch anders herum gibt es Diskriminierung. „Jugendliche sind nicht verantwortungsbewusst, haben keine eigene Meinung, sind manipulierbar, und außerdem schlagen sie tagtäglich Rentner in der U-Bahn zusammen“. Das wird dann dazu benutzt um Jugendlichen Mitbestimmungsrechte (Wahlrecht usw.) zu entziehen oder – wie im letzten Beispiel – sie mit autoritären Mitteln zu „erziehen“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Wir sind uns der Problematik des Begriffs also durchaus bewusst, wollen unsere Zeitung dennoch weiterhin Jugendzeitung nennen, weil wir ausdrücken wollen, dass sie sich insbesondere an Menschen richtet, die nicht in jedem Thema den Durchblick haben. Wenn du dafür einen besseren Begriff hast, kannst du uns den gerne mitteilen. <img src='http://www.jugendzeitung.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Mit lieben Grüßen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">David von der utopia-Redax</span></p>
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		<item>
		<title>Energie für Milliarden</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 18:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[LeserInnenbriefe]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Atomausstieg, Klimaschutz und genug Energie für alle &#8211; geht das überhaupt zusammen? Diese Frage versuchen wir in einer Antwort auf einen Leserbrief zu beantworten.
 
 
Hallo,
ich habe heute ein wenig auf Ihrer Seite rumgestöbert. Mich würde interessieren, wie Sie sich die Energieversorgung von bald 10 Milliarden Menschen denn so vorstellen? Mit &#8220;erneuerbaren&#8221; Energien ist dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Atomausstieg, Klimaschutz und genug Energie für alle &#8211; geht das überhaupt zusammen? Diese Frage versuchen wir in einer Antwort auf einen Leserbrief zu beantworten.<span id="more-118"></span></p>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Hallo,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">ich habe heute ein wenig auf Ihrer Seite rumgestöbert. Mich würde interessieren, wie Sie sich die Energieversorgung von bald 10 Milliarden Menschen denn so vorstellen? Mit &#8220;erneuerbaren&#8221; Energien ist dies wohl zur Zeit eher nicht möglich. </span><br />
<span style="font-family: Arial;"> In Wasser- und Windkraft sehe ich persönlich eine gewaltige Gefährdung sämtlicher natürlicher Klimasysteme. Würde mich sehr über eine Antwort freuen.</span></p>
<p>MfG Philipp</p>
<p class="MsoNormal">
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<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: Arial;">Unsere Antwort:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Hallo Phillip!</span></p>
<p>Wie die Energieversorgung in Zukunft aussehen wird, ist natürlich schwer voraussehbar. Was aber klar ist &#8211; für uns und für den Großteil der deutschen Bevölkerung: Dass Atomkraft unverantwortbar ist und daher ein Atomausstieg nötig ist und dass der Klimawandel &#8211; so weit es noch geht &#8211; gestoppt werden muss.</p>
<p>Das sind keine außergewöhnlichen Forderungen, selbst der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), das wohl hochrangigste Expertengremium in Sachen Klimawandel fordert für Industriestaaten eine CO2-Reduktion von etwa 80%. Das ist notwendig um viele extrem schlimme Folgen (insbesondere für die Ärmsten der Armen) zu verhindern.</p>
<p>Nun stellt sich berechtigterweise die Frage: Ist das überhaupt möglich? Dazu gibt es natürlich auch unterschiedlichste Studien und für mich als klimatologischer Laie ist es eigentlich unmöglich alle zu kennen und bewerten zu können. Aber man kann beobachten, dass die Ergebnisse stark davon abhängen, wer die Studie in Auftrag gegeben hat.</p>
<p>Nun ist es so, dass mit der momentanen Energieerzeugung einige sehr mächtige (Öl-, Energie-)Konzerne viel Geld verdienen. Sie haben auch das Geld, Studien in Auftrag zu geben. Von einer Energiewende hin zu erneuerbaren Energien (die wahrscheinlich einiges an Geld kosten wird) ist auch die ganze Wirtschaft betroffen, die sich auf höhere Kosten einstellen muss. Deswegen gibt es ganz viele Interessen, die bei der aktuellen Energieerzeugung bleiben wollen und möglichst aufzeigen möchten, dass eine Energiewende nicht möglich sei, bzw. zu viel Geld koste.</p>
<p>Und die Frage nach dem Geld ist natürlich der Knackpunkt. Alle Studien machen gewisse Vorannahmen: Wie sich die Wirtschaft entwickeln wird, wie sich die Technik entwickeln wird, wie sich die Bevölkerung entwickeln wird&#8230; Und vor allem: Was wirtschaftlich zumutbar wäre. Je mehr man (wer auch immer das dann ist) bereit ist zu zahlen, desto eher ist die Energiewende möglich.</p>
<p>Und dass die Kosten für die Umstellung geringer sind als die Folgekosten beim Klimawandel, hat der so genannte Stern-Report gezeigt.</p>
<p>So, um jetzt aber konkreter zu werden: Es gibt natürlich Studien, die zeigen, wie eine weltweite Energieversorgung aussehen kann. Beispielsweise die Studie &#8220;<a href="http://www.greenpeace.de/themen/energie/energiepolitik/artikel/energie_revolution_weltweit/">Globale Energie (R)evolution</a>&#8221; von Greenpeace.  <a href="http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Energy_inside_D_final_web.pdf">Dort</a> siehst du auch, dass im Jahr 2050 die Versorgung noch nicht zu 100% aus Erneuerbaren besteht. Aber das kann sich danach ja noch ändern, und das ist alleine schon wegen der endlichen Vorräte nötig. Wie schnell das vorangeht, hängt natürlich auch davon ab, wie viel Geld in die Forschung geht. Momentan fließt auch noch viel Geld in die fossile und atomare Energie, mehr als in erneuerbare. Würde das Geld umgeleitet, würden die Potentiale von Erneuerbaren auch größer.</p>
<p>Eine weitere Studie, die sich allerdings nur auf Europa und dessen Stromversorgung bezieht, ist die <a href="http://www.boell.de/oekologie/klima-energie-3557.html">ERENE-Studie</a> der Heinrich-Böll-Stiftung.</p>
<p><!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br />
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Ich hoffe, dir damit geholfen zu haben. Schöne Grüße! </span></p>
<p class="MsoNormal">Felix von der utopia-Redaktion</p>
<p class="MsoNormal">
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		<title>LeserInnenbrief: Atomwaffen sichern den Frieden?</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 12:25:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[LeserInnenbriefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr Geehrtes Utopia-Team,
Ich finde eure Arbeit gut und ich bin von Euren Ansichten größtenteils
überzeugt. Ich muss aber zu einem Artikel aus der neusten Ausgabe der
Utopia etwas sagen : In dem Artikel
&#8220;Wenn die Bombe nicht mehr richtig tickt&#8221; teilt ihr uns mit zu, was die
schlechten Seiten der Atombomben in Deutschland oder weltweit sind. Die
einzige gute Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr Geehrtes Utopia-Team,<br />
Ich finde eure Arbeit gut und ich bin von Euren Ansichten größtenteils<br />
überzeugt. Ich muss aber zu einem Artikel aus der neusten Ausgabe der<br />
Utopia etwas sagen : In dem Artikel<br />
<a href="http://www.jugendzeitung.net/ausgaben/aprilmai-2008/wenn-die-bombe-nicht-mehr-richtig-tickt/">&#8220;Wenn die Bombe nicht mehr richtig tickt&#8221;</a> teilt ihr uns mit zu, was die<br />
schlechten Seiten der Atombomben in Deutschland oder weltweit sind. Die<br />
einzige gute Seite und das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass<br />
leider gerade Atomwaffen den Frieden seit dem 2. Weltkrieg bewaren. Gäbe<br />
es keine Massenvernichtungswaffen , wären die Bedenken der Politiker<br />
einen neuen Krieg zu erklären stark &#8220;dezimiert&#8221;. Es ist zwar schade,<br />
dass gerade Waffen den Frieden sichern, aber in diesem Fall ist das so.<br />
Besser wäre es natürlich, wenn die ganze Welt abrüsten würde, aber das<br />
ist leider warscheinlich Wunschdenken. Aber auch wenn alle Atomwaffen<br />
abgeschafft wären, wären ebenfalls die Bedenken einen Krieg zu erklären<br />
beseitig. Atombomben und Massenvernichtungswaffen sind also ein leider<br />
notwendiges Übel.<br />
Seht Ihr das garnicht so ?<br />
Ich würde mich über baldige Antwort freuen.<br />
Gruß<br />
Stefan Reiners</p>
<p>PS:<br />
Ansonsten kann ich nichts gegen eure Arbeit sagen, es war nur dieser<br />
eine Punkt, der mir auffiel.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p><span id="more-64"></span></p>
<p>Lieber Stefan,</p>
<p>ich habe von der Utopia-Redaktion deine Antwort auf meinen Artikel über  Atomwaffen in Deutschland bekommen. Tut mir leid, dass ich dich so lange habe  warten lassen, aber jetzt bekommst du eine Antwort darauf. Allerdings  vertrete ich damit meine eigene Meinung (also möglicherweise nicht exakt die  der Redaktion).<br />
Was du ansprichst, ist das Konzept der MAD-Doktrin (mutual assured  destruction &#8211; gegenseitig zugesicherte Zerstörung). Das heisst eben, dass die  Abschreckun durch Atomwaffen den jeweiligen Gegner davon abhalten sollte,  einen Krieg zu beginnen, da die Gefahr durch einen atomaren Gegenangriff zu  groß war.<br />
Ich werde im Folgenden versuchen, dir ein paar Gegenargumente zu nennen,   weshalb ich nicht der Meinung bin, dass die Existenz von Atomwaffen den  Weltfrieden gesichert haben (und immer noch sichern):<br />
Es erscheint zwar durchaus einleuchtend, dass das Bewusstsein über die  bestehende Gefahr bei den Atomwaffen-Staaten zu einer gewissen Zurückhaltung  geführt hat, was das Führen eines offenen Angriffskriegs betrifft. Wirklich  verhindernt werden konnten Kriege allerdings auch so nicht. Denn in der Zeit  des kalten Kriegs hat eine Reihe von Kriegen stattgefunden, in denen sich die  beiden Blöcke mehr oder weniger direkt gegenüberstanden, oder zumindest  verschiedene Kriegsparteien unterstützt haben (z.B. Korea-Krieg,  Vietnam-Krieg, der erste Golfkrieg, der Bürgerkrieg in Afghanistan, etc.).  Man spricht dabei von Stellvertreterkriegen (findest du z.B. auf Wikipedia).  Das heisst, dass durchaus Kriege stattgefunden haben, in denen sich die  beiden Blöcke gegenüberstanden.  Deshalb würde ich nicht davon sprechen, dass in der Zeit des kalten Kriegs  Frieden geherrscht hat. Die Abschreckung durch Atomwaffen hat ihr Ziel also  wohl nicht erreicht. Auch abgesehen von den Kampfhandlungen finde ich nicht,  dass man einen Zustand als Frieden bezeichnen kann, in dem die gesamte Welt  dauerhaft in der Angst lebt, dass jeden Moment eine Atombombe die ganze Welt  zerstören könnte.</p>
<p>Ausserdem haben die Atomwaffen sogar fast zum Ausbruch eines dritten  Weltkriegs geführt : Um vor der eigenen Zerstörung schnell genug einen  Gegenangriff fürhen zu können (gewissermassen als Abschreckung vor dem  atomaren Erstschlag) haben die beiden Blöcke Frühwarnsysteme aufgebaut, die  einen gegnerischen Angriff bemerken sollten.  Im September 1983 ging das sowjetische Frühwarnsystem los &#8211; wie sich im  Nachhinein herausstellte handelte es sich um einen Fehlalarm. Darauf hätte  die sowjetische Armee eigentlich mit einem atomaren Gegenangriff geantwortet.  Man muss es als ein enormes Glück betrachten, dass der damals zuständige  Soldat keinen Gegenangriff initiierte.<br />
Die MAD-Doktrin hätte die Welt also damals fast in den dritten (und  wahrscheinlich letzten) Weltkrieg getrieben.</p>
<p>Abgesehen davon sollte die Forderung nach der Abschaffung aller Atomwaffen  natürlich nicht isoliert betrachtet werden. Die Existenz von Atomwaffen ist  eher ein Aufhänger, an dem man sieht, dass in dieser Welt so einiges schlecht  läuft.  Wenn ich allerdings fordere, alle Atomwaffen abzuschaffen, dann denke ich  dabei natürlich daran, dass diese Forderung nur ein erster Anfang sein kann.  Wären wir tatsächlich in einer Situation, in der die Aussicht besteht, dass  die Regierungen aller Atomwaffenstaaten sich zur Abschaffung ihrer Waffen  entschliessen, dann wäre die nächste Forderung natürlich die Abschaffung von  Armeen und Waffen.  Solange das aber eher unwahrscheinlich ist, finde ich es sinnvoll, zumindest  Minimalforderungen zu stellen, und eine solche ist die Abschaffung aller  Atomwaffen, insbesondere der in Deutschland stationierten.</p>
<p>Ich hoffe, ich konnte dir hilfreich auf deine Frage antworten!</p>
<p>Mit radikaldemokratischen Grüßen<br />
paul</p>
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