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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; Online Magazin</title>
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	<description>herrschaftslos, gewaltfrei</description>
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		<title>T-Shirts für 5 Euro</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 12:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die utopia hört auf, es gibt aber noch &#8220;Fan-Artikel&#8221;. Die letzten T-Shirts werden für nur noch fünf Euro verscherbelt.
Einfach eine Email mit Unisex oder Girlie sowie der Größe (S, M, L, XL) schicken!
Hier das Motiv: 
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			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong><a href="http://www.jugendzeitung.net/medien-und-offentlichkeit/bleibt-tapfer-wir-sind-weg%e2%80%a6/">Die utopia hört auf</a>, es gibt aber noch &#8220;Fan-Artikel&#8221;. Die letzten T-Shirts werden für nur noch fünf Euro verscherbelt.<span id="more-2206"></span></strong></p>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } -->Einfach eine <a href="http://www.jugendzeitung.net/kontakt/">Email</a> mit Unisex oder Girlie sowie der Größe (S, M, L, XL) schicken!</p>
<p>Hier das Motiv: <a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2012/01/107_5.gif"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2207" title="107_5" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2012/01/107_5-300x154.gif" alt="" width="300" height="154" /></a></p>
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		<title>Kleinanzeige: Jugendzeitung sucht&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 00:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Jugendzeitung, 3 ½ Jahre jung, herrschaftslos, gewaltfrei und basisdemokratisch sucht…
Dich
für

Mitarbeit: Das Redaktionsteam freut sich über Verstärkung, u.a. bei der Planung zukünftiger Ausgaben und bei organisatorischen Aufgaben. Auch wenn Du nur ab und zu einen Artikel schreiben willst, kannst Du Dich gern melden.
Verteilen: Die utopia soll von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Für sehr wenig Geld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jugendzeitung, 3 ½ Jahre jung, herrschaftslos, gewaltfrei und basisdemokratisch sucht…</strong><span id="more-2016"></span></p>
<p><strong>Dich</strong></p>
<p>für</p>
<ul>
<li><a href="http://www.jugendzeitung.net/mitmachen/" target="_self">Mitarbeit</a>: Das Redaktionsteam freut sich über Verstärkung, u.a. bei der Planung zukünftiger Ausgaben und bei organisatorischen Aufgaben. Auch wenn Du nur ab und zu einen Artikel schreiben willst, kannst Du Dich gern <a href="http://www.jugendzeitung.net/kontakt/" target="_self">melden</a>.</li>
<li><a href="http://www.jugendzeitung.net/bestellen/" target="_self">Verteilen</a>: Die utopia soll von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Für sehr wenig Geld kannst du bereits die utopia in größerer Stückzahl abonnieren, um sie in Jugendzentren, Schulen und Hochschulen sowie bei Demos, Festivals oder sonstigen Veranstaltungen zu verteilen oder auszulegen.</li>
</ul>
<p><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/03/reclaim_the_media2.jpg"><br />
</a></p>
<p><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/03/reclaim_the_media2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2020" title="reclaim_the_media2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/03/reclaim_the_media2-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></p>
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		<title>Schreibwerkstatt und Treffen der utopia</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 12:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Schreibwerkstatt und Treffen der utopia
Am 11. und 12. Dezember findet in Bochum eine Schreibwerkstatt mit anschließender Redaktionssitzung statt.. Jetzt anmelden!

Die utopia ist eine Zeitung von Jugendlichen für Jugendliche, die sich seit 2007 für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft einsetzt. Am 11. Dezember veranstaltet das Redaktionsteam eine Schreibwerkstatt, bei der es darum geht, gemeinsam mit anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; }a:link {  } -->Schreibwerkstatt und Treffen der utopia</p>
<p>Am 11. und 12. Dezember findet in Bochum eine Schreibwerkstatt mit anschließender Redaktionssitzung statt.. Jetzt anmelden!</p>
<p><span id="more-1940"></span></p>
<p>Die utopia ist eine Zeitung von Jugendlichen für Jugendliche, die sich seit 2007 für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft einsetzt. Am 11. Dezember veranstaltet das Redaktionsteam eine Schreibwerkstatt, bei der es darum geht, gemeinsam mit anderen jungen Menschen journalistische Fähigkeiten, wie Recherchieren, Schreiben und Layouten, zu erlernen und auszubauen. Diese Fähigkeiten können entweder direkt bei Veröffentlichungen in der utopia aber auch für andere Medien genutzt werden. Das Seminar ist offen für alle. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Wer Interesse hat, kann am Tag nach der Schreibwerkstatt, dem 12. Dezember, an der Redaktionssitzung der utopia teilnehmen. Es ist auch möglich, nur zur Redaktionssitzung zu kommen. Der Teilnahmebeitrag für das Seminar beträgt 10 Euro, Fahrtkosten können erstattet werden. Generell gilt: Am Geld soll eure Teilnahme nicht scheitern! Anmeldung an <a href="mailto:redaktion@jugendzeitung.net">redaktion@jugendzeitung.net</a>. Die Veranstaltung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.</p>
<p><img class="alignnone" title="utopia Logo" src="http://jugendzeitung.net/daten/webbanner/300x80-Logo.gif" alt="" width="300" height="80" /></p>
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		<title>Zwischen Revolution und Krise</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 22:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach drei Jahren Höhen und Tiefen startet die utopia einen Neuanfang – und sucht dafür neue Leute.
Von vielen – auch innerhalb der Redaktion – unbemerkt ist die utopia bereits im Juli drei Jahre alt geworden! Am 22. Juli 2007 traf sich die Redaktion – damals drei Leute – erstmals um an einer Jugendzeitung für eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach drei Jahren Höhen und Tiefen startet die utopia einen Neuanfang – und sucht dafür neue Leute.</strong></p>
<p><strong>Von vielen – auch innerhalb der Redaktion – unbemerkt ist die utopia bereits im Juli drei Jahre alt geworden! Am 22. Juli 2007 traf sich die Redaktion – damals drei Leute – erstmals um an einer Jugendzeitung für eine gewaltfreie und herrschafts­lose Gesellschaft zu basteln. Gleich auf dem Treffen in Münster wurde das noch heute aktuelle utopia-Logo entworfen und die erste Ausgabe geplant. Unterstützung kam dabei von der anarchistisch-gewaltfreien Monatszeitung Graswurzelrevolution (GWR), mit der wir auch heute noch zusammenarbeiten.</strong></p>
<p><strong><span id="more-1901"></span><br />
</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die gedruckte Zeitung</strong></p>
<p>Die erste Ausgabe der Zeitung erschien mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren – wie immer lagen davon rund 3.500 Zeitungen der vollen Auflage der GWR bei. Der Rest der Zeitungen ging an Ju­gendzentren, SchülerInnenvertretungen, Infoläden, linke Gruppen und (Klamotten-)Versände, die die Zeitungen auslegten bzw. ihren Bestellungen beilegten. Die Resonanz war gut und die Auflage der zweiten Ausgabe kletterte schon 11.500. Scheinbar hatten wir so­wohl inhaltlich als auch praktisch – die Jugendzeitung konnte von Anfang an kostenlos über die utopia-Website www.jugendzeitung.net abonniert werden – einen Nerv getroffen. Die Auflage kletterte stetig weiter und liegt heute bei rund 25.000 Exemplaren. Auch die Erscheinungsweise änderte sich. Mit der dritten Ausgabe für Februar und März 2008 erschien die Zeitung nun alle zwei statt alle drei Monate. So ging es bis zur fünfzehnten Ausgabe weiter – dann kam die nächste große Änderung: die utopia wurde wieder eine Quartalszeitschrift, die Seitenzahl wurde aber von bisher vier auf acht Seiten verdoppelt! So konnten wir Porto sparen und hatten über das ganze Jahr dennoch mehr Seiten zur Verfügung (nämlich 32 statt 24 Seiten).</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Online-Magazin und Merch-Kram</strong></p>
<p>Damit konnte unser Schreibwille aber noch immer nicht gestillt wer­den. Neben der gedruckten Ausgabe wurde daher ein Online-Magazin aufgebaut. Die einfache weiß-pinke utopia-Website musste im April 2008 einer schicken weiß-blau-grauen mit integriertem Online-Magazin weichen. Mit einigen Ausnahmen schafften wir es, etwa alle drei Tage einen neuen Artikel auf die Seite zu stellen. Hinzu kam die gedruckte Ausgabe die von Beginn an komplett online lesbar war. Anfang 2010 gab es dann eine weitere Umstellung der Website – nun ist sie violett und etwas moderner gestaltet. Auch twitter, MySpace sowie Schüler- und StudiVZ blieben nicht vor uns sicher. Daneben boomte der Merch-Sektor: es gab und gibt heute drei verschiedene utopia-Aufkleber, Postkarten, ein fair gehandeltes Soli-T-Shirt und Buttons. Letztere zwei sollten neben dem Werbe-Effekt auch Geld in die utopia-Kasse spülen. Zwar wurde alle Arbeit rund um die utopia von Beginn an ehrenamtlich gemacht, doch mussten die Druck und Vertriebskosten gedeckt werden. Hauptsächlich finanziert sich die Zeitung über Werbe-Anzeigen (sowohl in der Print-Ausgabe als auch online) und Spenden. Leider steht es um die utopia heute nicht gut – was nicht nur am Geld liegt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>utopia bald nicht mehr kostenlos</strong></p>
<p>Leider haben sich unsere Einnahmen nicht so entwickelt wie wir geplant haben. Zudem hatten wir Probleme beim Post-Vertrieb: wir wollen es jedem Menschen – auch denen die auf dem Land wohnen und/oder wenig Geld haben – ermöglichen die gedruckte utopia zu beziehen. Daher war die Zeitung bisher &#8211; wie wir zu sagen pflegen &#8211; „kostenlos, aber nicht umsonst“. Dieser „Luxus“ hat ein tiefes Loch in unsere Kasse gerissen. Zwar kann die GWR einen Teil des Verlusts – immerhin mehrere tausend Euro – übernehmen, doch auf Dauer kann es so nicht weiter gehen. Dies ist der Grund, warum wir uns entschieden haben ein Entgelt einzuführen. Die nächste utopia wird nur noch an die Personen verschickt, die nochmal online unser Bestellformular ausfüllen und ein geringes Entgelt bezahlen. Ausnahmen sind Versände und Einrichtungen, in denen die utopia ausgelegt wird, (z.B. Infoläden und Jugenzentren). Diese müssen kein Entgelt zahlen.</p>
<p>Wir bitten euch trotz des Entgelts der utopia treu zu bleiben. Ihr solltet bedenken, dass das von euch gezahlte Geld nicht einfach weg ist, sondern in ein cooles, unkommerzielles Projekt fließt. Außerdem ermöglicht uns die neue Regelung, sicherzustellen, dass die utopia den AbonnentInnen etwas wert ist und nicht im Mülleimer landet.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wir brauchen neue Leute</strong></p>
<p>Unser zweites Problem: wir sind zu wenige. Einige Leute haben die Redaktion verlassen, haben keine Zeit mehr oder andere Pläne. Die verbliebene Redaktion besteht momentan aus drei bis fünf mehr oder weniger aktiven Leuten. Das Online-Magazin ist seit Monaten schmachvoll verweist und die übrigen Leute müssen zu viel Last tragen. Wir sind immer noch davon überzeugt, dass eine libertäre und gewaltfreie Jugendzeitung in der heutigen Welt einen Platz hat. Es gibt einfach zu viele Missstände in Politik und Gesellschaft die behoben werden müssen. Dazu müssen wir die Menschen infor­mieren und fangen schon bei den Jugendlichen an. Wenn du also Lust hast dich in die Zeitung einzubringen – vom Texte schreiben über die Anzeigenaquise bis zum Layouten – würden wir uns sehr über deine Mitarbeit freuen! Im Dezember findet in Bochum ein Neuanfangs-Treffen statt, auf der wir gemeinsam überlegen, wie es mit der utopia weitergehen soll (siehe Kasten). Scheu dich nicht uns eine Mail zu schreiben – die kleine und junge utopia-Redaktion (der Älteste ist 23 Jahre alt) ist für alle(s) offen!</p>
<p><strong>Neustart – utopia-Treffen für Neue</strong></p>
<p>Am Sonntag, dem 12. Dezember wollen wir gemeinsam überlegen, wie es mit der utopia weitergeht. Das verknüpfen wir mit einer kleinen „Schreibwerkstatt“, die am Tag vorher, am Samstag, dem 11. Dezember, stattfinden soll. Dabei wollen wir journalistischen Fähigkeiten erlernen und ausbauen. Recherche, Schreiben, Layouten und was man sonst noch für Journalismus von unten braucht. Die erworbenen Kenntnisse sind natürlich nicht nur bei der utopia anwendbar, sondern eignen sich auch für andere Medien. Das Treffen findet am 11. und 12. Dezember in Bochum statt. Es ist auch möglich, nur an einem der beiden Tage zu kommen. Bei Interesse melde dich bitte bei <a href="http://www.jugendzeitung.net/kontakt/">redaktion@jugendzeitung.net</a>.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em><strong>Eure utopia-Redaktion</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Studieren in Heidelberg: effizient und verwertungs-orientiert</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/bildung-und-erziehung/studieren-in-heidelberg-verwertungsorientiert-und-effizient/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 13:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung und Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Studentische Mit- und Selbstverwaltung gerät auch und gerade durch die neuerlichen Reformen a la Blologna in Bedrängnis. Ausreichend augerägt war sie noch nie. Studierende in Hochschulgremien können ein Bollwerk sein gegen Ausverkauf und Exzellenzinitiativen. Als Studierender aus dem Norden Deutschlands vergisst man dabei schnell, dass es die studentische Selbstverwaltung in Bayern und Baden-Württemberg faktisch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Studentische Mit- und Selbstverwaltung gerät auch und gerade durch die neuerlichen Reformen a la Blologna in Bedrängnis. Ausreichend augerägt war sie noch nie. Studierende in Hochschulgremien können ein Bollwerk sein gegen Ausverkauf und Exzellenzinitiativen. Als Studierender aus dem Norden Deutschlands vergisst man dabei schnell, dass es die studentische Selbstverwaltung in Bayern und Baden-Württemberg faktisch nicht gibt.  <strong>Nina Marie Bust-Bartels</strong> berichtet über die Verhältnisse vor Ort.</strong></p>
<p><span id="more-1816"></span></p>
<p>Die Uni Heidelberg ist im deutschlandweiten Trend der Ökonomisierung universitärer Bildung führend und treibende Kraft. Als eine von fünf Hochschulen beteiligte sie sich 2005 am Projekt „Die deregulierte Hochschule“. Initiiert wurde das Projekt vom Stifterverband Deutsche Wissenschaft, der sich laut Eigendarstellung als „Gemeinschaftsaktion der deutschen Wirtschaft“ bezeichnet und eng mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft und dem Verband der Automobilindustrie zusammenarbeitet. Die Uni Heidelberg orientiert sich am Leitbild des Projekts, das große Schnittpunkte mit dem Ideal der „entfesselten Hochschule“ (CHE und Bertelsmann Stiftung) aufweist. Ziel ist eine autonom und wirtschaftlich organisierte Universität, die mit anderen Hochschulen im Wettbewerb um die zahlende KundIn StudentIn steht.</p>
<p><strong>Umsetzung vor Ort</strong></p>
<p>Ein zentraler Punkt ist hierbei die Einführung von Managementstrukturen in der inneruniversitären Organisation, insbesondere die Konzentration von Steuerungskompetenz im neu geschaffenen Universitätsrat, auch „Aufsichtsrat“ genannt. Dieser ist überwiegend mit externen MitgliederInnen besetzt und soll laut Landeshochschulgesetz (LHG) der Profilbildung und der Erhöhung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dienen.</p>
<p><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/05/education-not-for-sale.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1890" title="education-not-for-sale" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/05/education-not-for-sale.jpg" alt="" width="270" height="150" /></a></p>
<p>Manfred Lautenschläger, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats vom Finanzdienstleister MLP, gehört dem Universitätsrat der Uni Heidelberg an. Die traditionellen Gremien, wie Rektorat und Senat haben im Universitätsrat lediglich eine beratende Funktion.</p>
<p><strong>Und für die Studierenden?</strong></p>
<p>Auch in der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor/Master zeigt sich eine Dominanz wirtschaftlicher Denkweisen. Die Umsetzung des Bologna-Prozesses führte an der Uni Heidelberg zu einem verschulten Studium, das wenig Raum für Selbstorganisation und interessengeleitete Veranstaltungswahl lässt. Es wird erwartet, dass Studierende vorgefertigte Wege gehen und zielstrebig allein das als Relevant vorgegebene auswendig lernen. Durch ständige Leistungsüberprüfungen soll das Studium effizienter und schneller werden, es wird auf Zwang und Leistungsdruck gesetzt anstatt auf intrinsische Motivation und Interesse. Hierbei führt der überfrachtete Stundenplan zu einem Verwertungsdenken, das die Jagd nach Credit Points zur einzigen Handlungsmotivation werden lässt.<br />
Auch die 2007 eingeführten Studiengebühren fügen sich in die wettbewerbsgeleitete Kultur der „deregulierten Hochschule“. Studiengebühren sollen begriffen werden als individuelle „Investition“ in das eigene Humankapital, deren „Rendite“ ein späteres Markteinkommen ist. Sie prägen Studierende in ihren Leistungserwartungen und erzeugen verwertungsorientiertes Lernverhalten.</p>
<p><strong>Demokratisierung jetzt?</strong></p>
<p>Dennoch wehren sich Studierende gegen die Ökonomisierung nicht nur der universitären Strukturen, sondern auch des Denkens und Studierens. Institutionalisierte Mitbestimmungsmöglichkeiten sind jedoch kaum vorhanden und noch weniger gewollt. Auf die Frage nach mehr studentischer Mitbestimmung äußert sich Rektor Eitel in einer Studierendensprechstunde mit den Worten: „Im postkolonialen Afrika hat das Prinzip ‘One Man One Vote’ ja auch zu Chaos geführt.“ Doch auch wenn sich Rektor Eitel, alter Herr der Burschenschaft Normannia Karlsruhe, für eine hierarchische Organisation der Universität ausspricht, so ergibt sich die fehlende Demokratie an der Hochschule vor allem aus dem Landeshochschulgesetz Baden-Württembergs. Um den „Sympathisanten-Sumpf der Terroristen“ auszutrocknen entzog der damalige Ministerpräsident und ehemalige NS-Marinerichter Filbinger den Studierendenvertretungen 1977 das politische Mandat. Auch die aktuelle schwarz-gelbe Landesregierung hält die Studierenden Baden-Württembergs nicht für mündig ihre eigenen Interessen zu vertreten, wie es in 14 anderen Bundesländern gesetzlich verankert ist.<br />
Um so wichtiger ist es für die Studierenden der Uni Heidelberg sich außerhalb der universitären Institutionen, zum Beispiel im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks gegen die gesellschaftlichen Trends der Ökonomisierung zu wehren und für emanzipative Bildung und selbstbestimmtes Leben auf die Straße zu gehen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>8. Mai 1943 – Tödlicher Kampf im Warschauer Ghetto Teil 1</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/nationalismus-und-patriotismus/8-mai-1943-%e2%80%93-todlicher-kampf-im-warschauer-ghetto/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 23:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nationalismus und Patriotismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1738</guid>
		<description><![CDATA[Am 8.Mai 1943 stirbt Mordechaj Anielewicz im Alter von 23 Jahren. Einen Tag der Befreiung gibt es für ihn und Millionen anderer Menschen nicht. Mordechaj war jüdischer Widerstandskämpfer. Im Ghetto organisierte er mit anderen die jüdische Kampforganisation (polnisch: Żydowska Organizacja Bojowa, kurz ŻOB) und kämpfte dort für ein freies Leben. Utopia erinnert in zwei Artikeln.

Errichtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 8.Mai 1943 stirbt Mordechaj Anielewicz im Alter von 23 Jahren. Einen Tag der Befreiung gibt es für ihn und Millionen anderer Menschen nicht. Mordechaj war jüdischer Widerstandskämpfer. Im Ghetto organisierte er mit anderen die jüdische Kampforganisation (polnisch: Żydowska Organizacja Bojowa, kurz ŻOB) und kämpfte dort für ein freies Leben. Utopia erinnert in zwei Artikeln.</strong></p>
<p><span id="more-1738"></span></p>
<p>Errichtet wurde das Warschauer Ghetto Mitte 1940 im Warschauer Stadtzentrum. Dienen tat das Ghetto als Ort des Aushungerns und als Sammellager für die Deportation in das Vernichtungslager Treblinka.<br />
Teilweise bereits dort wohnhaft, größtenteils deportiert, befanden sich bis zu 500.000 Menschen abgeschirmt von hohen Mauern im Warschauer Ghetto. In ein Haus zwängten sich etwa 400 Menschen, Nahrungsmittel waren strengstens rationiert. Die Strategie der deutschen Henker: Hunger und Seuchen sollten ein Großteil der Menschen im Ghetto, ohne größere Anstrengung der Henker selbst, vernichten. Unter diesen Umständen sollte jeder Wille zum Widerstand direkt erstickt werden, der Abtransport in das Todeslager sollte so keine größeren Probleme bereiten.</p>
<img class="size-full wp-image-1621" title="" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/05/Denkmal-ZOB.jpeg" alt="Denkmal der Warschauer WiderstandskämperInnen von 1943" width="350" height="400" />
<p><strong>Vorbereitung zum Widerstand</strong></p>
<p>Allerdings gab es von Beginn an vereinzelte Vorbereitungen zum Widerstand, welche später vor allem von der damaligen Polnischen Arbeiterpartei (PPR) intensiviert wurden. Illegale Zeitungen und verschiedenste Aufrufe zur Organisation hatten erheblichen Einfluss auf die Entstehung des jüdischen Widerstandes vor Ort.<br />
Bereits 1941 begannen antifaschistische Gruppen mit vereinzelten Sabotageaktion in den Fabriken deutscher Unternehmer.<br />
Als im Sommer 1942 SS und Wehrmacht mit der Auflösung des Ghettos begannen, wurden innerhalb von 7 Wochen 300.000 Menschen deportiert oder direkt an Ort und Stelle umgebracht.<br />
In Folge dessen, begann die PPR mit dem Schmuggeln von Waffen in das Ghetto.<br />
Der Widerstand verstärkte sich, es wurden deutsche Rohstofflager außerhalb des Ghettos in Brand gesetzt. Im Ghetto selbst wehrten sich ganze Häuser gegen die Deportation, teilweise noch an den Waggons in die Lager. Als Beispiel seihen hier einige Widerständler_innen genannt, welche sich absichtlich deportieren liesen, um an den Zügen auf Signal die SS-Truppen anzugreifen. So konnte einigen Menschen tatsächlich die Flucht ermöglicht werden. Auch viele Frauen begannen sich zu organisieren und schlossen sich zu Partisanengruppen zusammen. Im Oktober 1942 wurde dann die ZOB gegründet und begann mit der Besorgung von Waffen und der Errichtung von Bunkern sowie dem Bau eines Tunnelsystems.</p>
<p><strong>Aufstand im Ghetto – „Nowogródek“ – Selbstverteidigung</strong></p>
<p>Im Januar 1943 sollte dann die endgültige Vernichtung des Ghettos beginnen. Bewaffnet mit einigen Revolvern und Gewehren, Handgranaten, Motolow-Cocktails, Stangen und Steinen begannen sich die Menschen gegen die deutschen Soldaten zu Wehr zu setzen. Mit dabei war auch Mordechaj Anielewicz.<br />
An verschiedenen Straßenecken rückten jüdische Widerständler_innen aus ihren Bunkern, die Unbewaffneten leisteten passiven Widerstand und versteckten sich vor den deutschen Mörder_innen.<br />
Das erste Wunder geschah: Die SS zog sich völlig überrascht vollkommen aus dem Ghetto zurück. Einige Gefangene konnten aus dem Ghetto flüchten, der weitere Abtransport nach Treblinka war de facto gestoppt.<br />
Am 19.4 rückten die Hitler-Truppen dann erneut ein, um das komplette Ghetto zu vernichten.<br />
Nun hatten sich auch einige Pol_innen außerhalb der Mauern nachts in das Ghetto geschmuggelt um an der Seite Widerständler_innen zu kämpfen. Es kam zum offenen Kampf, der Aufstand ging nun aufs gesamte Ghetto über.</p>
<p><strong>Oliver Fassing</strong></p>
<p><a href="http://www.jugendzeitung.net/nationalismus-und-patriotismus/8-mai-1943-%E2%80%93-todlicher-kampf-im-warschauer-ghetto-teil-2/"></p>
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		</item>
		<item>
		<title>8. Mai 1943 – Tödlicher Kampf im Warschauer Ghetto Teil 2</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/nationalismus-und-patriotismus/8-mai-1943-%e2%80%93-todlicher-kampf-im-warschauer-ghetto-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 23:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nationalismus und Patriotismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1759</guid>
		<description><![CDATA[Im ersten Teil des Berichts über den Aufstand der Żydowska Organizacja Bojowa im Warschauer Ghetto 1943. Wie sich antifaschistische Kräfte bündelten und sich auf die Räumung des Ghettos, auf die Vernichtung der Bewohner_innen vor bereiteten. Im zweiten Teil wird es vornehmlich um das Scheitern des Aufstandes und die Eliminierung des Ghettos gehen.

Mit Molotow-Cocktails wehrten sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im ersten Teil des Berichts über den Aufstand der Żydowska Organizacja Bojowa im Warschauer Ghetto 1943. Wie sich antifaschistische Kräfte bündelten und sich auf die Räumung des Ghettos, auf die Vernichtung der Bewohner_innen vor bereiteten. Im zweiten Teil wird es vornehmlich um das Scheitern des Aufstandes und die Eliminierung des Ghettos gehen.</strong></p>
<p><span id="more-1759"></span></p>
<p>Mit Molotow-Cocktails wehrten sich Menschen gegen Panzer, ausgehungerte Widerständler_innen wehrten sich gegen eine gestandene und bestens ausgerüstete Armee.<br />
Die Wehrmacht begann mit Artilleriebeschuss, die Bevölkerung versammelte sich zu Massen, einige gingen in die Bunker, einige griffen zu den zu neige gehenden Waffen. Mit größter Opferbereitschaft kämpften Männer wie Frauen, eine rote Fahne wehte auf einem Dach.<br />
Die Widerständler_innen nahmen Kontakt zur polnischen Exilregierung auf, forderten Waffen als Unterstützung, es kam keine Antwort. Man wollte die „Kommunisten“ nicht mit Waffen versorgen.<br />
Am Tage wurde gekämpft, gegen Dämmerung mussten sich die Faschisten aus dem Ghetto zurück ziehen, die Nächte gehörten der ZOB. Unvorstellbar: Den 1.Mai 1943, den Tag der Arbeiter_innenbewegung, feierten die Kämpfer_innen nachts in den Bunkern und Häusern</p>
<img class="size-full wp-image-1621" title="Der zurüchgeschlagene Angriff von Irvin Ungar, New York 1943" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/05/126_450.jpg" alt="" width="350" height="400" />
<p><strong>Untergang des Aufstands</strong></p>
<p>Als die Nazis merkten, dass sie trotz schwerem Kriegsgerät nicht gegen die tapferen und entschlossenen Kämpfer_innen ankamen, begann man mit der Inbrandsetzung des Ghettos, mit dem Einsatz von Giftgas sowie heftigen Bombardierungen aus der Luft . Nach über 3 Wochen Kampf bekamen SS und Wehrmacht die Lage stückweise unter Kontrolle. Das gesamte Ghetto wurde niedergebrannt. Die letzten Überlebenden wurden an Ort und Stelle erschossen oder in die Todeslager abtransportiert.</p>
<p><strong>In Gedenken an den Drang nach Freiheit</strong></p>
<p>Die Menschen im Ghetto haben sich bis zu Letzt nicht ihrem Schicksal ergeben, bis zu Letzt ums überleben oder wie einige sagten: um ein würdiges Sterben gekämpft. Ihr wochenlanger Kampf sorgte für den vorläufigen Stopp der Deportationen aus dem Ghetto und sendete ein deutliches Zeichen an die Täter der Shoa. Einfluss hatte der Aufstand aber auch auf vom Faschismus bedrohte Menschen: Beflügelt von dem Mut und den Taten der Kämpfer_innen kam es im August zum Aufstand in ganz Warschau, zum Aufstand im Todeslager Treblinka. Jüdische Widerständler_innen sprossen in ganz Polen hervor und schlossen sich Partisanengruppen an.<br />
Doch vielen ging es um mehr, um mehr als den Kampf gegen Hitler-Deutschland und seine Henker. Den Kämpfer_innen ging es nicht nur ums Überleben; für die Widerständler_innen war der Kampf Teil des Kampfes für ein „würdiges und freies Leben.“ Mit diesen Worten, und dem Zusatz, dass heute „auf dem ganzen gesellschaftlichen Leben Erniedrigung und Unterdrückung lasten“ verweigerte Marek Edelman, Widerständler im Ghetto, am 2. Februar 1983 die Teilnahme an einem Ehrenkomitee für die Feier zum 40. Jahrestag des Aufstands.<br />
Heute, am 8.Mai 2011 gilt es also nicht nur den Sieg über Hitler-Deutschland zu feiern, den Opfern des Faschismus in ganz Europa und weltweit zu gedenken, sondern wie Marek Edelman darauf aufmerksam zu machen, dass der Mensch auch heute nicht frei ist. Die heldenmütigen Kämpfer_innen des Warschauer Ghettos werden dabei als Beispiel unerschrockener Tapferkeit und unbeschreiblichen Willens in die Geschichte der Befreiungskämpfe eingehen.</p>
<p><strong>Olliver Fassing</strong></p>
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		<title>Vom Unfug, deutsch zu sein</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 08:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nationalismus und Patriotismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Nationalstaat und die Nation als Ausdruck eines Volkes mit Geschichte ist eng verwoben mit der Geschichte des Kapitalismus. Sowohl Volk, als auch Nation schließen Menschen von einer bestimmten Gemeinschaft aus und Staaten gehören sowieso auf den Müllhaufen der Geschichte. So weit so gut.

Über eben soviel werden sich die TeilnehmerInnen an der Konferenz „Deutsche Nationalitätseuphorie. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Nationalstaat und die Nation als Ausdruck eines Volkes mit Geschichte ist eng verwoben mit der Geschichte des Kapitalismus. Sowohl Volk, als auch Nation schließen Menschen von einer bestimmten Gemeinschaft aus und Staaten gehören sowieso auf den Müllhaufen der Geschichte. So weit so gut.</strong></p>
<p><span id="more-1718"></span></p>
<p>Über eben soviel werden sich die TeilnehmerInnen an der Konferenz „Deutsche Nationalitätseuphorie. Zur Kritik des Nationalismus in Sport und Popkultur“ einig gewesen sein. Darauf- und auf einige weitere Überlegungen hin, brachtene einige 2009 das Buch „ Irrsinn der Normalität heraus“; um die restlichen Fragen zur neuen Deutschen Nation zu erläutern</p>
<p><strong>Dicke Bretter</strong></p>
<p>Dreh- und Angelpunkt des Buches ist die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2006 in Deutschland. Dort war es nach dem Unterlassen des Deutschen Nationalstolzes per Dekret nach dem Nationalssozialsismus wieder offen und auf breiter Front zu nationalistischen Äußerungen und dem Zeigen Nationaler Symbole gekommen. Nicht nur die VerfasserInnen des vorliegenden Buches empfanden das als sehr bedrohlich.<br />
Zentrales Anliegen im Buch ist dann, einige der VerfasserInnen, der Nachweis, dass Sport und Fußball vieles sind, aber bestimmt nicht unpolitisch.</p>
<img class="size-full wp-image-1621" title="" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/05/41BVvegMEhL._SL500_AA300_.jpg" alt="" width="350" height="400" />
<p>Schnell klärt sich, dass der neue deutsche Nationalismus sich als hipper und unverdächtiger Patriotismus tarnen will. Es genügt im übrigen das Thema der Tagung zu googeln, um in Focus und anderen Schriften auf begeisterte Deutsche zu treffen, die schon während der WM 2006 wünschten, der Taumel würde nicht enden. „Wir sind ein starkes Volk das viel bewegen kann wenn wir uns bewegen“¹</p>
<p><strong>Starker Tobak!</strong></p>
<p>Alte Bekannte wie Adorno, Poulantzas und Demirovic sollten einem/r nicht allzu viel Schrecken, wenn man dieses Buch mit Genuss lesen möchte. Sie werden häufig und gerne zu Rate gezogen.<br />
Es wird im Klappentext ausführlich betont, dass Studierende, fertig Studierte und Lohnabhängige an der Produktion des Schriftstückes beteiligt gewesen seien. Das ist lobenswert, führt aber sehr wahrscheinlich nicht dazu, dass einE NormalarbeiterIn mit Normalarbeitsverhältnis das Buch verstehen wird.<br />
Man muss schon eine autonome Schule durch gemacht haben, vorzugsweise bei der Antifa F aus Frankfurt um so richtig warm mit dem Buch zu werden. Oder man findet sich damit ab, dass man eben nicht alles versteht. Was dann noch bleibt, ist einem/r dann entweder zu plump oder man hat wirklich etwas gelernt</p>
<p></strong>Felix Blind<strong></p>
<p><em>¹http://www.focus.de/sport/fussball/wm2006/wm-euphorie_aid_110355.html</em></p>
<p><em>Projektgruppe Nationalismuskritik (Hrsg.) &#8211; „Irrsinn der Normalität. Aspekte der Reartikulation des deutschen Nationalismus“, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster, 2009</em></p>
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		<title>Der Euromayday kommt ins Revier</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Da viele 1.Mai-Demos zu ritualisiert und überladen wirken, hat sich mit dem Euromayday ein neues Konzept von politischer Demonstration etabliert. Der Euromayday zeigt durch einen Mix aus parade und Straßenfest den attraktiven Cahrakter von Protest. Den Euromayday gibt es in Städten, wie Hamburg, Mailand, Hanau und Toronto. 2010 findet er das erste Mal im Ruhrgebiet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da viele 1.Mai-Demos zu ritualisiert und überladen wirken, hat sich mit dem Euromayday ein neues Konzept von politischer Demonstration etabliert. Der Euromayday zeigt durch einen Mix aus parade und Straßenfest den attraktiven Cahrakter von Protest. Den Euromayday gibt es in Städten, wie Hamburg, Mailand, Hanau und Toronto. 2010 findet er das erste Mal im Ruhrgebiet, in Dortmund, statt. Utopia-Redakteur Felix Blind sprach mit zwei der OrganisatorInnen Martin und Thomas.</strong></p>
<p><span id="more-1671"></span></p>
<p><strong>Was ist der Euromayday?</strong><br />
Zentrales Anliegen des Euromaydays ist es, den verschiedenartigsten Formen von Prekarisierung in Arbeit und Leben, die durch die klassischen Institutionen nicht mehr organisiert werden können, einen Ausdruck zu geben. Dabei geht es weniger um Repräsentation und Einheitlichkeit, sondern um ein Sichtbarmachen der Vielheit der Wünsche, Lebens- und Kampfformen. Im Zentrum stehen dabei Selbstorganisation und Vernetzung.<br />
Die Organisation des Euromayday am 1. Mai soll genau dieses Spannungsverhältnis auch symbolisch aufzeigen.</p>
<img class="size-full wp-image-1621" title="" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/04/euromayday-banner.gif" alt="" width="500" height="400" />
<p><strong>Der 1. Mai wird als Tag der Arbeit regelrecht gefeiert. Lohnarbeit und Unterdrückung ist dabei nicht Thema. Eigentlich werden hierzulande nur alle ruhig gestellt bei Bockwurt und Bier, beim Maigang oder beim DGB. Wie kann sich das ändern?</strong><br />
Es muß ein Paradigmenwechsel her. Lohnarbeit im herkömmlichen Sinn kann nicht eine der Hauptdefinitionen von Leben sein. Selbstorganisation ohne unterdrückende Autorität in freier Assoziation ist Grundlage freier Entfaltung. Euromayday will dies demonstrativ aufzeigen und Menschen für<br />
lebenswertere Lebensformen begeistern.</p>
<p><strong>Warum gerade in Dortmund? Wie schätzt ihr die politische Lage in Dortmund und dem Ruhrgebiet ein?</strong><br />
Dortmund gehört zum industriell geprägten Kern des Ruhrgebiets. Die Arbeitsbedingungen sind immer von den Kapitaleignern bestimmt worden. Mitsprache ist eher marginal. Im Zweifel ging und geht es immer gegen die Bevölkerung. Aktuell wird mit dem Heilsversprechen Kreativwirtschaft im Zusammenhang<br />
mit der Kulturhauptstadt 2010 versucht, den Strukturwandel des Ruhrgebiet voranzutreiben. Das wird scheitern und gleichzeitig die weitere Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse voranzutreiben.<br />
Gängelung und unmäßiger Geltungsdrang der politisch Verantwortlichen fördern ein Gegeneinander und nicht ein Miteinander. Wachstumsökonomie um jeden Preis. Hier unterscheiden sich die Parteien kaum.<br />
Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Rechtsruck. Neofaschisten versuchen verstärkt, mit revisionistischen<br />
Antworten, Menschen zu gewinnen.</p>
<p><strong>Ihr habt zwei Wägen, viele DJs und ein bißchen Vorschuss-Lorbeeren wegen Euromaydays in Berlin, Mailand, Hamburg und anderswo. Was lässt sich an diesem ersten Mai beim Euromayday in Dortmund erreichen? Was ist euer Ziel?</strong><br />
Zunächst wird Öffentlichkeit hergestellt. Konzepte für eine andere Gesellschaft, wie bereits benannt, werden beim Euromayday in die Öffentlichkeit getragen. Im besten Fall entwickelt sich hieraus ein immer größer werdendes Netzwerk von Leuten, die anders leben wollen und den bisherigen sozio-politischen Ideenträgern eine Absage erteilen. Euromayday Ruhr soll ein Öffentlichkeitsträger zur Entwicklung von selbstverwalteten Strukturen sein.</p>
<p><a href="http://euromayday.noblogs.org"></p>
<ol>
</ol>
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		<title>Wer hat uns verratInnen?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 07:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinem neuesten Buch legt Helge Döhring ein Augenmerk auf eines der unrühmlichsten Kapitel der Sozialdemokratie: Die Beteiligung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und des Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) an der Kriegshetze zum 1. Weltkrieg und den Kriegsdarlehen. Warum eigentlich hat sich die „zu dem Zeitpunkt stärkste ArbeiterInnenbewegung der Welt“ sich nicht mit einem Generalstreik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seinem neuesten Buch legt Helge Döhring ein Augenmerk auf eines der unrühmlichsten Kapitel der Sozialdemokratie: Die Beteiligung der Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und des Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) an der Kriegshetze zum 1. Weltkrieg und den Kriegsdarlehen. Warum eigentlich hat sich die „zu dem Zeitpunkt stärkste ArbeiterInnenbewegung der Welt“ sich nicht mit einem Generalstreik gegen das Gräuel des Krieges gewehrt?</strong></p>
<p><span id="more-1659"></span></p>
<p>Helge Döhring ist bekannt als eine Art Haushistoriker der FAU und syndikalistischer Gewerkschaftbewegungen im deutschsprachigen Raum. Themen wie Anarchosyndikalismus in Ostpreußen und ähnliche Grundlagenforschung fallen in sein Aufgabengebiet. Leider wirkt seine Rhetorik etwas angestaubt, Personen kommen bei ihm nur in der männlichen Ausführung vor und radikale Kritik an reformistischen und marxistischen Ideologien nimmt immer einen großen Platz ein.</p>
<p>In seinem neuen Buch beschäftigt er sich mit dem realativ zentralen Thema 1. Weltkrieg, Kriegskredite und das Scheitern der Sozialdemokratie an der Wirklichkeit.<br />
Der Grund für die reaktionäre Politik von SPD und ADGB vor dem 1. Weltkrieg wird hier dargestellt als marxististisches Brett vorm Kopf. Die Versuche werden geschildert, mehr politische Macht im Parlament zu ausüben zu können und das zu tun, was für den historischen Zeitpunkt das Richtige sei. Das Richtige war für die SPD-Linke, wie etwa Rosa Luxemburg, erst einmal die Erringung von Herrschaft, da diesen Menschen die Zeit nicht reif für eine Veränderung zu Gunsten aller schien.</p>
<div id="attachment_1621" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1621" title="Avatar-Navi" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2010/04/generalstreik.jpg" alt="Foto: Edition AV" width="500" height="400" /><p class="wp-caption-text">Foto: Syndikat A</p></div>
<p>Viele der Thesen wirken wie ein Aufschrei und sind Balsam für die Gemüter derer, die sich von SozialdemokratInnen, parlamentarischen VertreterInnen und GewerkschaftsfunktionärInnen verraten fühlen.<br />
Die Sozialdemokratie als „Sekundant des Kaisserreiches“ bietet vielen von der Sozialdemokratie enttäuschten RevolutionärInnen ein wenig Genugtuung. Das birgt aber letztlich doch die Gefahr, wieder die gleiche Geschichte zu erzählen, wie die gegenseitige Beschuldigung von KommunistInnen, AnarchistInnen und SozialdemokratInnen, der NSDAP und Adolf Hitler zu politischer und gesellschaftlicher Macht verholfen zu haben.</p>
<p><strong>Hat sich was getan seit damals?</strong><br />
Döhring sieht sich dabei in Gesellschaft der bereits vor Mitte des letzten Jahrhunderts verstorbenen Friedeberg und Roller. Diese beiden Befürworter dezentraler und hierarchiearmer – syndikalistischer – Gewerschafts- und ArbeiterInnenbewegung lässt er in seinem Buch zu Wort kommen.<br />
Gerade auch dadurch wird offenbar, dass der Niedergang der Sozialdemokratie nicht erst mit Helmut Schmidt zu Grunde gegangen ist. Die reaktionäre Politik von Bebel und Liebknecht und ihre Zustimmung zu einem Krieg „für das Deutsche Volk“ und den Krediten, die die SPD dem Kaiserreich anlässlich des Krieges gegeben hat war letztlich schon der Sargnagel, der offenbart, dass die Sozialdemokratie für Gelichheit und Freihei jedenfalls nicht gut ist.<br />
Das Fazit, was Döhring zieht ist allerdings wenig zukunftsweisend. Wir sollen uns nicht von diesen Heilsversprechen, wie „nach der Revolution wird alles besser“ blenden lassen, sondern dort wo wir sind unsere Belange selbst in die Hand nehmen. Angesichts der Tatsache, dass nur noch die letzten linken GewerkschafterInnen und AnarchosyndikalistInnen ein Buch, das Generalstreik heißt in die Hnad nehmen würden, eine reichlich überflüssige Warnung.<br />
Letztlich bedeutet sein Aufruf, dass der DGB, die Sozialdemokratie (die Partei, die dem heute am nächsten kommt, ist wohl DIE:LINKE, auch wenn diese lange nicht so revolutionär ist, wie die SPD damals) schlecht für die Befreiung von Menschen aus Unterdrückung sind.<br />
Fragt sich, ob wir gesellschaftlich nicht längst da angekommen sind, wo selbst der DGB und DIE:LINKE nichts mehr falsch machen können. Denn was Helge Döhring nicht mitbedenkt, dass durch Normen und Gebräuche die meisten Menschen eben nicht einmal mehr das Ziel haben, ein gutes Leben führen zu wollen.</p>
<p><strong>Felix Blind</strong></p>
<p><em>Helge Döhring – „Generalstreik!“ Verlag Edition AV, Lich, 2009</em></p>
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