Archiv der Kategorie 'Sexismus und Geschlechterverhältnisse'

Buchbesprechung: Feminismus macht das Leben schöner!

Nicht nur Alice Schwarzer hat etwas zum Thema Feminismus zu sagen. Das zeigt das Buch "Wir Alphamädchen". Es schreiben "ganz normale Frauen", was sie stört und was geändert werden muss in einer Gesellschaft, die erschreckenderweise zu einem riesigen Rückschritt Richtung "Frauen an den Herd" zu tendieren scheint. Junge Frauen und Männer haben keine Lust, irgendwelchen Klischees zu entsprechen, von der Werbung erfundenen Schönheitsidealen hinterherzueifern und vor allem wollen sie nicht mit fadenscheinigen biologistischen Begründungen in mehr als verstaubte Rollenmuster gedrängt werden.

Das Buch als Einstieg ins Thema macht richtig Lust, sich selbst als als Feminist oder Feministin zu bezeichnen. Die Lektüre räumt, in Sachkapitel unterteilt, mit alten Vorurteilen gegenüber dem Feminismus auf und zeigt, dass Feministen und Feministinnen ziemlich sexy sind und mehr Spaß am Leben haben können!

Ani K.

Meredith Haaf / Susanne Klingner / Barbara Streidl: "Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht", Hoffmann und Campe Verlag 2008, 19,95 Euro.

Mädchenmannschaft - Blog der Autorinnen

Anna, wasch ab, Arthur, bring den Müll runter!

Die Regierung hat es geschafft: Einführung und Förderung der „Elternzeit“ für das männliche Elter sowie der „Girl’s Day“ haben sämtliche Geschlechtsunterschiede nivelliert. „Frauen füllen Führungspositionen genauso gut wie Männer“, jubelt Ursula von der Leyen, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gewieft fragt sie LeserInnen ihres Rundbriefs zur Wanderausstellung „Rollenbilder im Wandel“, ob ihnen nicht der Verdacht erwachsen könne, „eine Frau sei unter Umständen nicht in der Lage die gleiche Leistung wie eine männliche Kraft zu bringen”; die Frage beantwortet sie selbst:
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Rätsel: Männer und Fußball

Eine kleine Geschichte

Ein Vater fuhr einmal mit seinem Sohn zum Fußballländerspiel; mitten auf einem Bahnübergang blieb der Wagen stehen. In der Ferne hörte man schon den Zug pfeifen. Voller Verzweiflung versuchte der Vater, den Motor wieder anzulassen, aber vor Aufregung schaffte er es nicht, sodass das Auto von dem heranrasenden Zug erfasst wurde. Ein Krankenwagen jagte zum Ort des Geschehens und holte die beiden ab. Auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Vater. Der Sohn lebte noch, aber sein Zustand war sehr ernst; er musste sofort operiert werden. Kaum im Krankenhaus angekommen, wurde er in den Operationsraum gefahren, wo schon das Dienst habende Chirurgenteam wartete. Als sie sich jedoch über den Jungen beugten, sagte Dr. Mayer mit erschrockener Stimme: „Ich kann nicht operieren - das ist mein Sohn!“

Verwirrt? Dann lies dir den Text noch einmal in Ruhe durch…

Gedicht: no-man in a man’s so

Sie sagten, ich sei ein Junge,
und Jungen weinen nicht.
Sie sagten, ich sei ein Junge,
und Jungen wissen immer weiter.
Sie sagten ich sei ein Junge,
und Jungen sind kalt und berechnend
Sie sagten, ich sei ein Junge,
und Jungen stehen auf Mädchen.
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Kommentar: Immer nur Schwarzer

Es ist kaum zu glauben: Das war kein gemeiner Bruch des Presse- und Werberechts und auch kein Titanic-Scherz. Alice Schwarzer ist nicht in ihrem Büro Amok gelaufen und hat auch keine AnwältInnen auf die BILD gehetzt. Nein, sie hat ernsthaft und freiwillig – nicht etwa „zwangsprostituiert“ - für die BILD geworben. Dafür, dass diese Zeitung die Wahrheit ausspricht. Wahrheiten, wie die, dass das Seite 1-Girl Sonja (19) gerne Kirschen isst und sich in Höschen ablichten lässt.
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