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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; Tierbefreiung und Antispeziesismus</title>
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	<description>herrschaftslos, gewaltfrei</description>
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		<title>Den Veganismus in seinem Lauf&#8230;</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/tierrechte-und-antispeziesismus/den-veganismus-in-seinem-lauf/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 17:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Mai erschien bei Compassion Media die zweite Auflage des Erfolgsbüchleins „Vegan!“ von Marc Pierschel. Eine weitergehende Auseinandersetzungen mit den politischen Begründungen der veganen Lebensweise bleibt jedoch „Pflicht“ für alle Neulinge.
Der Soziologe und Mitbegründer des Graswurzelkollektivs „Roots of Compassion“ legt ein vor allem an jugendliche Einsteiger_innen gerichtetes Bändchen vor, das zugleich vom Veganismus überzeugen, Argumente [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Mai erschien bei Compassion Media die zweite Auflage des Erfolgsbüchleins „Vegan!“ von Marc Pierschel. Eine weitergehende Auseinandersetzungen mit den politischen Begründungen der veganen Lebensweise bleibt jedoch „Pflicht“ für alle Neulinge.</strong><span id="more-2117"></span></p>
<p>Der Soziologe und Mitbegründer des Graswurzelkollektivs „Roots of Compassion“ legt ein vor allem an jugendliche Einsteiger_innen gerichtetes Bändchen vor, das zugleich vom Veganismus überzeugen, Argumente liefern und Ratgeber für den Alltag und diverse Lebenslagen sein soll.<br />
Es zeichnet kurz und bündig die Geschichte des Veganismus nach, fasst die Argumente gegen Zoo, Pelz, Leder, Tierversuche, Jagd, omnivore und auch vegetarische Ernährung zusammen und liefert einen kurzen Überblick der verschiedenen philosophischen Begründungsansätze, auf denen das Mensch-Tier-Verhältnis basiert. In einem weiteren Kapitel werden überzeugend die Mythen über die angeblich zwingende Gesundheitsschädlichkeit des Veganismus widerlegt.</p>
<p>Abgerundet wird das Ganze mit einem kleinen Sprachführer, einigen Rezepten aus dem legendären Kochbuch „Vegan lecker lecker!“, einer Ernährungstabelle und einer E-Nummern-Liste. Zu jedem Kapitel finden sich außerdem einige Literaturhinweise zum Weiterlesen.</p>
<p>Auf die Schattenseiten der Tierrechtsbewegung geht der Autor, vermutlich aus Gründen des Platzmangels, leider nicht ein. Dazu gehören zum Beispiel die in der Tat vorhandene Relativierung von Menschenrechten durch die Forderung nach gleichen moralischen Maßstäben zur Behandlung von Menschen und anderen Tieren (Vergleich von Massentierhaltung mit dem Holocaust, Mordvorwurf an Fleisch-Essende, Gleichsetzung von künstlicher Befruchtung in der Tierhaltung mit der Vergewaltigung von Menschen), eine puritanische Verzichtsethik, reaktionäre Zivilisationskritik oder der Irrglauben, individueller Konsum könne wesentlich zu weitreichenden gesellschaftlichen Umwälzungen beitragen.. Erfreulich sind hingegen die Hinweise auf die ökologische Fortschrittlichkeit der veganen Ernährung und die spezifische Zurichtung nicht-menschlicher Tiere in kapitalistischen Gesellschaften.</p>
<p>Insgesamt ist „Vegan!“ vor allem für die Zielgruppe sehr geeignet und überzeugt besonders mit dem umfangreichen Anhang, der das Buch auch nach der „Einstiegsphase“ zum nützlichen Tool macht.</p>
<p><em><br />
Kai Schubert ist 20 Jahre alt und fängt demnächst ein Studium in Berlin an.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bio und vegan – ein Widerspruch?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/bio-und-vegan-%e2%80%93-ein-widerspruch/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 17:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es möglich, viele oder alle Menschen vegan zu leben und gleichzeitig die Lebensmittel ökologisch-nachhaltig zu produzieren? Oder würde dann mit Massen von Kunstdünger eine ökologische Katastrophe drohen?
In der ökologischen Landwirtschaft wird das Ziel verfolgt, einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf zu erreichen. Die zur Erzeugung der Endprodukte notwendigen Stoffe, zum Beispiel Dünger, stammen also im Idealfall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ist es möglich, viele oder alle Menschen vegan zu leben und gleichzeitig die Lebensmittel ökologisch-nachhaltig zu produzieren? Oder würde dann mit Massen von Kunstdünger eine ökologische Katastrophe drohen?<span id="more-2114"></span></strong><br />
In der ökologischen Landwirtschaft wird das Ziel verfolgt, einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf zu erreichen. Die zur Erzeugung der Endprodukte notwendigen Stoffe, zum Beispiel Dünger, stammen also im Idealfall vom eigenen Betrieb. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel wie beispielsweise Pestizide wird der negative Einfluss auf die Umwelt verringert.<br />
Die üblichen Bio-Betriebe setzen zur Erreichung dieses Ziels auf eine Koppelung von Tierhaltung und Ackerbau. Neben den zum Verkauf angebauten Feldfrüchten werden auch Futtermittel für die Tiere hergestellt; deren Mist sowie Abfälle aus dem Schlachthaus, also Blut und Knochenmehl, werden wiederum als Dünger für die Felder verwendet.<br />
Ist es für Veganer_innen überhaupt möglich, Erzeugnisse aus ökologischer Landwirtschaft zu erwerben, die ohne den Einsatz von tierlichen Produkten erzeugt wurden?</p>
<p><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/09/VONLOGO.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2115" title="VONLOGO" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/09/VONLOGO.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Um eine Lösung zu finden, beziehungsweise die schon vorhandenen Konzepte weiter zu verbreiten, wurde 1996 in England das „Vegan Organic Network“ gegründet. Dieses hat Standards für eine tierhaltungsfreie biologische Nahrungsmittelerzeugung erstellt und vergibt an Betriebe, die nach diesen Maßstäben arbeiten, das “Stockfree Organic“Siegel. Einige Landwirte haben ein Konzept entwickelt, mit dem sie auch ohne tierlichen und natürlich ohne chemisch-synthetischen Dünger auskommen. Dieses Anbaukonzept beruht auf den folgenden drei Methoden:<br />
Fruchtfolge<br />
Um die Fruchtbarkeit des Bodens nicht zu schnell zu „verbrauchen“ und damit erneutes Düngen notwendig zu machen, bauen die Landwirt_innen Nahrungsmittel in der Regel in einer siebenjährigen Fruchtfolge an. In jedem Jahr bauen sie andere Pflanzen an, die dem Boden verschiedene Nährstoffe in unterschiedlicher Menge entziehen. Beim Ernten und Pflügen wählen die Landwirte Methoden, die möglichst schonend für die Bodenstruktur sind.<br />
Außerdem wird durch eine Fruchtfolge &#8211; im Gegensatz zu Monokulturen &#8211; die Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten deutlich reduziert.<br />
Gründüngung<br />
Neben den Nahrungsmitteln werden auch Pflanzen angebaut, die die Fruchtbarkeit des Bodens erhöhen. Diese schirmen den Ackerboden gegen Temperaturschwankungen ab und lockern den Boden durch ihre tiefe Verwurzelung auf, wodurch die Bodenstruktur verbessert wird. Welche Pflanzenart zur Gründüngung verwendet wird, entscheidet der/die Landwirt_in je nach Bedarf des Bodens. Einige Pflanzen reichern den Boden durch intensive Photosynthese mit Kohlenstoffen an, andere wiederum stehen in Symbiose mit Bakterien, welche den Boden mit Stickstoff versorgen. Es gibt sogar bewährte Pflanzenarten um den Bestand von bestimmten Schädlingen, wie zum Beispiel Fadenwürmer, gering zu halten.<br />
Zur Gründüngung werden vor allem Leguminosen, also Hülsenfrüchtler wie Bohnen, Klee und Lupinen, und auch Kreuzblüter wie Senf oder Raps verwendet. Oft werden auch Kombinationen aus mehreren Sorten angebaut.<br />
Kompostierung<br />
Zusätzlich zur Gründüngung werden die Ackerböden mit Kompost gedüngt. Die Pflanzenabfälle werden kompostiert und der entstehende Humus wird zur Steigerung der Fruchtbarkeit auf den Ackerboden aufgetragen. Durch einen intensiven Einsatz der Gründüngung kann der Bedarf an Kompost und der damit verbundene hohe Arbeitsaufwand stark minimalisiert werden.</p>
<p>Die Zahl der Betriebe, die ohne die Ausbeutung und Tötung von Tieren und den damit verbundenen Belastungen der Umwelt arbeiten, nimmt weltweit stetig zu. In vielen Ländern wurden schon Netzwerke wie das Vegan Organic Network in England gegründet, die diese Anbaumethode unterstützen und weiter verbreiten.</p>
<p><em>Jan</em></p>
<p>Vegan Organic Network: <a href="http://veganorganic.net" target="_blank">veganorganic.net</a><br />
Biologisch Veganes Netzwerk: <a href="http://biovegan.wordpress.com" target="_blank">biovegan.wordpress.com</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tierrechte = Unpolitisch?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/tierrechte-und-antispeziesismus/tierrechte-unpolitisch/</link>
		<comments>http://www.jugendzeitung.net/tierrechte-und-antispeziesismus/tierrechte-unpolitisch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 08:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen Abschiebung, Kapitalismus und Tierausbeutung
Vom 19.- 22. Mai 2011 fand in Luxemburg die “International Animal Rights Conference 2011” (IARC) statt. Die Veranstaltung wird im Folgenden von Animal Justice (einer Tierbefreiungsgruppe aus Luxemburg) kritisiert, da sie Herrschaftsverhältnisse und die kapitalistische Verwertungslogik reproduzierte.
Die IARC fand im Novotel Hotel statt, das der Accor S.A gehört, welche massiv an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong>Gegen Abschiebung, Kapitalismus und Tierausbeutung</strong><span id="more-2049"></span></p>
<p>Vom 19.- 22. Mai 2011 fand in Luxemburg die “International Animal Rights Conference 2011” (IARC) statt. Die Veranstaltung wird im Folgenden von Animal Justice (einer Tierbefreiungsgruppe aus Luxemburg) kritisiert, da sie Herrschaftsverhältnisse und die kapitalistische Verwertungslogik reproduzierte.</p>
<p>Die IARC fand im Novotel Hotel statt, das der Accor S.A gehört, welche massiv an Abschiebungen von “illegalen” Migrant_innen beteiligt ist.</p>
<p style="text-align: left;">Als antikapitalistische/antispeziesistische Gruppe sprachen wir uns offen gegen die Organisation einer solchen Konferenz aus. Der vollständige Text der Kritik findet sich auf vegan.lu. Wir nutzen die Möglichkeit hier, um noch einmal klare Position zu beziehen und um (hoffentlich) weitere Diskussionen anzuregen.</p>
<div id="attachment_2050" class="wp-caption aligncenter" style="width: 282px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/06/menschtier.jpg"><img class="size-full wp-image-2050 " title="menschtier" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/06/menschtier.jpg" alt="" width="272" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">Für die Befreiung aller Tiere - auch Menschen!</p></div>
<p>Wir verstehen Antispeziesismus (Speziesismus bezeichnet die Ungleichbehandlung von Lebewesen aufgrund ihrer Art) als Teil einer Herrschaftskritik und als weiterführende Kapitalismuskritik. Eine Befreiung jedes Lebewesens ist nur in einer selbstbestimmten, herrschaftsfreien Welt möglich. Die Reproduktion von Herrschaftsverhältnissen behindert diesen Schritt und somit die Befreiung von menschlichen sowie nicht-menschlichen Tieren.</p>
<p>Die Kritik an der Ausbeutung von Tieren ist keinesweges ein Randphänomen, sondern muss ergänzend als integraler Bestandteil einer weitumfassenden Herrschaftskritik verstanden werden. Ausgrenzungs- und Herrschaftsmechanismen sind miteinander verzahnt und bedienen sich gegenseitig. Und trotzdem besitzen alle ihre eigenen Dynamiken.</p>
<p>Dass es kontraproduktiv ist, ein Unterdrückungsverhältniss “unpolitisch” und nicht im Gesamtkontext zu behandeln, gilt nicht nur für die Kritik an der Ausbeutung von Tieren, sondern auch für andere Kämpfe, z.B. ist es doch sehr fragwürdig, mit Mackerverhalten oder homophoben Ausdrucksweisen gegen Nazis vorzugehen.</p>
<p>Die Kritik an der Ausbeutung von Tieren aus einer nicht-herrschaftskritischen Perspektive hat außerdem zur Folge, dass reaktionäre/anti-emanzipatorische Gruppen und Personen die Thematik der Tierausbeutung für ihre Zwecke missbrauchen (können).</p>
<p>Herrschaft durchzieht verschiedene Sphären und kann nur als Ganzes verstanden werden. Für die Befreiung von (nicht-menschlichen und menschlichen) Tieren!</p>
<p><em><strong>Animal Justice</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erfolgreiche PelzgegnerInnen</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/tierrechte-und-antispeziesismus/erfolgreiche-pelzgegnerinnen/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 21:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühling 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=2012</guid>
		<description><![CDATA[Kampagnenarbeit – der Schlüssel zum Erfolg?
Es gibt viele Methoden, um für eine herrschaftsfreie Gesellschaft zu kämpfen. Während die einen ihren Schwerpunkt auf Theoriearbeit legen, versuchen andere, durch Aktionen konkret Veränderungen zu erzielen. Schwierig ist dabei immer, die Effektivität bestimmter Aktionen oder Projekte einzuschätzen. Eine Form der politischen Arbeit gibt diesbezüglich jedoch eine klare Rückmeldung &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong>Kampagnenarbeit – der Schlüssel zum Erfolg?</strong></p>
<p><strong>Es gibt viele Methoden, um für eine herrschaftsfreie Gesellschaft zu kämpfen. Während die einen ihren Schwerpunkt auf Theoriearbeit legen, versuchen andere, durch Aktionen konkret Veränderungen zu erzielen. Schwierig ist dabei immer, die Effektivität bestimmter Aktionen oder Projekte einzuschätzen. Eine Form der politischen Arbeit gibt diesbezüglich jedoch eine klare Rückmeldung &#8211; die Kampagnenarbeit. </strong><span id="more-2012"></span></p>
<p>Die Kampagne, wie sie in der Tierbefreiungsbewegung schon mehrfach erfolgreich durchgeführt wurde, zeichnet sich durch ihre klar definierten Forderungen aus, mit denen sie ein Unternehmen konfrontiert. Im Fall der im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossenen Anti-Pelz-Kampagne gegen Escada war eine der Forderungen die schriftliche Bestätigung über den Ausstieg aus dem Pelzhandel. Werden die aufgestellten Forderungen nicht erfüllt, startet die Kampagne; bei Escada gab es allein in den ersten Monaten mehr als 300 Aktionen und es beteiligten sich Aktivist_innen aus über 20 Ländern. Kampagnen sollten  keine hierarchische Struktur haben,   ein Organisationsteam kann aber hilfreich sein: Bei der Koordination, um mit dem betroffenen Unternehmen Kontakt zu halten und eine Homepage für die Dokumentation der Aktionen zu erstellen.</p>
<div id="attachment_2014" class="wp-caption aligncenter" style="width: 333px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/03/2009-06-13_Covance-Demo-MS-8.jpg"><img class="size-full wp-image-2014" title="2009-06-13_Covance-Demo-MS-8" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/03/2009-06-13_Covance-Demo-MS-8.jpg" alt="" width="323" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Demonstration gegen Tierversuche und die Pelzindustrie in Münster (Westfalen) 2009 | Foto: Michael Schulze von Glaßer</p></div>
<p>Der Vorteil für Aktionsgruppen, sich einer Kampagne anzuschließen oder gar eine eigene aufzustellen ist nicht nur, dass die Kampagne ein konkretes Ziel liefert, sondern auch, dass sie Aussicht auf Erfolg verspricht. Außerdem gibt es immer viele Ansatzpunkte, um den Druck aufzubauen, der notwendig ist, um die Kampagne erfolgreich abzuschließen. Bei der Escada-Kampagne wurde zum einen die Kundschaft direkt vor den Läden mit den Grausamkeiten der Pelzindustrie konfrontiert, zum anderen kam es zu Störungen von Aktionärsversammlungen, Fashionshows und anderen Events. Ein finanzieller Schaden, verursacht durch Kundenverlust, direkte Aktionen  und Imageschaden ist oft die Voraussetzung für das Unternehmen, Forderungen zu erfüllen. Abgeschlossene Kampagnen geben meist keinen Aufschluss darüber, welcher Faktor ausschlaggebend für den Erfolg war. Bei Escada kann man aber davon ausgehen, dass sowohl der Imagewandel des Konzerns und die zwischenzeitlich sehr schlechte finanzielle Lage als auch die Kontinuität der Aktionen und einige direkte Aktionen dazu beigetragen haben, dass dieses Unternehmen keinen Echtpelz mehr verkauft.<br />
Von den Kritikpunkten an der Kampagnenarbeit wäre an erster Stelle wohl das Risiko der Repression zu nennen.  Für Escada lag es nahe, zuerst mit juristischen Mitteln gegen die Kampagne vorzugehen, um sie ohne Erfüllung der Forderungen loszuwerden. So wurden angemeldete Aktionen durch einstweilige Verfügungen oder übertriebene Auflagen weitgehend eingeschränkt und Aktionen des zivilen Ungehorsames strafrechtlich verfolgt. Kampagnen können außerdem sehr lange dauern, je nachdem wie hoch das Ziel gesteckt ist. Wie sich auch bei der 3-jährigen Escada-Kampagne zeigte, besteht hierbei die Gefahr, dass die Beteiligung der Aktionsgruppen sinkt. Während sich anfangs viele Gruppen aus der BRD und anderen Ländern beteiligten, konzentrierte sich der Protest gegen Ende auf nur wenige Städte.</p>
<p>Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Kampagnen ein sehr effektives Mittel im politischen Kampf sind, sofern eine rege und kontinuierliche Beteiligung anderer Gruppen bis zum Schluss vorausgesetzt werden kann. Der Erfolg der Escada-Kampagne zeigt nicht zuletzt, dass auch große, prestigeträchtige Konzerne nicht immun gegen den Protest sozialer Bewegungen sind.</p>
<p><em><strong>Veronika Fesl</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezension: Das Schlachten beenden!</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/tierrechte-und-antispeziesismus/rezension-das-schlachten-beenden/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 16:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[Winter 2010]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1908</guid>
		<description><![CDATA[Eine schönere Aufforderung hat ein Buchtitel selten. Die Graswurzelrevolution und der zugehörige Verlag setzen sich seit langem dafür ein. Alte Traditionen, so scheint es, werden hier gerne vorgestellt. Der Veganismus ist so eine.

Das erste, was ich von dem Buch “Das Schlachten beenden” hörte, war, dass das Elend von Tieren vermenschlicht und der Holocaust relativiert werde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 9.5px 'ITC Officina Sans Std'} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; font: 9.5px 'ITC Officina Serif Std'; min-height: 12.0px} p.p3 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; font: 9.5px 'ITC Officina Serif Std'} p.p4 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: right; font: 9.5px 'Helvetica Neue LT Std'} span.s1 {letter-spacing: -0.2px} --><strong>Eine schönere Aufforderung hat ein Buchtitel selten. Die Graswurzelrevolution und der zugehörige Verlag setzen sich seit langem dafür ein. Alte Traditionen, so scheint es, werden hier gerne vorgestellt. Der Veganismus ist so eine.</strong></p>
<p><span id="more-1908"></span></p>
<p>Das erste, was ich von dem Buch “Das Schlachten beenden” hörte, war, dass das Elend von Tieren vermenschlicht und der Holocaust relativiert werde. Immer wieder sorgt der Vorwurf der Verharmlosung des Leides von Menschen durch die Darstellung tierlichen Leides für Aufsehen. So argumentiert etwa die Organisation People for the ethical treatment of animals (PETA), Mord an Tieren sei vergleichbar mit dem Holocaust, der organisierten Vernichtung der europäischen Juden und Jüdinnen. Gerade das Vorwort des Buches bemüht sich stark darum, die Texte einzuordnen. Das Leid von Tieren ist zentraler Aufhänger.</p>
<p>Es soll aber immer der Einzelfall gesehen werden. Das Buch befindet sich allerdings schon von seinem Titel her immer auf einer schmalen Grenze. Argumentiert wird immer von einer allgemeinen Brutalität aus, die Menschen sich aneignen müssen um Mensch wie Tier verletzen oder gar töten zu können.</p>
<p>Das Buch schafft diesen Spagat meist recht gut, einfach weil die individuelle Sicht des/der KonsumentIn geschildert wird: Ich will kein Tier essen, weil ich niemandem schaden möchte. Im Eigentlichen geht die Textsammlung der akuten Problematik – nämlich dem Vergleich mit dem Holocaust – einfach aus dem Weg, da die Texte allesamt von vor 1930 stammen.</p>
<p>Leo Tolstoi, Clara Wichmann, Elisee Reclus und Magnus Schwantje haben so einiges zur historischen Einordnung des Veganismus und des Gedankens an das Ende des Tötens beizutragen. Die aktuelle Debatte kann aber auch durch die gut verständlichen Einordnungen der HerausgeberInnen nicht bedient werden.</p>
<p>Die Notwendigkeit, ethisches Verhalten gegenüber Tieren stark zu machen bleibt aber und darf nicht an alte Texte delegiert werden. Gerade jetzt, da in den Feuilletons Jonathan Safran Foers „Tiere essen“ besprochen wird, muss die linksradikale Debatte weiter gehen, muss nach der Wurzel von Herrschaft gefahndet werden. Es muss geschaut werden, inwiefern Konsumkritik, wie es der Veganismus ist, Sinn macht, inwiefern wir uns selbst ermächtigen können und wo Potentiale sind. Wie nützlich oder bigott ist es, freegan zu sein, also nur weggeworfene Tierprodukte zu verzehren? Wie teuer darf vegane Ernährung sein? Lieber Bioeier oder keine Eier? Was ist eigentlich mit Haustieren?</p>
<p>Das leistet „Das Schlachten beenden!“ leider nicht. Es taugt, um aufzuzeigen, dass das „schon immer“ und „wie früher“ der Carnivoren unhaltbar ist. Hippe Anleitungen für Veganismus zum Mitmachen und Wohlfühlen sehen anders aus.</p>
<p>Zu empfehlen ist aber die harte Auseinandersetzung um Rüdiger Haudes Artikel zum Veganismus in der Graswurzelrevolution, auf die das Buch verweist.</p>
<p><strong>Felix Blind</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Interessen von Tieren bleiben außen vor“</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/tierrechte-und-antispeziesismus/%e2%80%9einteressen-von-tieren-bleiben-ausen-vor%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 12:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühling 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1784</guid>
		<description><![CDATA[Kampagne gegen Milchtierhaltung gestartet
Am 16. Januar demonstrierten AktivistInnen anlässlich der Grünen Woche und des Internationalen Agrarministertreffens in Berlin gegen Milchtierhaltung. Die Aktion war Auftakt der Kampagne „Ausgemolken“, die von den Gruppen „Nandu“ und „Tierfreunde e.V.“ ins Leben gerufen wurde. utopia sprach mit Erasmus von Nandu.

utopia: Ihr sprecht euch gegen jegliche Milchtierhaltung aus. Gibt es nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kampagne gegen Milchtierhaltung gestartet</h4>
<p><strong>Am 16. Januar demonstrierten AktivistInnen anlässlich der Grünen Woche und des Internationalen Agrarministertreffens in Berlin gegen Milchtierhaltung. Die Aktion war Auftakt der Kampagne „Ausgemolken“, die von den Gruppen „Nandu“ und „Tierfreunde e.V.“ ins Leben gerufen wurde. utopia sprach mit Erasmus von Nandu.</strong><br />
<span id="more-1784"></span><br />
<strong>utopia: Ihr sprecht euch gegen jegliche Milchtierhaltung aus. Gibt es nicht auch glückliche Kühe?</strong></p>
<p><strong>Erasmus:</strong> Wir kritisieren generell, dass Menschen Tiere als Ware, Gegenstand oder Maschine behandeln. Es gibt natürlich Unterschiede in der Haltung von Kühen, aber die meisten Probleme sind bei allen Milchherstellern gleich: Die Tiere werden zunächst künstlich geschwängert. Nach der Geburt werden ihnen die Kälber weggenommen, die gemästet und zu Fleisch-Produkten verarbeitet werden. Die Milchkühe werden an Melkmaschinen angeschlossen. Wenn die Tiere keine Milch mehr geben, werden sie neu geschwängert und so weiter. Das ganze läuft ungefähr drei bis fünf Jahre. Danach werden die Tiere geschlachtet, weil sie nicht mehr genug Milch geben, also unprofitabel werden. Eigentlich haben sie eine Lebenserwartung von 20 Jahren. Dazu kommt, dass ein Großteil der Nutztiere in Verhältnissen lebt, bei denen jeder sagen würde, dass sie überhaupt nicht Ok sind. Sie stehen meist auf engstem Raum in ihrer eigenen Scheiße, haben Euter-Entzündungen, offene Wunden und Krankheiten.</p>
<p><strong>Wenn man Kühe nicht mehr melken würde, wären ihre Euter überlastet.</strong></p>
<p>Das stimmt. Die Kühe, die wir kennen, geben mehr Milch als ihre Kälber trinken können. Daher sind sie in der Natur auch nicht überlebensfähig. Das liegt allerdings daran, dass die Kühe von Menschen so gezüchtet wurden, dass sie möglichst viel Milch geben.</p>
<p><strong>Es heißt, Milch sei gesund…</strong></p>
<p>Ja, das haben uns Milchindustrie und Staat jahrzehntelang mit viel Werbung eingeredet. Dadurch hat die Milch ein makellos weißes Image bekommen. Milchkonsum wurde als etwas Tolles, Gesundes und Notwendiges dargestellt. In Wirklichkeit ist Milch erstmal etwas für Kinder, und zwar für Kinder der eigenen Spezies. Erwachsene brauchen Milch nicht. Im Gegenteil: Milchkonsum wird bei vielen Erwachsenen mit Krankheiten wie Akne, Neurodermitis oder der Knochenkrankheit Osteoporose in Verbindung gebracht.</p>
<p><strong>Was hat Milchherstellung mit Umweltverschmutzungen zu tun?</strong></p>
<p>Aktuell ist viel von Klimawandel die Rede. Da spielt die Tierhaltung eine wichtige Rolle. Kühe geben zum Beispiel als Wiederkäuer Methan ab, ein sehr starkes Treibhausgas. Das ist bei Rindern normal. Problematisch ist, dass die Menschen so wahnsinnig viele Tiere zu ihrem Nutzen halten. Dabei spielt der Milchkonsum eine zentrale Rolle. Die Herstellung von einem Liter Milch hat in etwa die gleiche Klimawirkung wie eine Autofahrt über sieben Kilometer. Bei Butter ist das Verhältnis noch krasser: 250 Gramm Butter entsprechen in der Klimabilanz einer 40 Kilometer langen Autofahrt. Tierhaltung trägt zudem zu anderen Umweltzerstörungen wie Wasserverschmutzung und Artenschwund bei. Das zeigte die UN-Studie „Livestock&#8217;s Long Shadow“.</p>
<p><strong>Was wollt ihr mit eurer Kampagne erreichen?</strong></p>
<p>Zunächst wollen wir Leute für das Thema sensibilisieren und über die Folgen des Milchkonsums aufklären. Mittelfristig erhoffen wir uns dadurch, dass weniger Milch konsumiert wird. Aber beim individuellen Konsum kann es wie immer nicht aufhören. Wir müssen uns auch in diesem Bereich als Gesellschaft fragen, was es bedeutet, alles und jedes zu Waren und Maschinen zu machen.</p>
<p><strong>Was für Aktionen sind geplant?</strong></p>
<p>Die Kampagne hat gerade erst angefangen. Wir sind dabei, Aktionsmaterial zu erstellen und arbeiten noch an der Homepage ausgemolken.net, auf der bald auch Anregungen für Aktionen zu finden sein werden. Die Kampagne soll dezentral stattfinden: Wir hoffen, dass sich viele Gruppen aus dem Tierrechtsbereich aber auch aus anderen emanzipatorischen Bewegungen der Kampagne anschließen und eigene Aktionen starten. In Berlin wollen wir zum Beispiel am 18. oder 19. März eine Aktion anlässlich des Berliner Milchforums durchführen. Das Milchforum wird unter anderem vom Deutschen Bauernverband und dem Milchindustrie-Verband veranstaltet. Dementsprechend bleiben die Interessen von Tieren und vielen Menschen außen vor. Wir wollen bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion vor dem Konferenzgebäude diese Interessen berücksichtigen.</p>
<p><strong>Eine letzte Frage: Sehnst du dich nicht manchmal nach einer schönen Käse-Pizza?</strong></p>
<p>Bei guter veganer Pizza vermisse ich nichts, aber bei Auflauf mit Hefeschmelz fehlt mir manchmal die knackige Kruste. Nur fehlt mir bei Auflauf mit Kuhkäse leider viel mehr: Das richtige ethische Verhältnis zwischen meinem Geschmacksluxus und den existenziellen Bedürfnissen der Rinder. Und für andere Milchprodukte haben insbesondere Bio-Hersteller Alternativen entwickelt, die oft schon jetzt die herkömmlichen Milchprodukte in Auswahlmöglichkeiten und Geschmack übertreffen.</p>
<p><strong>Interview: David W.</strong></p>
<p>Mehr Infos: <a href="http://www.ausgemolken.net">www.ausgemolken.net</a>, <a href="http://www.nandu.net">www.nandu.net</a></p>
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		<title>Veganismus jetzt!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[„In a world dominated by violence, exploitation and oppression, it takes courage to show compassion &#8211; join the resistance!” (Quelle: www.rootsofcompassion.de)
Ja, es braucht tatsächlich Mut. Als Veganer_in steht man oft alleine da und kriegt nur verständnislose Blicke von der Seite zugeworfen. Doch nur die wenigsten wissen wirklich, was vegan leben bedeutet.
Es leben in Deutschland gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„In a world dominated by violence, exploitation and oppression, it takes courage to show compassion &#8211; join the resistance!” (Quelle: www.rootsofcompassion.de)<br />
Ja, es braucht tatsächlich Mut. Als Veganer_in steht man oft alleine da und kriegt nur verständnislose Blicke von der Seite zugeworfen. Doch nur die wenigsten wissen wirklich, was vegan leben bedeutet.</strong><span id="more-1079"></span></p>
<p>Es leben in Deutschland gerade mal 0,1 % der Frauen und 0,05 % der Männer vegan, das heißt sie verzichten aus moralischen, ethischen aber auch aus gesundheitlichen Gründen auf Tierprodukte.<br />
Diese geringe Zahl ist sehr schade, da Veganismus weit mehr ist als nur der Verzicht auf Tierprodukte. Es ist auch aktiver Umwelt- und Klimaschutz! Warum? Ganz einfach.<br />
Die Nutztierindustrie verursacht mit 18% der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase mehr Emissionen als der globale Verkehr: Sie trägt einen Anteil von 37% der globalen Methan-Emissionen, 9% des Treibhausgases CO2 und ist Schuld an 65% des schädlichen Stickstoffoxid- Ausstoßes. Hinzu kommt, dass 70% des weltweiten Getreideanbaus in die Fütterung der Tiere und 70% aller Trinkwasserressourcen in die Nutztierhaltung fließen.</p>
<div id="attachment_1080" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1080" title="veganismus3" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/veganismus3.jpg" alt="Massentierhaltung trägt zum Klimawandel bei." width="300" height="158" /><p class="wp-caption-text">Massentierhaltung trägt zum Klimawandel bei.</p></div>
<p>Mal zum Vergleich: Eine vegetarische Ernährungsweise erfordert 4.500 Liter, eine omnivore (also ohne den Verzicht auf Tierprodukte) 15.000 Liter und eine vegane Ernährungsweise gerade mal 1.100 Liter täglich.<br />
Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir also ernähren.<br />
Dazu ebenfalls ein kleiner Vergleich:<br />
Man könnte mit Sojabohnen, die auf einem Hektar Land (also auf der Fläche von etwa 1 ½ Fußballfeldern) wachsen, 5.000 Menschen ernähren, wenn die Sojabohnen direkt als menschliches Nahrungsmittel genutzt würden.<br />
Verfüttert man allerdings die Ernte der Fläche erst an Tiere, kann man von diesen Tieren nur noch 191 Menschen ernähren.</p>
<div id="attachment_1081" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1081" title="veganismus2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/veganismus2.jpg" alt="Veganes Essen ist nicht nur tierfreundlich, ökologisch und sozial - es kann auch richtig lecker sein! Foto: wikimedia.org" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Veganes Essen ist nicht nur tierfreundlich, ökologisch und sozial - es kann auch richtig lecker sein! Foto: wikimedia.org</p></div>
<p>Vegan zu leben bedeutet also nicht nur, im System von Ausbeutung und Grausamkeit nicht mehr mitzumachen, sondern auch einen aktiven Beitrag dazu zu leisten, die Welt immer weiter ein bisschen lebenswerter zu machen, damit nicht nur wir, sondern auch noch die Generationen nach uns etwas von dieser eigentlich schönen Erde haben!</p>
<p><em>Jonas, 16<br />
seit Januar 2009 Veganer</em></p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.rootsofcompassion.de" target="_blank">www.rootsofcompassion.de</a><br />
<a href="http://www.peta.de" target="_blank">www.peta.de</a><br />
<a href="http://www.peta2.de" target="_blank">www.peta2.de</a><br />
Nationale Verzehrsstudie II 2008</p>
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		<title>„Die gesellschaftliche Befreiung der Tiere erreichen“</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/%e2%80%9edie-gesellschaftliche-befreiung-der-tiere-erreichen%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 08:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 27. bis zum 30. August findet auf der „Burg Lohra“ zwischen Göttingen und Erfurt ein „Tierbefreiungskongress“ statt. utopia wollte wissen, worum es bei dem Kongress genau geht und was es mit „Tierbefreiung“ auf sich hat. Dazu haben wir mit Katrin Weinert aus dem Organisationsteam des Kongresses gesprochen.

utopia: „Tierbefreiungskongress“ – das hört sich erstmal an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 27. bis zum 30. August findet auf der „Burg Lohra“ zwischen Göttingen und Erfurt ein „Tierbefreiungskongress“ statt. utopia wollte wissen, worum es bei dem Kongress genau geht und was es mit „Tierbefreiung“ auf sich hat. Dazu haben wir mit Katrin Weinert aus dem Organisationsteam des Kongresses gesprochen.</p>
<p><span id="more-1040"></span></p>
<p><strong>utopia: „Tierbefreiungskongress“ – das hört sich erstmal an, als würden dort Leute darüber diskutieren wie man am besten Scheunentore aufbricht um Kühe frei zu lassen. Liege ich da richtig?</strong></p>
<p><strong>Katrin Weinert</strong>: Das ist natürlich nicht der Inhalt des Kongresses. Uns geht es bei dem Begriff ‚Tierbefreiung’ um eine gesellschaftliche Befreiung der Tiere. Wir solidarisieren uns mit Leuten, die Tiere physisch aus Gewaltverhältnissen befreien &#8211; also unter Umständen auch ‚Scheunentore öffnen’. Inhaltlich soll es beim Kongress aber darum gehen, wie die Tierbefreiungs- und Tierrechtsbewegung die gesellschaftliche Befreiung der Tiere erreichen kann: welche Strategien es gibt, welche Hintergründe die Leute haben, wie man sich vernetzen kann und welche inhaltlichen Themen es noch zu bearbeiten und zu besprechen gibt.</p>
<p><strong>Wie sieht denn das Programm aus?</strong></p>
<p>Es wird Workshops zu verschiedenen Aktionsformen geben, da geht es aber mehr um kreative Aktionen wie ziviler Ungehorsam oder die Organisation von Demonstrationen und Kampagnen. Es gibt aber auch Workshops und Diskusionen zu eher theoretischen Themen wie z.B. dazu wie eine Befreiung der Tiere in verschiedenen theoretischen Konzepten gefasst werden kann. Und auch der Umgang mit Medien, Repression und Blicke in die Geschichte der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung stehen auf dem Programm.</p>
<p><strong>Menschen von der Notwendigkeit der Rechte für Tiere zu überzeugen ist nicht einfach.  Es ist beispielsweise wohl unmöglich Angela Merkel vom Veganismus zu überzeugen. Ist der Kampf nicht aussichtslos?</strong></p>
<p>Es gibt sicherlich Leute, denen Tiere erst einmal egal sind. So etwas sind aber gesellschaftliche Verhältnisse, die wir durchdringen wollen. Wir wollen dieses gesellschaftliche Gewaltverhältnis, das Tiere zu einer Ware macht, thematisieren und Handlungsstrategien entwickeln – es gibt Chancen die Verhältnisse zu verändern, vor allem auch zusammen mit anderen sozialen Bewegungen.</p>
<p>Speziell der Kongress hat gleich mehrere Ziele. Erst einmal sollen natürlich neue Leute an die Bewegung und die Themen der Bewegung herangeführt werden. Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung der schon aktiven Leute aus der Tierrechts-Bewegung. Außerdem soll über aktuelle Themen und eben vor allem über Strategien der Tierbefreiung diskutiert werden. Wir wollen natürlich auch selbstkritisch darüber reden, wie die Bewegung aussieht und was für Fehler und Probleme es in letzter Zeit gab, damit wir diese nicht noch einmal machen. Der Tierbefreiungskongress möchte außerdem nicht bei der Befreiung der Tiere stehen bleiben – der vegane Kapitalismus ist schließlich auch kein gutes Leben.</p>
<p><strong>Noch mal konkret zum Thema ‚Tierbefreiung’: Ihr solidarisiert euch, wie du sagtest, mit Tierbefreierinnen und Tierbefreiern, die das ‚Scheunentor’ öffnen, und zum Kongress kommen sicherlich auch Leute, die solche Aktionen machen. Wenn von heute auf morgen alle Tiere aus ihren Käfigen und Gattern entlassen würden, würden unzählige davon sterben – das wäre ein Riesen-Chaos, viele von Menschen gehaltene Tiere sind in der Natur überhaupt nicht mehr überlebensfähig…</strong></p>
<p>Genau deswegen machen wir auch keinen Kongress zu ‚wie mache ich einen Käfig auf’ sondern zu den gesellschaftlichen Verhältnissen. Es bringt gesellschaftlich nichts, wenn ein paar Käfige geöffnet werden, dafür aber fünfzig mehr gebaut werden. Wir solidarisieren uns dennoch mit Tierbefreierinnen und Tierbefreiern, weil es natürlich für die einzelnen Individuen, die befreit werden, einen riesigen Unterschied macht, ob sie weiter ein tristes Leben in der Fabrik fristen und in engen Käfigen hocken, oder ob sie wenigstens &#8211; für welchen Zeitraum auch immer &#8211; in Freiheit leben, sich bewegen und ihren Interessen und Bedürfnissen nachgehen können. Natürlich kann die Lösung heute nicht sein, tausende überfüllte Käfige aufzumachen und die befreiten Tiere sich selbst zu überlassen, in einer (Um-)Welt, in der kein Platz für sie geschaffen wird – das ist ein langwieriger Prozess, den wir angehen müssen und den wir auch angehen wollen.</p>
<p><strong>Wenn man einige Tiere nicht bejagen würde – zum Beispiel Rehe – würde die unkontrollierte Vermehrung große ökologische Schäden verursachen – die Rehe würden sicherlich ganze Wälder verwüsten…</strong></p>
<p>Das ist eine Annahme, die es gibt. Andererseits gibt es aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gegen diese Annahme sprechen und mit dem ökologischen Aspekt argumentieren, dass sich die Biotope selbst regulieren. Natürlich hängt der Grund, aus dem beispielsweise Rehbestände vom Menschen vernichtet werden, vom Menschen selbst ab. Menschen pflanzen beispielsweise Wälder für die Holzwirtschaft. In der Natur gäbe es noch Büsche zwischen Wald und Feld, nun fängt der Wald direkt neben dem Feld an. Diese Lebensräume, in denen Rehe eigentlich wären und wo sie ‚Schaden’ anrichten würden, nehmen wir ihnen weg. Da gibt es sicherlich Möglichkeiten, Gebiete sich so entwickeln zu lassen, dass ein ‚friedliches Miteinander’ gelebt werden kann, ohne dass der eine den anderen stört oder schädigt.</p>
<p><strong>Man könnte auch sagen, dass es in der Steinzeit auch geklappt hat mit der Selbstregulierung der Natur – würde das geschilderte aber nicht eben genau dorthin zurück führen?</strong></p>
<p>Uns geht es nicht um ein Verneinen von Zivilisationen und Technologie oder um ein ‚Zurück zur Natur’. Es geht uns darum, die Opfer eines offensichtlichen Gewaltverhältnisses dieser Gesellschaft zu befreien. Wie das genau geht, muss man gemeinsam überlegen – es kann in verschiedene Richtungen gehen, heißt aber nicht  ein ‚Zurück in die Steinzeit’. Genau die Frage nach dem ‚wie’ soll auch auf dem kommenden Kongress ausführlich besprochen werden.</p>
<p><em>Interview: Michael Schulze von Glaßer</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong>: <a href="http://kongress.antispe.org/">http://kongress.antispe.org</a></p>
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		<title>Weg frei für Tierversuche</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/weg-frei-fur-tierversuche/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 11:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung und Repression]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Polizei hat gestern das besetzte Gelände des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim in Hannover geräumt. Über einen Monat hatten TierrechtlerInnen und AntispeziesistInnen gegen den geplanten Bau eines Tierversuchslabor protestiert.


Bei der Räumung waren ungefähr 500 Polizistinnen und Polizisten aus ganz Niedersachsen im Einsatz. Zudem waren laut Besetzerinnen und Besetzern vier Wasserwerfer, vier Räumpanzer, ein Polizei-Hubschrauber, zwei Gefangenen-Transportbusse, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Polizei hat gestern das besetzte Gelände des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim in Hannover geräumt. Über einen Monat hatten TierrechtlerInnen und AntispeziesistInnen gegen den geplanten Bau eines Tierversuchslabor protestiert.</strong></p>
<p><strong><span id="more-1011"></span><br />
</strong></p>
<p>Bei der Räumung waren ungefähr 500 Polizistinnen und Polizisten aus ganz Niedersachsen im Einsatz. Zudem waren laut Besetzerinnen und Besetzern vier Wasserwerfer, vier Räumpanzer, ein Polizei-Hubschrauber, zwei Gefangenen-Transportbusse, Staatschutz mit Videokameras, Reiter-Staffel, Bagger und ein Höhen-Intervetionsteam vor Ort, um 26 Personen gewaltsam vom Gelände zu bewegen. „Völlig unverhältnismäßig“, kommentiert ein Aktivist den Einsatz der Polizei.</p>
<div id="attachment_1012" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1012" title="boehringerbesetzung1" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/08/boehringerbesetzung1.jpg" alt="boehringerbesetzung1" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Mit einem massiven Polizeiaufgebot wurde gestern die Besetzung geräumt. Foto: boehringerbesetzung.blogsport.de</p></div>
<p>Die Räumung zog sich über mehrere Stunden hin, weil einige Besetzerinnen und Besetzer auf Bäume kletterten und sich an Betonklötze anketteten. Sieben Personen wurden in Gewahrsam genommen, sind aber inzwischen wieder frei. Das Gelände wurde währenddessen umzäunt, damit eine erneute Besetzung als Hausfriedensbruch bestraft werden kann.</p>
<div id="attachment_1013" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1013" title="boehringerbesetzung2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/08/boehringerbesetzung2.jpg" alt="Ein Aktivist hatte sich in einer Baumkrone festgekettet und musste von einem Kletterteam der Polizei heruntergeholt werden. Foto: boehringerbesetzung.blogsport.de" width="400" height="267" /><p class="wp-caption-text">Ein Aktivist hatte sich in einer Baumkrone festgekettet und musste von einem Kletterteam der Polizei heruntergeholt werden. Foto: boehringerbesetzung.blogsport.de</p></div>
<p>Bald sollen schon die Bauarbeiten für das so genannte „Tierimpf-Zentrum“ beginnen, in dem Impfstoffe für Tiere entwickelt werden. Bis zu 1000 Schweine sollen jährlich in der Anlage gehalten, gequält und am Ende der Versuche getötet werden.</p>
<p>Die Besetzerinnen und Besetzer wollten aber nicht nur die Qual der Versuchstiere verhindern. Aus ihrer Sicht unterstützt Boehringer Ingelheim mit seinem Vorhaben auch die Massentierhaltung. Im Aufruf zur Besetzung heißt es: „Impfstoffe werden in der Massentierhaltung benötigt, um diese zu optimieren, also um immer mehr Tiere auf engem Raum einpferchen zu können. Boehringer profitiert also von den Nebenwirkungen der grausamen Massentierhaltung.“ Diese sei katastrophal für „Tiere, die Umwelt, die Menschen des Trikonts […] und vor Ort zum Beispiel für den Tourismus“. Mit den katastrophalen Auswirkungen für die Menschen des Trikonts (Asien, Afrika und Lateinamerika) ist vor allem der Anbau des Futtermittels Gen-Soja gemeint, für den Regenwald abgeholzt und Menschen vertrieben werden.</p>
<p>Die Aktivistinnen und Aktivisten wollen trotz der Räumung weiterhin gegen den Bau der Tierversuchsanlage angehen. „Der Protest hört nie auf“, erklärt ein Aktivist gegenüber der utopia. Heute abend um 18 Uhr soll es eine Demonstration in Hannover geben.</p>
<p>David W.</p>
<p>Weiter Informationen:</p>
<p><a href="http://www.boehringerbesetzung.blogsport.de" target="_blank">www.boehringerbesetzung.blogsport.de</a><br />
<a href="http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/tiere-als-ware/" target="_blank">Interview zum geplanten Tierversuchslabor und Antispeziesismus</a></p>
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		<title>Pelzgegner: Peiniger in Pink</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/onlinemag/pelzgegner-peiniger-in-pink/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 13:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Es dauerte nicht lange, doch es erregte Aufsehen bei BesucherInnen und Medien. Am Abend des 1. Juli wurde der Eingang zum Bodemuseum in Berlin von etwa 20 TierrechtlerInnen blockiert. Später wurde auch versucht in das Gebäude zu gelangen. Der Grund war eine Modenschau des Luxuskonzerns Escada im Rahmen der „MercedesBenz Fashion Week“ in dem Museum.

Pelzgegner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es dauerte nicht lange, doch es erregte Aufsehen bei BesucherInnen und Medien. Am Abend des 1. Juli wurde der Eingang zum Bodemuseum in Berlin von etwa 20 TierrechtlerInnen blockiert. Später wurde auch versucht in das Gebäude zu gelangen. Der Grund war eine Modenschau des Luxuskonzerns Escada im Rahmen der „MercedesBenz Fashion Week“ in dem Museum.</strong><span id="more-805"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-807" title="escada1" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/07/escada1.jpg" alt="escada1" width="298" height="200" /><br />
Pelzgegner protestieren gegen den Modekonzern Escada. Foto: indymedia</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Die Protestierenden trugen Spruchbänder mit den Aufschriften „Escada – pelzfrei“ und „Pelz ist Mord &#8211; Escada mordet mit“. Außerdem hatten sie Flugblätter und Plakate dabei und riefen Sprüche gegen Escada. Auf dem pinken Teppich, der zum Eingang führte, drängten sich die TierbefreierInnen vor dem Eisengitter, das sie mit aller Kraft und vollem Körpereinsatz aufzustoßen versuchten. Selbst die Sicherheitskräfte konnten dem nicht standhalten.</p>
<p>Nach 15 Minuten war die Aktion vorbei. Die Polizei wurde gerufen und die AktivistInnen flüchteten. Zwei jedoch wurden festgenommen, sind aber inzwischen wieder frei. Den Rest des Abends über wurde die Party im Bodemuseum von fünf Einsatzteams gesichert. Obwohl sich der Veranstaltungsbeginn durch den Protest verzögert hatte, zeigten sich viele Prominente solidarisch. So auch Model Nadja Auermann, die selbst „kein Fan von Pelz“ ist. Von der Berliner-Tierrechts-Aktion (BerTA) wurde die Aktion als erfolgreich bewertet, da sie deutlich machen konnte, dass Pelz für Gewalt gegen Tiere steht und nicht für „Eleganz und Ästhetik“. Man will so lange weiter protestieren, bis der Pelzhandel ein Ende hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-808" title="escada2-indymedia" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/07/escada2-indymedia-300x195.jpg" alt="escada2-indymedia" width="300" height="195" /><br />
Großes Medien-Interesse bei der Stör-Aktion. Foto: indymedia</p>
<p>Noch immer sterben für Pelze jährlich Millionen von Tieren auf grausamste Art und Weise, oft nach einem Leben des Dahinsiechens auf kleinstem Raum. Sie leiden und sterben, vielen wird bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, damit ein paar reiche Leute in Luxusmänteln herumlaufen können, die sich nicht einmal waschen lassen und obendrein heutzutage absolut unnötig sind. Um diese Art der Tierquälerei zu bekämpfen, haben TierrechtlerInnen bereits mehrfach erfolgreiche Kampagnen gegen Modehäuser wie C&amp;A, Karstadt und Peek &amp; Cloppenburg geführt, woraufhin diese aus dem Pelzhandel ausgestiegen sind.</p>
<p>Seit Oktober 2007 organisieren sich PelzgegnerInnen nun auch gegen Escada. Die schon mehr als 500 Protestaktionen hatten wohl Erfolg, denn die Gewinne des Konzerns sanken schon kurz nach Start der Kampagne &#8211; noch vor der Finanzkrise.</p>
<p>Die großen Zeitungen berichteten nach der Aktion vor dem Bodemuseum mit kurzen Meldungen. Oft wurden die Demonstranten nur als bedauerliche Störung betrachtet, zum Teil wurde nicht einmal erwähnt, dass es ein Protest gegen den Pelzhandel war. Doch diese Aktion wurde nicht von allen abgelehnt und fand immerhin ein Wenig Beachtung, was hoffen lässt, dass diese Grausamkeiten an Tieren bald abgeschafft werden, auch wenn es noch ein weiter Weg ist. Solange also die meisten Leute entweder zu ignorant sind oder gern von der Qual der Tiere profitieren, wird es hoffentlich immer ein paar mutige DemonstrantInnen vor den Pelz-Modemesse geben.</p>
<p>Weitere Informationen:<br />
<a href="http://www.antifur-campaign.org">http://www.antifur-campaign.org</a></p>
<p><em>Laura</em>, 19 Jahre, hat gerade in Berlin Abitur gemacht und wird für ein Jahr in ein Bildungsprojekt nach Südamerika gehen</p>
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