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	<title>Utopia &#124; Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft &#187; Umwelt und Gentechnik</title>
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	<description>herrschaftslos, gewaltfrei</description>
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		<title>Tausche Obstkorb gegen Sicherheit</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 16:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchie und Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Winter 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Solidarische Ökonomie auf Landwirtschaftsgemeinschaftshöfen
Eine Gruppe von Konsument_innen schließt sich mit einem Bauernhof in ihrer Nähe zusammen, um zukünftig gemeinsam über die Produktion zu entscheiden und den Produzent_innen die Abnahme ihrer Produkte für die nächste Saison zu garantieren: Das ist das Grundprinzip der „Teikei“ (Japan), „Community Supported Agriculture“ (USA/Kanada), „AMAP“ (Frankreich) oder auch „Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe“.
Was in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Solidarische Ökonomie auf Landwirtschaftsgemeinschaftshöfen</strong></p>
<p><strong>Eine Gruppe von Konsument_innen schließt sich mit einem Bauernhof in ihrer Nähe zusammen, um zukünftig gemeinsam über die Produktion zu entscheiden und den Produzent_innen die Abnahme ihrer Produkte für die nächste Saison zu garantieren: Das ist das Grundprinzip der „Teikei“ (Japan), „Community Supported Agriculture“ (USA/Kanada), „AMAP“ (Frankreich) oder auch „Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe“.</strong></p>
<p><span id="more-2176"></span>Was in den 1960er Jahren in Japan begann und mittlerweile auch in Frankreich weit verbreitet ist, scheint langsam auch in Deutschland Fuß zu fassen. Gemeinschaftshöfe wollen eine alternative Organisationsform der Nahrungsmittelproduktion unterstützen, bei der eine bäuerliche Landwirtschaft, die sich überdies meist an Anbaukriterien des biologischen Landbaus orientiert, im Mittelpunkt steht.</p>
<p><strong>Kalkulierter Warenkorb</strong><br />
Konkret bedeutet dies, dass sich eine Gruppe von Haushalten mit einem Betrieb zusammenfindet und für mindestens eine Saison (Frühling/Sommer oder Herbst/Winter) eine Partnerschaft eingeht. Gemeinsam entscheiden Bäuer_in und Abnehmer_innen, was im kommenden halben Jahr auf dem Hof produziert werden soll – das kann von Obst und Gemüse über Eier, Milch und Fleisch bis zu Getreide und Speiseöl jegliches landwirtschaftliche Produkt sein. Die Erzeugnisse liefern die Bäuer_innen dann regelmäßig, meist wöchentlich, an einen zentralen Ort, wo die Konsument_innen ihre Verteilung organisieren. Der Preis für diese „Warenkörbe“ wird ebenso im Vorhinein auf der Grundlage einer genauen Kostenkalkulation bestimmt und von den Konsument_innen entweder komplett vor Beginn der Saison oder in Raten an die Bäuer_innen gezahlt. Wenn es zu witterungsbedingten Ernteausfällen oder sonstigen Unvorhersehbarkeiten kommt, wird dies von der Gemeinschaft getragen. Zusätzlich zur Belieferung mit frischen, regional erzeugten Produkten versuchen einige der Hofgemeinschaften auch, einen engeren Kontakt zwischen den Verbraucher_innen untereinander und den Landwirt_innen herzustellen, indem sie beispielsweise Workshops auf den Höfen anbieten oder Kochrezepte für die erhaltenen Produkte austauschen.</p>
<p><strong>Existenzsicherheit und Umweltschutz</strong><br />
Diese Form des Wirtschaftens bringt für die Landwirt_innen für einen Zeitraum eine gesicherte Existenz und die Möglichkeit, durch die Vorauszahlung der Verbraucher_innen nötige Investitionen, z.B. für Maschinen, tätigen zu können. Kleine Betriebe können so unabhängig von Großabnehmer_innen fortbestehen, die ihnen oft keine existenzsichernden Abnahmepreise zahlen. Die Verbraucher_innen profitieren von Transparenz und Mitspracherechten bei der Lebensmittelproduktion. Da die Betriebe oft ökologisch arbeiten  und lange Transportwege, aufwändige Kühlung und Verpackung größtenteils entfallen, tragen Landwirtschaftsgemeinschaftshöfe zum Umweltschutz bei.</p>
<div id="attachment_2178" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/solidarische1.jpeg"><img class="size-medium wp-image-2178" title="solidarische" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/solidarische1-294x300.jpg" alt="" width="294" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: FIndus (aus &quot;Kleine Geschichte des Zapatismus&quot;, unrast 2011)</p></div>
<p>Da die Produkte im Vergleich zu billiger Supermarktware aus herkömmlicher Erzeugung aber immer noch recht teuer sind, ist die Mitgliedschaft in einer solchen Hof-Partnerschaft nicht für alle Menschen erschwinglich. Außerdem ist das Konzept darauf angewiesen, dass die Verbraucher_innen das Geld für die Warenkörbe in der „normalen“ Ökonomie verdienen und ändert nicht unbedingt etwas an der Entfremdung der Abnehmer_innen vom Entstehungsprozess der Lebensmittel, vor allem wenn es sich um große Gemeinschaften mit über 100 beteiligten Haushalten handelt.</p>
<p>Dennoch setzen die Gemeinschaftshöfe der hochindustrialisierten und teilweise monopolartigen Landwirtschaft eine regionale, umweltfreundliche, demokratische Alternative entgegen, die ein Beispiel für eine solidarische Form der Wirtschaft darstellt</p>
<p><em>Ani K.</em><br />
Weitere Infos: <a href="http://www.solidarische-landwirtschaft.org" target="_blank">www.solidarische-landwirtschaft.org</a></p>
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		<title>Umweltschutz von unten</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/medien-und-offentlichkeit/umweltschutz-von-unten/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 16:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien und Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Winter 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Reclaim the Media: grünes blatt
Emanzipatorischer Umweltschutz ist eigentlich ein Fremdwort in Deutschland. Fast alle Umweltschutzbestrebungen beziehen sich hier auf Markt und/oder Staat, als Retter_in in der Not, anstatt genau diese als Verursacher_innen der Not auszumachen. Das grüne blatt ist sozusagen das Fachblatt für diejenigen, die dieser marginalen Disziplin nachgehen. 
Was erwartet dich im grünen blatt?
Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong>Reclaim the Media: grünes blatt</strong></p>
<p><strong>Emanzipatorischer Umweltschutz ist eigentlich ein Fremdwort in Deutschland. Fast alle Umweltschutzbestrebungen beziehen sich hier auf Markt und/oder Staat, als Retter_in in der Not, anstatt genau diese als Verursacher_innen der Not auszumachen. Das grüne blatt ist sozusagen das Fachblatt für diejenigen, die dieser marginalen Disziplin nachgehen. </strong><span id="more-2150"></span></p>
<p><strong>Was erwartet dich im grünen blatt?</strong></p>
<p>Da das grüne blatt ein offenes Medium ist, an dem sich jede_r beteiligen kann, ist jede Ausgabe ein bisschen wie eine Wundertüte: eigentlich kann es hier alles geben, sowohl von der Form der Texte, den Inhalten oder der Aufmachung her. Wirkliche Kontroversen  waren bisher allerdings seltener als sie sein könnten. Deshalb gibt es nun das neue Konzept der Titelthemen, die jeweils in der vorherigen Ausgabe angekündigt werden.Damit haben alle die Möglichkeit , ihre Positionen zum jeweiligen Thema in Artikel zu verpacken, die dann kontrovers nebeneinander stehen können.</p>
<div id="attachment_2149" class="wp-caption aligncenter" style="width: 220px"><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/blatt.jpeg"><img class="size-medium wp-image-2149" title="blatt" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/12/blatt-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Grünes Blatt</p></div>
<p>Daneben gibt es meist recht viele Berichte über  Aktionen, kritische Analyse umweltzerstörender Projekte und Techniken, Debatten über Organisierung und Theorie. Zwar als Schwerpunkt &#8211; aber nicht nur &#8211; zu Umweltthemen.</p>
<p><strong>Warum offenes Printmedium?</strong></p>
<p>2007 wurde beschlossen, die &#8211; damals schon zehn Jahre bestehende-  Zeitschrift für ein Experiment für offene Printmedien zu nutzen. Dies geschah aus der Überlegung heraus, dass emanzipatorische Presse nicht nur andere Inhalte haben sollte als die Mainstreampresse, sondern auch deren Form ablehnen sollte, die darin besteht, dass wenige &#8211; welche notwendigerweise Teil der gesellschaftlichen Elite sind &#8211; Informationsaufbereitung und somit Meinung für Hunderttausende machen. Einbahnmedien also. Emanzipatorischer ist es, wenn ein Medium in alle Richtungen funktioniert und damit alle den gleichen potentiellen Zugang zur Diskursbildung haben. Das versucht das grüne blatt zu sein und freut sich darüber, wenn das tatsächlich auch mehr und mehr Praxis wird und viele sich auf allen Ebenen einbringen.</p>
<p>Anstatt ungewollte Inhalte zu zensieren, wird auf eine offene Debatte gesetzt. Das bedeutet aber nicht, dass antiemanzipatorische Inhalte gleichwertig neben anderen stehen sollen, sondern es wird darauf ragiert: Die antiemanzipatorischen Denkmuster werden anhand dieser Texte auseinandergenommen.</p>
<p><strong>Wie und wo erscheint das grüne blatt?</strong></p>
<p>Die vierteljährlich erscheinenden 32 bis 64 bedruckten Seiten des grünen blattes können aboniert werden und liegen in Linken- oder Umweltzentren und Infoläden kostenmfrei oder gegen Spende aus. Neuerdings können sie auch an einigen Bahnhofsbuchhandlungen käuflich erworben werden.</p>
<p>Da das grüne blatt in finanziellen Problemen steckt, sind Abos oder gar Soliabos am besten. Wenn ihr Orte kennt, an denen ihr das grüne blatt auslegen wollt, könnt ihr dafür auch größere Mengen bestellen.</p>
<p><em>Floh (aktiv beim grünen blatt)</em></p>
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		</item>
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		<title>Bio und vegan – ein Widerspruch?</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/bio-und-vegan-%e2%80%93-ein-widerspruch/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 17:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es möglich, viele oder alle Menschen vegan zu leben und gleichzeitig die Lebensmittel ökologisch-nachhaltig zu produzieren? Oder würde dann mit Massen von Kunstdünger eine ökologische Katastrophe drohen?
In der ökologischen Landwirtschaft wird das Ziel verfolgt, einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf zu erreichen. Die zur Erzeugung der Endprodukte notwendigen Stoffe, zum Beispiel Dünger, stammen also im Idealfall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ist es möglich, viele oder alle Menschen vegan zu leben und gleichzeitig die Lebensmittel ökologisch-nachhaltig zu produzieren? Oder würde dann mit Massen von Kunstdünger eine ökologische Katastrophe drohen?<span id="more-2114"></span></strong><br />
In der ökologischen Landwirtschaft wird das Ziel verfolgt, einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf zu erreichen. Die zur Erzeugung der Endprodukte notwendigen Stoffe, zum Beispiel Dünger, stammen also im Idealfall vom eigenen Betrieb. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel wie beispielsweise Pestizide wird der negative Einfluss auf die Umwelt verringert.<br />
Die üblichen Bio-Betriebe setzen zur Erreichung dieses Ziels auf eine Koppelung von Tierhaltung und Ackerbau. Neben den zum Verkauf angebauten Feldfrüchten werden auch Futtermittel für die Tiere hergestellt; deren Mist sowie Abfälle aus dem Schlachthaus, also Blut und Knochenmehl, werden wiederum als Dünger für die Felder verwendet.<br />
Ist es für Veganer_innen überhaupt möglich, Erzeugnisse aus ökologischer Landwirtschaft zu erwerben, die ohne den Einsatz von tierlichen Produkten erzeugt wurden?</p>
<p><a href="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/09/VONLOGO.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2115" title="VONLOGO" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2011/09/VONLOGO.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Um eine Lösung zu finden, beziehungsweise die schon vorhandenen Konzepte weiter zu verbreiten, wurde 1996 in England das „Vegan Organic Network“ gegründet. Dieses hat Standards für eine tierhaltungsfreie biologische Nahrungsmittelerzeugung erstellt und vergibt an Betriebe, die nach diesen Maßstäben arbeiten, das “Stockfree Organic“Siegel. Einige Landwirte haben ein Konzept entwickelt, mit dem sie auch ohne tierlichen und natürlich ohne chemisch-synthetischen Dünger auskommen. Dieses Anbaukonzept beruht auf den folgenden drei Methoden:<br />
Fruchtfolge<br />
Um die Fruchtbarkeit des Bodens nicht zu schnell zu „verbrauchen“ und damit erneutes Düngen notwendig zu machen, bauen die Landwirt_innen Nahrungsmittel in der Regel in einer siebenjährigen Fruchtfolge an. In jedem Jahr bauen sie andere Pflanzen an, die dem Boden verschiedene Nährstoffe in unterschiedlicher Menge entziehen. Beim Ernten und Pflügen wählen die Landwirte Methoden, die möglichst schonend für die Bodenstruktur sind.<br />
Außerdem wird durch eine Fruchtfolge &#8211; im Gegensatz zu Monokulturen &#8211; die Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten deutlich reduziert.<br />
Gründüngung<br />
Neben den Nahrungsmitteln werden auch Pflanzen angebaut, die die Fruchtbarkeit des Bodens erhöhen. Diese schirmen den Ackerboden gegen Temperaturschwankungen ab und lockern den Boden durch ihre tiefe Verwurzelung auf, wodurch die Bodenstruktur verbessert wird. Welche Pflanzenart zur Gründüngung verwendet wird, entscheidet der/die Landwirt_in je nach Bedarf des Bodens. Einige Pflanzen reichern den Boden durch intensive Photosynthese mit Kohlenstoffen an, andere wiederum stehen in Symbiose mit Bakterien, welche den Boden mit Stickstoff versorgen. Es gibt sogar bewährte Pflanzenarten um den Bestand von bestimmten Schädlingen, wie zum Beispiel Fadenwürmer, gering zu halten.<br />
Zur Gründüngung werden vor allem Leguminosen, also Hülsenfrüchtler wie Bohnen, Klee und Lupinen, und auch Kreuzblüter wie Senf oder Raps verwendet. Oft werden auch Kombinationen aus mehreren Sorten angebaut.<br />
Kompostierung<br />
Zusätzlich zur Gründüngung werden die Ackerböden mit Kompost gedüngt. Die Pflanzenabfälle werden kompostiert und der entstehende Humus wird zur Steigerung der Fruchtbarkeit auf den Ackerboden aufgetragen. Durch einen intensiven Einsatz der Gründüngung kann der Bedarf an Kompost und der damit verbundene hohe Arbeitsaufwand stark minimalisiert werden.</p>
<p>Die Zahl der Betriebe, die ohne die Ausbeutung und Tötung von Tieren und den damit verbundenen Belastungen der Umwelt arbeiten, nimmt weltweit stetig zu. In vielen Ländern wurden schon Netzwerke wie das Vegan Organic Network in England gegründet, die diese Anbaumethode unterstützen und weiter verbreiten.</p>
<p><em>Jan</em></p>
<p>Vegan Organic Network: <a href="http://veganorganic.net" target="_blank">veganorganic.net</a><br />
Biologisch Veganes Netzwerk: <a href="http://biovegan.wordpress.com" target="_blank">biovegan.wordpress.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deepwater Horizon</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/deepwater-horizon/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 16:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herbst 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahr nach der Ölkatastrophe
Vor einem Jahr fand eine der größten Umweltkatastrophen des letzten Jahrzehnts statt:
Aufgrund eines technischen Fehlers bei der Erschließung eines neuen Ölfeldes durch die Bohrplattform Deepwater Horizon wird im Golf von Mexiko über den Zeitraum von mehreren Monaten die riesige Menge von ca. 780.000.000 Litern Rohöl in das Meer freigesetzt.
Der Abschlussbericht der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Jahr nach der Ölkatastrophe</strong><span id="more-2106"></span></p>
<p>Vor einem Jahr fand eine der größten Umweltkatastrophen des letzten Jahrzehnts statt:<br />
Aufgrund eines technischen Fehlers bei der Erschließung eines neuen Ölfeldes durch die Bohrplattform Deepwater Horizon wird im Golf von Mexiko über den Zeitraum von mehreren Monaten die riesige Menge von ca. 780.000.000 Litern Rohöl in das Meer freigesetzt.<br />
Der Abschlussbericht der Untersuchungskommission kommt zum Ergebnis: Das Unglück war vorhersehbar und vermeidbar, eine Mischung aus den Folgen lascher Aufsicht durch die Behörden und eingesparter Sicherheitssysteme.<br />
Wir erinnern uns noch allzu  gut an die Bilder der ölverschmierten Tiere oder an den Anblick von Menschen, die in martialischen Anzügen die schwarzen Küsten aufräumen, doch über aktuelle Infos der Küste hört man wenig.<br />
Wie sieht das Ganze heute aus?<br />
Noch heute befinden sich Aufräumtrupps an den ölverseuchten Küsten der US-Bundesstaaten Louisiana und Florida. Tagein, tagaus werden hier verseuchter Schlamm, tote Tiere und verschmutzte Pflanzen abtransportiert. Wie lang das ganze noch weitergeht? Niemand weiß das. An den Stränden finden sich noch immer Ölklumpen, die Schilfpflanzen in den  Sumpfgebieten des Mississippi-Marschlands sind ölverschmiert und ganze Abschnitte des Meeresbodens sehen aus wie Friedhöfe.<br />
Die direkten Folgen des Unglücks sind immer noch gut sichtbar, doch die langfristigen Folgen sind nicht abschätzbar:<br />
Nicht nur, dass sich das Öl in Sand und Wasser befindet, auch Pflanzen und Mikroorganismen haben das Öl aufgenommen. Diese dienen als Nahrungsquelle größerer Tiere, z.B. Vögeln, die sich so langfristig vergiften. Es wird noch lange dauern, bis das Öl aus dem Nahrungskreislauf verschwunden ist.<br />
Die großen Meeresbewohner werden leider auch nicht verschont:<br />
Schon jetzt gibt es Berichte über einen zurückgehenden Pottwalbestand in dem Meer. Auch werden zehnmal so viele tote Delfine wie zuvor an der amerikanischen Küste angetrieben, hauptsächlich Jungtiere.</p>
<p>Auch die Anwohner der Küsten hat es hart getroffen. Angler, Hotelarbeiter und andere direkt Betroffene haben eine Einmalzahlung von 25.000 $ bekommen. Das hört sich zunächst viel an, allerdings ist es fraglich ob vor allem die Fischer weiterhin arbeiten können; viele Menschen werden langfristig arbeitslos werden. Wer die Abfindungssumme nicht akzeptiert, muss sich auf einen jahrelangen Prozess gegen den verantwortlichen Ölkonzern BP mit fraglichem Ausgang einstellen. Nur die wenigsten haben die Energie oder das Geld um sich das zu leisten.<br />
Nichts gelernt?<br />
Die Reaktion der US-Regierung fiel sehr bescheiden aus:<br />
Es wurden zwar die Sicherheitsauflagen erhöht, doch es werden weiterhin Genehmigungen für neue Ölbohrungen in Küstennähe erteilt. Auch die veraltete Technik, die ein Grund für das Unglück war, wird weiterhin verwendet.<br />
So wird das gefährliche Spiel weitergetrieben bis zum nächsten Umwelt-GAU.<br />
Im Golf von Mexiko stehen schon jetzt über 3.500 weitere Ölförderanlagen.<br />
Was kann ich tun?<br />
Dieses Ölunglück ist nur ein Beispiel von vielen Umweltkatastrophen. Man kann jetzt natürlich BP, den Betreiber der Ölförderplattform, boykottieren, zum Beispiel in dem man nur bei anderen Tankstellen sein Benzin kauft. Das würde aber an der ganzen Problematik vorbeigehen, andere Ölkonzerne zerstören genau so hundertfach an anderen Orten der Welt die Umwelt oder spielen anders mit dem Feuer.<br />
Sinnvoll ist erstmal ein umweltfreundlicherer Konsum: Weniger Benzin, weniger Plastik, mehr umweltfreundliche Materialien. Denn irgendwann muss die Menschheit von dem Öl loskommen.</p>
<p><em>David N (18 Jahre)</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tipps und Tricks für ein richtiges Leben im Falschen: Containern</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/tipps-und-tricks-fur-ein-richtiges-leben-im-falschen-containern/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 12:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arno_nym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühling 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich die Statistiken über die Hungertode in der sogenannten „Dritten Welt“ anschaut &#8211; alle vier Sekungen verhungert ein Mensch -, müsste erst einmal denken, es gebe zu wenig Nahrungsmittel auf der Welt. Umso absurder ist es daher, wie viel Essen tagtäglich einfach weggeschmissen wird. Zwar geben Supermärkte und andere Händler_innen manchmal Teile ihrer bald [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich die Statistiken über die Hungertode in der sogenannten „Dritten Welt“ anschaut &#8211; alle vier Sekungen verhungert ein Mensch -, müsste erst einmal denken, es gebe zu wenig Nahrungsmittel auf der Welt. Umso absurder ist es daher, wie viel Essen tagtäglich einfach weggeschmissen wird. Zwar geben Supermärkte und andere Händler_innen manchmal Teile ihrer bald ablaufenden Produkte an „Tafeln“ und andere gemeinnützige Organisationen ab. Trotzdem landet der größte Teil abgelaufener, bald ablaufender oder irgendwie beschädigter – also für die verwöhnte Kundschaft nicht mehr ansehnlicher – Waren in Müllcontainern.<br />
Dies machen sich einige Menschen zunutze um Geld zu sparen und sich zumindest teilweise unserer konsumorientierten Wegwerfgesellschaft zu entziehen. Und so geht&#8217;s:</strong><br />
<em><br />
<strong>Die Vorbereitung</strong><br />
Bevor es losgeht zum Containern, oder wie es in englischsprachigen Ländern meist genannt wird, zum Dumpster Diving (Mülleimer-Tauchen), sollten einige Vorbereitungen getroffen werden. Zuerst solltest du dir Gedanken über mögliche Standorte von Containern machen. Wenn du dich in einer Stadt nicht auskennst, kannst du vorher zum Beispiel im Internet bei OpenStreetMap oder GoogleMaps nachschauen, wo es Supermärkte und andere Geschäfte gibt. Die sind dort eingezeichnet und sichtbar wenn du nah an Stadtteile heranzommst. Auch der Zeitpunkt kann eine Rolle spielen. An Samstagen sind die Container teilweise voller als sonst, da die Geschäfte am nächsten Tag geschlossen haben und einiges mehr wegschmeißen als an anderen Tagen. Du solltest möglichst mit anderen gemeinsam losziehen, damit du Ängste überwindest und in möglichen Stresssituationen bei Konflikten mit Sicherheitsdiensten oder der Polizei nicht alleine dasteht &#8211; aber keine Sorge, solche Situation kommen nur sehr selten vor.</p>
<p><strong>Die Ausstattung</strong><br />
Hilfreich ist es, sich mit Taschenlampen und Gummihandschuhen auszustatten. Die Müllcontainer sind oft schlecht beleuchtet und meistens sind dort neben den noch brauchbaren Dingen auch viele wirklich zermatschte und gammelige Sachen drin, die kaum eine_r gerne anfasst. Solltest du mit einem Rucksack unterwegs sein, solltest du vielleicht auch eine Plastiktüte einpacken, damit dein Rucksack nicht von innen schmutzig wird.</p>
<p><strong>Kriminell?</strong><br />
Manchmal stehen die Müllcontainer hinter einem Zaun. Manche sind auch mit einem Vorhängeschloss oder ähnlichem abgeschlossen. Schlösser aufzubrechen oder aufzuschneiden ist Sachbeschädigung und damit eine Straftat. Aber auch das Betreten eines abgezäunten Bereichs kann Hausfriedensbruch sein, außerdem wird Containern oft als Diebstahl gewertet. Dessen solltest du dir immer bewusst sein. Durch die Illegalisierung sollte jedoch nie aus den Augen verloren werden, wer das eigentlich Unberechtigte tut: Die Supermarktketten und anderen Firmen, die alles was nicht mehr völlig den Vorstellungen der Kundschaft entspricht, zu Müll erklärt.<br />
Neben dem Containern gibt es teilweise auch andere Wege kostenlos an Essen zu kommen. Einige Läden stellen zum Beispiel ihre „Abfälle“ für selbstorganisierte Veranstaltungen zu Verfügung. Auch das Nachfragen auf Wochenmärkten, wenn die Händler_innen bereits abbauen und sowieso nichts mehr verkaufen können, soll manchmal ergiebig sein und zumindest für ertragbarere Preise sorgen.</p>
<p><strong>Arno Nym</strong></p>
<blockquote><p>
Mehr Infos: <a href="http://container.blogsport.de">http://container.blogsport.de</a>                       <a href="http://www.trashwiki.org">trashwiki.org</a></p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Grausamkeit der Junk-Food-Giganten</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/globalisierung-und-internationales/die-grausamkeit-der-junk-food-giganten/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 16:14:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung und Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jugendzeitung.net/?p=1196</guid>
		<description><![CDATA[Neben “okay” ist “Coca Cola” das bekannteste Wort der Welt. Jeden Tag fließen mehr als eine Milliarde dieser Getränke die Kehlen der Menschen hinab. Es werden mehrere Millionen US-Dollar für Werbung ausgegeben und sogar der Weihnachtsmann ist eine Erfindung des Megakonzerns. Doch was viele nicht wissen: Die Coca Cola Company, zu der auch Bonaqua, Nestea [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neben “okay” ist “Coca Cola” das bekannteste Wort der Welt. Jeden Tag fließen mehr als eine Milliarde dieser Getränke die Kehlen der Menschen hinab. Es werden mehrere Millionen US-Dollar für Werbung ausgegeben und sogar der Weihnachtsmann ist eine Erfindung des Megakonzerns. Doch was viele nicht wissen: Die Coca Cola Company, zu der auch Bonaqua, Nestea sowie Apollinaris und viele weitere gehören, ist umgeben von dunklen Geheimnissen.</strong><span id="more-1196"></span></p>
<p>Wie der britische Sender BBC berichtete, verseuchte Coca Cola 2003 in Südindien große landwirtschaftliche Nutzflächen mit hoch giftigen, teilweise krebserregenden Chemikalien wie Blei und Cadmium. Viele Menschen erkrankten. Bei Protestaktionen gegen den Konzern wurden über 300 DemonstrantInnen festgenommen.</p>
<p>Außerdem löst der immense Wasserverbrauch immer wieder schlimme Dürrekatastrophen und Trinkwassermangel aus. Besonders in den Entwicklungsländern ist die von der Landwirtschaft abhängige Bevölkerung stark betroffen. So können sie ihre Felder nicht bewässern, kein Geld durch den Verkauf der Erträge einnehmen und letztendlich auch ihre Familie nicht ernähren.</p>
<p>Vandana Shiva, eine indische Bürgerrechtlerin und Umweltschützerin, erzählte in einer Rede beim GATS Kongress Köln im Mai 2003 die Geschichte des enorm wasserreichen Staates Kerala in Südindien. Dort herrschte nie Wasserknappheit, bis durch einen geheimen Deal mit den regionalen Politikern Coca Cola begann, das Grundwasser anzuzapfen. Es wurde in Flaschen gefüllt und unter dem Namen Kinley verkauft, 1,5 Millionen Liter täglich. „Ich nenne das Wasserdiebstahl, weil sie die Natur niemals um Erlaubnis gebeten haben“, so Shiva. Das Resultat: ausgetrocknete Brunnen und Flüsse, leere Zisternen. Im Radius von zwei Meilen gibt es keinen Tropfen Wasser mehr.</p>
<div id="attachment_1197" class="wp-caption alignnone" style="width: 292px"><img class="size-full wp-image-1197" title="mcdonalds2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/10/mcdonalds2.jpg" alt="Konzernkritikerin Candana Shiva. Foto: indymedia.org" width="282" height="191" /><p class="wp-caption-text">Konzernkritikerin Candana Shiva. Foto: indymedia.org</p></div>
<p>In Indien wird die Wasserversorgung nicht durch Wasserleitungssysteme gewährleistet, sondern erfolgt direkt aus den Flüssen. Doch dann wurde der erste Fluss, der Sheonath, privatisiert. Polizisten auf Motorrädern bewachen ihn nun Tag und Nacht. Nicht ein einziger Eimer Wasser darf daraus geschöpft werden. Die Brunnen im Umkreis von einem Kilometer dürfen von der Bevölkerung nicht mehr genutzt werden.</p>
<p>Auch die Menschenrechte scheinen für den Erfinder des Weihnachtsmanns keine Rolle zu spielen. Wegen Diskriminierung afroamerikanischer MitarbeiterInnen wurde Coca Cola Company am 8. August 2001 zur Zahlung von 192,5 Millionen US-Dollar verurteilt. Hinzu kommt, dass in Kolumbien acht Fälle bekannt sind, in denen Angestellte entführt und sogar ermordet wurden, weil sie sich gewerkschaftlich organisierten. Anschließend wurde vor einer Wiederholung der Geschehnisse gewarnt, sollten sich die Gewerkschaften nicht umgehend auflösen. Der erste Fall ereignete sich 1996, als der Gewerkschaftsführer Isidro Segundo Gil auf dem Werksgelände des Coca Cola-Abfüllers von Paramilitärs erschossen wurde. Kurz darauf wurde der Sitz der örtlichen Gewerkschaft niedergebrannt. Katastrophale Arbeitsbedingungen, Bespitzelung, unbefristete Arbeitsverträge und niedrige Löhne stehen bei den Arbeitnehmern auf der Tagesordnung.</p>
<p>Das von Coca Cola verarbeitete Orangensaftkonzentrat stammt größtenteils aus Brasilien, wo ArbeiterInnen auf den Plantagen gerade mal zwölf Euro am Tag verdienen, um ihre Familie zu ernähren. Das ist nicht einmal genug für eine angemessene Mahlzeit. Die Kinder schuften mit auf den Plantagen und verrichten Schwerstarbeit. Dass seine Arbeiter schwere gesundheitliche Schäden von Pestiziden und zum Teil illegalen Spritzmitteln tragen, kümmert den Konzern nicht. Die Proteste sind dank der drastischen Maßnahmen von Coca Cola allmählich versiegt. Keiner der Angestellten traut sich mehr, die Stimme gegen die unmenschlichen Bedingungen zu erheben, aus Angst, den Job und somit auch das letzte bisschen überlebensnotwendige Geld zu verlieren.</p>
<p>Ein deutlicheres Beispiel für die negativen Folgen der Globalisierung, als die “Braune Brause” gibt es kaum. Mit dem Getränk wird oft Jugend und Spaß assoziiert. In Wahrheit ist das Produkt nicht nur ungesund, sondern auf Dauer auch gesundheitsschädlich. Und trotzdem kontrolliert Coca Cola weltweit 60Prozent de Marktanteile an Softdrinks. Die Profitraten betragen 100%.</p>
<p>Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist bei Testkäufen im Jahr 2008 auf pfandfreie Einweg-Getränkedosen gestoßen. Diese waren überwiegend von Coca Cola. In ihrem Nachhaltigkeitsbericht schreibt der Konzern noch von Verantwortung, will sich jedoch durch das Nichtabdrucken der Pfandlogos und der Pfandpflichthinweise einen Vorteil gegenüber den Unternehmen verschaffen, die ihre Getränke ordnungsgemäß bepfanden. Der Bundesgeschäftsführer Resch der DUH kritisierte dieses Unterfangen als „Bankrotterklärung in Sachen Glaubwürdigkeit“. Doch noch ein anderer Riesenkonzern, diesmal in Sachen Fast Food, kann seine Hände nicht in Unschuld waschen. Natürlich ist die Rede von McDonalds. Alle vier Stunden eröffnet irgendwo eine neue Filiale der Junk-Food-Kette. Täglich werden in 35.000 Filialen 45 Millionen Menschen bedient.</p>
<p>McDonalds ist der Traum des „American way of life“. Doch genau wie Coca Cola ist das Essen ungesund und gesundheitsschädlich. Es enthält zu viel Fett, weißen Zucker und Salz, dagegen aber zu wenig Ballaststoffe und Vitamine. Eine solche unausgewogene Ernährung führt zu erhöhtem Krankheitsrisiko. Herzinfarkt, Diabetes oder Krebs sind schlimmstenfalls die Folgen. Über 30 Prozent der Amerikaner leiden an Fettleibigkeit, nicht zuletzt wegen der schlechten, unausgewogenen Ernährung.</p>
<p>In Brasilien und Costa Rica trifft es wieder einmal die ärmere Bevölkerung. Ihre Weiden und Wiesen werden für die Rinderzucht des Konzerns entfremdet. Riesige Mastanlagen entstehen. Auf illegal gerodetem Regenwaldflächen wird genmanipuliertes Soja, welches als Viehfutter dient, angebaut. Ein Fünftel der Ackerfläche in Brasilien ist schon so besetzt. Eine Wiederaufforstung oder Renaturierung ist so gut wie unmöglich. Für den Anbau von Lebensmitteln für die Bevölkerung, wie zum Beispiel Getreide, fehlt die Fläche. Ein Drittel der Weltgetreideerträge landet in den Mägen der Rinder, die schließlich als “saftiges Beef” auf unserem Big Mac enden. Und dabei ist das Mästen und Halten so vieler Rinder umweltschädlich, da diese sehr viel klimaschädliches Methan ausscheiden.</p>
<p>Auch das Spielzeug aus dem “Happy Meal” kann nicht reinen Gewissens benutzt werden. 2000 gelangte an die Öffentlichkeit, dass es fünf Fabriken gab, in denen 12- und 13-jährige Kinder hart arbeiteten, um das beliebte Kinderspielzeug herzustellen. Laut Berichten besaßen sie gefälschte Ausweise und schufteten 15 Stunden täglich, sieben Tage die Woche &#8211; für 1,49 Dollar pro Tag. Anfangs sträubte sich McDonalds gegen die schweren Vorwürfe, argumentierte mit Kinderfreundlichkeit, räumte aber nach weiteren Untersuchungen sein Fehlverhalten ein. Die Kinder wurden kurzerhand auf die Straße gesetzt. Ohne Geld, ohne Unterkunft. Bleibt zu fragen, was dieses Verhalten mit Kinderfreundlichkeit zu tun hat.</p>
<p>Des Weiteren leiden nicht nur Kinder, sondern auch Tiere enorm unter dem Fast Food-Riesen. Die Hühner werden zum Beispiel zu Tausenden auf engstem Raum zusammengehalten, gemästet und überfüttert. Sind sie fett genug für die Chicken McNuggets, werden sie kopfüber an ein Fließband gehängt und müssen bei vollem Bewusstsein die Schmerzen ertragen, wenn ihnen die Kehle durchgeschnitten wird und man sie ausbluten lässt. Die tragische Lebensdauer dieser Hühner beträgt nur maximal 25 bis 28 Tage.</p>
<p>Den Rindern und Schweinen ergeht es nicht besser. Ohne Sonnenlicht, Bewegungsfreiheit und frische Luft verbringen sie ihr kurzes Leben bis zum Tod in Massenhaltungsanlagen. Die Tausende Tonnen Verpackungsmüll, der jährlich für Nuggets, Pommes und Burger entstehen, findet man dann schließlich verstreut auf Gehwegen, in Gräben und auf Autobahnraststätten.</p>
<p>Genau wie Coca Cola Company wird auch bei McDonalds zudem sehr fragwürdig mit den Angestellten umgegangen. Überstunden werden generell nicht bezahlt, auch nicht, wenn wesentlich länger gearbeitet wird. Der Lohn ist extrem niedrig. Die ArbeitnehmerInnen müssen schnell und hart arbeiten, um die Profite des Konzerns konstant zu halten oder, besser noch, zu erhöhen. Dabei kommt es häufig zu Arbeitsunfällen. Verbrennungen stehen an erster Stelle. Diese Bedingungen werden akzeptiert, da die Angestellten meist geringe Aussichten auf einen anderen Job haben und somit von dem Fast Food- Konzern abhängig sind.</p>
<p>Mittlerweile wurde der sogenannte “Weltweite Tag gegen McDonalds” ins Leben gerufen, welcher jedes Jahr am 16. Oktober stattfindet. Der Tag wird von AktivistInnen für diverse Demonstrationen und Aufklärungsaktionen genutzt. All die aufgeführten Fälle zeigen auf, mit welcher Dreistigkeit und Respektlosigkeit die Coca Cola- und McDonalds-Kultur sich überall auf dem Planeten Erde ausbreitet – ohne dabei auf die Umwelt oder die Menschenrechte zu achten.</p>
<p><em>Malina Bura, 15, Aulosen Altmark</em></p>
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		<title>Darf’s etwas grüner sein?</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 15:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[September/Oktober 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Computer sind Stromfresser. Computer sind giftig. Wie kann die Informationstechnologie umweltfreundlicher werden?
Ein Zehntel des deutschen Stromverbrauchs geht für Informationstechnologie (IT) drauf, so eine Studie des Fraunhofer-Instituts vom Juli 2009. Die größten Stromfresser sind Computer und Flachbildschirmfernseher. Dabei gibt es von Seiten großer Unternehmen durchaus Bemühungen, ihre IT „grüner“ zu machen. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen reicht das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Computer sind Stromfresser. Computer sind giftig. Wie kann die Informationstechnologie umweltfreundlicher werden?</h3>
<p><strong>Ein Zehntel des deutschen Stromverbrauchs geht für Informationstechnologie (IT) drauf, so eine Studie des Fraunhofer-Instituts vom Juli 2009. Die größten Stromfresser sind Computer und Flachbildschirmfernseher. Dabei gibt es von Seiten großer Unternehmen durchaus Bemühungen, ihre IT „grüner“ zu machen. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen reicht das nicht.</strong><br />
<span id="more-1144"></span><br />
„Green IT“ bedeutet oftmals, den Stromverbrauch zu verringern. Das gilt zunächst für große Rechenzentren und Serveranlagen. Aber auch verschiedene öffentliche Dienstleistungsstellen bemühen sich mittlerweile zumindest bei Neuanschaffungen um stromsparende Computer. Zwar geschieht dies häufig aus Kostengründen;  effizientere Geräte können aber trotzdem dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu verringern und somit das Klima zu schützen.<br />
Aber auch Privatpersonen, die nur einen einzigen Computer haben, können einen Beitrag leisten. Am wenigsten Strom verbraucht ein Computer, wenn er abgeschaltet ist. Das meint aber nicht nur das Herunterfahren, sondern auch die Trennung (auch des Netzteils!) von der Steckdose. Denn auch Stand-by-Schaltungen ziehen ungemein viel Strom. Wer an den Computer geht, sollte sich vorher überlegen, was er oder sie machen möchte – und wann die Kiste auch wieder ausgeschaltet werden kann.</p>
<div id="attachment_1148" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1148" title="2009-07-12_Green-IT-Shooting-2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/2009-07-12_Green-IT-Shooting-2.png" alt="Foto: Michael Schulze von Glaßer" width="400" height="462" /><p class="wp-caption-text">Foto: Michael Schulze von Glaßer</p></div>
<p><strong>IT – grün und fair!</strong><br />
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz von IT-Produkten. Das heißt, dass die Produkte weniger Strom für die gleiche Leistung benötigen. Organisationen wie Weltwirtschaft, Ökologie &amp; Entwicklung (WEED) fordern von Unternehmen aber auch, dass die gesamte Hardware und der Herstellungsprozess „grün“ und fair sein müssen. Denn die ökologischen und sozialen Kosten der Herstellung haben vor allem die Menschen in ärmeren Ländern zu tragen, wo die Produktion billig ist. In einem Computer sind viele Edelmetallen und teilweise giftige Legierungen (Mischkristalle) oder Chemikalien verarbeitet. Diese Kleinbestandteile werden zumeist unter katastrophalen menschen- und arbeitsrechtlichen Bedingungen gewonnen. Zum Beispiel werden gesundheitsschädliche Stoffe ohne Schutzmaßnahmen behandelt. Da viele der Bestandteile aus Krisenregionen stammen, kann es sein, dass der Kauf eines Computers indirekt blutige Kämpfe um Rohstoffe unterstützt.<br />
Da auch Hardware immer kurzlebiger ist, stellt sich gleich ein weiteres Problem. Die angemessene Entsorgung ausgedienter IT-Produkte ist längst nicht ausreichend gesichert. Nur geringe Teile werden wiederverwertet, und auch giftige Abfallstoffe werden nicht entsorgt. Mit Kampagnen wie makeITfair  und makeITgreen möchten Organisationen wie WEED oder Germanwatch die herstellenden Firmen in die Verantwortung nehmen, damit IT auch grün bleibt, wenn es sie nicht mehr gebraucht wird – und nicht auf Müllkippen in ärmeren Ländern den Boden verseucht.<br />
Die Nicht-Regierungs-Organisationen fordern ein verlässliches Siegel, das aufzeigt, wo und unter welchen Bedingungen Handys, Computer, MP3-Player und andere Elektrogeräte produziert wurden. Zudem sollen die Firmen sich bereit erklären, Elektroschrott und Altgeräte zurückzunehmen und fachgerecht zu entsorgen.</p>
<p><strong>Grüne E-Mails</strong><br />
Bis sich dort etwas ändert, kann mensch also zunächst einmal nur versuchen, die eigene IT-Nutzung so „grün“ wie möglich zu gestalten. Neben einem Computer mit möglichst geringem Stromverbrauch geht das auch durch die Nutzung eines E-Mail-Anbieters, der seine Server mit Ökostrom betreibt. atomstromfrei.de musste aus Kostengründen im Juli 2009 den Betrieb einstellen. Als grüner Anbieter bleibt nur noch biomail.de – ein Postfach dort ist zwar nicht kostenfrei, aber der Server wird ausschließlich mit Ökostrom betrieben.</p>
<p><strong>Ani K.</strong></p>
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		<title>Veganismus jetzt!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 15:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Online Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbefreiung und Antispeziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[„In a world dominated by violence, exploitation and oppression, it takes courage to show compassion &#8211; join the resistance!” (Quelle: www.rootsofcompassion.de)
Ja, es braucht tatsächlich Mut. Als Veganer_in steht man oft alleine da und kriegt nur verständnislose Blicke von der Seite zugeworfen. Doch nur die wenigsten wissen wirklich, was vegan leben bedeutet.
Es leben in Deutschland gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„In a world dominated by violence, exploitation and oppression, it takes courage to show compassion &#8211; join the resistance!” (Quelle: www.rootsofcompassion.de)<br />
Ja, es braucht tatsächlich Mut. Als Veganer_in steht man oft alleine da und kriegt nur verständnislose Blicke von der Seite zugeworfen. Doch nur die wenigsten wissen wirklich, was vegan leben bedeutet.</strong><span id="more-1079"></span></p>
<p>Es leben in Deutschland gerade mal 0,1 % der Frauen und 0,05 % der Männer vegan, das heißt sie verzichten aus moralischen, ethischen aber auch aus gesundheitlichen Gründen auf Tierprodukte.<br />
Diese geringe Zahl ist sehr schade, da Veganismus weit mehr ist als nur der Verzicht auf Tierprodukte. Es ist auch aktiver Umwelt- und Klimaschutz! Warum? Ganz einfach.<br />
Die Nutztierindustrie verursacht mit 18% der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase mehr Emissionen als der globale Verkehr: Sie trägt einen Anteil von 37% der globalen Methan-Emissionen, 9% des Treibhausgases CO2 und ist Schuld an 65% des schädlichen Stickstoffoxid- Ausstoßes. Hinzu kommt, dass 70% des weltweiten Getreideanbaus in die Fütterung der Tiere und 70% aller Trinkwasserressourcen in die Nutztierhaltung fließen.</p>
<div id="attachment_1080" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1080" title="veganismus3" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/veganismus3.jpg" alt="Massentierhaltung trägt zum Klimawandel bei." width="300" height="158" /><p class="wp-caption-text">Massentierhaltung trägt zum Klimawandel bei.</p></div>
<p>Mal zum Vergleich: Eine vegetarische Ernährungsweise erfordert 4.500 Liter, eine omnivore (also ohne den Verzicht auf Tierprodukte) 15.000 Liter und eine vegane Ernährungsweise gerade mal 1.100 Liter täglich.<br />
Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir also ernähren.<br />
Dazu ebenfalls ein kleiner Vergleich:<br />
Man könnte mit Sojabohnen, die auf einem Hektar Land (also auf der Fläche von etwa 1 ½ Fußballfeldern) wachsen, 5.000 Menschen ernähren, wenn die Sojabohnen direkt als menschliches Nahrungsmittel genutzt würden.<br />
Verfüttert man allerdings die Ernte der Fläche erst an Tiere, kann man von diesen Tieren nur noch 191 Menschen ernähren.</p>
<div id="attachment_1081" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1081" title="veganismus2" src="http://jugendzeitung.net/wp-content/uploads/2009/09/veganismus2.jpg" alt="Veganes Essen ist nicht nur tierfreundlich, ökologisch und sozial - es kann auch richtig lecker sein! Foto: wikimedia.org" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Veganes Essen ist nicht nur tierfreundlich, ökologisch und sozial - es kann auch richtig lecker sein! Foto: wikimedia.org</p></div>
<p>Vegan zu leben bedeutet also nicht nur, im System von Ausbeutung und Grausamkeit nicht mehr mitzumachen, sondern auch einen aktiven Beitrag dazu zu leisten, die Welt immer weiter ein bisschen lebenswerter zu machen, damit nicht nur wir, sondern auch noch die Generationen nach uns etwas von dieser eigentlich schönen Erde haben!</p>
<p><em>Jonas, 16<br />
seit Januar 2009 Veganer</em></p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.rootsofcompassion.de" target="_blank">www.rootsofcompassion.de</a><br />
<a href="http://www.peta.de" target="_blank">www.peta.de</a><br />
<a href="http://www.peta2.de" target="_blank">www.peta2.de</a><br />
Nationale Verzehrsstudie II 2008</p>
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		<item>
		<title>Wenn das Auto alt aussieht</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/wenn-das-auto-alt-aussieht/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 19:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch immer ist das Auto der Deutschen bester Freund. Dabei schonen Alternativen nicht bloß das Klima, sondern oftmals auch den Geldbeutel

Es steht für Mobilität, Flexibilität und kann große Entfernung in kurzer Zeit zurücklegen: das Auto. Doch neben diesen positiven Eigenschaften ist es vor allem ein Prestigegewinn. Kaum eine Autowerbung wirbt noch mit den Vorteilen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch immer ist das Auto der Deutschen bester Freund. Dabei schonen Alternativen nicht bloß das Klima, sondern oftmals auch den Geldbeutel</strong><br />
<span id="more-838"></span><br />
Es steht für Mobilität, Flexibilität und kann große Entfernung in kurzer Zeit zurücklegen: das Auto. Doch neben diesen positiven Eigenschaften ist es vor allem ein Prestigegewinn. Kaum eine Autowerbung wirbt noch mit den Vorteilen und Sicherheiten der Technik. Stattdessen setzt sie meist auf ein prunkvolles Aussehen und die Schnelligkeit des Fahrzeugs. Das soll die Fahrer_innen als unwiderstehlich dastehen lassen.<br />
Allein in Deutschland gibt es rund 41 Millionen Personenkraftfahrzeuge. Das sind mehr Autos als volljährige Einwohner_innen. Doch selbst in Zeiten, in denen häufig von Klimakatastrophen und steigenden Benzinpreisen gesprochen wird, greifen nur wenige auf Alternativen zurück. Dabei sind diese zahlreich vorhanden.<br />
Beim Auto zahlt mensch nicht nur Benzin, sondern auch Steuern und Versicherung. Das kann ganz schön teuer werden, zumal ein Auto durchschnittlich nur eine Stunde am Tag fährt und die restlichen 23 Stunden sinnlos in der Garage oder auf dem Parkplatz steht. Einige Organisationen haben für dieses Problem ein Lösung gefunden: CarSharing. Die Idee: Menschen teilen sich ein Auto. Dadurch gibt es mehr Mobilität mit weniger Autos. Die CarSharing-Organisationen stellen Autos an den verschiedensten Punkten zur Verfügung. Per Telefon oder Internet können die Autos gebucht werden. Bei einer Fahrtstrecke unter 10.000 Kilometer im Jahr ist diese Alternative kostengünstiger als ein Privatwagen. CarSharing eignet sich jedoch nicht für die Fahrt zum Arbeitsplatz, da es dort lange ungenutzt stehen würde und jede Stunde Geld kostet.<br />
Für Pendler_innen eignet sich der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) &#8211; sicher die einfachste Methode, um ohne Auto von A nach B zu kommen, Mit Bus und Bahn ist mensch schnell unterwegs, doch die immer steigenden Fahrpreise können sich viele Menschen trotz Monats- oder Jahrestickets nicht dauerhaft leisten. Viele Verbände fordern deshalb niedrigere Preise beim ÖPNV.<br />
Eine weitere kostengünstige und umweltverträglichere Alternative ist die Mitfahrgelegenheit, die in Deutschland immer mehr in Anspruch genommen wird. Ob es  zur Arbeit, in die nächste Stadt oder in den Urlaub geht, es finden sich immer Menschen, die das gleiche Reiseziel haben. So bieten verschiedene Mitfahrzentralen im Internet die Vermittlung für zwischen dem/der Fahrer_in, und den Mitfahrenden an. Die Kosten werden im Voraus ausgehandelt und geteilt.<br />
Die umweltfreundlichste, gesundheitsbewusste und günstigste Alternative zum Autofahren ist jedoch immer noch das Fahrrad. Mit Anhängern kann man auch größere Lasten transportieren.<br />
Sollte mensch sich gar nicht von seinem Auto trennen können, sollte wenigstens darauf geachtet werden, ein spritsparendes Auto zu fahren. Denn Autoabgase sind ein erheblicher Grund für den Klimawandel. Laut Greenpeace gehen 20 Prozent des Kohlenstoffdioxidausschusses in Europa  auf den Verkehr zurück, für zwölf Prozent sind Autos verantwortlich. </p>
<p>So praktisch ein Auto auch sein mag,  es ist vor allem ein Statussymbol für Modernität und Reichtum. Und wenn wir mal ehrlich sind: Nicht jede Familie braucht zwei Autos, wo doch die Bushaltestelle direkt vor der Haustür ist und das Fahrrad auch schon seit geraumer Zeit in der Garage zu verrosten droht.</p>
<p><strong>Ana Mari M.</strong></p>
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		<title>Luxus Umwelt</title>
		<link>http://www.jugendzeitung.net/umwelt-und-gentechnik/luxus-umwelt/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2009 16:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>david</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel, Atomkraft und Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Mai/Juni 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Umweltzerstörung ist nicht bloß ein Luxusproblem. Weltweit sind die Armen oft besonders betroffen
Alle tun was für die Umwelt: Naturschutzorganisationen, Politikerinnen, Hobbygärtner, selbst die Energiekonzerne brüsten sich damit. Natürlich aus ganz unterschiedlichen Beweggründen und manchmal ist das auch mehr Schein als Sein. Aber eines scheint selbstverständlich: Aktiv sein für die Umwelt ist immer gut. Komisch.

Denn für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Umweltzerstörung ist nicht bloß ein Luxusproblem. Weltweit sind die Armen oft besonders betroffen</h4>
<p><strong>Alle tun was für die Umwelt: Naturschutzorganisationen, Politikerinnen, Hobbygärtner, selbst die Energiekonzerne brüsten sich damit. Natürlich aus ganz unterschiedlichen Beweggründen und manchmal ist das auch mehr Schein als Sein. Aber eines scheint selbstverständlich: Aktiv sein für die Umwelt ist immer gut. Komisch.</strong></p>
<p><strong></strong><span id="more-593"></span></p>
<p>Denn für viele Menschen steht Umweltschutz an zweiter Stelle – wenn überhaupt. Wichtiger sind Probleme wie Arbeitslosigkeit, Ungerechtigkeiten im Bildungssystem, Fremdenfeindlichkeit oder Hungerlöhne im globalen Süden. Kurz: Zuerst das Soziale, dann die Umwelt. Nicht bedacht wird dabei, dass auch Umweltprobleme nichts anderes sind als handfeste soziale Konflikte.</p>
<p><strong>Wenn Inseln untergehen…</strong><br />
Beispiel Klimawandel: Durch den Ausstoß von so genannten Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) erwärmt sich die Erde immer mehr. Inzwischen ist selbst bei den Regierungschefs angekommen, dass das ein Problem ist – nicht weil es „der Umwelt“ schlecht geht, sondern weil Menschen unter den Folgen leiden. Betroffen sind nicht nur zukünftige Generationen – in den kommenden Jahrhunderten wird die Temperatur weiter ansteigen, selbst wenn wir heute aufhören würden, soviel CO2 in die Luft zu blasen – sondern auch viele Menschen in ärmeren Ländern.<br />
Die Einwohnerinnen und Einwohner der Malediven-Inseln müssen befürchten, ihre Heimat zu verlieren, weil der Meeresspiegel durch den Klimawandel ansteigt. Die dortige Regierung spart bereits Geld, um neues Land kaufen zu können. Hier ist offensichtlich: Menschen, die fast nichts zum Klimawandel beigetragen haben, werden in die Flucht getrieben. In anderen Weltregionen trägt die Erderwärmung zur Verschärfung bestehender Probleme bei: So kann zwar eine Trockenzeit in Afrika nicht direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden; sicher ist aber, dass die Anzahl der Dürreperioden in Zukunft steigen wird. Keine guten Aussichten für die Bäuerinnen und Bauern.<br />
Eine soziale Frage<br />
Das Umweltproblem wird dadurch schnell zu einer sozialen Frage: Ist es in Ordnung, dass wir in Europa und Nordamerika Unmengen an Energie verschwenden, während sich das Hungerproblem weiter verschärft? Letztendlich ist es ein Konflikt zwischen Menschen und gerade bei globalen Umweltproblemen geht es oft um lebenswichtige Entscheidungen für ärmere Menschen.<br />
Wenn Urwald gerodet wird, verlieren auch die indigenen Menschen, die dort leben, ihr Zuhause. Wenn riesige Schiffe die Weltmeere leerfischen, bleibt nichts mehr für die kleinen Fischerboote übrig. Wenn auf Plantagen giftige Chemikalien versprüht werden, erkranken daran die Arbeitenden. Wenn Uran abgebaut wird, um später Atomkraftwerke betreiben zu können, atmen die Menschen den radioaktiven Staub ein.</p>
<p><strong>Ohne Umweltschutz keine Gerechtigkeit</strong><br />
In Europa ist von all diesen Problemen nicht viel zu hören. Viele Menschen befürchten daher durch Umweltschutz vor allem einen Verlust der Lebensqualität hierzulande – wenn beispielsweise der Fernseher nicht mehr rund um die Uhr im Standby-Betrieb läuft. In Wirklichkeit geht es aber bei Umweltschutz immer auch um Gerechtigkeit. Gerechtigkeit zwischen den Generationen und Gerechtigkeit zwischen allen Menschen, die auf der Erde leben. Umweltschutz ist daher keine Luxus-Aufgabe für eine spätere Zeit, in der Gerechtigkeitsprobleme gelöst sind.<br />
Es stimmt: Umweltschutz kann viel Geld kosten. Aber anders ist weltweite Gerechtigkeit nicht zu haben. Da sollte man sich schon überlegen, ob man sich nicht doch den Luxus leistet.</p>
<p><strong>Felix W.</strong></p>
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