ANARCHIE?

Anarchie ist meiner Meinung nach ein viel zu wenig behandeltes Thema, vor allem auch unter jüngeren Menschen. Deshalb beschloss ich, meine Quartalsarbeit (die jede_r Achtklässler_in in der Waldorfschule machen muss) über dieses Thema zu schreiben.

Aber vor allem bin ich darauf gestoßen, weil ich immer dieses „A“ überall gesehen habe und nie wirklich wusste, was das ist. Ich dachte immer: „Ja, toll, jeder darf so schnell fahren, wie er will, und kann von seinem Chef so viel Geld verlangen, wie er will.“ Ich wollte mehr wissen!

Gleich merkte ich, wie wenig behandelt dieses Thema doch ist, denn in der Bibliothek fand ich nur drei Bücher und in meiner Klasse fragten mich mindestens zehn Leute, was das denn sei. Irgendwie reizte mich das dann aber noch mehr. Ich wollte den Menschen diese ganze Sache möglichst plausibel erklären, so dass man das alles gut verstehen kann, denn die meisten Bücher oder Artikel sind schon sehr wissenschaftlich und philosophisch. Deshalb nannte ich meine Arbeit auch ganz einfach:

„ANARCHIE?“

Ich bearbeitete als erstes die Entstehung und Geschichte der Anarchie, dann verglich ich Proudhon, Bakunin und Landauer, drei verschiedensprachige, sehr wichtige Vertreter des Anarchismus. Ich stellte sie mit einer Kurzbiographie vor und erläuterte ihre Ziele sowie ihr Handeln und Denken. Zum Schluss beschäftigte ich mich mit dem heutigen Anarchismus (vor allem „im Internet“, über die „Repeal Coalition“, das „Living Theatre“ und das Buch „ANARCHISMUS 2.0“).

In meinem praktischen Teil zeigte ich Ausschnitte aus Filmen des Living Theatres und befragte die Menschen zu ihrer Meinung zur Anarchie und stieß auf sehr verschiedene Ansichten. Bei meiner ersten Frage, „Woran denken sie spontan, wenn sie das Wort „Anarchie“ hören?“, hörte ich von einer Frau wie aus der Pistole geschossen: „Disneyland“ . Allerdings fragte mich auch ein Mann, ob ich nicht zu jung für dieses Thema sei. Das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen erschreckt, da ich nicht finde, dass man zu jung für ein Thema sein kann, wenn man sich eben nun mal dafür interessiert. Also lasst Euch nicht abbringen und informiert Euch! Das schafft völlig neue Perspektiven. Denn wusste ich vorher kaum etwas über Anarchismus, so kann ich jetzt doch einige Auskünfte darüber geben.

Jon Kjetil

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